Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie/Wo wohnt Ihr?
Nephthys
11.11.2003, 15:10
Auf bitte von plofre stell ich mal eine Umfrage dazu rein.
Und noch eins in eigener Sache.
Wie schauts bei Euch aus mit den Preisen für Mietwohnungen?
Oder lohnt es sich noch ein Haus zu bauen?
Was für Vor- und Nachteile seht ihr zwischen Mietwohnung, Eigentumswohnung und Haus?!
Also wenn ich es mir leisten könnte würde ich ein Haus bauen aber es scheitert bei uns an den Grundstückspreisen und natürlich hab ich noch nicht so viel gespart aber wenn eh alles teurer wird dann bekomm ich das Geld für ein Haus gar nicht zusammen na ja egal. Eine Eigentumswohnung würde ich mir nicht zulegen den im Endeffekt ist es genauso besch... wie eine Mietwohnung wenn die anderen Parteien etwas verändern möchten und mich überstimmen muss man automatisch mitziehen. Mietwohnung jein, kann auch gut oder schlecht sein im Endeffekt ziehe ich es vor mal im Lotto zu gewinnen und dann eine Insel kaufen. :elch)
Hallo, Leute!
Ich schildere euch mal meinen wohnunsmäßigen Werdegang:
Als ich geboren wurde, war das 1949, kurz nach dem Krieg und die Hälfte der Wohnungen lag in Trümmern. Meine Eltern wohnten in einer gar nicht mal so kleinen Altbau-Mietwohnung ohne Wasser und WC (beides am Gang), in der der Verputz wegen permanenter Feuchtigkeit von den Wänden fiel.
Einige Jahre später erhielt meine Mutter einen Posten als Hausbesorgerin in einem Wohnhaus der Gemeinde Wien und somit die dazugehörige Dienstwohnung: 2 1/2 Zimmer, mit Bad, alles innen, wie es bei Neubauten damals Standard wurde. In dieser Wohnung wuchs ich auf, bis ich erwachsen war.
Dann bekam ich meine erste eigene Wohnung, in der selben Wohnhausanlage, eine sog. Gemeindewohnung. Zimmer, Küche, alles innen. Die Quadratmeteranzahl habe ich vergessen.
Als ich meine spätere Frau kennenlernte, zog ich nach einiger Zeit in ihre Wohnung. Das war eine Altbau-Mietwohnung mit etwa 50 m2, die aber von meiner Frau zu modernem Standard umgebaut worden war.
Einige Jahre später kamen unsere beiden Kinder zur Welt. Es entstand die Notwendigkeit, Kinderzimmer einzurichten, was in dieser Wohnung nicht möglich war.
Also zogen wir in eine sog. Genossenschaftswohnung. Diese befand sich in einer Wohnhausanlage, die von einer gemeinnützigen, genossenschaftlichen Wohnbauvereinigung errichtet wurde. Die Wohnung verfügte über 95 m2 und Fernheizung. Jedes unserer Kinder erhielt ein eigenes Zimmer. In dieser Wohnung lebten wir lange Jahre, bis uns Miete und Betriebskosten zu teuer wurden.
Da meine Frau schon lange von einem Garten träumte, hatten wir uns für den Sommer einen Kleingarten (Schrebergarten) zugelegt. Wegen eines gewerblichen Bauvorhabens musste dieser nach einiger Zeit aufgelassen werden. Also nahmen wir das Angebot der Gemeinde Wien an, einen Kleingarten zu pachten, in dem ganzjähriges Wohnen gestattet und möglich ist. Um dort wohnen zu können, war es natürlich erforderlich, ein Haus zu bauen. Wir bauten das Einzige, was dort möglich war, nämlich ein sog. Kleingartenwohnhaus mit 50 m2 Grundfläche, Obergeschoß und 80 m2 Keller. Wir bauten es weitgehend selbst in der sog. Mantelbeton-Bauweise, in der der Bauwerber eine Schalung aus gepreßtem Holzmaterial aufbaut, welche dann von der Baufirma mit Beton gefüllt wird. Den Bau finanzierten wir aus Eigenmitteln, resultierend aus der Auflösung unserer alten Wohnung und Ersatzzahlungen der Gemeinde für den Wegfall des alten Kleingartens, sowie durch 2 Kredite, wovon einer durch das Land Wien gefördert ist. Diese Kredite zahlen wir fleißig ab und werden das noch etliche Jahre tun müssen.
Wir hoffen, letztendlich in diesem Haus wohnen zu können, so lange wir dazu gesundheitlich in der Lage sind.
So, jetzt wisst ihrs.
Gruß
plofre
@Nephtys:
Hast du dir schon mal überlegt, ein Haus auf einem Pachtgrund zu bauen?
Ich weiß nicht, ob, inwieweit und wie das in Deutschland möglich ist, aber das würde dir das Geld für den Grungstückserwerb ersparen.
LG plofre
Nephthys
12.11.2003, 15:03
Pachtgrund???
und was wenn der Verpächter sein Grundstück wieder haben möchte? Reisen die dann mein Häusle ab oder wie?
Ist es da nicht besser ich finanziere mir vorher mit z.B. Krediten das Grundstück denn ich denke das sich das Jahrelange Pacht zahlen auch läppert. Bisweilen hab ich davon auch noch nie was gehört was ist das?
lg Neph
Bei uns stellen z.B. die großen Gemeinden Pachtgründe zur Verfügung, für die üblicher Weise Pachtverträge auf 99 Jahre abgeschlossen werden. So lange halten die meisten Einfamilienhäuser gar nicht.
Gibts in München so was nicht?
plofre
Nephthys
12.11.2003, 15:52
Hmmmm...
99 Jahre Bau,
DU bist alt ich weis es genau :D
Nun ich möchte doch sagen das auch wir in einem Haus zur Miete wohnen das schon über 100 Jahre auf dem Buckel hat und was ist dann mit den Kids?! Dem Erbe!?!? Ne im ernst also wie gesagt von dem hab ich noch nix gehört. Und es ist für mich auch uninteressant wo ich doch noch gern 125 Jahre alt werden möchte und die mich dann aus meinem Haus werfen. :))
lg Neph
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