Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Glaubt ihr an die Liebe und die Freundschaft?
Butterfly Kiss
19.12.2005, 10:47
Mich interessiert eure Meinung. Glaubt ihr, daß es wahre Liebe und Freundschaft gibt? Oder kann man am Ende nur sich selbst trauen?
Ich selber habe den Glauben an die Liebe schon vor sehr langer Zeit verloren und mittlerweile glaube ich auch nicht mehr an wahre Freundschaft. Es mag Jahre dauern, aber auf eines kann man sich immer verlassen. Am Ende wird man immer hintergangen und belogen. Man vertraut und das Vertrauen wird mißbraucht. Man kann nur sich selber wirklich trauen.
Und nun bin ich gespannt auf eure Antworten. Glaubt ihr oder glaubt ihr nicht?
Moin Butterfly Kiss,
ich glaube an die Liebe und an die Freundschaft, aber nicht im romantischen Sinne, wo man Herzchen in den Augen hat.
Liebe und Freundschaft bedeuten Arbeit, an sich selbst in erster Linie.
Ich habe auch festgestellt, dass sich die eigenen Ansprüche und Vorstellungen mit der Zeit verändern, wenn man wächst, wenn man reift.
Manchmal ist es leider so, dass sich Partner oder Freunde nicht in die gleiche Richtung entwickeln, oder einer schneller, der andere langsamer.
Früher war bei mir oft ein "Wenn - dann", wenn du mich liebst, tust du dies und das, wenn du meine Freundin bist, bist du so und so.
Heute bin ich gelassener, ich versuche, mein Gegenüber so zu akzeptieren, wie er/sie ist, wenn ich es nicht kann, muss ich die Freundschaft beenden, muss ich die Beziehung überdenken.
Das ist ein langer Prozess, den der andere oft nicht mitbekommt, weil es meist die kleinen Dinge sind, die oft eine große Wirkung haben.
Aber es geht eben nicht darum, den anderen zu verändern, sondern man muss versuchen, ihn so zu mögen, wie er ist, mit allen Ecken und Kanten.
Wenn das der Fall ist und wenn der andere mich genauso akzeptiert, mich nicht ändern will, aber gemeinsam mit mir in eine Richtung blickt, dann ist das für mich wahre Liebe.
Und die gibt es eben, in dem Moment, wo man seinen Blick nicht mehr von den romantischen Dingen verschleiern lässt, die sind schön, ich mag das natürlich auch, aber wirklich wichtig sind andere Dinge.
Grüßle
Vega
Butterfly Kiss
19.12.2005, 11:42
Hallo Vega,
ich dachte nicht an die romantische Liebe, sondern an eine auf Vertrauen basierende Freundschaft oder Liebe. Welchen Wert hat es, wenn man nicht vertrauen kann? Das einzige was ich erwarte, ist es Vertrauen zu können.
Hi Butterfly Kiss,
das liegt dann aber an dir, ob du vertrauen kannst.
An deinen Erwartungen, an deiner Einstellung, an deinem Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl.
Wenn ungesundes Misstrauen dein steter Begleiter ist, wirst du sicher nicht so offen sein und den Menschen erkennen, der es Wert ist, dein Freund oder Partner zu sein.
Ich schrieb es oben schonmal, es ist Arbeit an einem selbst, es wird keiner daherkommen und dein Vertrauen gewinnen, solange du es nicht zulässt, solange du an den alten, schlechten Erfahrungen hängenbleibst.
Grüßle
Vega
Butterfly Kiss
19.12.2005, 12:19
Hallo Vega,
ich habe vertraut. Das Vertrauen wurde nur immer wieder mißbraucht.
Hi nochmal,
das ist halt sone Sache, wer noch nie enttäuscht wurde, der soll mal laut schreien.
Siehst, Stille im Raum :)
Es kommt darauf an, wie man letzendlich damit umgeht, nicht alle Menschen sind gleich, nicht alle merken, was sie einem antun und ich denke, keiner tut es wirklich absichtlich.
Ich muss leider jetzt zur Arbeit, ich schau später nochmal rein.
Grüßle
Vega
hi du ...
Original von Butterfly Kiss
Ich selber habe den Glauben an die Liebe schon vor sehr langer Zeit verloren und mittlerweile glaube ich auch nicht mehr an wahre Freundschaft.
Wie gut kann ich dich verstehn butterfly! Wenn man aufs tiefste verletzt und enttäuscht wurde- sowohl in der liebe als auch in der freundschaft – hat man den glauben und auch das vertraun an allem verloren …aber vega hat sicher recht „....nicht alle Menschen sind gleich, nicht alle merken, was sie einem antun..."
Eine liebe, kluge Freundin, die ich sehr schätze, hat mir unlängst geschrieben:
"Das Gute daran ist, es prägt dich, macht dich zu einem beobachtenden Menschen der irgendwann den guten Charakter von äusseren Lärvchen unterscheiden kann. Erst dann, Bärli, erst dann wirst du die wahren Freunde herausfinden."
Diesen Satz werd ich nie mehr vergessen – denn sie hat recht! ... sogar ich grosse zweiflerin, die nicht mehr an liebe glauben kann, hab in den letzten wochen erkannt wie und wer wahre freunde sind…und dass es doch noch menschen gibt die einen lieben wie man ist...
ich wünsch dir viel kraft -ich weiss, wie du dich fühlst :(
liebe grüsse bärli
Den Satz, dass man nicht mehr an die Liebe glaubt, hört man oft und er geht auch schnell über die Lippen. Wenn Freunde einen verraten, ausnutzen, hintergehen, belügen, wenn der Partner an der Seite einem die Seele verrät, betrügt, das Herz herrausreißt und mit Füssen tritt...
Immer und immer wieder wird das passieren, wo Menschen aufeinander treffen.
Seltsam ist nur, dass es auch viele gibt, denen dies nicht zustößt. Sie leben glücklich in Tag hinein, werden von allen geliebt und bewundert, bauen sich eine verdammt geile und schöne Scheinwelt auf, verzieren ihr Leben mit den schönsten Dingen, die der Kapitalismus so preisgibt. Erhöhen ihren "Wert" durch wohltätige Taten, betonen ihre besonderen Kenntnisse, wie toll sie doch seien.
Gehörst du zu denen, die neidisch auf diese Menschen schauen? Wie glücklich sie durchs Leben ziehen? Sind sie es?
Eines kann dir niemand nehmen, so sehr man dich auch verletzt, dein Ego, deine Welt, deine Seele, deine Hoffnung, deine Art die Dinge zu sehen, deinen Humor, deine sensible Art. Gib nicht auf, es gibt viel mehr.
Und es wird immer jemanden geben, der auch dich beneidet, den du vielleicht selber mal verletzt, hintergangen hast und wirst.
Sollte man deswegen aufhören da zu sein?
Leben heisst Leben.
Lieben heisst Lieben.
Leiden heisst Leiden.
Glauben heisst Vertrauen.
Die Gebrauchsanleitung für das Glauben an Liebe und Freundschaft kann dir niemand geben, höchstens so ne Art Ikea Übersetzung, den Rest musst du selber finden.
JoE
Superhexe
19.12.2005, 14:12
Trotz vieler Niederschläge glaube ich immer noch an die wahre Liebe, und auch Freundschaft. Wenn man diesen Glauben verlierst, ist das Leben m.M. nach nicht mehr genauso lebenswert.
Kopf hoch, es kommen auch wieder bessere Zeiten !!!
sageslaut2002
19.12.2005, 14:41
Hi Butterfly Kiss,
an die Liebe glaube ich nach wie vor, ich habe sie erlebt u. erlebe sie ja immer noch, ob es passt ist ja eine ganz andere Sache. Meiner Meinung nach ist das Gefühl, lieben zu können, zu merken, man ist innerlich nicht tot, dass schönste u. tiefste Gefühl das man selber erfahren kann, ohne gleich Gegenliebe zu erwarten.
Lieben ohne zu Erwarten sind die wunderbarsten Emotionen überhaupt.
Was Vertrauen anbelangt, ja, da gebe ich dir Recht, das habe u. hatte ich aber schon immer nur zu mir selbst. Dem einen vertraut man ein wenig mehr, öffnet sich etwas mehr dementsprechend, dem anderen weniger. In der Liebe sowie in der Freundschaft. Ich wage mal zu behaupten, ausser meinem Vater u. meinem Jüngsten kennt mich keiner wirklich u. ja, verlassen würde ich mich nur auf mich selber.
Enttäuscht werden kann man meiner Meinung nur von Menschen von denen man selber zuviel erwartet. Geben können ohne zu Erwarten u. sich darüber freuen wenn etwas zurückkommt erspart viele Enttäuschungen.
Netten Gruss von sages!
->Maya<-
19.12.2005, 16:00
Hallo
Ich denke es gibt sie auf jeden Fall... Ich denke wahre Liebe heißt ja auch nicht gleich, dass es für immer hält, aber ich denke auch wenn man sich trennt kann man vorher natürlich wirklich geliebt haben. Also denke ich es gibt sie auf jeden Fall. Du wirst doch bestimmt auch schon mal geliebt haben... wieso war das keine wahre Liebe? Und was ist denn dann unwahre Liebe? Und wie definiert man wahre Liebe? Ist es nicht einfach nur Liebe? Vertrauen... Wenn man vertraut, dann besteht immer die Möglichkeit, dass man es später bereut aber ich denke lieber schöne Momente voller Vertrauen genießen als sich ewig Sorgen zu machen, ob man nun vertrauen kann oder nicht...
lg maya
Original von Butterfly Kiss
Mich interessiert eure Meinung. Glaubt ihr, daß es wahre Liebe und Freundschaft gibt? Oder kann man am Ende nur sich selbst trauen?
Hi Butterfly Kiss
geht mir ähnlich, oft wird man enttäuscht von Menschen. Es wird gelogen, Vertrauen missbrtaucht ect. Am Ende bleibt die ernüchternde Einsicht, dass man wohl nur sich selbst vertrauen kann.
Wahre Freundschaften, belügen und betrügen nicht, aber oft sieht man erst im Nachhinein, wem man da fälschlich vertraut hat.
Ich möchte dir dennoch einen Rat geben:
geh jede Freundschaft so an, als seist du nie enttäuscht worden. Lass niemanden für Fehler anderer bezahlen.
lg
Lazarus
Hallo,
was heisst eigentlich "wahr"?
Wahre Freundschaft, wahre Liebe...
in dem Moment wo sie empfunden wird, ist sie immer wahr.
Ich jedenfalls habe noch nie unwahre Liebe empfunden.
Ich glaube an die Freundschaft, weil meine Freunde etwas anderes auch gar nicht möglich machen würden...enttäuscht haben sie mich noch nie. Wir verstehen uns...auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind.
An die Liebe glaube ich auch, auch wenn ich enttäuscht wurde, ist das Liebesglück auch jeden Liebessschmerz wert. Liebe macht das Leben erst sinnvoll...
Gruss jules
->Maya<-
20.12.2005, 11:56
Hallo,
was heisst eigentlich "wahr"?
Wahre Freundschaft, wahre Liebe...
in dem Moment wo sie empfunden wird, ist sie immer wahr.
Ich jedenfalls habe noch nie unwahre Liebe empfunden.
genau das wollt ich ausdrücken *g* nur habs ned so wirklich hinbekommen glaube :daumen)
lg maya
Hallo zusammen,
jules hat es auf den Punkt gebracht, wahr ist Liebe und Freundschaft immer in dem Moment, wo wir sie als solche empfinden.
Eine Garantie gibt es nunmal nicht und enttäuscht wird man oft, weil man selbst zu hohe Erwartungen hat.
Liebe und Freundschaft sind allerdings kein Geschäft, in das man investiert und etwas rausbekommt, es hat also keinen Zweck, eine Waage aufzustellen.
Wenn man enttäuscht wurde, wenn man meint, den Glauben an Liebe und Freundschaft verloren zu haben, dann sollte man mal zurückblicken, die positiven Sachen, die man für sich selbst rausziehen konnte, hervorheben und ganz genau schauen, welche Fehler man selbst begangen hat.
Das muss nichts Schlimmes sein, manchmal ist es einfach eine Kommunikationsunfähigkeit, aber auch da gehören zwei dazu, Sender und Empfänger.
Mir ist es zu einfach, einen als Täter und den anderen als Opfer darzustellen, ein Blick hinter die Kulissen öffnet oft ganz neue Dimensionen.
Es geht nicht um Schuldzuweisung, ich denke, wenn einem das mal klar wird, ist man befreit von dem Gedanken, dass alle Menschen unehrlich sind und alle sich gegen einen verschworen haben.
Liebe Grüße
Vega
jules: >>>
Ich glaube an die Freundschaft, weil meine Freunde etwas anderes auch gar nicht möglich machen würden...enttäuscht haben sie mich noch nie. Wir verstehen uns...auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind. <<<
Noch nie enttäuscht worden? Dann mal herzlichen Glückwunsch dazu und Gratulation, was die Auswahl deiner Freunde betrifft! Sorry, für den Sarkasmus, aber das kann ich mir echt nicht vorstellen.
Noch nie hat dich ein Freund versetzt, weil er gerade etwas "wichtigers" zu tun hatte? Nie hast du erfahren, dass als man dir sagte "das Kleid steht dir aber toll" zu ner 3. Person gesagt wurde "...was für ein Fetzen, Hauptsache teuer"? Nie hat ne Freundin nen Blick auf deinen Kerl geworfen, nie versucht euch auszuspielen? Noch nie hat sich nen Freund mit dir getroffen und nachher hast du rausbekommen, nur deshalb weil Mrs. achsowundervoll nen Pflichtbesuch bei den Eltern hatte und nicht mit ins Kino konnte?
Mir scheints so, dass dafür andere um so mehr enttäuscht werden. Nur welche Konsequenz man daraus zieht, dass macht wohl den Unterschied aus.
Mein lustigstes enttäuscht werden von meiner besten Freundin:
Sie wohnt Parterre, Blick zur Strasse, ich gucke in ihr Fenster und sehe wie sie am Schreibtisch am Notebook sitzt, will mich mit ihr verabreden, so nach dem Motto: guck mal aus dem Fenster, ab in die Cocktailbar.... doch was sehe ich? Sie guckt aufs Display und legts Handy weg. Ach, der JoE, auf den hab ich jetzt keinen Bock.....
Sie hat sich dann später dafür entschuldigt, als ich sie mal drauf ansprach, doch das Urvertrauen ist seitdem weg.
Original von JoE101
jules: >>>
Ich glaube an die Freundschaft, weil meine Freunde etwas anderes auch gar nicht möglich machen würden...enttäuscht haben sie mich noch nie. Wir verstehen uns...auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind. <<<
Noch nie enttäuscht worden? Dann mal herzlichen Glückwunsch dazu und Gratulation, was die Auswahl deiner Freunde betrifft! Sorry, für den Sarkasmus, aber das kann ich mir echt nicht vorstellen.
Noch nie hat dich ein Freund versetzt, weil er gerade etwas "wichtigers" zu tun hatte? Nie hast du erfahren, dass als man dir sagte "das Kleid steht dir aber toll" zu ner 3. Person gesagt wurde "...was für ein Fetzen, Hauptsache teuer"? Nie hat ne Freundin nen Blick auf deinen Kerl geworfen, nie versucht euch auszuspielen? Noch nie hat sich nen Freund mit dir getroffen und nachher hast du rausbekommen, nur deshalb weil Mrs. achsowundervoll nen Pflichtbesuch bei den Eltern hatte und nicht mit ins Kino konnte?
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Meine Freunde sind meine Freunde, weil sie mir alles sagen können, ebenso ist es andersherum.
Ehrlichkeit bedeutet mir keine Enttäuschung...meine Modegeschmack ist ziemlich sicher, meine Männergeschmack selten und wenn man grad keine Lust auf mich hat ist das total ok.
Wir gebrauchen keine Ausreden und sind bei klaren Ansagen nicht sauer.
Zwei meiner Freundinnen habe ich über 25 Jahre, die andere immerhin auch fast 10...
Freundschaft ist wichtig...und zu wertvoll, um sie durch Lapalien zu zerstören.
Lieben Gruss
jules
Butterfly Kiss
20.12.2005, 19:49
Erstmal danke für eure Antworten.
@Vega
Ich glaube nicht, das ich zu hohe Erwartungen habe. Ich lasse Menschen sein wie sie sind. Wenn ich von Vertrauensbruch spreche, dann war es auch ein wirklicher Vertrauensbruch.
Allerdings gibt es doch Dinge, die man in einer Freundschaft erwarten kann. Einander nicht ausnutzen und manipulieren. keine privaten Dinge aus plaudern. Keine Lügen (Notlügen nehme ich nicht übel. Ich meine wirkliche Lügen.). Was einen Sinn hätte eine Freundschaft ohne dieses Vertrauen?
Freundschaft erwartet nichts. Das ist sicher richtig. Allerdings gehören zu einer Freundschaft immer zwei. Wenn einer nur nimmt und der andere nur gibt, ist es keine Freundschaft
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