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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Für Venga und Frank Marvin



Nymi
23.09.2003, 01:05
Ich hab es euch Beiden versprochen, dies ist es was herauskommt wenn man sich Nachts zum Dichten an's Fenster setzt.

(@fmv: Du wirst bestimmt schneller sein als das Forum geschlossen ist. @Venga: Du vermutlich nicht, wenn es Morgen früh dicht macht)

Es sind einmal überarbeitete Gedichte. Nach einer Woche ca. werde ich sie noch mal überarbeiten. Mal sehen wie sie sich noch entwickeln werden.

Der Text des Ersten ist aus dem Anfang des Zweiten entstanden. Den Rest des Zweiten hab ich nach der Vertigstellung des Ersten geschrieben. Es ist beides das Gleiche.
Ich bin noch nicht zufrieden damit, aber ich hab es versprochen. Es fällt mir ein wenig schwer.


*Das Fenster*

Dort am Fenster sitze ich.
Mein Körper, was ihr sehen könnt, wovon ihr glaubt das ich es bin.
Leer ist es im Moment!
Diese Regennacht ruft nach meiner Seele.

Ich rieche das Nass und höre die Musik.
Frei von Verzerrung durch Sinne.
Losgelassen von Verstand und ich falle...
...hinaus in ein Leben meines innersten Wunsches.
Grossartig und vollendet, so anders als das Leben
wo mein Körper sitzt und auf mich wartet.

Aber ich bin allein dort draussen.
Wo nur meine Seele herrscht.
Und plötzlich wird mir kalt.
Die Nacht umschliesst mich als Dunkelheit,
der Regen trifft mich mit Hagel verletzter Gefühle.
Die Orientierung verloren irre ich umher.
Bis ich zwei leuchtende Gedanken sehe.

Die Gedanken sind zwei Menschen die mich mögen.
Für mich sind es Lichtgedanken die mich Heimführen.
Auch wenn sie es nicht wissen.
Sie halten einen Spalt im Fenster offen durch das ich gefallen bin,
... und ich komme zurück!

by Nymisies

Nymi
23.09.2003, 01:16
Als Kreuzbandriss Reimgedicht:

*Zwei Fäden*

Die Seele drängt's nach Aussen,
in dieser regennassen Nacht.

Mein Körper sitzt, gekrümmt, die Beine schmerzhaft angezogen dort,
am Fenster.
Von Drüben dringt Geruch nach Regen, leise tröpfeln Tropfen, dass
schwere Nass vom Blätterdach.
- Bäume die Weinen -

Mein Körper hört Musik, lauscht still
zarten Klängen von Trauer, Sehnsucht,
Schmerz und Furcht.
Von Drinnen die Gefühle, aufgeschaukelt, laut gemacht.
Ein Fenster,
der Weg zu mir, zu meiner Seele
- aufgestossen Heute Nacht -

Wenn ich geh' verlier ich mich, mein
Innerstes, mein grosser Traum, so schön
Vollkommen.
Doch Allein!
Und plötzlich wird mir Angst, ich
weiss nicht mehr vohin ich muss
Verlier den Traum, verlier das Licht
- gefangen in mir selbst -

Und dann - Zwei Fäden, Gold
in dunkelschwarzem Blau.
sie fassen mich, sie halten, ziehen, zurück
gefunden hab ich nun,
mit Zwei'n die lieben, Lichtern gleich, erleuchtend
Dunkelheit zerteil'n.
So dankbar bin ich, niemals lass ich
- eure Fäden wieder los -

by Nymisies

Ich muss mal Macho-Unterricht nehmen... wo kommen wir denn da hin wenn sich Männer Heutzutage mit Gedichten abgeben??? "wunder"