Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Entfremdung
Hallo,
kennt Ihr das auch...dieses seltsame Gefühl, dass sich alles um einen herum verändert. Man selber bleibt eigentlich was man war, aber Menschen, die einem wichtig sind distanzieren sich. Veränderungen....andere Lebensumstände, das kann viele Gründe haben.
Ich finde es jedesmal traurig, weil ich diesem hilflos gegenüberstehe und mich stets frage, was ich hätte anders machen können.
Abe ich konnte nicht.
Versteht man mich?
Wie geht Ihr damit um?
jules
braucht Tips
Die Veränderung gehört glaube ich zum Leben dazu. Ganz schlimm ist es glaube ich nur wenn der Lebenspartner eine solche Phase durchmacht und dies sich ganz drastisch aufs eigene Leben auswirkt.
Wenn es die Eltern, Geschwister, Kinder oder Freunde sind ändert sich dadurch das Verhältnis nicht so schlimm, wie wenn es beim direkten Partner der Fall ist.
Ein Freund bleibt auch ein Freund, wenn er plötzlich nicht mehr Abends in die Kneipe geht, sondern nur noch Rad fährt (Vielleicht ein blödes Beispiel)
Die Verwandten bleiben die Verwandten auch wenn man sich nicht mehr so häufig sieht.
Aber wenn der Partner plötzlich andere Interessen hat kanns schlimm werden.
Hallo Pai Mei :D...
ich meine nicht den Partner. Ich meine Freunde, gute Bekannte, Menschen denen man vertraut und die dieses Vertrauen erwidert haben. Menschen, mit denen man gelacht und geweint hat, die da waren so wie man selbst da war. Die zum normalen Tagesablauf gehörten und sich plötzlich...merkbar zurückziehen.
Keine Frage...wenn der Partner sich verändert ist das ganz...schlimm
jules
Klar wollte ich damit ja auch zum Ausdruck bringen.
Der Grund liegt meistens nicht darin, daß man selbst daran Schuld ist, es hat sich was bei den Freunden verändert, diese müssen ihr Leben vielleicht ändern, oder wollen es. Dadurch wird normal aber eine gute Freundschaft nicht erschüttert, oder hast Du da andere Erfahrungen gemacht ?
Gruß
Pai Mei
sageslaut2002
30.05.2005, 16:56
Hallo jules,
ich weiss was du meinst, habe auch oft darüber nachgedacht. Was hätte man anders machen können? Gute Frage!
Meiner Meinung nach entwickeln wir uns als Mensch immer weiter. Der eine kommt eben dann weiterhin mit und klar, der andere wiederum nicht.
Wir müssten in unserer Entwickling stehenbleiben um keine Entfremdung entstehen zu lassen.
Ich selber habe mit Ende zwanzig gedacht: *Nerv*, ewig will jemand etwas von dir, immer springst du sofort, nie magst du nein sagen, egal ob dadurch deine eigenen Pläne durchkreuzt werden oder nicht.
Klar war ich damals bei jedem gut Freund!! Jeder wusste ja, bei Birgit muss man noch nicht einmal Bitte sagen, sie macht das schon.
Irgendwann hatte ich das Gefühl für jeden der Hampelmann zu sein u. habe angefangen Nein zu sagen. Heute gelte ich bei vielen, auch bei meinen Eltern u. Bruder als egoistisch, oftmals bemerke ich ihre befremdlichen Blicke....aber, keiner wagt es mehr mich zu bevormunden, sich in meine Angelegenheiten zu mischen o.ä.
Ich habe eigentlich erst mit Ende zwanzig angefangen mir Respekt zu erarbeiten. Klar, dass viele mit der neuen Birgit nicht mehr zurecht kamen u. auf Distanz gegangen sind.
Heute bin ich der Meinung, wer mich nicht so akzeptieren kann wie ich bin der soll ruhig auf Distanz gehen, an solch einem Menschen habe ich eh nichts verloren.
Jules, ich denke wirklich, du hättest nichts ändern können, du bist einfach jules, mit allen Ecken und Kanten u. wer dich so nicht akzeptieren kann schwimmt nicht auf deiner Wellenlänge u. hat deine Freundschaft auch nicht verdient.
Mach dir nicht so viele Gedanken darüber, sei einfach du selbst. Das wichtigste an einem Menschen ist meiner Meinung nach Warmherzigkeit, Ehrlichkeit u. Charakterstärke. Ich bin überzeugt davon das es dir an diesen Dingen nicht mangelt.
sages!
@Sageslaut
uppsa... :rotW)
Danke schön Sages...das sind aber sehr liebe Worte. Da freue ich mich drüber...
jules
Nun, es verändert sich vieles....ich denke auch oft bei Freunden, ich habe eine, die ich seit zwanzig Jahren kenne und mittlerweile gratuliert man sich nicht einmal zum Geburtstag. Ich betrachte sie auch nicht als Freundin. Oder jemand anders, da frage ich mich besonders, was passiert sein muss, damit es so weit kommt, dass man auf den anderen "scheisst". Sicher macht mich das oft traurig, aber auf der anderen Seite glaube ich zu sehr ans Schicksal und denke mir, es hätte nicht anders sein sollen.
Ich meine, man bekommt eigentlich laufend neue Freunde dazu. Geh tief in Dir und frag Dich, wieviele von "neueren" Bekannten Dir nun sehr wichtig sind und nahestehen. Das Kommen und Gehen ist permanent, sicherlich ist es bei manchen traurig, aber ich denke mir, im Endeffekt habe ich nun bessere Freunde als jene, die ich vielleicht vor 10 Jahren hatte. NMan verändert sich schliesslich. Ich denke, irgendwann wird das alles aber mal stagnieren bzw bei wirklich "wertvollen" Freunden wird das nicht so oft passieren, dass man sich voneinander entfernt.
sicherlich habe ich auch viel erlebt mit der einen Freundin, aber ich denke mir, dann ist die Freundschaft es einfach nicht mehr wert.
Dann generell zum Verändern: Ich denke, Du veränderst Dich auch in gewisser Weise, Jules. Nur merkst Du es nicht so sehr :D
Klar bleibt man der/die selbe, aber man wächst ja durch Erfahrung usw.
Nimm es am besten nicht ganz so tragisch, solange man immer Leute um sich hat, auf die man sich verlassen kann, ist gar nichts allzu schlimm :)
Ich finde es aber so schade um jeden, der weg ist... :(
Sicher ändern sich Freundschaften mit den Jahren, meine "Freunde" habe ich auch weit über 20 Jahre...daran ändert sich nichts.
Aber es kann auch sein, dass man später noch Menschen trifft, die einen irgendwie berühren...man findest soviele Gemeinsamkeiten und plötzlich sind da gar keine mehr...warum?
jules
Original von Kirri
Dann generell zum Verändern: Ich denke, Du veränderst Dich auch in gewisser Weise, Jules. Nur merkst Du es nicht so sehr :D
)
@Kirri
Hm...irgendwie merke ich das wahrscheinlich zumindest unterbewusst schon, ...und genau das wird auch das sein...was mich letztendlich so nachdenklich macht... :(
jules
Nun geht die Schleimerei wieder los :elch)
aber mittlerweile empfinde ich Sages` Postings schon als Lebensweisheit. Ist komisch, aber ich denke mir immer, wenn ich es jemandem erklären müsste, dann würde ich es genau so sagen. Meine Art zu denken hat sich innerhalb von 2-3 Jahren so wahnsinnig verändert, dass mich manche Menschen kaum wiedererkennen ... aber eher im negativen Sinne als im positiven, aber ich bin stolz darauf gelernt zu haben mir Respekt zu verschaffen ... Einige sind auch ganz überrascht, da ich eben "vorher" der einfühlsame war und ich (ähnlich wie bei sages) nicht immer gesagt habe wie ich eigentlich wirklich ticke ... da hat sich aber einiges geändert! Ich denke "Hart aber Herzlich ..." trifft`s ganz gut ... mich kann jeder mal, der mich für egoistisch und selbstsüchtig hält (das meine ich wortwörtlich so ...) und alle anderen wissen schon was sie an mir haben / nicht haben, das kommt ganz darauf an. Aber ich denke, es ist die Zeit in meinem Leben gekommen auf mich selbst zu schauen und alle anderen (bis auf einige wenige) in den Hintergrund zu stellen, da ich leben will, wie ich leben will - so und nicht anders!
Manuel
Morgaine
03.06.2005, 15:45
Hallo jules!
Ich kenne dieses Gefühl auch...meine beste Freundin befindet sich gerade für 4 Monate an der See und ich krieg kaum was von ihr zu hören. Und auch sonst verändert sich täglich etwas um mich herum, und wenn es nur kleine Sachen sind.
Das was ich am erschreckendsten finde, ist, dass manche Freundschaften, die einem wichtig geschienen haben, für den anderen vielleicht nicht wichtig genug gewesen sind.
Das Rad der Zeit dreht sich jeden Tag weiter und nichts steht still...eigenltich manchmal sehr traurig, manchmal würde ich gerne noch einmal die Zeit zurückdrehen auf Tage, die ich mit ganz besonderen Menschen verbracht habe, die jetzt nicht mehr da sind.
Aber richtig beste Freunde verlierst du nicht aus den Augen, so habe ich jedenfalls die Erfahrung gemacht, selbst wenn sie sich am anderen Ende Deutschlands befindet *gg*. :D
Morgaine
->Maya<-
03.06.2005, 18:32
kenn ich auch... leider...oder doch vielleicht zum glück? ich denke das kann manchmal auch gut sein...
meine ehemals allerbeste freundin (eine engere freundschaft kann ich mir garnicht vorstellen) und ich haben uns sehr entfernt voneinander...
vor 2 jahren waren wir beide genau gleich... wir haben angefangen zu rauchen zusammen ums auszuprobieren und cool zu sein, es war toll von 10 jahre älteren beschwärmt zu werden (die einen jedoch eh nur ins bett kriegen wollten), geschminkt bis zum umfallen (okay gaaanz so schlimm wars ned *gg*) und ziemlich zickig... wenn jemand hübsch war war das für uns ne zicke und wir mochten sie ned :O ziemlich naiv *grummel*
dann hab ich meinen freund kennengelernt und bin weniger oberflächlicher geworden... ich schminke mich fast garnicht mehr, hab ne abneigung gegen raucher und hab viele SEHR hübsche mädels als freundinnen auf die ich höchstens n bissl eifersüchtig manchmal bin *g*... außerdem verachte ich diese 24 jährigen typen die denken 13 jährige sind leichte beute X(
und sie? sie schminkt sich immernoch viel zu viel, macht sich extrem viel gedanken um ihr aussehen (jede stunde n spiegel und "seh ich sehr schlimm aus?")... außerdem lässt sie sich ziemlich schnell auf typen ein wo sie dann nach spätestens 2 wochen bemerkjt "der isses doch ned" und die dann verletzt damit... sie schreibt in arbeiten nur ab und auch hausaufgaben macht sie nie selbst... das alles hab ich früher auch oft gemacht (nie in dem maß)... wegen dem allen sind wir nicht mehr befreundet und gehen uns einfach meistens aus dem weg... zerstritten sind wir nicht... es ging einfach auseinander... sie war auch eifersüchtig auf meinen freund und darauf dass ich glücklich bin und sie nicht... :( traurig das ganze
naja... lange geschichte und gehört eigentlich ned hier rein... in dieser hinsicht bin ich froh dass ich mich verändert hab und nicht so wie sie bin (natürlich hat sie sich auch verändert aber in den meisten dingen nich zum positiven)...
auf der andren seite bin ich natürlich sehr traurig weil ich nicht weiß ob ich so eine freundschaft nochmal wieder finde... :( aber eigentlich reichen mir auch diese "kleinen" freundschaften im moment... naja alles ändert sich mal... anhalten geht leider nicht...
lg maya *grübelnd*
CaschYra
03.06.2005, 19:12
Original von ->Maya<-
kenn ich auch... leider...oder doch vielleicht zum glück? ich denke das kann manchmal auch gut sein...
meine ehemals allerbeste freundin (eine engere freundschaft kann ich mir garnicht vorstellen) und ich haben uns sehr entfernt voneinander...
vor 2 jahren waren wir beide genau gleich... wir haben angefangen zu rauchen zusammen ums auszuprobieren und cool zu sein, es war toll von 10 jahre älteren beschwärmt zu werden (die einen jedoch eh nur ins bett kriegen wollten), geschminkt bis zum umfallen (okay gaaanz so schlimm wars ned *gg*) und ziemlich zickig... wenn jemand hübsch war war das für uns ne zicke und wir mochten sie ned :O ziemlich naiv *grummel*
dann hab ich meinen freund kennengelernt und bin weniger oberflächlicher geworden... ich schminke mich fast garnicht mehr, hab ne abneigung gegen raucher und hab viele SEHR hübsche mädels als freundinnen auf die ich höchstens n bissl eifersüchtig manchmal bin *g*... außerdem verachte ich diese 24 jährigen typen die denken 13 jährige sind leichte beute X(
und sie? sie schminkt sich immernoch viel zu viel, macht sich extrem viel gedanken um ihr aussehen (jede stunde n spiegel und "seh ich sehr schlimm aus?")... außerdem lässt sie sich ziemlich schnell auf typen ein wo sie dann nach spätestens 2 wochen bemerkjt "der isses doch ned" und die dann verletzt damit... sie schreibt in arbeiten nur ab und auch hausaufgaben macht sie nie selbst... das alles hab ich früher auch oft gemacht (nie in dem maß)... wegen dem allen sind wir nicht mehr befreundet und gehen uns einfach meistens aus dem weg... zerstritten sind wir nicht... es ging einfach auseinander... sie war auch eifersüchtig auf meinen freund und darauf dass ich glücklich bin und sie nicht... :( traurig das ganze
naja... lange geschichte und gehört eigentlich ned hier rein... in dieser hinsicht bin ich froh dass ich mich verändert hab und nicht so wie sie bin (natürlich hat sie sich auch verändert aber in den meisten dingen nich zum positiven)...
auf der andren seite bin ich natürlich sehr traurig weil ich nicht weiß ob ich so eine freundschaft nochmal wieder finde... :( aber eigentlich reichen mir auch diese "kleinen" freundschaften im moment... naja alles ändert sich mal... anhalten geht leider nicht...
lg maya *grübelnd*
du wirst es nicht glauben, aber so ähnlich erlebe ich es jetzt! Irgendwie traurig das Ganze :/
meine erste 'entfremdung' war die schlimmste. meine erste beste freundin lernte ich im kindergarten kennen. ich saß auf nem klettergerüst, sie stand unten und fragte mich "wie bist'n du da hochgekommen?" und ich antwortete "mit nem felgaufschwung!" (ich habe damals schon geturnt). das war der beginn einer 9-jährigen dicken freundschaft. ja, nur 9 jahre, aber in der zeit von 5 bis 14 empfindet man das als länger wie heute.
dann kam meine erste große liebe und ich wollte natürlich auch zeit mit meinem freund verbringen. dafür hatte sie kein verständnis und es gab oft streit. plötzlich war sie weg - von jetzt auf gleich hatte sie eine andere 'beste freundin' (mit der sie heute übrigens, aus dem gleichen grund, ebenfalls keinen kontakt mehr hat).
was hätte ich tun sollen? meinen freund sausen lassen und nie eine beziehung führen nur weil sie dauersingle ist? wohl kaum. sie hat bis heute keine nennenswerte beziehung geführt.
sowas in der art ist mir seitdem oft passiert. allerdings nicht mit meiner besten freundin, die ich zwar ebenfalls seit dem kindergarten kenne, aber diese freundschaft ist langsam 'gereift'. ich hatte bis vor ein paar jahren hier viele freundinnen (keine besten freundinnen, aber es ging schon etwas über den status 'bekannte' hinaus). wir waren, wie man hier so schön sagt "ein kopp und ein arsch". :D tja und dann veränderte sich alles. die eine zog der liebe wegen in die neuen bundesländer, die anderen beiden zum verspäteten studium ebenfalls weit weg. eine vierte ist mittlerweile verheiratet und hat eine familie gegründet.
über die weit entfernte distanz lassen sich freundschaften nicht wirklich gut aufrecht erhalten, vor allen dingen, wenn besuche in der heimat vollgestopft sind mit irgendwelchen terminen. bei der vierten ist es einfach so, dass unsere interessen meilenweit voneinander entfernt sind. sie ist hausfrau, hat ihr kind. finde ich toll, aber sie erlebt weiter nichts. nein, nein, dass ist jetzt nicht negativ gemeint. ich bin wirklich sehr interessiert, wie es ihrem kleinen geht und welche fortschritte er macht. wenn ich dann erzähle, was ich in den letzten wochen so erlebt habe, wird von ihr alles negativ quittiert. in einer ehrlichen stunde sagte sie mir, dass sie dieses 'freie leben' ohne kind ein stück weit vermisst und dass sie auch gerne mal wieder was 'erleben' würde. aber sie kann nicht loslassen, ihr kind nicht mal einen abend zu den großeltern geben und das ist nicht meine schuld. ich kann es nachvollziehen, aber nur ihr zuliebe muss ich nicht auf mein leben verzichten.
in den letzten 15 jahren sind viele bekannte gekommen und gegangen. anfangs hatte ich noch probleme damit, mittlerweile mache ich mir ehrlich gesagt keinen großen kopf darum. so ist das leben. demletzt saß eine anfang 20jährige, mit der ich gut bekannt bin, heulend auf ner party. ich habe sie getröstet und gefragt, was los ist. die leute wären so oberflächlich. ja, das sind die meisten und man muss im laufe der zeit lernen damit umzugehen. wenn dir heute jemand sagt 'du, wir müssen uns unbedingt mal treffen' verbuche ich das unter 'der abend und meine gesellschaft haben ihr/ihm gefallen', denn tatsächlich mal das telefon in die hand nehmen, das macht keiner oder nur die wenigsten.
die meisten menschen, mit denen wir uns umgeben sind bekannte. man hat in etwa die gleichen interessen, man kann sich gut unterhalten, man hat spaß und das war's. klasse abend, viel spaß gehabt, gut gelacht, schön gefeiert - tschüß bis zum nächsten mal. ja, damit kann ich mittlerweile umgehen und ja, das hab ich mir auch ein wenig angeeignet. ich lasse nicht jeden an mich heran, obwohl viele glauben einiges von mir zu wissen. meine seele, mein herz können sie allerdings nicht berühren. das erlaube ich nur ganz wenigen und mit denen halte ich kontakt, egal was kommt.
irgendwann lernt man diese veränderungen zu akzeptieren und meistens sind diese veränderungen auch gut.
denn
Die Zeiten ändern sich, und wir mit mit ihnen. (Ovid)
sorry für den roman.
liebe grüße
thekla
Hallo,
oh ja...Thekla, die Geschicht mit den Kindern kenne ich auch ziemlich gut. Eine Freundin, mit der man früher wirklich ALLES machen konnte ist Mutter einer dreijährigen Tochter...ihr ganzes Tun und Handeln richtet sich ausschliesslich nach dem Kind, sie hat keine Persönlichkeit mehr, überhaupt keine Interessen...
Ich liebe Kinder...aber ich denke nicht, dass Isolation notwendig ist, um seinem Kind gerecht zu werden.
Ich bemühe mich dennoch die Freundschaft aufrechtzuerhalten, es waren einfach zu viele Jahre und zu viele Erlebnisse, die uns verbinden...und die Kurze ist auch süss...
Jeder lebt sein Leben anders, das ist mir schon klar. Ich meine auch eher diese Art von Entfremdung, die plötzlich da ist, aber nicht ausgesprochen wird. Sie ist wie eine unüberwindbare unsichtbare Mauer...wie ein Blick in tote Augen...hm, schwer zu beschreiben.
Mutmasslich muss man damit leben. Kann ich auch.
jules
Man hört nie auf sich zu verändern. Situationen, Gespräche, das Älterwerden verändern unsere Denkweisen doch ständig. Ob jetzt zum Guten oder zum Schlechten...
Ich glaube deshalb, dass es auch nur wenig Freundschaften gibt, die ewig bestehen. Man lernt neue Leute kenne, kanns ich besser mit denen identifizieren und hat mehr mit denen zu tun. Bei den 'alten' Freunden ist es ebenso und so schnell ist man entfremdet. Ich merke es im Moment mal wieder. Eine Zeit lang hatte ich sehr viel mit zwei Freundinnen zu tun, wir haben uns wirklich gut verstanden. Mittlerweile beschränkt sich das nur noch auf einige Gespräche, die mir immer mehr zeigen, dass ich mit deren Denken immer weniger gemeinsam habe. Und auch wenn wir uns sehr bemühen würden, wäre eine Freundschaft wie vorher nicht mehr möglich, weil man sich nicht so verändern oder eben verstellen kann, dass es wieder passt.
Nicht dass ich darunter leide, nein. Dafür kenne ich nun neue Leute. Das war jetzt nur ein Beispiel, es gibt so viele. Theklas Zitat finde ich absolut passend! :daumen)
Liebe Grüße, candela
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