Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Antisymphatie zwischen Katzen?
Hallo,
mein Freund und ich sind jetzt auch stolze Katzenbesitzer.
Vor einer Woche Freitag hat er mir ein kleines Würmchen aus dem Tierheim mitgebracht, die kleine Lea war aber gerade erst vier Wochen.
Ich versteh beim besten Willen nicht, warum das Tierheim sie bereits in diesem Alter abgegeben hat und da mein Freund kein Katzenexperte ist, hat er sie mitgenommen. Er hat vom Tierheim auch weder eine Frage gehört, ob wir denn schon eine Katze haben, noch sonstetwas. Da wir jedoch beide berufstätig sind und ich auch noch nebenbei studiere, habe ich meinem Freund dann auch gesagt, dass eine zweite Katze besser ist.
Aus dem gleichen Wurf war aber natürlich keine Katze mehr da (sie wurden ohne Mutter aufgezogen, wurden kurz nach der Geburt ausgesetzt).
Nach langem Suchen habe ich dann diese Woche Freitag Lissy aus dem Tierheim geholt, die dort abgegeben wurde, da ihr Besitzer krank wurde. Sie ist drei Monate alt und natürlich sehr lebhaft.
Unser Problem: Sie faucht die kleine Lea immer an und schlägt mit den Pfoten nach ihr und Lea bekommt entspechend Angst und kommt verschüchtert zu uns gelaufen.
Lissy will wahrscheinlich nur spielen, obwohl dafür faucht sie schon sehr stark. Lea ist aber noch so klein, so dass sie eigentlich nur schmusen und schlafen will.
Kann sich das zwischen den beiden noch legen, wenn Lea ein bisschen älter wird und auch spielen will? Oder gibt es eine richtige Antisymphatie zwischen Katzen, so dass es doch besser ist, wenn wir Lissy wieder abgeben? Das würde mir allerdings auch sehr schwer fallen, da ich sie schon richtig ins Herz geschlossen habe... .
Kann ich irgendetwas tuen, damit sie sich "befreunden"?
Für Tipps bin ich sehr dankbar.
Liebe Grüße
Pingu
Ich glaub Lea ist noch so klein, dass sie mit dem Temperament von Lissy noch nicht klar kommt, eigentlich hätte sie erst ab der 12. Woche abgegeben werden dürfen. :(
Ich würde beiden so gut es geht noch trennen, ich denk Lea braucht noch etwas Ruhe, aber das generell ne Antisympathie da ist, glaub ich nicht. Es dauert wahrscheinlich einfach nur noch bis der Spieltrieb richtig einsetzt. Gib der Kleinen noch ein wenig Zeit, kannst du sie irgendwie trennen, dass Lea noch bisschen in Ruhe gelassen wird? Vielleicht kannst ihr ein Plätzchen herrichten, wo sie Ruhe hat?!
Wichtig ist auch, dass jeder seinen eigenen Futternapf hat, sonst gibts Futterneid.
Sie haben bis jetzt beide brav aus einem Napf gefressen, Lissy hat zwar gefaucht, aber davon hat sich Lea nicht abhalten lassen. Danach haben sie einträchtig gefressen.
Wenn wir nicht da sind, gehen die beiden sich jetzt schon aus dem Weg, Lissy schläft im Körbchen und Lea macht es sich auf dem Sofa bequem. Lea kam die erste Zeit auch ganz fröhlich auf Lissy zugetrottet, bis diese sie immer verjagt hat.
Dabei faucht Lissy jedoch und rennt dann selber weg, als ob sie auch Angst vor Lea hat... . Vielleicht heißt es auch einfach nur "Komm rauf mit mir".
Aber eigentlich haben wir Lissy ja geholt, damit Lea nicht so alleine ist. Aber wenn sie sich aus dem Weg gehen, bringt das ja nichts..
Ich fand es auch eine Unverschämtheit vom Tierheim, die kleine Lea schon so früh abzugeben, war beim Aussuchen ja leider nicht dabei.
Die einzige Frage von denen war: Haben Sie die Erlaubnis des Vermieters... .
Traurig...
Hab noch was dazu gefunden, weil ich hab ja zwei Mietzen aus demselben Wurf, und da gabs nie Probleme. Aber das wird dir denk ich weiterhelfen:
Katzen untereinnder
Katzen aus demselben Wurf haben meist keine Probleme miteinander. Katzen aus verschieden Würfen benötigen einige Zeit, bis sie sich aneinander gewöhnt haben. Anders als bei Hund und Katze wird dieser Prozess von vielen Kommentaren begleitet. Man hat sich sehr viel zu sagen! Normalerweise reagiert der Neuankömmling äußerst hektisch auf die neue Umgebung und die Anwesenheit einer anderen Katze. Die neue Katze versteckt sich, ist aggressiv und sehr nervös. Die "ortsansässige" Katze begegnet dem Eindringling normalerweise mit höflichem Interesse, das nur dann in Aggressivität umschlägt, wenn ihre Territorialansprüche verletzt werden. Es kann jedoch auch sein, dass die alte Katze den Neuankömmling zuerst heftig ablehnt. In diesem Fall sind viel Geduld und Einfühlungsvermögen gefragt. Beobachte die Katzen und versuche herauszubekommen, wo die Schwierigkeiten liegen.
Manchmal hilft es, wenigstens einer Katze einen Raum anzubieten, in den sie sich zurückziehen kann, wenn sie sich zu sehr gestört fühlt. Sind die Katzen unterschiedlich alt, könnte dies z. B. ein hoher Schrank sein, den vorerst nur die ältere Katze erklimmen kann. Wenn die erste Katze auf den Eindringling anfangs mit Eifersucht reagiert, weil er sich über ihr Fressen hermacht oder auch weil Du Dich mit ihm beschäftigst, so ist das ganz normal. Diese Verhalten legt sich aber bald, wenn Du getrennte Fressplätze schaffst und Deine alte Katze bei den Streicheleinheiten nicht vergisst, sondern ihr sogar noch mehr Aufmerksamkeit als sonst schenkst. Eventuell ist es nötig, auch getrennte Katzentoiletten einzurichten. Jungtiere haben sich gewöhnlich bereits nach einigen Tagen an das neue Zuhause gewöhnt, bei älteren Katzen sollte der Gewöhnungsprozess nach spätestens drei Wochen abgeschlossen sein.
http://www.katzen-life.de/Katzenwelt/Ratgeber/katzunter.htm
also ich denk mit etwas Geduld werden die beiden das schon packen. :)
ich denke auch das es daran lag das die zwei nicht aus dem selben wurf waren.
Vielleicht müssen sie erst einmal eine Rangordnung untereinander ausmachen.
Dann warten wir erstmal ab.
Besser ist es bis jetzt noch nicht geworden.
Lissy hat auch schon Orte, wo sie sich allein zurückziehen kann, da wir in einen Maisonettenwohnung wohnen. Sie kommt schon nach oben, die Lea kann die Treppe aber noch nicht erklimmen... .
Hoffentlich gibt sich das wirklich... .
Guten Abend Pingu,
ich denke auch, dass sich die beiden einfach noch aneinander gewöhnen müssen.
Ich finde den Rat, die Tiere erstmal etwas voneinander abzuschirmen sehr gut. Die ganz kleine Katze ist wahrscheinlich noch nicht in der Lage, ihr Revier wirkungsvoll zu verteidigen. Da besteht einfach die Gefahr, dass Lissy sich jetzt wesentlich agressiver in der Wohnung ausbreitet als ihr auf Dauer eigentlich zusteht. Bis Lea dann etwas größer ist sind die ungleichen Reviere bereits verteilt. Die Folge können heftige Revierstreitigkeiten sein, oder dass eine Katze sich später viel mehr unterordnen muss als die andere. Fazit: erstmal getrennte Näpfe und genug Rückzugsmöglichkeiten für beide. Ausreichend Streicheleinheiten, möglichst gerecht verteilt.
Bei meinen Katzen habe ich beobachtet, dass sie sich besser verstehen, wenn sie ein paar mal nebeneinander geschlafen oder zumindest beieinander gesessen haben. Das lässt sich natürlich nicht erzwingen, aber vielleicht kraulst du abends beim Fernsehen mal beiden den Hals und mit etwas Glück bleiben sie dort eine ganze Weile sitzen oder schlafen vielleicht sogar ein. Meine (alten) Katzen leben auch nicht in ständiger Harmonie. Sie streiten und prügeln sich recht oft, gehört dazu. Ich denke aber, dass sie sich mögen, denn auch nach der schlimmsten Prügelei liegen sie gleich wieder gemeinsam im Katzenkorb.
Halt durch, das sollte schon klappen!
Maggi
Hallo Pingu, ich hoffe daß es sich deine beiden Tiger arrangieren. Im schlimmsten Fall mußt du aber auch damit rechnen, daß es mit den beiden nicht funktioniert. Sowas habe ich nämlich schon miterlebt (jedoch nicht bei mir). Beide wohnen nun 3 Jahre im selben Haus und von vertragen ist da keine Spur, meist ist die ältere Tage lang auf Achse und läßt sich nur selten blicken. Und wenn sie denn mal wieder im Hause ist, dann nur unter Gebrumme und Gefauche. Aber ich denke dies wird auch ein Extremfall sein.
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