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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ab 2004 droht Strafanzeige



Marc Peschel
02.11.2003, 20:08
Mit einem neuen Gesetzes- und Maßnahmenpaket will die Bundesregierung die Schwarzarbeit eindämmen
und dadurch voraussichtlich ab 2004 eine Milliarde mehr an Steuern und Sozialangaben einnehmen.
Das Arbeiten ohne Rechnung oder das Beauftragen von Schwarzarbeitern wird dann nicht mehr als
Ordnungswidrigkeit zählen, sondern als Straftatbestand gewertet.
Nach Plänen von Finanzminister Hans Eichel wird der Zoll – und nicht wie bisher die Arbeitsämter –
ab Januar die Schwarzarbeiter aufspüren. Dafür sollen 500 neue Stellen geschaffen werden.
Weil „Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung regelmäßig Hand in Hand gehen“, sollen Zoll und
Steuerbehörde eng zusammenarbeiten.

Ich bin da mal sehr neugierig, ob und wie das wirklich umgesetzt wird.

Gruß,
Marc Peschel

W.Maier
03.11.2003, 07:50
Drastische Maßnahmen wären wirklich wünschenswert, allein mir fehlt der Glaube an die Wirksamkeit. Vor allem müßten sich die Herren Kontrolleure mit ihrem Hintern auch mal Samstags in die Neubausiedlungen bemühen.
Besser als höhere Strafen wäre, die Anreize für Schwarzarbeit zu verringern. Kontrollieren kann man nur da, wo die Baustellen amtsbekannt oder von außen sichtbar sind.
Aber wie will man die vielen verborgenen Vorgänge kontrollieren - z.B. wenn ein Maler eine Innenrenovierung eines Altbaues durchführt ? Oder wenn regulär angemeldete Arbeiter mehr Stunden leisten, als über die Lohnabrechnung laufen und der Auftrag mit dem Kunden ganz oder teilweise ohne Rechnung abgerechnet würde ?
Die Herren Kontrolleure glauben doch wohl nicht, daß sie wirklich die Nase vorn hätten vor der Phantasie der Schwarzarbeit-Unternehmer.


Außerdem - schon wieder lügt uns die Politik etwas in die Tasche. Es wird keinen Mehrerlös in der genannten Höhe geben, da die 500 neuen Stellen auch ordentlich was kosten werden.

Sicherlich ein paar Arbeitslose weiniger - gut für die Statistik. Aber es kommt nicht mehr Geld in die Kassen. In der Politik fällt unternehmerisches Denken eben schwer !

MfG.

W.Maier

C. Pascher
13.11.2004, 19:28
Ich finde das ein Unding:
Man kann ein Dieb und Räuber oder sonst was sein dann bekommt man eine Bewährungsstrafe, aber wenn es dem Staat ans Geld geht (wie mit der Schwarzarbeit) dann wird direckt der Holzhammer rausgeholt. Aber typisch wir sind halt ein SOZIAlstaat und gleiches Recht für alle. Ob man klaut oder nebenher ein paar Leute damit erfreut das sie ihre Arbeiten billiger gemacht bekommen

Mfg
C. Pascher

spengler
27.11.2004, 17:27
Der Staat hält sich eben für gleicher als die anderen. Das war schon immer so. Warum soll man sich als Gesetzgeber nicht die Dinge so zurechtlegen, wie man sie braucht, wenn mans eh in der Hand hat ?
Geld muß her, damit man es in staatlicher Unwirtschaft verschleudern kann. Ein privatwirtschaftliches Unternehmen wäre schon längst pleite - oder sein Kanzl.... äh. Geschäftsführer wäre wegen Konkursverschleppung schon längst im Knast.

Wenns Geld nicht langt, werden einfach die Steuern erhöht. Probier mal in der Privatwirtschaft vom Kunden mehr Geld zu verlangen, wenn man merkt, daß man sich verkalkuliert hat.

Spengler

Dachspatz
06.03.2005, 15:17
Hoppla, Herr Pascher:

Ob man klaut oder nebenher ein paar Leute damit erfreut das sie ihre Arbeiten billiger gemacht bekommen ??

Ich AG´s, Schwarzarbeit ... wie sollen die ehrlichen Arbeitgeber dagegen ankommen?

Dachspatz

C. Pascher
13.03.2005, 09:36
Mit Qualitätsarbeit, womit sic die aller wenigsten Schwarzarbeiter Mphe geben.
Ich muss ihnen aber auch recht geben denn seit diesem Beitrag hat sich meine Meinung zu dem Thema stark geändert!

C. Pascher

GAST
30.03.2005, 18:19
Original von C. Pascher
Mit Qualitätsarbeit, womit sich die aller wenigsten Schwarzarbeiter Mühe geben.

Naja, stimmt meiner Meinung nach nicht!
Ich habe schon Fach-Unternehmen beauftragt und echte Schundarbeit bekommen für viel Geld! Einen "Schwarzarbeiter" bekommt man auf Empfehlung und kann sich vorher ein Bild von der Qualität machen.
Wenn ich mir einen Betrieb aus den Gelben Seiten suche, kann ich das meist nicht!
Außerdem sind viele "Schwarzarbeiter" auch von Fach und dort meist "nebenbei" tätig!

hallo
09.05.2005, 19:48
Es lebe die Schwarzarbeit ! ! ! Ist das nicht das einzige Geld was man sparen kann oder damit im Urlaub fahren kann ! ! !
Wer kann sollte es machen ! ! ! ! ! !

Schöne Grüsse an Herrn Eichel

Dachspatz
17.05.2005, 17:45
Hallo Herr oder Frau Hallo ...

sollten Sie Dachdecker/in sein ... bei Ihrer Einstellung haben Sie bald keinen Arbeitgeber mehr ... :(

brausetoni76
21.05.2005, 23:49
Lieber dem deutschen gesellen den ein oder anderen euro bei der schwatten verdienen lassen als das der auftrag von JACZEK oder einer LTD. erledigt wird!!!
Letztendlich muss der staat hier anders agieren als mit kontrollen und strafen.
Es muss der finanzielle reiz genommen werden aber wer soll das machen etwa selbige regierung die den aktuellen wahnsinn weiter vorantreibt?

SchüBeda
24.05.2005, 09:25
Guten Tag zusammen!

Ich finde einige Beiträge wirklich etwas bedenklich.

Wo Leben wir eigentlich, wenn jeder tut und macht was er will.

Es gibt nun mal Regeln. Sind halt nicht immer für alle so ganz angenehm, aber wo 80 Mio. Menschen zusammenleben, da kann man nicht für jeden eine Individuallösung vorhalten.

Zum anderen muss ich mal ganz ehrlich sagen, dass einige, um eher zu sagen, sehr viele, sowiese was schreiben und sagen was sie dann sowieso nicht machen.

Werte wie Ehrlichkeit, Moral usw. scheinen ziemlich verloren zu gehen.

Überall wird geklagt usw.

Mich nervt es voll, wenn einer klagt, aber auf der andere Seite die Nachbarschaftshilfe sehr ausdehnt, ja überhaupt nachdenkt Sie anzuwenden.

Außerdem muss ich feststellen, dass man auch auf den Arm genommen wird, wenn man versucht sich an die Regeln zu halten.

"Der ehrliche ist der Dumme."

Und mal ganz ehrlich, wer Aufgrund der schlechten Witterung, die wir in den meisten Teilen Deutschland Anfang des Jahres hatten, nicht betriebswirtschaftlich ein Katastrophe erleidert, der kompensiert entweder durch illegale Wege wie Schwarzarbeit, oder kompensiert mit seinem normalen Geschäft.

Was aber die logische Folgerung hat, dass er einen wahnsinnigen Puffer haben muss. Und die wenigsten werden jedes Jahr einplanen am Anfang des Jahres mal mehr als 8 Wochen nicht zu arbeiten.

Fazit: Es wird immer noch so viel Geld verdient (oder durch Geldgeber finanziert), dass wir uns Wasserköpfe, Regierungskriesen und andauernde Schlechtwetterlagen leisten können.

Und da ich einmal dabei bin:

Der Durschnittsdachdeckerbetrieb, mit 5,8 gewerblichen Mitarbeitern ist wohl betriebswirtschaftlich gesehen auf Dauer kaum tragbar.

Wenn wir uns nicht mal einig werden und einsehen, dass wir Fusionen anstreben müssen, dann werden sowieso noch jede Menge Betriebe Ihr Geschäftsfeld aufgeben müssen.


Für Kritik und Diskussion stehe ich gerne zur Verfügung.

Dann machen wir aber besser ein neues Thema auf!

Einen schönen Dienstag noch und erfolgreiches schaffen,


Jens Schürger

Dachspatz
25.05.2005, 18:12
Ein guter Beitrag, "Schüßeda" ...

ich hoffe auf einen Erfolg der Neuwahlen im Herbst 2005 (statt 2006) ... wenn sich nichts dramatisches ändert, ist das deutsche Handwerk am Ende - Deutschland stirbt am Egoismus

SchüBeda
26.05.2005, 13:47
Hallo!

Vielen Dank für das beipflichten.

Weiterhin viel Erfolg mit Ihren drei Standbeinen.

Auf das es der Markt sich wieder bessert, weil es immer noch genug zu sanieren gibt.

Gruß

Jens Schürger