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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lebenshilfe / Von Sehnsucht bis zu wilden Rachegelüsten



sageslaut2002
14.07.2006, 19:31
WENN DAS HERZ GEBROCHEN IST


Fast jeden Menschen trifft es einmal im Leben, unabhängig vom Alter, Geschlecht u. Bildungsstand:

LIEBESKUMMER

Liebeskummer ist ein verbreitetes, aber psychologisch kaum untersuchtes Phänomen. Dabei ist er bei Jugendlichen u. jungen Erwachsenen der häufigste Auslöser für Selbstmord, die zweithöchste Todesursache in dieser Altersgruppe nach Verkehrsunfällen.

Auch reifere Menschen wirft eine Trennung vom langjährigen Partner oft aus der Bahn.

Viele suchen Hilfe bei der psychologischen Beraterin Silvia F., die in Hamburg Deutschlands einzige Praxis für Liebeskummer hat.

Sie kennt die Leiden ihrer Patienten aus eigener Erfahrung. Ihr Partner hat vor Jahren per Fax mit ihr Schluss gemacht. Da brach für sie von einer Sekunde auf dei andere finanziell u. seelisch alles zusammen.

Wer zu ihr kommt, weiss alleine nicht mehr weiter.Viele leiden unter Angst u. Dpressionen. fühlen sich, als würde jemand mit Messern in ihren Eingeweiden herumwühlen, können nicht schlafen, finden alles zum Weinen, leiden unter Appetitlosigkeit oder Essattacken u. sind von wilden Rachegefühlen geplagt.

Die Reaktionen von Menschen, die die Liebe eines anderen verlieren oder enttäuscht über die Unerfüllbarkeit ihrer Sehnsucht sind, reichen von leichten, kurzen Formen des Liebeskummers bis hin zu lang anhaltender Verzweiflung.

Wird der Leidensdruck so gross, das jede Lebensfreude erlischt, dass man seinen Alltagspflichten nicht mehr nachlommen kann, sich abschottet u. zu Alkohol oder Medikamenten greift, ist professionelle Hilfe von Psychotherapeuten angesagt.

Liebeskummer zu bewältigen bedeutet Trauerarbeit!

Ein schmerzhafter Lernprozess, bei dem es darum geht, loszulassen u. sich selber aufzufangen.

Dabei ist es durchaus normal, wenn jemand auch nach 20 Jahren noch dann u. wann melancholisch seiner verlorenen Jugendliebe nachhängt.

Gesund sei, wer nach Freud * liebens - u. arbeitsfähig ist, sagt Silvia F. Aber bis dahin ist es für viele ein langer Weg.

Schwerer Liebeskummer ist ein Ausnahmezustand, gegen den kein Kraut gewachsen ist. Was in erster Linie hilft, ist Zeit - u. irgendwann einmal eine neue Liebe.

Bis dahin sind Gespräche mit sehr guten Freunden wichtig. Sport, um Stresshormone abzubauen, Ablenkung durch Unternehmungen u. der Mut, eigene Wege zu gehen.

Trennungen sind durchaus eine Chance für inneres Wachstum u. Neuanfang.

Viele Menschen beginnen in so einer Situation ihre Wohnung zu renovieren oder Tagebuch, Gedichte, Songtexte zu schreiben. Sie entdecken durch ihren Kummer ihre kreative Seite.


MÄNNER

Männer gehen übrigens anders mit Liebeskummer um als Frauen.

Männer empfinden das Scheitern einer Liebe als persönliches Versagen u. Gesichtsverlust. Sie sind Verdrängungskünstler u. suchen meist sofort eine neue Partnerin, damit ist das Thema für sie erledigt.

Frauen hingegen glauben häufig, Schuld zu sein am zerbrechen einer Beziehung. Frauen leiden mehr unter LK als Männer, erleben mehr Depressivität, Wut, Selbstzweifel u. somatische Beschwerden.

Kleiner Trost: Frauen durchlaufen die Phasen der Ablösung gründlicher u. lernen daraus für`s Leben.

Quelle: Britta Janssen, KZW

trauri
15.07.2006, 02:11
Dabei ist er bei Jugendlichen u. jungen Erwachsenen der häufigste Auslöser für Selbstmord, die zweithöchste Todesursache in dieser Altersgruppe nach Verkehrsunfällen.
Auch wenn das von meiner Seite aus jetzt kleinlich klingt, aber ich würde dennoch den Umweg machen, dass Liebeskummer Depressionen (die im Gegensatz zu Liebeskummer eine Krankheit darstellen) fördern kann, welche dann auch mit weitem Abstand der häufigste Grund für Selbstmord sind. Liebeskummer ist keine Krankheit, genausowenig wie ein Heilprozess einer Wunde eine Krankheit ist, obwohl es manchmal recht schmerzhaft ist. Depressionen sind wiederum eine Krankheit, da sie mit einer psychischen Störung einhergehen, genauso wie eine Wunde, die immer wieder aufgeht und sich weiter entzündet.
Ich habe mal bei wikipedia gestöbert, dort steht, dass Depressionen 1,3% aller Todesfälle ausmachen und somit bei weiten die Todesfälle durch Verkehrsunfälle übersteigen - betrifft jetzt allerdings nur Deutschland.


Männer empfinden das Scheitern einer Liebe als persönliches Versagen u. Gesichtsverlust. Sie sind Verdrängungskünstler u. suchen meist sofort eine neue Partnerin, damit ist das Thema für sie erledigt.
Ich kann natürlich nur für mich sprechen, denke aber, dass es vielen Männern sehr ähnlich geht. Nur weil Männer nicht soviel über Gefühle reden und meisten doch versuchen es alleine zu bewältigen, heißt es doch nicht, dass man gleich verdrängt oder sich sofort eine neue sucht. Wollte Man(n) z.B. nur seinen Spaß haben und die "Beziehung" auskosten, dann ist es klar, dass er sich nach einem Scheitern gleich eine neue sucht, nur handelt es sich dann ja auch nicht um das Scheitern einer Liebe, denn Liebe gab es dann ja nicht und dennoch kann ich mir sehr gut vorstellen, dass dies zu solchen Thesen einfach mit dazu gezählt wird.
Persönliches Versagen und der Glaube selbst daran Schuld zu sein, sind für mich inhaltlich das gleiche, sehe da also keinen Unterschied zwischen Mann und Frau ?(

Wer von beiden mehr leidet kann man nicht nur nach dem äußeren Verhalten beurteilen, es spielt auch eine wichtige Rolle, was in einem vorgeht, dennoch kann ich mir aber gut vorstellen, dass sich tendenziell Frauen länger mit soetwas beschäftigen, als Männer.


Kleiner Trost: Frauen durchlaufen die Phasen der Ablösung gründlicher u. lernen daraus für`s Leben.
Was das betrifft, so habe ich leider die Erfahrung gemacht, dass dies eben sehr häufig nicht der Fall ist, also voralem auf das "daraus lernen" bezogen, insbesondere bezüglich dem Thema "immer auf die gleichen Typen reinfallen". Aber auch bezüglich schlechte Erfahrungen/Angewohnheiten (z.B. Eifersucht) mit in andere Beziehung mithineintragen (wer sich da mehr nimmt, will ich garnicht erst versuchen einzuschätzen...).