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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Alkoholkranke Mutter!!!



Tess
20.10.2003, 22:46
hi ihr lieben

mit großer überwindung und langem leidensweg, möchte ich nun entlich hier mal was los werden , weil ich einfach nicht mehr aushalte. ich bin einfach guter hoffnung, das der ein oder andere dieses problem kenn und mir helfen kann.

meine mutter ist seit ein paar jahren alkoholikerin. sie gesteht es sich selbst nicht ein , aber ich als tochter sehe es täglich.
es sind keine harten sachen die sie zu sich nimmt , aber hauptsächlich sekt und hefeweizen. man muss dazu sagen das sie rappeldürr ist und wenn sie abend s von der arbeit heim kommt hör ich unten immer zuerst die sektkorken knallen, in diesem moment steigt in mir die angst hoch, weil ich genau weiss, wenn sie 2 gläser intus hat fängt sie an zu streiten und zu diskutieren. ich wohne oben und meine mutter mit ihrem freund unten in dem haus in dem wir leben. da ich noch studiere lohnt es sich nicht auszuziehen. meinen vater gibt es nicht mehr , deswegen musste ich vor 3 jahren zu meiner mutter ziehen, was für mich das größte grauen war überhaupt. ich möchte mein studium nicht aufgeben , ich hab auch nur noch 1 1/2 jahr die bekomm ich noch rum, aber wenn ihr freund nachtschicht hat und ich allein daheiim bin , bekomme ich einfach angst.
mein herz fängt an zu rasen und ich weiss genau sie auf dem weg nach oben.
letztes jahr hat sie mich einmal geschlagen und ich hab zurück gehauen, seit dem macht sie es nicht mehr. aber ich seh es ihr an wenn sie voll ist und wie sie vor mich steht mich schwallend anschreid und mir steigt sofort das wasser in die augen , weil ich mir manchmal einfach nur wünsche , das es vor drei jahren umgekehrt gewesen wäre.
es tut mir leid sowas zu schreiben , aber ich hab null respekt vor dieser person und sie ist in keinerlei hinsicht ein vorbild für mich und ich schäme mich für sie...................................was soll ich dagegen tun ?

gruss tess

Nephthys
21.10.2003, 07:55
Hallo Tess,

nun meine Frage die ich mir stellen muss ist ob ich Dir aus meiner eigenen Situation heraus helfen kann!?

Versuchen kann ich’s ja! Sagen wir mal so ich weiss zumindest was Du meinst, Menschen die unter Alkoholeinfluss wirklich fies werden! Tja es ist so eine Sache ich kann mich da Persönlich so gar nicht rein denken in diese Leute und finde es einfach einen schwachen Karakterzug und wenn's wieder mal soweit ist wobei die Bedingungen zu solchen tollen Abenden meist Frust über Freunde, Arbeit, Leben u.s.w. sind dann verziehe ich mich schnell, Gott sei Dank hat die Häufigkeit rapide abgenommen, ich bin da nur max. 2x im Monat davon betroffen aber es gibt auch Menschen die brauchen gar keinen Alkohol um so zu sein!

Warum!? fragt man sich da kann man nicht in Ruhe gelassen werden, warum wird man immer angegriffen. Mir kommt es oft so vor als währ es einer der letzten Versuche seine Machtposition vor den erwachsenen Kindern oder Kind zu demonstrieren. Schwimmen ihnen die Felle weg? Es ist halt mal der lauf der Dinge! Früher sind sie von daheim ausgezogen und haben sich abgekapselt damit sie endlich ein eigenes Leben führen konnten und weg von ihren Eltern die sich oft ähnlich verhielten heute sind sie ihren Kindern gegenüber so und jetzt frag ich mich wieder warum? Kann man nicht aus den eigenen Erfahrungen lernen? Werde ich später auch mal so? Ist es die Angst den Einfluss über uns zu verlieren? Nun ich denke es ist halt oft der Grund für solche Auseinadersetzungen das sie Angst haben das sie uns verlieren, das sie uns damit aber mitunter noch viel weiter wegtreiben ist ihnen gar nicht klar und vielleicht ist es auch die Angst das sie in Zukunft nicht mehr das wichtigste sein werden im Leben das wir auch Familien, Kinder, Freunde haben und bei unseren Eltern nur noch Sonntagnachmittag erscheinen. Aber das währe doch nicht so wenn sie uns nicht einen dementsprechenden Grund gäben!

Es ist schon richtig ausziehen hilft manchmal Wunder. Willst Du nicht mal versuchen mit Deiner Mutter das Gespräch zu suchen? Ich weiss das ist im ersten Moment eine blöde Idee vielleicht aber frag sie warum sie so zu Dir ist, zeig ihr wie weh sie Dir damit tut. Biete ihr an ihr zu helfen und das sie auch zu Dir kommen kann wenn sie mal Kummer hat? Es ist wenigstens ein Versuch! Oder red sie bewusst darauf an Frag sie warum sie das tut warum sie Dir wehtut und warum sie dich nicht in Ruhe lässt. Es gibt halt leider nicht viele Möglichkeiten entweder offene Konfrontation oder Ausziehen meistens wird es besser. Was ich persönlich sehr schlimm finde egal wie gemein und grausam jemand aus meiner Familie zu mir war ich liebe ihn deswegen trotzdem noch, habe noch den gewissen Respekt und von solch einem Menschen gedemütigt zu werden ist das aller schlimmste und tut mir am meisten weh!

lg Neph

Vega
21.10.2003, 10:42
Hi Tess,

ich kenne diese Probleme sehr gut, mein Vater war Alkoholiker der schlimmsten Sorte, meine Mutter ist auf dem besten Weg, sie trinkt auch oft, spielt es runter, sie kann ja auch ohne und harte Sachen trinkt sie ja kaum, auch nur Sekt und Weinschorle.
Sie hat mir auch schon sehr, sehr böse Worte an den Kopf geworfen, bzw. sie hatte nicht ganz den Mut, sie hat mir böse Briefe geschrieben, obwohl ich weiß, dass sie das nicht wirklich so gemeint hat, dass sie irgendeinen Schmerz damit versucht zu verarbeiten, dass sie eben nicht weiß, was sie damit anrichtet, es tut unendlich weh.
Hab danach den Kontakt abgebrochen, nach dem Motto "Wer Böses von mir spricht, betrete meine Wohnung nicht", sie hat sich im alten Jahr noch entschuldigt und ich habe diese Entschuldigung auch angenommen, geändert hat sich nicht wirklich etwas.
Sie ist und bleibt meine Mutter und ich liebe sie, sie wird sich nicht mehr ändern, sie wird mich weiterhin als ihr kleines Mädelchen sehen und denken, dass sie mir sagen muss, wie ich mein Leben zu leben habe, mir meine Fehler ständig vorhalten und mir sagen, dass das, was ich grad tu, nicht richtig ist.
Ich hab oft versucht, mit ihr zu reden, ihr klarzumachen, was sie anrichtet, aber es hält nie lange an, sie hat den inneren Drang, mir weiterhin alles madig zu machen, grad in Bezug auf meinen Freund.
Tja, ich versuch damit zu leben, ich kann es nicht ändern, kann sie nicht ändern, ich versuch es nicht so an mich rankommen zu lassen, aber der Stachel sitzt drin.
Mag sein, dass unsere Mütter Hilfe brauchen, aber das werden sie nicht so einfach einsehen, schon gar nicht, wenn das eigene Kind sowas sagt, wir haben doch keine Ahnung vom Leben.
Du kannst versuchen, Abstand zu bekommen für Dich, aber das ist nicht einfach, Du sagst, Du hast keinen Respekt und schämst Dich für sie, kenn ich, bei mir war es so, dass ich meinen Vater gehasst habe, aber im Nachhinein hab ich erkannt, dass er eigentlich nur schwach war und das nicht zugeben wollte.
Ich weiß nicht, ob ein offenes Gespräch etwas bringen würde, wenn Du ihr sagst, dass Du Angst hast, vor ihr, aber auch um sie, dass sie Dir Schaden zufügt, dass Du leidest. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie im Moment, wenn sie besoffen ist, eine gewisse Stärke empfindet und dann ihre Macht, die sie dann empfindet ausleben will und Du bist wohl ein geeignetes Opfer. Mein Vater hat es an den Kindern ausgelassen und als die nicht mehr da waren, hat er meine Mutter benutzt und sie psychisch verletzt, als er keine Kraft mehr hatte, ihr körperlich wehzutun.
Das hat Spuren bei ihr hinterlassen und der Kreis hat sich geschlossen, sie wird ihn nicht durchbrechen können.
Das Problem hat Deine Mutter, Du leidest nur an den Auswirkungen, das aber massiv.
Dein Lichtblick liegt momantan darin, dass Du nach Beendigung des Studiums ausziehen kannst, aber wird es dann wirklich zu Ende sein?
Sind alles nur Vermutungen meinerseits, aber ich denke, sie hat in Dir ein hervorragendes Opfer gefunden, sie säuft sich Mut an und dann "bestraft" sie Dich für die ganzen Dinge, die sie selbst verursacht hat, draufhauen, ehe man selber verhauen wird, so nach dem Motto eben.
Lass das nicht zu, lass Dich nicht zu ihrem Prügelknaben machen!
Im Grunde genommen ist sie schwach, klein und eben kraftlos, wer gibt das schon gerne zu?
Denkst Du, es ist möglich, mit ihr zu reden?
Zugeben wird sie nicht, dass sie ein Alkoholproblem hat, aber vielleicht einsehen, dass sie durch den Einfluss vom Alk das Ganze noch schlimmer macht?
Wenn das nicht möglich ist , mit ihr normal zu reden, dann überleg Dir gut, ob Du das noch ertragen kannst, dort zu wohnen, ein ZuHause soll ein Ruhepunkt sein, eine kleine Oase, aber nicht, dass Du Angst hast.

Vielleicht klappt es ja mit einem Gespräch, erzwingen wirst Du es nicht können, aber vielleicht ist noch ein kleiner Funken Verstand in ihr und sie wird sich bewusst, dass ihr Verhalten alles schlimmer macht?

Ich wünsch Dir ganz viel Kraft, egal, wie es weitergeht, Konfrontation oder Rückzug.

lg
Vega

plofre
21.10.2003, 10:54
Hallo, Tess!

Wie du richtig geschrieben hast, ist deine Mutter alkoholkrank. Es ist keine Schande, krank zu sein, es ist nur eine Schande, nichts dagegen zu tun. Dazu fehlt aber einem Alkoholkranken in der Regel die Krankheitseinsicht, besonders, wenn er von seiner Umgebung getragen, gehalten und aufgefangen wird. Warum sollte der Kranke auch was ändern, es ist ja sowieso alles bestens (von seiner Warte aus).

Was fehlt, ist der Leidensdruck. Was ich jetzt schreiben werde, mag brutal und herzlos klingen, aber es ist ein Faktum: Solange deine Mutter nicht ganz unten im Dreck liegt, solange sie nicht leidet wie ein Hund, wird sich an ihrer Situation (und somit auch and deiner) nichts ändern.

Die Alkoholkrankheit ist ein Leiden, an dem nicht nur der Kranke leidet (und der am wenigsten), sondern auch und vor allem seine Angehörigen. Ich habe einige Alkoholiker gekannt, Gott sei Dank war ich mit keinem emotional verbunden.

Du schreibst, deine Mutter hat einen Freund. Wie geht der mit der Sache um? Oder säuft er vielleicht selber? Wenn nein, würde ich an deiner Stelle mit ihm reden und gemeinsam ein Konzept erarbeiten, wie ihr deine Mutter dazu bringen könnt, sich einer Behandlung zu unterziehen. Denn das hat sie dringend nötig.

Du wirst viel Kraft brauchen, du Arme!
Die wünsch ich dir!

Liebe Grüße
plofre

Tess
21.10.2003, 11:01
hi

wie recht du hast nephthys! fies ist garkein ausdruck! es ist so , das meine mutter immer von mir hören will das ich sie liebe, natürlich habe ich es ihr noch nie gesagt, weil ich ja genau weiss das sie es von mir verlangt. und grad wenn sie wieder voll ist, kommt das alles wieder hoch und weisst du wanns am schlimmsten ist?! wenn wir besuch haben. sobald ich merke das nächste glas wird sie in eine andere welt befördern , verlasse ich den raum , in der hoffnung das sie mir nicht nachläuft.
ich kann diese angst in mir garnicht beschreiben, in diesem moment bin ich nur am hoffen und bangen.
du hast recht wenn du schreibst das sie ihre machtposition so auf mich wirken lassen will, denn genauso kommt es bei mir an , nur leider ohne wirkung.
gründe hätte ich auserordenlich viele , sie endlich zu verlassen , aber ich gebe meine zukunft dafür nicht auf und wenn ich mal soweit bin , sie nicht mehr sehen zu müssen , wäre dies für mich in der momentan situation kein verlust.

natürlich tut es mir auch weh so über sie zu schreiben, aber ich habe keine andere wahl mehr, es tut mir leid auch für mich selbst, weil mir momentan nichts positives einfällt, ausser das sie mich in die welt gesetzt hat.
ich bin mich sicher das unser verhältniss sich durch den auszug verbessert, jedoch mach ich mir dann auch um ihren lebensgefährten gedanken, ich hab mit ihm nicht viel kontakt , aber er weiss auch , wenn ich mal nicht dabin, muss er dran glauben.
er würde sie nie verlassen , mal davon abgesehen ist er 15 jahre jünger, trotzdem sie sind schon seit jahren ein paar und er steht zu ihr, aber er leidet genauso wie ich darunter wenn sie wieder trinkt, zu diesem zeitpunkt möchte keiner zuhause sein.

ich kann sie leider nicht darauf ansprechen , da sie gleich wieder ausfällig wird und wir immer streit bekommen , wenn sie es slebst nicht sieht , kann ich es ihr auch nicht verständlich machen. leider.

tess

Tess
21.10.2003, 11:26
@vega

die bösen briefe kenne ich nur zu gut. ich habe das bittere gefühl das es bei mir nicht anders sein wird wenn ich ausziehe, ich werde das nie vergessen können.
ich bin immer so verzweifelt , weil ich mir immer denke, wie kann man das seinem eigenen kind antun? das ihr das nicht peinlich ist vor ihrer eigenen tochter, versteh ich nicht.
deine mutter scheind genauso so zu sein wie meine , was den alkohol betrifft, aber wieso brauchen mütter das ? mit was, oder mit wem kommen sie nicht klar ? und wieso sind wir die leidtragenden?
puh ich muss sagen, deine geschicht : je länger desto schlimmer. ich bin total schockiert , was in manchen familien so abgeht. ich hab s immer gerne ruhig und ausgeglichen, ich bin ein fröhlich mensch und lache für mein leben gerne und wie könnte s anders sein, das ich umsomehr weinen muss , wenn mir gut , nur damit meine mutte nicht die einzige ist , der schlecht geht.
vielleicht denkst sie auch , das ich sowieso nie weine , ich weiss es nicht.
ein gespräch habe ich ja schon versucht , es hält nicht lange an , wie du ja schon geschrieben hast. sie will unbedingt die stärkere sein und wenn ich ihr nicht in allem recht geben, öffnet sie sich ein bier. ganz einfach !
ich weiss das mein zuhause keine ruhie oase ist , nur ich kann es zur zeit nicht ändern und werde ihr das später nicht vorhalten , das ich wegen ihrer sauferei mein studium abgebrochen habe.
das lässt mein solz nicht zu.
dank dir .

@plofre
genau das ist es !!! in ihrer welt ist alles in ordnung , hauptsache ihr gehts gut und ihr gehts noch besser , wenn sie getrunken hat und alle angeschiehen hat.

ich weiss das auch , ich weiss auch das sich daran nicht viel ändern wird. man sagt ja betrunkene und kinder sagen die wahrheit, aber bei ihr ist es einfach dummheit.
ich verstehe die welt nciht mehr und ich bin einfach froh, wenn das alles entlich vorbei ist und ich weiss das ich ihr dann alles vorhalten werde , ich freu mich richtig auf den tag , wenn ich hier ausziehe und sie kann nichts mehr dagegen unternehmen, ich werde sie verachten und dann kann sie mich nicht mehr anschreien.
nein , ihr freund trinkt nciht mit , zumindest ist er noch ansprechbar , egal ob nüchtern oder nicht. ich kann mit ihm aber nicht zusammen arbeiten , weil er ein anderes probllem hat , das ich hier nicht erwähnen werde. mal davon abgesehen,liebt er meine mutter so sehr , das er sich nie gegen sie stellen würde, ich glaube hier hat jeder angst rauszufliegen , weisst du .

gruss tess

Nephthys
21.10.2003, 11:49
Hat doch noch geklappt :D


Hi Tess

Nun eine Wirkung hat es immer seien es Tränen, Verzweiflung, Trauer die Liste ist lang und damit haben sie ja noch Einfluss auf uns währ es egal dann täte es nicht mehr weh! Nun ich hoffe persönlich das es mit dem Auszug besser wird aber verdrängen wird man es nicht können und Fakt ist es sind immer Menschen die wir lieben die uns so wehgetan haben und trotzdem können wir sie nicht hassen (ein bisschen ja vielleicht aber nicht so viel das es aufhört weh zu tun). Das ist echt schlimm manchmal denk ich mir das es besser währe ich könnte es dann würde diese ganze Last von mir abfallen so versuche ich mich dem zu stellen und hab manchmal besch... Tage! Tja bald kommt der Tag wo wir ausziehen und vielleicht wird es für sie dann klarer, vielleicht kapieren sie es dann, vielleicht finden wir einen Weg es ihnen mitzuteilen. Vielleicht??? Nun Hoffnung ist was schönes und manchmal gibt es auch schöne Tage.

lg Neph

Vega
21.10.2003, 11:54
Hi Tess,

ja, is schon schlimm, ich liebe nichts mehr als Harmonie, vielleicht grad weil ich es in meiner Kindheit selten harmonisch hatte.
Das Schlimmste ist, wenn Freunde sowas mitbekommen, einmal hat sie bei nem Tupperabend bei meiner Schwester eine meiner Bekannten, die zum dritten Mal schwanger war und nicht besonders glücklich darüber, angemacht, dass sie mich auch nie haben wollte, damals konnte man nicht so einfach abtreiben, sonst wär ich wohl nicht da. Das schmiert sie mir auch immer wieder aufs Brot, wie sie geheult hat und unglücklich war, als sie erfahren hatte, dass ich unterwegs war.
Die merkt gar nicht, wie weh das tut, ich glaub nicht, dass Mütter ihren Kindern wirklich absichtlich wehtun, aber mir dünkt, die schlimmen Erlebnisse mit meinem Vater haben sie geprägt, er hat sie geliebt, aber er war krank, er musste wehtun.
Ich versuch darüber zu stehen, vor allem, dass sie bei meinen Geschwistern über mich herzieht, aufs Übelste, aber das tut sie bei mir auch, da lässt sie kein gutes Haar an den anderen, sie braucht das wohl.
Helfen kann man keinem, als das bei meinem Vater so schlimm war, meinte der Doc, er muss erst ganz tief sinken, bis er erkennt, dass er was tun muss.

Lass Dich nicht unterkriegen, Du hast ein Ziel, Du tust das für Dich und Deine Zukunft!

Hm, vielleicht ist es so, dass unsere Mütter uns einfach nicht gönnen können, das es uns gutgeht, weil es ihnen im Grunde genommen nicht gutgeht?

Na, es sollte egal sein, wir machen unseren Weg, mit Steinen, die einem im Weg liegen, kann man vielleicht was Schönes bauen?

lg

Vega

Tess
21.10.2003, 13:37
hi

@nephthys

natürlich ist der hass sehr groß, weil ich mich auch nicht in die lage reinverstetzen kann , in der sie steckt, aber wenn ich kinder bekommen sollte, möchte ich nichts mehr, als für mein kind ein vorbild sein und ich kann einfach nicht verstehen , wieso sie in der lage ist soviel schwäche zu zeigen und einfach vor ihren kinder sich so zeigt.
leider wird es so sein, das ich es ihr erst beibringen kann, wenn ich ausgezogen bin, wahrscheinlich werde ich dann einen brief hinterlassen , in den ich alles reinschreibe was sie mir die jahre über angetan hat. ich hab ja schon geschieben das ich erst 3 jahre bei ihr wohne und sie weiss auch genau das ich nicht bei ihr wohnen würde wenns eine ander möglichkeit gäbe. vielleicht ist auch das was ihr zuschaffen macht, ändern tut sie es trotzdem nicht.

@vega

sorry , ich musste mich ganz ehrlich eben mal wieder runterholen , mir sind grade bei deinem text die schauer über den rücken glaufen , ich bin sprachlos.!
ich bin ehrlich , bei uns ist es umgekeht, ich bin eher die , dir ihr böse sachen sagt, ich hab ihr schon oft gesagt , das es mir lieber wäre sie würde jetzt von meinem vater den platzt einnehmen. das liegt aber daran das sie unheimlich viel über mich redet wenn sie voll ist und da auch viel bei anderen leute.
sie sagt immer das sie stolz auf mich ist, wegen meinem studium, aber kaum fliegen die sektkorken , dann erzählt sie jedem , wie schlecht ich bin und merkt nicht, das sie grad die schlecht ist.

er muss erst ganz tief sinken, bis er erkennt, dass er was tun muss.

soll ich dir was sagen, ich war gestern bei meiner oma essen und sie hat über meine mutter genau das gleich gesagt.
ich war fassungslos und ich bin darüber sehr traurig eine so schwache mutter zu habe.

danke euch allen , so ist es einfacher damit umzugehen, wenn ich nicht die einzige auf der welt bin , die solche problem hat.

tess

zwerglein
21.10.2003, 14:14
Ach Süße,

wenn das alles so einfach wäre zu erklären und zu helfen. Sie muss es selbst wollen!!!

Meine ältere Schwester hatte nach dem Tod meines Vaters zu trinken begonnen. Alles reden hatte nichts geholfen. Meine Mutter hat mit ihr geredet, ihre Kinder, ihr Mann, wir Schwestern, nichts half.
Nach dem Tod meiner Mutter im Dezember 93' hat es ungefähr noch 2 Jahre gedauert, bis sie endlich selbst gemerkt hat, dass sie etwas tun musste.
Erst als sie es sich selbst eingestanden hatte, schaffte sie es vom Alkohol loszukommen. Eine ihrer Töchter ist nach einem bösen Streit mit ihr, von zu Hause ausgezogen. Sie sprachen lange nicht miteinander und für uns alle war es die Hölle.
Ich denke dies war ein Hauptgrund, warum sie sich entschloss, endlich etwas zu tun.
Sie war auf keiner Entziehungskur, nur mit Hilfe eines Psychologen und ihres eigenen starken Willens hat sie es geschafft.
Heute geht es ihr gut und sie hat auch kein Bedürfnis mehr zu trinken.

Ich kann dir leider keinen Rat geben, jeder Mensch ist anders, aber du kannst dich mal bei einer Beratungsstelle erkundigen, verspreche dir aber nicht zuviel davon - bei meiner Schwester hat damals nichts gewirkt.

"Ich drück dich mal ganz fest meine Süße"

Zwerglein

Tess
21.10.2003, 16:24
hi zwerglein .

also das letzte was ich tun werde , ist zu einer beratungsstelle zu gehen. das soll sie gefälligst selbst tun. bin ich hier die mutter oder sie ???
ich muss dir ganz ehrlich sagen , das es nicht mehr lange dauert und ich auch ausziehen werde und ich weiss jetzt schon zu 100 % das wir auch im streit auseinander gehen werde, weil ich dann entlich mal die gelegenheit bekomme ihr alles vorzuhalten und mittzuteilen was sie mir die letzten 3 jahre angetan hat.
ich muss ehrlich sagen , das mich sehr auf den tag freue , den ich habe absolut null respekt vor ihr. darfür umsomehr angst.

ich komme auch noch zu meinem recht , es geht halt jetzt noch nicht, denn sonst würde sie mich mit sicherheit hochkannt rauswerfen.

tess

Nephthys
22.10.2003, 09:55
ich weiss jetzt schon zu 100 % das wir auch im streit auseinander gehen werde, weil ich dann entlich mal die gelegenheit bekomme ihr alles vorzuhalten und mittzuteilen was sie mir die letzten 3 jahre angetan hat.
ich muss ehrlich sagen , das mich sehr auf den tag freue , den ich habe absolut null respekt vor ihr. darfür umsomehr angst.

ich komme auch noch zu meinem recht , es geht halt jetzt noch nicht, denn sonst würde sie mich mit sicherheit hochkannt rauswerfen.

Hallo Tess,

ich hoffe wenn Du diese Richtung einschlägst das Du den gewünschten Effekt auch haben wirst, ist nicht böse gemeint aber oft bleiben halt die schlechten Gefühle und Erinnerungen eine andere Art von Verdrängung. Vielleicht kannst Du ihr so wirklich nicht helfen also ich meine wenn Du sie bewusst anredest aber vielleicht hilft das dann (s. oben) wenn Du ausziehst und sie so damit konfrontierst - ich wünsch es Dir!

lg Neph

Tess
22.10.2003, 15:16
hi nephthys

ich hoffe auch das es seinen zweck erfüllt, weisst du mir ist es scheiss egal ob ihr es hilft oder nicht, ich will mich endlich von dieser last befreien , ihr endlich mal sagen was ich wirklich von ihr halte und das ich keinen respekt habe, aber das ist jetzt noch zu früh.
gestern hat sie wieder getrunken und mit ihrem freund gestritten, ich lag oben im bett und hab nur auf die tönenden treppenstufen gewartet.
ein ätzendes gefühl , aber zum glück war ich etwas abgelenkt durch s telefonieren.
und sie kam zum glück auch nicht zu mir hoch.

heute hab ich es meiner oma geesagt und ich weiss genau das sie es ihr sagen wird. hauptsache ich muss mich nicht damit auseinandersetzten, denn wenn meine oma es ihr sagt , hat es eine bessere wirkung, nicht für lange zeit, aber egal .

tess

ritalie57
18.07.2009, 23:09
Hallo liebe tess!!! auch ich hatte so eine mutter hete bin ich 52 Jare alt,damals war ich noch sehr klein aber sie trank jeden Tag und stritt immer wieder ach hat sie mich geschlagen tag täglich ich wurde mit 17 schwanger nd bin as den elternhas raus.Mein kind kam ohne vater zur welt ,da lernte ic ein Mann kennen wir haben geheiratet auch er war alkohol krank und brutal.wir bekamen nser ersten gemeinsamen Sohn da stand meine mutter vor der tür nd wollte ihr enkelkind sehen ic abe sie ras geworfen und habe gesagt komme wieder wenn du nichts mehr mit dem suff z tun hast es ist jetzt 26 Jahre her aber sie trinkt nicht mehr.achso ach ich war abhängig das lag daran als mein Mann nd ich 12 Jahre verheiratet waren hatten wir mit der einen sieben Kinder die waren im alter von die zwillinge 4 monate eins eineinhalb Jahre eine fast sechs eins acht nd eins zwölf da habe ich an der flasche gehangen.aber ach schon lange nicht mehr wenn man so etwas macht ist man verzweifelt glabe es mir.Ich würder gern über mein Leben ein Film drehen,ich glabe es werden viele tränen fliessen. Aber tess wenn es ganz und gar nicht geht versuche es so wie ich.Heute verstehe ich mich mit meiner mutter einiger maßen besser:daumen)