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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verschwörung im Vatikan?



Ysabella
25.09.2003, 04:54
Mordspekulationen über Tod von Papst Johannes Paul I
Das geistige Oberhaupt starb vor 25 Jahren nur 33 Tage nach seiner Wahl - Vatikan verzichtete auf Obduktion der Leiche



Rom - Vor einem Vierteljahrhundert starb Papst Johannes Paul I. Sein Pontifikat ging als eines der kürzesten in die Kirchengeschichte ein, während der jetzige Papst Johannes Paul II. bereits länger im Amt ist als fast alle seine Vorgänger und das 25-jährige Jubiläum im Oktober bevor steht. Der 65-jährige Albino Luciani starb völlig überraschend in der Nacht vom 28. auf den 29. September 1978 - nur 33 Tage nach seiner Wahl zum Nachfolger von Papst Paul VI. Nach offiziellen Angaben erlag er einem Herzinfarkt - doch bis heute halten sich Gerüchte, dass er keines natürlichen Todes starb.

Offiziell Herzinfarkt

Nach offizieller Darstellung des Vatikans wurde Johannes Paul I. in der Früh des 29. September in seinem Bett sitzend tot aufgefunden. Nach Angaben des hinzugezogenen Arztes hatte er schon vor Mitternacht beim Lesen einen Herzinfarkt erlitten. Diese Version wurde jedoch immer wieder in Zweifel gezogen. Seit Jahrhunderten war kein Papst schon einen Monat nach seiner Wahl gestorben. Sofort kamen unter anderem auch Gerüchte auf, Johannes Paul I. sei ermordet worden.

Kursänderungen geplant

Er sei beseitigt worden, besagen die Gerüchte, weil er angeblich die mächtige römische Kurie grundlegend reformieren wollte, weil er in der in undurchsichtige Geschäfte verwickelte Vatikanbank aufräumen wollte, ja sogar weil er radikale Kursänderungen der Kirche geplant habe. Bücher wurden über den angeblichen Mord geschrieben. Als Hauptindiz für einen Mord wurde von den Mordtheoretikern die Entscheidung des Vatikans gewertet, auf eine Obduktion der Leiche zu verzichten.

Der "Lächelnde"

Luciani galt als bescheidener, streng gläubiger Mann. Der Norditaliener stammte aus ärmlichen Verhältnissen und ging wegen seines freundlichen Wesens als "lächelnder Papst" in die Geschichte ein. Luciani war Patriarch von Venedig, als ihn seine Kardinalskollegen schon am ersten Tag des Konklave am 26. August 1978 überraschend zum Oberhaupt der katholischen Kirche wählten. Er selbst, der nicht zu den Favoriten für die Nachfolge zählte und international weithin unbekannt war, soll gezögert haben, die Wahl anzunehmen. Er gab sich den in der Kirchengeschichte neuen Namen Johannes Paul, aus Respekt für seine beiden Vorgänger Johannes XXIII. und Paul VI.

Knapp drei Wochen nach dem Tod von Johannes Paul I. wurde am Abend des 16. Oktober 1978 der Krakauer Kardinal Karol Wojtyla als erster Nichtitaliener seit rund einem halben Jahrtausend zum Nachfolger gewählt. Wojtyla übernahm den Namen seines Vorgängers, doch noch lange werden sich Theologen fragen, welchen Gang die Kirchengeschichte genommen hätte, wenn der Luciani-Papst länger gelebt hätte. (APA/dpa)

quelle: standard.at

Mystik
17.10.2003, 17:37
Hm...verdammt heikles Thema, um dieses hier auch nur annähernd ausführlich zu behandeln, ohne gegen die Richtlinien der Foren-Regeln zu verstossen.

"Um mich selbst und auch meine Äußerungen nun zu schützen, werde ich meine Beiträge hier in Form von indirekten Zitaten bzw. Meinungen verfassen, welche anschließend mit entsprechenden Quellenverweisen untermauert werden."

Dein Verweis behandelt nun die mögliche Tatsache, dass es sich bei Papst Johannes Paul I nicht um einen natürlichen Tod gehandelt hat. Eine Obduktion wurde natürlich abgewiesen, dies aber allein schon aus streng katholischer (religiöser) Sicht. Man kann spekulieren, dass Vertuschung im Spiel war, aber eine solche - wenn auch medizinische - Untersuchung widerspricht den Grundsätzen der katholischen Kirche.

Astrein geht es im Vatikanstaat sicherlich nicht von statten.
Papst Johannes Paul II feierte am 18. Mai 2003 seinen 83sten Geburtstag.

Kann man ihn noch für zurechnungsfähig erklären?
Ist er noch im Besitz seiner geistigen Kräfte?
Wie sehr beeinflusst ihn seine Krankheit - Morbus Parkinson?
Wird er von den anderen Kardinälen (o.d.) vorgeführt?
Ist sein Auftreten nicht vollkommen demissionierend?
Kann man ihm sein Amt und die damit verbundenen Pflichten, Aufgaben überhaupt noch zumuten?

Viele Gerüchte kursieren unter dem Volk - nicht nur unter den Katholiken.
Papst Pius XII wird beispielsweise vorgeworfen, dass er einen Großteil der Auswirkungen des Holocaust hätte verhindern können und auch wollen.
Warum hat er dies dann nicht getan?

Priestern, Kardinälen usw. wird vorgeworfen, dass sie sich der körperlichen Lust hingaben. (?)

"Die Kirche und der Skandal um pädophile Priester" --> darunter schätzungsweise etwa 300 Priester in Deutschland?

Abgesehen von solchen Skandalen [Ich werde unten die entsprechenden Links dazu aufführen], was wird in den Archiven des Vatikans aufbewahrt?

Welche Aufzeichnungen, Bücher, Schriftrollen etc. mögen dort verborgen sein?

Hat sich die Kirche im Laufe der Epochen wirklich so verhalten, wie man es von ihr erwarten konnte? Inquisition, Hexenverfolgung, Bücherverbrennung usw.

Was für eine Institution ist die Kirche überhaupt?
Wer hat sie ins Leben gerufen?
Welchen Weg verfolgt sie bzw. welche Aufgaben hat sie sich zum Ziel gesetzt?

Wenn man ehrlich sein darf, dann haben die geschichtlichen Hintergründe eigentlich recht wenig mit der kirchlischen Realität zu tun, oder?

Wer weiß, was der Vatikan tatsächlich ist und welche unbestimmten Geheimnisse sich in und um Rom (Vatikanstaat) drehen?

Gruß
[sy]

Quellen:
http://www.n-tv.de/5188606.html

http://home.t-online.de/home/kath.jugendhannover_ref16/44/44-thema.htm

http://www.spiegel.de/sptv/magazin/0,1518,208133,00.html

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,147599,00.html

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,137740,00.html

http://www.n-tv.de/3013272.html