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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fatale Tierarzt-Irrtümer



plofre
08.12.2003, 12:34
Hallo, Leute!

Ist es euch schon mal vorgekommen, dass einer eurer Lieblinge krank war, ihr zum Tierarzt gegangen seid und dieser die Krankheit nicht richtig diagnostiziert und/oder behandelt hat? Dass dieser Fehler womöglich den Tod eures Tieres zur Folge gehabt hat?

Ich hatte früher eine Katze, das war bevor ich meine 2 jetzigen hatte, die wurde 10 Jahre alt. Dann begann sie an komischen krampfartigen Erscheinungen zu leiden. Sie wurde ganz starr, zitterte, speichelte enorm, konnte nicht mehr stehen. Nach längstens ein paar Minuten hörte der Anfall auf und sie benahm sich wieder ganz normal.
Ich ging mit ihr natürlich sofort zu der Tierärztin, von der sie laufend kontrolliert und geimpft wurde, und die seinerzeit auch die Sterilisierungsoperation vorgenommen hatte. Die gute Frau erzählte mir allen Ernstes, es handle sich um eine sog. "Scheinrolligkeit", das käme in dem Alter auch bei operierten Tieren vor und sei weiter harmlos. Ich solle das eine Zeit lang beobachten. Die Anfälle hörten nicht auf, also ging ich einige Zeit später wieder hin. Diesmal mutmaßte die Tierärztin, die Katze hätte eine Abnützung an der Wirbelsäule und daher rheumatische Beschwerden. Sie verordnete ihr homöopathische Pillen.
Dazu muss erwähnt werden, dass die Anfälle niemals auftraten, wenn ich mit der Katze bei der Tierärztin war. Sie war dann durchwegs putzmunter. Ich gab der Katze die Pillen bei jeder Mahlzeit, aber die Anfälle wurden nicht weniger.
Ein paar Tage später war sie tot, wir fanden sie steif im Flur liegend.
Wahrscheinlich war sie während eines Anfalls an der Kreislaufüberlastung gestorben, die dabei auftrat.

Keine Frage, dass wir daraufhin den Tierarzt wechselten.

Ist euch etwas vergleichbares schon mal passiert?

Gruß
plofre

Fee
08.12.2003, 19:48
tja Plofre... das ist so, als wenn einem aus Versehen das falsche Bein amputiert wird...

Ich hatte einen Perserkater, er hieß Robin. Von Anfang an war er krank. Der TA erkannte nicht was ihm fehlte. Ich saß jeden Tag, inkl. Sa./So. + heftige Zuschläge beim TA. Robin wurde 1 Jahr alt, als ich den TA wechselte. Der machte sofort einen Leukosetest (1981 gab es noch keine Impfung dagegen). Positiv.

Mit 1 Jahr und 1 Woche musste er über die Regenbogenbrücke gehen. Rate mal, warum ich seither meinen Carlo, der nie mit anderen Katzen Kontakt hat, gegen Leukose impfen lasse..

Weißt, ob Mensch oder Tier: Fehldiagnosen passieren immer wieder. Als mein Carlo vor ein paar Jahren dicht vor dem Tod war, hat ihm der erste Tierarzt dafür das Leben gerettet. Ausgleichende Gerechtigkeit? Keine Ahnung. Ich möchte weder Arzt noch Tierarzt sein, denn DIESE Fehler lassen sich oft nicht korrigieren.

Nachdenkliche Grüße von Fee

Avenzio
09.12.2003, 08:44
Da bin ich ja froh, daß ich (oder besser meine Katzen) von solchen Irrtümern verschont geblieben sind. Zumindest habe ich nichts gegenteiliges feststellen können.

Shirley
09.12.2003, 09:36
hmmm...also ich habe noch nie sowas erlebt, weder bei einem arzt noch bei einem tierarzt. aber leider gibt es immer wieder fehldiagnosen, was aber nicht heissen soll, dass deswegen der arzt schlecht sein muss.

eine meiner katzen starb im august diesen jahres an einem herzfehler. sie war gerade mal 2 jahre alt. ich habe sehr gelitten. jedoch habe ich die schuld nicht dem tierarzt gegeben, da er den herzfehler niemals entdeckt hat, sondern mir. denn mir ist nie etwas in ihrem verhalten aufgefallen. und auch als sie starb dauerte die autopsi fast 10 tage, bis sie den grund für ihren tod herausgefunden hatten....

wo menschen arbeiten, passieren fehlern.

natürlich kann eine fehldiagnose eines arztes (egal ober tier oder menschenarzt) zu fatalen auswirkungen führen.

ich wünsche niemandem eine fehldiagnose!

liebe grüsse, shirley

Ela
05.02.2004, 06:30
Hallo Plofre,

mir selber ist das noch nicht passiert, aber leider einer Bekannten von mir. Sie hat sich eine kleine HP eingerichtet, in der sie berichtet was mit ihrem Hund und einem TA-Fehler passierte.
Vielleicht schaust Du mal rein. Handelt sich zwar nicht um Katzen, ist aber sehr interessant zu lesen.
Meine Beknante war einfach nur hilflos.

Chihuahua Sally (http://www.beepworld.de/members60/chihuahua-sally/)

Ich wünsche keinem Tierhalter sowas mitmachen zu müssen.

LG
Ela

Sally02
16.08.2005, 13:42
Hallo Ela
Also erst mal Danke schön fürs weitergeben von Sallys HP.

Bin durch Zufall hier gelandet und Frage mich gerade:
Woher Du mich kennst ?
Ich weiß gar nicht das ich im WWW. Bekannte habe :-) ?

Oder werde ich wirklich alt und vergesslich ?

LG Renate

Kirri
16.08.2005, 14:39
Eine falsche Diagnose gab es noch nicht wirklich, aber uns sagte der Tierarzt mal, unser Hund würde nur noch ein halbes Jahr zu leben haben. Klar, ist der Hund krank, und er wollte ihn einschläfern. Das ist jetzt fast 2 Jahre her, und der Hund lebt immer noch. Immer noch mit Medikamenten, aber ihr geht es gut.

Schlumpfine
16.08.2005, 16:30
Unser erstes Zwergkaninchen hatte mal unter dem Augen eine Beule, die sich mit Eiter gefüllt hatte. Wir sind zur Tierärztin und die meinte nur: entweder das Auge muß raus oder den Hasen einschläfern.

Wir sind dann zu einer anderen Tierärztin gegangen und die hat die Beule aufgeschnitten und den Eiter rausgezogen, daß wurde mehrmals gemacht und der Hase hat sein Auge und sein Leben behalten.

Er hat dann noch ca. 1 Jahr gelebt, bis er an einer Vergiftung gestorben ist.

Manche Tierärzte, finde ich, haben einfach den Beruf verfehlt!

Schlumpfine

Carrie81
26.08.2005, 10:18
Plofre, ich will nicht anmaßend sein, aber ich hätte jetzt ganz ganz stark auf Epilepsie getippt... ?? Hast Du nachher erfahren, was da los war?

piper
26.08.2005, 11:46
hatten auch schon mal so einen fall

meine sis hatte einen weißen hasen, er frass plötzlich nichts mehr und lag nur umadum und keuchte.
sie ging zum ta. er verarbreicht ihm appetitzüglger und antibiotiker
er sah dem hasen nicht mal in den mund und meinte er hätte sich verkühlt

am abend sahen wir in den käfig und merkten das der hase aus mund ohren und nase blutete.

wir riefen den nottierarzt an und er musste ihn dann einschläfern da er einen tumor hatte und durch die med. und appetitzügler aufgeplatzt war.

möchte nicht wissen welche schmerzen der hase hatte.
der ta hätte es sehen müssen den wenn er ihn in den hals gesehen hat hat man den tumor gesehen laut nottierarzt.

meine schwester hatte 70€ für die einschläferung und 35€ fürn ersten TA hingelegt

aja dachte auch eher an epilepsie bei deiner katze

plofre
26.08.2005, 19:46
Leider nein.
Da hätten wir die Katze wohl autopsieren lassen müssen.

plofre