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SunKathi
27.04.2005, 16:53
Ich hab gestern lange mit ner Freundin telephoniert und da kam ich auf folgendes Thema:
In ner Beziehung gibts oft richtige Tiefpunkte, das ist klar. Aber kennt ihr es, das man sich vielleicht getroffen hat und absolut auf Wolke 7 schwebt. Am nächsten Tag ist das auch noch so....bis der Partner anruft und nicht umbedingt doof ist, vielleicht einfach nur relativ neutral spricht. nach dem Gespräch ist denn das ganze gute Gefühl weg.
Nicht die Liebe, das mein ich nicht, aber einfach nur, das man sich plötzlich doch nichtmehr so gut und so geliebt fühlt. Das man plötzlich denkt, man investiert selbst viel mehr Gefühle als der andere.
Ganz nach dem Motto: Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt.
Mein Freund schafft es irgendwie durch eine einzige unpersönliche Mail mir die rosa-rote Brille runterzureißen.
Versteht jemand was ich meine?
Absolut... :rolleyes:
jules
Firesoul
27.04.2005, 17:29
ja, das kenne ich nur zu gut.
im einen moemnt schreibt er mir wieviel ich ihm bedeute und ich komm in so ein richtiges "in gefühlen schwelg" gefühl und einen kurzen moment später am tele ist alles wieder so neutral..
SunKathi
27.04.2005, 17:40
Ich bin ganz froh, wenn ich höre, das es nicht nur bei mir so ist. Dann liegts wenigstens nicht an meinem freund, oder an mir. Dann ists normal.
jaah ich kenn das auch *seufz* da reicht nur ein falsches wort... aber so ist das halt.. frauen sind sensibel :)
mehr ls normal Sunkathi.
man sollte aber immer wieder was für die liebe tun. ich mache es und macht sogar spass.
Firesoul
27.04.2005, 17:58
Original von jeanny
jaah ich kenn das auch *seufz* da reicht nur ein falsches wort... aber so ist das halt.. frauen sind sensibel :)
das trifft auch mich voll und ganz zu =)
nur frauen sind sensibel? na ja . stimmt nicht so ganz . meine ich mal.
Hallo?
vielleicht sind manche Männer manchmal ein ganz kleines bisschen unempathisch?
Könnte ja auch sein...
jules
unempathisch?
was soll denn das sein?
Firesoul
27.04.2005, 18:01
ehm....was heißt unempathisch?? (habs nicht so mit den fremdwörtern =) )
SunKathi
27.04.2005, 18:02
@ fire @ jeanny Besonders schnell geht das immer am Telephon, per Mail oder per SMS,
darum hoffe ich, das sowas weniger auftritt, wenn man mal zusammen
wohnt, oder sich zumindestens öfters sieht. Fernbeziehungen (ich
zähl mich mal wieder dazu) sind vieleicht in der Hinsicht anstrengender
als andere.
Firesoul
27.04.2005, 18:07
ich hab da noch so etwas. wenn ich ihn sehe, dann ist er nie genauso, wie er im chat oder so ist. also andersrum genauso. im chat ist er nie genau so, wie er "real" ist. weiß nicht ob ihr jetzt versteht, was und wie ich es mein..
jepp. im chat ist man ja ungestört und kann sich so geben, wie man will, oder gerne möchte. bei einem gespräch ist es da wieder anders. da sind dann hemmungen im spiel.
SunKathi
27.04.2005, 18:10
Es ist einfach viel unpersönlicher. Im chat zB. stellt fehtl absolut die Betonung der Worte. So das er sich das was er schreibt in ner anderen Betonung vorstellt, als Du, wenn Dus liest.
wer sich aber im chat anders verhält, als normaler weise, ist selber schuld. ich bin wie ich bin. ob im chat, oder privat.
Firesoul
27.04.2005, 18:13
das, was sunkathi gesagt hat trifft es schon eher.
mein freund gibt sich in meiner anwesenheit auch einfach so wie er will. und das find ich auch gut so :]
zu dem was sunkathi sagte: es gibt auch öfters missverständnisse zwischen uns im chat. am tele oder real nie. es liegt wohl echt vieles an der betonung.
das stimmt, die betonung ist enorm wichtig, zum beispiel hab ich meiner angebeten einen brief geschrieben,warum ich mich total gern mit ihr unterhalte, sie meinte es hat sich geschrieben voll egoistisch angehört, als ich ihr das ganze am telefon gesagt hab, meinte sie, wenn ichs gleich am tele gemacht hätte, hätte sies verstanden, deswegen: real oder tele is immer besser als irgendwas wo nur geschrieben is, weil man sich wirklich total leicht missversteht
->Maya<-
28.04.2005, 19:43
oh ja das kenn ich auch...
bei mir ist das auch am allereschlimmsten beim chatten weil ich ihn dann immer falsch versteh und er mich auch... und dann fang ich jedes mal an zu heulen obwohl ich was ganz falsch verstanden hab bzw. ers ned so gemeint hat... :rolleyes:
*heul*
passt ja is grad wieder so... und ich weiß überhaupt ned was ich falsch gemacht hab... und jetz sitz ich hier und heule und sein letzter satz war:
er: soll ich dazu was sagen?
ich: ja
er: ich glaub das muss ich ned...ich komm mir grad ziemlich verarscht vor aber egal...ich lerne jetzt!! tschüss!!
und dann sagt er ned was los is... *grrrr* eben war ich noch glücklich und jetz???
SunKathi
02.05.2005, 20:02
Hab das jetzt erst von Dir gelesen Maja, oh, wie ich das kenne.
Grad hab ich mit ihm telephoniert, nachdem er im Urlaub war und wir gestern nur gaaaanz kurz gesprochen haben. Und, was ist? Er ist soooo neutral und würgt mich zum Schluss schon fast ab, was sag ich fast, er hat mich abgewürgt, mit den Worten: Ich muss jetzt essen und dann schlafen!
->Maya<-
02.05.2005, 20:16
:( *grrr* er hat sich nachher entschuldigt mit den worten "war gestresst" :rolleyes:
SunKathi
02.05.2005, 20:19
Liebe ist soooo anstrengend und manchmal frag ich mich, ob sich das lohnt, oder ob man einfach noch nicht den richtigen gefunden hat.
Kathi (die zur Zeit einfach noch nicht wieder 100 % begeistert von ihrem Freund sein kann)
Hör mal ganz tief in dich rein, dann weißt du, ob er für dich der Richtige ist und ob es sich lohnt!!
*drück dich mal ganz fest* jeanny
Oh Mann, da bin ich ja richtig froh, dass das auch in anderen Beziehungen vorkommt ... ich dachte immer das wär` nur bei mir so ... es ist ein äußerst schreckliches Gefühl. Man stellt alles in Frage und denkt über jede Klinigkeit 100 mal nach egal was es ist ...
Manuel
SunKathi
03.05.2005, 09:02
Oh, Danke, das es dieses Forum gibt...
Es hat mir schon so oft gezeigt, das ich doch nicht sooooo komisch bin wie ich manchmal denke.
desiderium
03.05.2005, 19:29
Original von jules1
Hallo?
vielleicht sind manche Männer manchmal ein ganz kleines bisschen unempathisch?
Könnte ja auch sein...
jules
Das mag sogar bei vielen Männern so sein, allerdings ist das nicht allgemeingültig.
Es gibt auch eine menge Männer die sehr empathisch sind.
]Original von jeanny jaah ich kenn das auch *seufz* da reicht nur ein falsches wort... aber so ist das halt.. frauen sind sensibel
Na Ja, es gibt auch sehr viele unsensible Frauen.
Ich hab gestern lange mit ner Freundin telephoniert und da kam ich auf folgendes Thema:
In ner Beziehung gibts oft richtige Tiefpunkte, das ist klar. Aber kennt ihr es, das man sich vielleicht getroffen hat und absolut auf Wolke 7 schwebt. Am nächsten Tag ist das auch noch so....bis der Partner anruft und nicht umbedingt doof ist, vielleicht einfach nur relativ neutral spricht. nach dem Gespräch ist denn das ganze gute Gefühl weg.
Nicht die Liebe, das mein ich nicht, aber einfach nur, das man sich plötzlich doch nichtmehr so gut und so geliebt fühlt. Das man plötzlich denkt, man investiert selbst viel mehr Gefühle als der andere.
Ganz nach dem Motto: Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt.
Mein Freund schafft es irgendwie durch eine einzige unpersönliche Mail mir die rosa-rote Brille runterzureißen.
Versteht jemand was ich meine?
Oh ja, das kenne ich sehr gut. :rolleyes:
Original von desiderium
Original von jeanny jaah ich kenn das auch *seufz* da reicht nur ein falsches wort... aber so ist das halt.. frauen sind sensibel
Na Ja, es gibt auch sehr viele unsensible Frauen.
Da hast du Recht - aber wenn es das eine gibt, dann gibt es auch automatisch das andere...! Ich kenne auch sehr viele sensible Männer - aber meistens ist es so, dass Männer damit besser umgehen oder sich nicht so schnell runterziehen lassen (zumindest die, die ich kenne)
->Maya<-
04.05.2005, 16:15
ich denke dass kommt meistens so rüber weil die meisten frauen eher ihre gefühle zeigen als männer (z.B. weinen)
Original von ->Maya<-
ich denke dass kommt meistens so rüber weil die meisten frauen eher ihre gefühle zeigen als männer (z.B. weinen)
da hast du recht. für mich ist es z.b. besonders schlimm, wenn mein schatz mal weint. ich denke mal, dass das für männer ein zeichen von schwäche ist und sie das deshalb nicht gerne vor anderen tun. aber: harte schale weicher kern!
wir wissen ja nicht, wie es in ihnen aussieht...
aber es gibt trotzdem viele, díe wirklich total unsensibel sind..
beispiel: ein kumpel von mir war fast ein halbes jahr mit seiner freundin zusammen, als die ihm unter tränen gesagt hat, dass es so nicht weiter geht, weil sie total verschiedene menschen sind... keine reaktion von ihm.. das thema war erledigt, war zwar schade, aber nachtrauern oder traurig sein - nein..
war ein krasses beispiel...
aber mit sicherheit gibt es diese sensiblen männer, die sich genau so viele gednaken machen wie wir :)
jeanny
p.s. maya, glückwunsch zum user des monats mai :elch) :daumen)
desiderium
04.05.2005, 20:14
Original von jeanny
Original von ->Maya<-
ich denke dass kommt meistens so rüber weil die meisten frauen eher ihre gefühle zeigen als männer (z.B. weinen)
da hast du recht. für mich ist es z.b. besonders schlimm, wenn mein schatz mal weint. ich denke mal, dass das für männer ein zeichen von schwäche ist und sie das deshalb nicht gerne vor anderen tun. aber: harte schale weicher kern!
wir wissen ja nicht, wie es in ihnen aussieht...
aber es gibt trotzdem viele, díe wirklich total unsensibel sind..
beispiel: ein kumpel von mir war fast ein halbes jahr mit seiner freundin zusammen, als die ihm unter tränen gesagt hat, dass es so nicht weiter geht, weil sie total verschiedene menschen sind... keine reaktion von ihm.. das thema war erledigt, war zwar schade, aber nachtrauern oder traurig sein - nein..
war ein krasses beispiel...
aber mit sicherheit gibt es diese sensiblen männer, die sich genau so viele gednaken machen wie wir :)
jeanny
p.s. maya, glückwunsch zum user des monats mai :elch) :daumen)
Die wahre Schwäche ist es nicht zu weinen. Wer weint ist wahrhaft stark.
Generell zur Sensibilität:
Das ist in meinen Augen eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Beziehung. Umso sensibler man ist, um so besser kann man auf die Partnerin/den Partner eingehen
Da hast du Recht - aber wenn es das eine gibt, dann gibt es auch automatisch das andere...! Ich kenne auch sehr viele sensible Männer - aber meistens ist es so, dass Männer damit besser umgehen oder sich nicht so schnell runterziehen lassen (zumindest die, die ich kenne)
Da muß ich dir wiedersprechen. Sie verbergen es nur öfter. :rolleyes:
Original von desiderium
Die wahre Schwäche ist es nicht zu weinen. Wer weint ist wahrhaft stark.
Generell zur Sensibilität:
Das ist in meinen Augen eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Beziehung. Umso sensibler man ist, um so besser kann man auf die Partnerin/den Partner eingehen
da kann ich dir nur zustimmen... ich finde es auch schöner, wenn man seine gefühle zeigen kann, da merke ich dann, dass mir auch jemand vertraut...
Da muß ich dir wiedersprechen. Sie verbergen es nur öfter. :rolleyes:
ja aber warum denn, was istd enn so schlimm daran wenn man zumindest jetzt einem nahe stehenden menschen zeigt, was man fühlt??
desiderium
04.05.2005, 22:13
Original von jeanny
Original von desiderium
Die wahre Schwäche ist es nicht zu weinen. Wer weint ist wahrhaft stark.
Generell zur Sensibilität:
Das ist in meinen Augen eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Beziehung. Umso sensibler man ist, um so besser kann man auf die Partnerin/den Partner eingehen
da kann ich dir nur zustimmen... ich finde es auch schöner, wenn man seine gefühle zeigen kann, da merke ich dann, dass mir auch jemand vertraut...
Da muß ich dir wiedersprechen. Sie verbergen es nur öfter. :rolleyes:
ja aber warum denn, was istd enn so schlimm daran wenn man zumindest jetzt einem nahe stehenden menschen zeigt, was man fühlt??
Das frage ich mich ja auch. Menschen die mir nahe stehen zeige ich meine Gefühle. Aber es gibt viele die dies nicht tun.
Leider kommen mir Menschen aber ehr selten nah.
.. solche Menschen verstehe ich nicht. Aber ich denke, das ist auch eine Schutzfunktion niemanden zu nahe an sich heran zu lassen - wenn man dann enttäuscht wird, ist es nur noch schlimmer...
jeanny
mod: sollten den thread vielleicht mal teilen, bzw. einen neuen eröffnen.. hat langsam nichts mehr mit der eigentlichen frage zu tun... jeanny/mod
desiderium
05.05.2005, 16:09
Original von jeanny
.. solche Menschen verstehe ich nicht. Aber ich denke, das ist auch eine Schutzfunktion niemanden zu nahe an sich heran zu lassen - wenn man dann enttäuscht wird, ist es nur noch schlimmer...
jeanny
mod: sollten den thread vielleicht mal teilen, bzw. einen neuen eröffnen.. hat langsam nichts mehr mit der eigentlichen frage zu tun... jeanny/mod
Das ist es ja auch. Ich muß jemanden vertrauen und das dauert eine ganze zeitlang. Ich versuche dennoch immer wieder mal jemanden einfach zu vertrauen, auch wenns nicht leicht ist.
Moin zusammen,
ein sehr gutes Thema, passend für mich und meinen gestrigen Abend :elch)
Ich denke, viele Menschen haben ein Problem mit Nähe, mussten die bittere Erfahrung machen, dass man zutiefst verletzt werden kann, wenn man sich zu sehr seinen Gefühlen hingibt.
Wenn wir ehrlich sind, "spielen" wir doch alle gelegentlich anderen etwas vor, haben unsere Rolle gelernt und wollen einfach dieses Bild, dass wir selbst von uns geschaffen haben, aufrecht erhalten.
Manchmal sind wir darin so gut, dass wir selbst glauben, der zu sein, für dessen Rolle wir uns entschieden haben oder vielleicht wollen wir einfach auch nur so gesehen werden.
Dem Partner gegenüber dann eben auch, möglicherweise ist es Bequemlichkeit, immerhin ist es schwieriger und anstrengender, wenn man sich selbst erkennt, man muss umdenken, man muss stark sein, man könnte den anderen vor den Kopf stossen, wenn man seine wahren Gefühle rauslässt.
Aber zurück zum eigentlichen Thema.
Ja, es ist ganz normal, dieses himmelhochjauchzend zutodebetrübt Gefühl.
Vielleicht, weil wir gewisse Erwartungen haben und in diesem Moment nicht fähig sind, uns in den anderen hineinzuversetzen. Die Folge ist Enttäuschung, erstmal tut das unheimlich weh.
Es gibt Menschen, die alles stärker empfinden, Freude, Glück, Liebe ebenso wie Trauer, Enttäuschung und Wut. Und dann gibt es eben solche, die ihre emotionale Seite wunderbar im Griff zu haben scheinen.
Treffen zwei solche Menschen aufeinander, kann ich mir gut vorstellen, dass Missverständnisse vorprogrammiert sind.
Manchmal kommt dann der Wunsch auf, den anderen ändern zu wollen, weil doch jeder mit seiner eigenen Art zufrieden ist.
Die Kunst aber ist, nicht nur den anderen so anzunehmen, wie er ist, sondern einen Teil von sich (nämlich die unterdrückte Seite, entweder die emotionale oder die rationale) in ihm zu erkennen und anzunehmen.
Ich hatte und habe damit immer noch hin und wieder Probleme, genau das ist der Grund für diese Traurigkeit oder Enttäuschung, nicht der Partner ist schuld daran, dass wir uns manchmal schlecht fühlen. Es ist ein langer Prozess, man erkennt und findet sich nicht von heute auf morgen, wir entwickeln uns langsam weiter.
Grundsätzlich werd ich so bleiben, wie ich bin, sehr emotional, sehr gefühlvoll, herzlich, aber eben auch temperamentvoll, ich lebe meine Gefühle-positive wie negative- sehr stark aus. Nur feile ich an mir, weil ich leider die bittere Erfahrung machen musste, dass ein so emotionaler Mensch selten richtig verstanden wird.
Es ist keine Schwäche, wenn man seine Gefühle zeigen kann und dazu steht, aber es ist auch keine Schwäche, wenn man eher rational denkt, wenn man "umschalten" kann, wenn auf einmal andere Dinge im Vordergrund stehen.
Man muss versuchen, diese beiden Seiten harmonieren zu lassen, ist nicht einfach.
Ich denke manchmal, dann bin ich doch kalt, dann ist doch das Gefühl der Liebe weg. Aber das stimmt so nicht, denn die Liebe bleibt, sie muss nur manchmal rationalen Dingen weichen, ansonsten hätte ich mich so manches Mal zu sehr verrückten Dingen hinreissen lassen, deren unangenehme Folgen kaum überschaubar sind :D
Liebe kann sich in vielen Dingen zeigen, vielleicht am Deutlichsten, wenn man den anderen wirklich verstehen kann, wenn das ICH zum WIR wird, wenn zwei Menschen Eins werden und dennoch zwei bleiben.
Wir arbeiten daran :)
Grüßle
Vega
Moin zusammen,
ein sehr gutes Thema, passend für mich und meinen gestrigen Abend
Ich denke, viele Menschen haben ein Problem mit Nähe, mussten die bittere Erfahrung machen, dass man zutiefst verletzt werden kann, wenn man sich zu sehr seinen Gefühlen hingibt.
Wenn wir ehrlich sind, "spielen" wir doch alle gelegentlich anderen etwas vor, haben unsere Rolle gelernt und wollen einfach dieses Bild, dass wir selbst von uns geschaffen haben, aufrecht erhalten.
Manchmal sind wir darin so gut, dass wir selbst glauben, der zu sein, für dessen Rolle wir uns entschieden haben oder vielleicht wollen wir einfach auch nur so gesehen werden.
Dem Partner gegenüber dann eben auch, möglicherweise ist es Bequemlichkeit, immerhin ist es schwieriger und anstrengender, wenn man sich selbst erkennt, man muss umdenken, man muss stark sein, man könnte den anderen vor den Kopf stossen, wenn man seine wahren Gefühle rauslässt.
Hallo Vega!
Es gibt hier wirklich einige, die es perfekt verstehen Gefühle in Worte zu fassen, du gehörst ganz deutlich zu denjenigen, liegt vermutlich auch an den Erfahrungen, die du in deinem Leben machen musstest. Ich bin zum Beispiel ein sehr gefühlsbetonter Mensch und es ist oft schwer jemanden zu finden, der damit auch zurecht kommt. Meine jetzige Freundin ist eher die rationaldenkende und kann ihre Emotionen gut ordnen, kommt auch sehr gut damit klar wenn nach längerer Zeit ein Aus droht - ich ertappe mich aber meist zu viel Emotion in eine Beziehung zu stecken und muss mich selbst wieder an den Pfad der Rationaltität zurückführen, was mir zwar gelingt aber gar nicht einfach ist. Ich versuche dann diese Energie(n) in die Dinge zu stecken, in die ich sie sonst auch immer gesteckt habe - Organisation, Musik usw. usf. - meist gibt es da aber auch Blockaden und habe meinen Tiefpunkt ganz klar erreicht, schlafe aber dann ne Nacht drüber und es funktioniert wieder. Aber es sind halt so Aktionen wie "ich freue mich am Freitag meine Freundin wieder zu sehen und da kommt am Donnerstag ne Sms, dass sie eben doch nicht Zeit hätte ..." und da beginnt man oft zu grübeln. In diesem Moment entsteht in mir ein Gefühl, dass mich fragt "warum tust du dir denn das schon wieder an ...?" :) - der Kreis des Lebens eben!
Manuel :elch)
Hi Manuel,
bei Dir ist es die Musik, bei mir das Schreiben :)
Weißt, ich glaube, genau das ist es, was uns an unseren Partnern fasziniert, dieses Anderssein. Ich mag mich ja so, wie ich bin, find es klasse, dass ich so tief empfinden kann, aber wenn ich einen Partner hätte, der genauso ist wie ich, den hätt ich schon längst erschlagen :D
Und Du hast die Lösung bereits gefunden, wir brauchen ein Ventil, um den Partner nicht zu erdrücken und um uns selbst Luft zu schaffen.
Dennoch werden wir immer ein bissel mehr "leiden", traurig, enttäuscht sein, wenn wir denken, er empfindet ja gar nicht so tief wie wir.
Aber ist das nicht ein angemessener Preis dafür, dass wir uns mehr freuen können, dass unser Herz Purzelbäume schlägt, wenn wir ihn dann wieder in den Arm nehmen können?
Er liebt ja nicht weniger deswegen, nur eben anders.
Grüßle
Vega, sehr froh über diesen Gedankenaustausch hier
Wir sind eben nicht allein :)
desiderium
07.05.2005, 18:28
Original von Vega
Moin zusammen,
ein sehr gutes Thema, passend für mich und meinen gestrigen Abend :elch)
Ich denke, viele Menschen haben ein Problem mit Nähe, mussten die bittere Erfahrung machen, dass man zutiefst verletzt werden kann, wenn man sich zu sehr seinen Gefühlen hingibt.
Wenn wir ehrlich sind, "spielen" wir doch alle gelegentlich anderen etwas vor, haben unsere Rolle gelernt und wollen einfach dieses Bild, dass wir selbst von uns geschaffen haben, aufrecht erhalten.
Manchmal sind wir darin so gut, dass wir selbst glauben, der zu sein, für dessen Rolle wir uns entschieden haben oder vielleicht wollen wir einfach auch nur so gesehen werden.
Dem Partner gegenüber dann eben auch, möglicherweise ist es Bequemlichkeit, immerhin ist es schwieriger und anstrengender, wenn man sich selbst erkennt, man muss umdenken, man muss stark sein, man könnte den anderen vor den Kopf stossen, wenn man seine wahren Gefühle rauslässt.
Ein Nähe Distanz Problem ist sehr oft schon in der Kindheit entstanden. Die Eltern/Kind Beziehung war problematisch. Meiner Meinung nach gibt es da nur zwei richtige Wege. Alles andere wäre Verdrängung. Erstens muß man sich dem stellen was die Probleme verursacht. Zweitens ist es meiner Meinung nach immer von sehr großen Vorteil wenn man darüber redet, damit der Gegenüber, die nur langsame Annährung richtig deuten kann.
Aber zurück zum eigentlichen Thema.
Ja, es ist ganz normal, dieses himmelhochjauchzend zutodebetrübt Gefühl.
Vielleicht, weil wir gewisse Erwartungen haben und in diesem Moment nicht fähig sind, uns in den anderen hineinzuversetzen. Die Folge ist Enttäuschung, erstmal tut das unheimlich weh.
Es gibt Menschen, die alles stärker empfinden, Freude, Glück, Liebe ebenso wie Trauer, Enttäuschung und Wut. Und dann gibt es eben solche, die ihre emotionale Seite wunderbar im Griff zu haben scheinen.
Treffen zwei solche Menschen aufeinander, kann ich mir gut vorstellen, dass Missverständnisse vorprogrammiert sind.
Manchmal kommt dann der Wunsch auf, den anderen ändern zu wollen, weil doch jeder mit seiner eigenen Art zufrieden ist.
Die Kunst aber ist, nicht nur den anderen so anzunehmen, wie er ist, sondern einen Teil von sich (nämlich die unterdrückte Seite, entweder die emotionale oder die rationale) in ihm zu erkennen und anzunehmen.
Ich würde das nicht so pauschal sagen. Manches mal haben Menschen die nach außen distanziert wirken unglaublich viel Gefühl in sich, sogar mehr als viele Menschen die ihre Gefühle nach außen tragen. Oft ist diese scheinbare Distanziertheit nur eine Schutzmauer. Wer es schafft diesen Menschen näher zu kommen wird einer der wenigen sein die das Privileg haben den wahren Charakter dieses Menschen kennen zu lernen.
Ich hatte und habe damit immer noch hin und wieder Probleme, genau das ist der Grund für diese Traurigkeit oder Enttäuschung, nicht der Partner ist schuld daran, dass wir uns manchmal schlecht fühlen. Es ist ein langer Prozess, man erkennt und findet sich nicht von heute auf morgen, wir entwickeln uns langsam weiter.
Grundsätzlich werd ich so bleiben, wie ich bin, sehr emotional, sehr gefühlvoll, herzlich, aber eben auch temperamentvoll, ich lebe meine Gefühle-positive wie negative- sehr stark aus. Nur feile ich an mir, weil ich leider die bittere Erfahrung machen musste, dass ein so emotionaler Mensch selten richtig verstanden wird.
Ich weiß nicht. Man kann auch nicht die Schuld immer bei sich suchen. In einer Beziehung ist Achtsamkeit sehr wichtig. es ist nicht zu viel verlangt sich ab und an mal seine Liebe zu zeigen durch Aufmerksamkeiten und es ist auch nicht zu viel verlangt an gewisse Daten zu denken.
Es ist keine Schwäche, wenn man seine Gefühle zeigen kann und dazu steht, aber es ist auch keine Schwäche, wenn man eher rational denkt, wenn man "umschalten" kann, wenn auf einmal andere Dinge im Vordergrund stehen.
Man muss versuchen, diese beiden Seiten harmonieren zu lassen, ist nicht einfach.
Ich denke manchmal, dann bin ich doch kalt, dann ist doch das Gefühl der Liebe weg. Aber das stimmt so nicht, denn die Liebe bleibt, sie muss nur manchmal rationalen Dingen weichen, ansonsten hätte ich mich so manches Mal zu sehr verrückten Dingen hinreissen lassen, deren unangenehme Folgen kaum überschaubar sind :D
Liebe kann sich in vielen Dingen zeigen, vielleicht am Deutlichsten, wenn man den anderen wirklich verstehen kann, wenn das ICH zum WIR wird, wenn zwei Menschen Eins werden und dennoch zwei bleiben.
Wir arbeiten daran :)
Also in der Liebe kann ich nicht auf rational schalten. Ansonsten bin ich beides sowohl rational als auch gefühlvoll. Ich verbinde beides miteinander.
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