XJustinSaneX
02.10.2003, 16:57
Vorbereitungen zum Bau der Atombombe abgeschlossen
Nordkorea hat nach eigenen Angaben 8000 Kernbrennstäbe wieder aufgearbeitet. Aus dem daraus gewonnenen Plutonium sollen Atombomben gebaut werden. Man habe "den Verwendungszweck dieser Brennstäbe geändert", sagte Vizeaußenminister Choe Su Hon.
Peking - Das Plutonium sei bei dem Vorgang gewonnen worden, um die "atomare Abschreckung" zu stärken, berichtete die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Choe sagte der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua, Nordkorea habe nicht die Absicht, irgendwelche Mittel der atomaren Abschreckung an andere Staaten weiterzugeben. Seine Aussage wurde durch die amtliche Pjöngjanger Nachrichtenagentur KCNA bestätigt. Die USA hatten sich mehrfach besorgt darüber geäußert, dass Nordkorea Atomtechnologie exportieren könnte.
Anfang der Woche hatte Nordkorea erklärt, "praktische Maßnahmen" zum Vorantreiben seines Atomprogramms ergriffen zu haben. Ziel sei die Abschreckung einer US-Invasion. Amerikanische Experten vermuteten schon bis dahin, dass Pjöngjang drei bis sechs Atomwaffen besitzen könnte. Der US-Geheimdienst geht von ein oder zwei Atomwaffen aus. Die Experten stimmen darin überein, dass sich das kommunistische Land mit dem Besitz von Atomwaffen eine bessere Verhandlungsposition verschafft. Nordkorea will sein Atomwaffenprogramm nur dann aufgeben, wenn die USA einen Nichtangriffspakt unterzeichnen, Wirtschaftshilfe leisten und diplomatische Beziehungen aufnehmen.
Washington und Pjöngjang liegen seit langem im Streit. Er eskalierte, als Nordkorea vor etwa einem Jahr nach US-Angaben eingeräumt hatte, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Seitdem hat Nordkorea Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) des Landes verwiesen und seinen Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag erklärt. Nordkorea verlangt vor einer Einstellung seines Atomprogramms die Unterzeichnung eines Nichtangriffspakts durch die USA. Das lehnt die Regierung in Washington ab.
Unterdessen soll Nordkorea nach südkoreanischen Angaben doch zur Fortsetzung von Gesprächen über sein Atomprogramm bereit sein. Die ablehnenden Äußerungen von nordkoreanischer Seite seien Teil der Verhandlungstaktik Pjöngjangs, zitierte die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap Vize-Vereinigungsminister Cho Kun Shik. Eine zweite Sechser-Runde über den Atomkonflikt werde bald stattfinden. Nordkorea hatte am Dienstag bekräftigt, kein Interesse mehr an neuen Gesprächen zu haben.
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,268037,00.html
Nordkorea hat nach eigenen Angaben 8000 Kernbrennstäbe wieder aufgearbeitet. Aus dem daraus gewonnenen Plutonium sollen Atombomben gebaut werden. Man habe "den Verwendungszweck dieser Brennstäbe geändert", sagte Vizeaußenminister Choe Su Hon.
Peking - Das Plutonium sei bei dem Vorgang gewonnen worden, um die "atomare Abschreckung" zu stärken, berichtete die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Choe sagte der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua, Nordkorea habe nicht die Absicht, irgendwelche Mittel der atomaren Abschreckung an andere Staaten weiterzugeben. Seine Aussage wurde durch die amtliche Pjöngjanger Nachrichtenagentur KCNA bestätigt. Die USA hatten sich mehrfach besorgt darüber geäußert, dass Nordkorea Atomtechnologie exportieren könnte.
Anfang der Woche hatte Nordkorea erklärt, "praktische Maßnahmen" zum Vorantreiben seines Atomprogramms ergriffen zu haben. Ziel sei die Abschreckung einer US-Invasion. Amerikanische Experten vermuteten schon bis dahin, dass Pjöngjang drei bis sechs Atomwaffen besitzen könnte. Der US-Geheimdienst geht von ein oder zwei Atomwaffen aus. Die Experten stimmen darin überein, dass sich das kommunistische Land mit dem Besitz von Atomwaffen eine bessere Verhandlungsposition verschafft. Nordkorea will sein Atomwaffenprogramm nur dann aufgeben, wenn die USA einen Nichtangriffspakt unterzeichnen, Wirtschaftshilfe leisten und diplomatische Beziehungen aufnehmen.
Washington und Pjöngjang liegen seit langem im Streit. Er eskalierte, als Nordkorea vor etwa einem Jahr nach US-Angaben eingeräumt hatte, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Seitdem hat Nordkorea Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) des Landes verwiesen und seinen Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag erklärt. Nordkorea verlangt vor einer Einstellung seines Atomprogramms die Unterzeichnung eines Nichtangriffspakts durch die USA. Das lehnt die Regierung in Washington ab.
Unterdessen soll Nordkorea nach südkoreanischen Angaben doch zur Fortsetzung von Gesprächen über sein Atomprogramm bereit sein. Die ablehnenden Äußerungen von nordkoreanischer Seite seien Teil der Verhandlungstaktik Pjöngjangs, zitierte die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap Vize-Vereinigungsminister Cho Kun Shik. Eine zweite Sechser-Runde über den Atomkonflikt werde bald stattfinden. Nordkorea hatte am Dienstag bekräftigt, kein Interesse mehr an neuen Gesprächen zu haben.
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,268037,00.html