frank marvin
23.09.2003, 02:16
Herbst
Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.
Rainer Maria Rilke
Aus: Das Buch der Bilder
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Dieses Gedicht ist Weltliteratur, "das" Herbstgedicht in der reichen Herbstlyrik der deutschen Sprache schlechthin. Jeder hat es in der Schule gehört oder gelernt und .. seitdem wieder vergessen. Ich bringe es euch wieder ins Gedächtnis. Lest es Zeile für Zeile, am besten laut.
® FMv.
Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.
Rainer Maria Rilke
Aus: Das Buch der Bilder
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Dieses Gedicht ist Weltliteratur, "das" Herbstgedicht in der reichen Herbstlyrik der deutschen Sprache schlechthin. Jeder hat es in der Schule gehört oder gelernt und .. seitdem wieder vergessen. Ich bringe es euch wieder ins Gedächtnis. Lest es Zeile für Zeile, am besten laut.
® FMv.