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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wasserabfauf aus Dämmschicht im Flachdach



carolus
30.11.2007, 21:33
Ich würde mich freuen, die eine oder andere Meinung zu meinem Problem zu bekommen. Also, hier die Beschreibung:

Ich habe ein Reihenhaus über einen Bauträger gekauft. Dach ist drauf, Fenster sind eingebaut. Die drei Etagen des Hauses sind unterschiedlich in der horizontalen gegeneinander versetzt, so das sich schöne Terrassen ergeben die alle mit einer Attika umgeben sind. Unter den Terassen befinden sich jeweils Wohnräume.
Die Wärmedämmung erfolgt nach Energiesparverordnung ( Dampfsperre, Wärmedämmung mit Gefälle, Folienabdichtung, Attikaabdeckung. Die Entwässerung der oberen Folie erfolgt über einen horizontalen Ablauf durch die Attika in den Regensammler.

So weit so gut... :)

Jetzt mein Problem... ?(

Direkt beim Aufbringen der Dampfsperre, also vor etwas drei Wochen, wurde zeitgleich eine kleine Entwässerung ca. 30 mm Durchmesser bodengleich zur Dampsperre eingeschweiß. Diese Entwässerung endet auch im späteren Regensammelrohr. Den Bauträger und den ausführenden Dachdecker nach dem Sinn gefragt ergab die Antwort: Dieser Ablauf habe jetzt nur während der Bauphase den Sinn, zu verhindern dass die Terassen wegen der Attika voll Regenwasser laufe. Später wäre der Ablauf ohne Bedeutung. Leider sind die Betondecken schief, oder Ablauf zu hoch, auch jetzt steht noch immer ein See auf meiner späteren Terasse ca. 1,5 cm Wasser bei einer Fläche von 2x6 m.

Jetzt zu meinen Fragen:

Ich hatte vorgeschlagen die "Unebenheiten" so weit mit geeigneter Füllmasse auszugleichen bis dass zumindestens kein negatives Gefälle zum unteren Ablauf mehr gegeben sei. Somit wäre auch eine gewisse Entwässerung bei späteren Schäden an der Decklage sichergestellt.
Dieser Vorschlag hat Kopfschüttel und Ablehnung hervorgerufen. Es gäbe keine geignete Ausgleichmasse und es wäre vollkommen sinnlos und in keiner Norm vorgesehen.
Wenn aber der Zustand so bleibt wie er jetzt ist, dann kann sich zwar sehen wenn aus der unteren Entwässerung Wasser kommt (Schwitzwasser, Undichtigkeiten) nur steht dann schon das Wasser 1,5 cm hoch in der Dämmung.

Ich bin gespannt und dankbar für Vorschläge, im Moment ist noch alles machbar.
Wärmedämmung und Folie sind noch nicht drauf.

Was denkt Ihr, soll ich machen???

Lorch
30.11.2007, 22:41
Hallo,erstmal,hätte man bevor,man die Dampsperre aufgebracht wird,Gefälle mit einer ausgleichsmasse herstellen können.Mein Vorschlag,sofern,die Türhöhe es zulässt,eine lose Schüttung(Perlite) unter die Dämmung,so verteilen und zu verdichten,das wenn darauf die Dämmung verlegt wird,ein Gefälle zum Gulli (Ablauf) gewährleistet ist.Bedeutet natürlich ein Mehraufwand,der sich aber bezahlt machen kann,Stehendes Wasser,ist nie gut.
Mfg

Andre1511
11.12.2007, 20:48
Hallo carolus,meiner Ansicht nach sind deine Bedenken unbegründet!
Im Gegenteil, evtl. haben der Bauträger und der ausführende Dachdecker mal ein Lob verdient. Der untere Ablauf ist zum späteren Zeitpunkt bedeutungslos und ein Ausgleich der Ortbetondecke ist in diesem Fall absolut nicht nötig!!
Und diese 1,5 cm Wassertiefe auf der Dampfsperre haben den Begriff "See" noch nicht verdient :) Die Praxis zeigt leider allzuoft viel schlimmere Betondecken als in Deinem Fall geschildert!

Und wenn jeder Bauträger eine Gefälledämmung verlangen würde, und das bei einer Fläche von 2*6 m...das wäre doch eine Freude für jeden Dachdeckermeister!!

So wie ich die Situation beurteilen kann wurde bis jetzt alles richtig gemacht und die
Idee mit der "Notentwässerung während der Bauphase" ist garnicht schlecht und eher als verantwortungsbewusst zu beurteilen!

Viel wichtiger ist, das absolut keine Feuchtigkeit mit in die Dämmung eingebaut wird!!!!
Wenn die Dämmung und die Abdichtung verlegt werden muß die Dampfsperre trocken sein!!

Und um spätere Undichtigkeiten in der Abdichtung zu vermeiden empfehle ich Dir einen Inspektions-und Wartungsvertrag! Die meissten Hausbesitzer handeln leider erst, wenn es zu spät ist!

Und regelmäßige Wartung gehört zu jedem Dach, ganz besonders bei einem Terrassen-Flachdach! Nur dann ist auf Dauer gewährleistet, das Du auch viel Freude mit deiner Terrasse hast!

MFG

Angel11
12.12.2007, 22:33
moinmoin,

ich kann meinem vorredner nur teilw. recht geben.
entwässerung in der dampfsperre ist in ordnung. wenn sie später wieder geschlossen wird. das wird meistens von den firmen nicht mehr gemacht. dann dringt dort schädigendes tauwasser in die dämmung.
stehendes wasser auf der dampfsperre sehe ich auch rel. emotionslos. 8)
aber auf der abdichtung hat stehendes wasser nicht wirklich was verloren.
auch das lob an einen bauträger verkneif ich mir.......

lt. flachdachrichtlinien ist ein gefälle von 2% vorgeschrieben. und dies ist mit einer gefälledämmug/schüttung ect. herzustellen. unter 2% ist es eine sonderkonstruktion und es ist mit stehendem Wasser zu rechnen. aus diesem grund ist eine erhöhte anforderung an die abdichtungsbahn zu stellen.
zitat:......."ebenheit der unterlage, der dicke der werkstoffe, durchüberlappungen und verstärkungen, mit behindertem wasserablauf und pfützenbildung zu rechnen.........." zitat ende
die betrifft aber eigentlich nur die bereiche hinter den Stößen. von einer seenlandschaft mit angelmöglichkeiten ist hier nicht die rede. :gruebel

also perlite drauf (welche dem handwerker selbstverständlich zu vergüten ist!!!) und gut ist. :daumen)

gruß angel ddm/bdh

DD Hamburg
17.01.2008, 22:15
Es ist kein problem das wasser auf der dampfsperre steht, da diese keine abdichtungslage ist.
Auf die 2% gefälle kommt der dachdecker durch die gefälledämmung achte nur darauf das der notablauf abgedichtet wird befor die dämmung verlegt wird