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frank marvin
26.12.2003, 07:05
Mars-Express setzt Lande-Einheit frei


Darmstadt (dpa) - Bei der europäischen Mars-Mission steht heute ein entscheidendes Manöver auf dem Programm: Die Lande-Einheit «Beagle 2» soll sich von der Sonde lösen. Die Trennung wird vom Weltraumkontrollzentrum in Darmstadt gesteuert. Mit der Landung auf dem Mars rechnen die Wissenschaftler am ersten Weihnachtsfeiertag. Dabei wird der Aufprall der Lande-Einheit von Fallschirmen und Airbags gebremst. «Beagle 2» soll in den kommenden sechs Monaten Gesteinsproben entnehmen und analysieren.

FMv.

frank marvin
26.12.2003, 07:07
Mars-Express: Kein Lebenszeichen von "Beagle 2"

Darmstadt (dpa/WEB.DE) - Die Europäische Weltraumagentur bangt um ihre Mars-Mission.
Die Landeeinheit "Beagle 2" hat bislang kein Lebenszeichen gesendet, teilte der wissenschaftliche Direktor der ESA, David Southwood, in Darmstadt mit.
Sie sollte am frühen Morgen auf dem Boden des Roten Planeten ankommen. Ihr Signal sollte um 7 Uhr von der US-Sonde "Odyssey" aufgefangen werden. Das geschah aber nicht. Die nächste Möglichkeit der Kontaktaufnahme zu "Beagle 2" ergibt sich erst wieder um kurz vor Mitternacht.

FMv.

frank marvin
26.12.2003, 07:09
Darmstadt (dpa) - Die Europäische Weltraumagentur ESA bangt um Teile ihrer Mars-Mission. Die Lande-Einheit «Beagle 2» sollte am frühen Morgen auf der Oberfläche unseres Nachbarplaneten landen. Bislang sendete sie kein Lebenszeichen. Die Forscher bleiben aber optimistisch: Der nächste Versuch zur Kontaktaufnahme ergibt sich in der kommenden Nacht gegen 0 Uhr. Zuvor hatte die ESA in Darmstadt einen ersten Erfolg gemeldet: Die Sonde «Mars-Express» ist auf ihre Bahn um den Planeten gebracht worden. Mehr dazu im Thema des Tages.

FMv.

frank marvin
26.12.2003, 07:13
Bislang nur Teilerfolg von Mars-Mission

Darmstadt (dpa) - Die Europäische Weltraumagentur (ESA) hat das Einschwenken der Sonde «Mars-Express» in eine Bahn um den Roten Planeten als großen Erfolg gefeiert. Zugleich fieberten die Forscher am ersten Weihnachtstag der Nacht entgegen, um Signale vom Landegerät «Beagle 2» zu erhalten. Ein erster Kontaktversuch war am Donnerstagstagmorgen fehlgeschlagen.

«Europa umkreist den Mars. Jetzt beginnen zwei Jahre der Forschung», kommentierte Jean-Jacques Dordain, ESA-Generaldirektor, in Darmstadt das ambitionierte Projekt. «Heute ist ein großer Tag für die europäische Raumfahrt», freute sich Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD), die zur ESA gekommen war. «Es wäre die Krönung, wenn jetzt auch noch "Beagle 2" Signale senden würde.»

Die Experten des Darmstädter Raumfahrtkontrollzentrums (ESOC) empfingen am Morgen die Daten von «Mars-Express», die auf eine stabile Umlaufbahn hinwiesen. Man werde nicht nur viel über den Mars lernen, sondern auch eine ganze Menge über das Sonnensystem, betonte Dordain. «Wir haben einige Zeit keine Signale bekommen, haben jetzt aber wieder Kontakt», berichtete der ESA-Experte Walter Flury.

Die fehlenden Lebenszeichen der Landeeinheit trübten die Freude über die Steuerung von «Mars-Express» in den Orbit etwas. Die Signale von «Beagle 2» waren gegen 7.30 Uhr erwartet wurden. Sie sollten von der US-Sonde «Odyssey» aufgefangen werden.

«Beagle 2» ist ein wichtiger Teil der rund 300 Millionen Euro teuren Marsmission. Das Gerät soll mit einem Bohrer aus Deutschland Bodenproben entnehmen und analysieren. «Wir sind zuversichtlich, dass wir doch noch ein Signal erhalten», sagte Dordain. Der Blick der Weltraumforscher richtete sich nach Großbritannien. Mit einer leistungsstarken Teleskopantenne auf der britischen Insel sollte sich in der Zeit von Donnerstagabend 23.00 Uhr bis Freitagnacht 1.00 Uhr wieder die Möglichkeit ergeben, Kontakt aufzunehmen.

Nach Ansicht des ESA-Experten Flury kann es mehrere Gründe für das «Schweigen» von «Beagle 2» geben. «Vielleicht war das Signal nicht stark genug. Die Landeeinheit ist seit sechs Tagen auf Batterie geflogen und muss die Zellen über die Solaranlage wieder laden.» Möglicherweise sei die Sonde «Odyssey», die die Signale zur Erde weiterleiten sollte, aber auch nicht auf der richtigen Bahn über dem realen Landeplatz von «Beagle 2» gewesen.

Ein möglicher Verlust von «Beagle 2» gefährdet nach Einschätzung der ESA-Weltraumforscher den Erfolg der Marsmission nicht. Denn das rund 70 Kilogramm leichte Gerät hat in den Sandstürmen des Mars nur eine Lebensdauer von etwa einem halben Jahr. Zudem erwarten Wissenschaftler von den nicht sehr tiefen Bohrungen kaum neue Erkenntnisse. Die soll «Mars-Express» mit einem Radar liefern, das auf dem Mars bis in einer Tiefe von fünf Kilometern Wasser aufgespüren kann. Wasser wäre Grundvoraussetzung für Leben.

Der Orbiter «Mars-Express» war nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) um 3.45 Uhr (MEZ) in die Umlaufbahn geschwenkt. Das DLR hat sowohl auf dem Landegerät als auch auf der Sonde wichtige Instrumente. Sollte es gelingen, am Donnerstagabend Signale zu erhalten, so wäre dies auch ein Zeichen, «dass "Beagle 2" die erste Marsnacht überstanden hätte und genügend Energie zum "Aufwachen" gehabt hätte», hieß es beim DLR.

Die «heiße Phase» der Mission hatte am 16. Dezember begonnen, als die Sonde auf den Landeplatz von «Beagle 2» ausgerichtet wurde. Am 19. Dezember 2003 erhielt der Flugkörper den Befehl zur Abtrennung. Danach bestand für das Kontrollteam auf der Erde keine Möglichkeit mehr, einzugreifen. «Mars Express» war am 2. Juni 2003 mit einer Trägerrakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet.© dpa - Meldung vom 25.12.2003 13:52 Uhr

frank marvin
26.12.2003, 07:21
Raumfahrt Zurück

Kein Lebenszeichen von «Beagle 2»

Zoom

Darmstadt (dpa) - Die Europäische Weltraumagentur (ESA) bangt um einen wichtigen Teil ihrer Mars-Mission. Die Lande-Einheit «Beagle 2» ist am Morgen des ersten Weihnachtstages auf dem Boden des Roten Planeten angekommen, hat bisher aber noch kein Lebenszeichen gesendet. Das teilte der wissenschaftliche Direktor der ESA, David Southwood, am Donnerstagmorgen mit.

Unterdessen kreiste die Sonde «Mars-Express», von der das Landeelement gestartet war, um den Mars. Nachdem der Orbiter in der Nacht die Umlaufbahn erreicht hatte, sprachen Experten und Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn von einem ersten Erfolg.

Nach Angaben des ESA-Experten Walter Flury gibt es mehrere mögliche Gründe, warum die Kontaktaufnahme mit «Beagle 2» noch nicht gelungen war. «Vielleicht war das Signal nicht stark genug. Die Landeeinheit ist seit sechs Tagen auf Batterie geflogen und muss die Zellen über die Solaranlage wieder laden.» Möglicherweise sei die US- Sonde «Odyssey», die die Signale zur Erde weiterleiten sollte, auch nicht auf der richtigen Bahn über den Landeplatz von «Beagle 2» geflogen. Flury wertet die rund 300 Millionen Euro teure Marsmission aber bereits jetzt als Erfolg.

Die Sonde «Mars-Express» sei auf ihre Bahn um den Planeten gebracht worden. «Alle Zeichen deuten darauf hin, dass dieses kritische Manöver gelungen ist», sagte er. Lob für die ESA gab es auch von Bundesforschungsministerin Bulmahn (SPD), die am ersten Weihnachtsfeiertag zur ESA nach Darmstadt gekommen war. «Heute ist ein großer Tag für die Europäische Raumfahrt», sagte die Ministerin.

frank marvin
26.12.2003, 07:23
Kein Lebenszeichen von «Beagle 2»

Darmstadt (dpa) - Die Europäische Weltraumagentur (ESA) bangt um einen wichtigen Teil ihrer Mars-Mission. Die Lande-Einheit «Beagle 2» ist am Morgen des ersten Weihnachtstages auf dem Boden des Roten Planeten angekommen, hat bisher aber noch kein Lebenszeichen gesendet. Das teilte der wissenschaftliche Direktor der ESA, David Southwood, am Donnerstagmorgen mit.

Unterdessen kreiste die Sonde «Mars-Express», von der das Landeelement gestartet war, um den Mars. Nachdem der Orbiter in der Nacht die Umlaufbahn erreicht hatte, sprachen Experten und Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn von einem ersten Erfolg.

Nach Angaben des ESA-Experten Walter Flury gibt es mehrere mögliche Gründe, warum die Kontaktaufnahme mit «Beagle 2» noch nicht gelungen war. «Vielleicht war das Signal nicht stark genug. Die Landeeinheit ist seit sechs Tagen auf Batterie geflogen und muss die Zellen über die Solaranlage wieder laden.» Möglicherweise sei die US- Sonde «Odyssey», die die Signale zur Erde weiterleiten sollte, auch nicht auf der richtigen Bahn über den Landeplatz von «Beagle 2» geflogen. Flury wertet die rund 300 Millionen Euro teure Marsmission aber bereits jetzt als Erfolg.

Die Sonde «Mars-Express» sei auf ihre Bahn um den Planeten gebracht worden. «Alle Zeichen deuten darauf hin, dass dieses kritische Manöver gelungen ist», sagte er. Lob für die ESA gab es auch von Bundesforschungsministerin Bulmahn (SPD), die am ersten Weihnachtsfeiertag zur ESA nach Darmstadt gekommen war. «Heute ist ein großer Tag für die Europäische Raumfahrt», sagte die Ministerin. «Es wäre die Krönung, wenn jetzt auch noch "Beagle 2" Signale senden würde.»

Die ESA-Forscher zeigten sich am Donnerstagmorgen optimistisch, dass die Kontaktaufnahme noch gelingen wird. «Das ist nicht das Ende der Geschichte», kommentierte David Southwood das Ausbleiben erster Lebenszeichen. Das Signal sollte nach Planung des Raumfahrtkontrollzentrums (ESOC) etwa um 7.30 Uhr von der Sonde «Odyssey» aufgefangen werden. Die nächste Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zu «Beagle 2» ergibt sich erst wieder in der Zeit von Donnerstagabend 23.00 Uhr bis 1.00 Uhr Freitagnacht mit einer Teleskopantenne in England.

Auch in Großbritannien wurde die heiße Phase der europäischen Mission mit Spannung beobachtet. Colin Pillinger, einer der Entwickler von «Beagle 2», sagte in London zum «Schweigen» der Landeeinheit: «Ich fürchte, es ist ein bisschen enttäuschend, aber es ist nicht das Ende der Welt.»

Die Sonde «Mars-Express» war genau zur berechneten Zeit wieder aus dem Schatten des Mars herausgekommen. «Wir haben einige Zeit keine Signale bekommen, haben jetzt aber wieder Kontakt», berichtete Walter Flury. «Mars-Express» soll rund 250 Kilometer über dem Mars kreisen und zwei Jahre lang mit sieben Instrumenten nach Spuren von Leben auf dem Mars suchen. Die von dort losgeschickte Einheit «Beagle 2» soll mit einem Bohrer die Oberfläche des Mars untersuchen.© dpa - Meldung vom 25.12.2003 12:27 Uhr

XJustinSaneX
26.12.2003, 09:24
Quelle?

Nephthys
26.12.2003, 09:26
und so viele Postings!? :elch)

frank marvin
26.12.2003, 10:59
samtlich dpa über web.de/Wisssneschaft/Raumfahrt

frank marvin
26.12.2003, 11:03
immer nur parapsychologisches, darf die reine wissenschaft nicht mal zum Zuge kommen? ;-) lh FMv.

Nephthys
26.12.2003, 11:20
Gegen die reine Wissenschaft spricht doch nichts!? Ich hatte mich nur gefragt ob man das nicht ein wenig zusammen fassen könnte. Bzw. möchtest Du damit eine Disskusion anregen? Wissenschaft, Grenzwissenschaft!?

lg Neph

Wo sind die kleinen grünen Mänchen? Hast Du schon eins gesehen frank? :elch)
http://www.uga.edu/caur/alien-sec.jpg

frank marvin
26.12.2003, 17:23
Darmstadt (dpa) - Die Europäische Weltraumagentur ESA hofft weiter auf ein Lebenszeichen der Mars-Landeeinheit «Beagle 2». Es gebe noch zwölf Gelegenheiten, Kontakt zu dem Roboter aufzunehmen, sagte ESA- Sprecherin Jocelyn Landeau in Darmstadt. Erst Anfang Januar seien seine Energievorräte erschöpft. In der Nacht waren Peilversuche eines britischen Radioteleskops erfolglos geblieben. Die ESA wertet die Marsmission aber auf jeden Fall als Erfolg, weil das Mutterschiff «Mars-Express» in einer stabilen Umlaufbahn ist.© dpa - Meldung vom 26.12.2003 12:17 Uhr
FMv.

frank marvin
26.12.2003, 17:25
Raumfahrt Zurück

Nächster Kontaktversuch zu «Beagle 2» heute Abend
Darmstadt (dpa) - Die Europäische Weltraumagentur ESA hat weiter kein Lebenszeichen von der Mars-Landeeinheit «Beagle 2». Die nächste Möglichkeit zur Kontaktaufnahme bietet sich heute Abend gegen 19 Uhr, hieß es vom Kontrollzentrum in Darmstadt. Einem Radioteleskop in England war es in der Nacht nicht gelungen, ein Signal des Roboters zu empfangen. Die ESA wertet ihre Marsmission trotzdem als Erfolg, weil die Sonde «Mars-Express» planmäßig um den Roten Planeten kreist. Dennoch wäre ein Scheitern von «Beagle 2» ein Rückschlag.© dpa - Meldung vom 26.12.2003 11:20 Uhr

frank marvin
26.12.2003, 17:36
jaja, aber spannend ist doch hier der vollzug, der ablauf eines astronomischen experiments nie gekannten ausmasses, und das (gewissermassen) live. darauf wollte ich aufmerksam machen. braucht ja auch nicht lichtjahre lang im netz zu stehen. Grüne Männchen, warts ab, da kommt novh was.
schade, wenn nur ich daran interessiert wäre
lbgr frank marvin

frank marvin
26.12.2003, 17:39
dein grünes männchen könnte auch mein avantar sein, woher hst du dieses bild von mir her??
lbgr FMv.

frank marvin
27.12.2003, 06:52
«Beagle 2» schweigt auch beim drittem Kontaktversuch


Darmstadt (dpa) - Der europäische Mars-Landeroboter «Beagle 2» hat auch bei dem dritten Kontaktversuch kein Signal gesendet. Den Wissenschaftlern der Europäischen Weltraumagentur gelang es nicht, das Gerät auf dem Mars zu orten. Die Experten hatten versucht, den Roboter über das Radioteleskop des Jodrell Bank Observatory in Großbritannien zu aktivieren. «Beagle 2» war am ersten Weihnachtstag von der ESA-Raumsonde «Mars-Express» abgesetzt worden. Seitdem wird vergeblich versucht, den Landeplatz des Roboters zu ermitteln.© dpa - Meldung vom 26.12.2003 22:24

XJustinSaneX
27.12.2003, 10:40
Mars-Express-Mission
„Der Mars ist kein freundlicher Planet“
Von Cornelia Pretzer, Darmstadt

26. Dezember 2003 Für die europäische Raumfahrt hätte Weihnachten ein froheres Fest werden können. Denn der „Mars Express“ ist am ersten Weihnachtsfeiertag als erste europäische Sonde erfolgreich in eine Umlaufbahn um einen Planeten eingeschwenkt und hat am Donnerstagmorgen um 9.49 Uhr mitteleuropäischer Zeit die ersten Signale nach dem geglückten Manöver gesendet. Von dem Landegerät „Beagle 2“ aber fehlte auch am Freitag nach zwei weiteren Versuchen der Kontaktaufnahme jede Spur.

„Die amerikanische Sonde Mars Odyssey - die bei der Übertragung der Daten helfen sollte -, hat kein Signal empfangen. Das kann aber an vielerlei Ursachen liegen“, teilte der Wissenschaftsdirektor der europäischen Raumfahrtbehörde Esa, David Southwood, am Donnerstag im Satellitenkontrollzentrum der Esa, Esoc, in Darmstadt mit. Auch in der Nacht zum Freitag konnten das Jodrell-Bank-Teleskop in England und das Westerbork-Radiointerferometer in Holland kein Signal empfangen. Auch ein weiterer Überflug der Mars-Odyssey-Sonde am Freitag ergab kein Ergebnis. Die Esa setzte ihre Hoffnung aber auf weitere Überflüge der Mars Odyssey am 27. Dezember und auf eine weitere Messung des 76-Meter-Teleskops in Jodrell Bank am 28. Dezember. Schließlich könnte der Mars Express selbst Anfang Januar nochmals Signale des Landegeräts empfangen, das er in 205 Tagen Reise über 400 Millionen Kilometer bis zum Mars gebracht hat. Doch die Hoffnung schwindet. „Ich denke leider nicht, daß wir noch etwas von Beagle 2 hören werden“, sagte Markus Landgraf, Vorsitzender der deutschen Marsgesellschaft, am Freitag.

Schwierige Landung

Die Schwierigkeiten einer Landung auf dem Mars waren der Esa von Anfang an klar. „Da gibt es viele Unwägbarkeiten“, sagte Walter Flury von der Esa. Und Jean-Jacques Dordain, Generaldirektor der Esa, fügte hinzu: „Der Mars ist kein freundlicher Planet“. Er nahm damit Bezug auf etliche gescheiterte Missionen in jüngerer Zeit - von dem amerikanischen Mars Polar Lander, der im Dezember 1999 scheiterte und Parallelen wachruft, bis zur japanischen Marssonde Nozomi.

Das Landemanöver des Beagle-Moduls, das sich am vergangenen Freitag erfolgreich vom Mars Express trennte, barg viele Unsicherheiten. Seit der Trennung war keine Korrektur des Kurses mehr möglich. Aber Mars Express und das Flugkontrollteam in Darmstadt hatten ganze Arbeit geleistet: Statt auf ein immerhin noch zweihundert mal fünfzig Kilometer großes Gelände war die Landeregion von Beagle nun auf 31 mal fünf Kilometer genau einzugrenzen. Von Fallschirmen sicher gebremst sollten sich dort Airbags entfalten, die den Sturz bei einer Geschwindigkeit von sechzig Kilometern pro Stunde abfedern sollten. Nach der Trennung von diesen Airbags sollte sich die taschenuhrförmige Hülle von Beagle aufklappen und Sonnensegel sowie Meßinstrumente und Antenne entfalten. Ob die Energie dazu bei einem späteren Auffinden des Moduls noch ausreicht, ist ungewiß.

„Noch nicht im Elfmeterschießen“

Ob bei diesem Prozedere etwas fehlgeschlagen ist oder ob Beagle 2 in einer Felsspalte steckt, ob er unter einem Airbag gelandet oder wegen zu hoher Aufprallgeschwindigkeit zerschellt ist, das wissen die Esa-Mitarbeiter nicht. Vielleicht hat auch nur die Temperatur auf dem Mars die Sende-Frequenz geändert, und sonst ist alles in Ordnung. Deshalb wird weiter nach einem Lebenszeichen gesucht. Die Hoffnung jedenfalls bleibt: „Um eine Analogie zum Fußball zu ziehen - die reguläre Spielzeit ist um, aber wir sind in der Verlängerung und noch lange nicht im Elfmeterschießen“, sagte Colin Pillinger, Entwickler von Beagle 2 an der Open University in England, am Donnerstag.

Bis die sieben Meßinstrumente an Bord des Mars Express die Arbeit aufnehmen können, geht noch einige Zeit ins Land. Der Satellit, der beim Einschwenken um den Planeten 190.000 Kilometer über dem Mars flog, muß in den kommenden Tagen und Wochen auf 11.000 Kilometer Höhe gebracht werden, wie Zeina Mouders, Esa-Mitarbeiterin im Flugkontrollteam, sagte. Das nächste große Manöver ist ein Schub der Haupttriebwerke am 30. Dezember, der den Mars Express aus einem äquatorialen Orbit in eine Umlaufbahn über den Polen bringen soll. Und erst am 8. Mai 2004 nehmen die Instrumente ihre tägliche Arbeit auf, in der sie dann bis in den November 2005 und bei einer Verlängerung des Projekts noch weitere zwei Jahre wissenschaftliche Daten liefern, die die Forscher weit länger beschäftigen wird.

Internationale Kooperation

Die Instrumente an Bord von Mars Express sind ebenso international wie die Esa selbst. Mit zwei deutschen, zwei französischen, zwei italienischen und je einem britischen und schwedischen Gerät an Bord hat die insgesamt etwa 300 Millionen Euro teure Mission etliche Mitarbeiter aus Wissenschaft und Industrie aus fast allen europäischen Ländern. Und wie Dordain sagte, ist die Zusammenarbeit außerdem über Europa hinaus international: „Ohne amerikanische und russische Hilfe würde Mars Express nicht funktionieren.“ Mit 80 Millionen Euro leistet Deutschland den größten Beitrag, wie Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn in Darmstadt betonte. Auch der wissenschaftliche Anteil ist mit der High Resolution Stereo Camera, die den Mars kartiert, und dem nun vielleicht obsolet gewordenen Bohrgerät Pluto an Bord des Beagle-Landegeräts groß.

Der Mars Express ist nicht nur mit der deutschen Kamera bestückt. Das französische Infrarot-Spektrometer Omega dient der Analyse der mineralogischen Verhältnisse auf dem Mars mit Bildern aus dem sichtbaren und infraroten Bereich. Das italienische Projekt Marsis untersucht mit einer vierzig Meter langen Radarantenne unter die Verhältnisse unter der Oberfläche des Mars, wo die Forscher nach Wasser suchen. Der schwedische Elektronen-Neutronen-Analysator Aspera mißt, wie die dünne Mars-Atmosphäre mit dem Sonnenwind interagiert. Daraus erhoffen sich die Wissenschaftler Aufschluß darüber, wie dicht die Atmosphäre des Planeten in früheren Zeiten war. Die italienische PFS-Kamera mißt, wieviel Sonnenlicht der Mars zurückstrahlt, und wird daraus Rückschlüsse über den Aufbau der Atmosphäre möglich machen. Das gleiche Ziel verfolgt das französische Spicam-Experiment, in dem anhand ultravioletter und infraroter Strahlung die Atmosphäre untersucht wird. Ein weiteres Gerät vermißt den Mars mittels Radiospektroskopie.

Für die Wissenschaft gibt es also viel zu tun und zu sehen, viele Weihnachtsgeschenke gilt es erst später auszupacken. Aber Edelgard Bulmahn ist sich gewiß: „Bei allen Fragen, die Mars Express klären wird, steht eins außer Frage: grüne Männchen, egal welcher Größe, wird die Mission nicht finden“.


Quelle: http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~EBF73EC9E67A14D62BF9BD7D07EFF3C4E~ATpl~Ecommon ~Scontent.html

frank marvin
27.12.2003, 12:16
Mars-Roboter «Beagle 2» schweigt weiter

Darmstadt (dpa) - Der Mars-Roboter «Beagle 2» schweigt weiter. Auch im fünften Versuch gelang es nicht, ein Signal von der Landeeinheit zu empfangen, so ein Sprecher der Europäischen Weltraumagentur ESA in Darmstadt. Am Morgen hatte erneut die US-Sonde «Odyssey» versucht, Signale von der Marsoberfläche zu empfangen. Die Wissenschaftler seien jedoch weiterhin optimistisch. «Beagle 2» war vorgestern in die Mars-Atmosphäre eingetreten. Seitdem ist der Kontakt zu dem Gerät abgerissen.© dpa - Meldung vom 27.12.2003 10:18 Uhr

FMv (studiert auch astrophysik, ätsch)

frank marvin
28.12.2003, 06:43
Mars-Roboter «Beagle 2» schweigt weiter

London (dpa) - Der Mars-Roboter «Beagle 2» schweigt weiter. Auch ein sechster Kontaktversuch per Teleskop blieb in der Nacht erfolglos. Wie auf der Webseite des Projekts mitgeteilt wurde, gibt es am Abend eine neue Möglichkeit, mit Hilfe der US-Sonde «Odyssey» eine Verbindung aufzunehmen. Nach Angaben eines ESA-Sprechers funktionieren die Solarzellen des Landegeräts etwa sechs Monate lang. Dass sich «Beagle 2» bisher nicht gemeldet hat, könnte auch daran liegen, dass sich die eingebaute Uhr des Roboters verstellt hat.© dpa - Meldung vom 28.12.2003 04:45 Uhr*FMv.

frank marvin
28.12.2003, 12:39
«Beagle 2»-Wissenschaftler räumen Rückschlag bei Mars-Projekt ein

London (dpa) - Die für den bislang schweigenden Mars-Roboter «Beagle 2» verantwortlichen britischen Wissenschaftler haben einen herben Rückschlag eingeräumt. Sie geben aber die Hoffnung für das Projekt nicht auf. Zuletzt schlug ein Versuch fehl, mit einem von der US-Sonde «Odyssey» ausgestrahlten Signal die Uhr von «Beagle 2» neu einzustellen. Die Wissenschaftler wollen jetzt zunächst versuchen, über «Odyssey» Blindbefehle an die Marssonde zu senden, nach denen sich der Roboter öffnen und seine Sonnenkollektoren entfalten soll.© dpa - Meldung vom 27.12.2003 14:06 Uhr

frank marvin
31.12.2003, 12:14
"Mars Express" wechselt Umlaufbahn um den Mars
- Manöver bringt Sonde näher an vermissten Landeroboter.

Der europäische "Mars Express" ist auf eine neue Umlaufbahn um den Roten Planeten eingeschwenkt und damit dem vermissten Roboter "Beagle 2" näher gekommen. Wie der Sprecher der Europäischen Raumfahrtagentur ESA, Bernhard von Weyhe, in Darmstadt mitteilte, wurde der Hauptantrieb der Sonde für fünf Minuten gezündet. Nach dem erfolgreichen Manöver wird der Mars-Orbiter künftig die Pole des Planeten überfliegen. Bislang kreiste er auf Höhe des Äquators.

Auf seiner neuen Umlaufbahn werde der "Mars Express" seine Suche nach "Beagle 2" fortsetzen, sagte der ESA-Sprecher weiter. Das Landegerät war am 19. Dezember von der Muttersonde abgetrennt worden und drang am vergangenen Donnerstag in die Mars-Atmosphäre ein. Seitdem ist der Kontakt abgebrochen. Am Vortag hatten die britischen Entwickler von "Beagle 2" die Befürchtung geäußert, der Apparat könnte in einem bislang unbekannten Krater auf der Oberfläche des Planeten festsitzen. Diese Vermutung konnte bislang nicht bestätigt werden, wie Weyhe betonte.

Auf seiner neuen Position hat "Mars Express" laut ESA eine größere Chance, doch noch Signale des Roboters aufzufangen. Voraussichtlich am 7. Januar wird die Sonde in nur 200 Kilometer Höhe den mutmaßlichen Landeplatz von "Beagle 2" überfliegen. Dann stehen die Chancen besonders gut, dass die Sonde mit ihrer Telekommunikationsantenne das vermisste Gerät aufspürt. Für die Suche nach "Beagle 2" bleibe theoretisch ein halbes Jahr, betonte Weyhe. Auf diesen Zeitraum sei die Mission des Roboters angelegt.

"Mars Express" wird laut Weyhe voraussichtlich zwei bis drei Jahre über dem Roten Planeten kreisen, bevor die Sonnenkollektoren ausfallen. Die ersten wissenschaftlichen Ergebnisse über Oberfläche, Bodenstruktur und Atmosphäre des Nachbarplaneten der Erde soll die Sonde in der zweiten Januarhälfte zur Erde funken.

Während weiter unklar ist, ob das Landemanöver von "Beagle 2" auf dem Mars gelungen ist, konnte das Mutterschiff "Mars Express" wie geplant in die Umlaufbahn des roten Planeten einschwenken.

Nephthys
05.01.2004, 22:49
NASA veröffentlicht 3-D-Bild vom Mars

US-Raumfahrtbehörde erwartet nach erfolgreicher „Spirit“-Landung erste Farbfotos vom Roten Planeten. ESA will nochmals "Beagle"-Rettung versuchen

Pasadena/Berlin - Nach der erfolgreichen Landung der US-Sonde „Spirit“ auf dem Mars hat die amerikanische Weltraumbehörde NASA am Montag ein 3-D-Panoramabild von der Marsoberfläche veröffentlicht. Auf der Schwarz-Weiß-Aufnahme waren weitere Einzelheiten der Landestelle des Marsroboters zu sehen. Für den späten Abend (Ortszeit) wurden im Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena erste detaillierte Farbfotos vom Mars erwartet.

Bereits wenige Stunden nach der Landung in der Nacht zum Sonntag hatte „Spirit“ erste Schwarz-Weiß-Bilder gesendet. Sie zeigen unter anderem den Marshorizont und Teile des Fahrzeugs. Seit Sonntagabend kann die NASA auch direkt von der Erde aus mit dem Marsroboter Kontakt aufnehmen, ohne den Umweg über die um den Mars kreisenden Sonden „Mars Global Surveyor“ und „Mars Odyssey“ zu nehmen.

Der 173 Kilogramm schwere Roboter landete im Gusev-Krater südlich des Marsäquators. Die ersten neun bis zehn Tage bleibt „Spirit“ an Ort und Stelle, dann soll das Gefährt beginnen, die Umgebung zu erkunden, und nach Hinweisen auf Wasser suchen. Zu dem 820 Millionen Dollar teuren Projekt der NASA gehört auch die baugleiche Schwestersonde „Opportunity“, die am 24. Januar auf dem Mars landen soll.

ESA will nochmals "Beagle"-Rettung versuchen

Das europäische Landegerät „Beagle 2“ wird von der NASA inzwischen als offenkundig verloren betrachtet, weil seit dessen Abkoppelung vom Orbiter „Mars Express“ keine Signale aufgefangen werden konnten. Auch der Raumfahrtexperte und Buchautor Harro Zimmer zeigte sich skeptisch, ob sich zu dem vermissten ESA-Marsroboter noch Kontakt aufnehmen lässt. „Mein Hoffnung hält sich in engen Grenzen“, sagte Zimmer am Montag im ZDF-Morgenmagazin.

Am Mittwoch will die Europäische Raumfahrtagentur erstmals mit ihrer eigenen Sonde „Mars Express“ versuchen, Kontakt mit „Beagle 2“ aufzunehmen. Alle bisherigen Versuche, mit Hilfe der US-Sonde „Mars Odyssey“ eine Verbindung herzustellen, waren gescheitert.

Zimmer sagte, die europäische Raumfahrt habe „Beagle 2“ noch „nicht beerdigt“. Sollte aber der Versuch scheitern, am Mittwoch aus niedriger Höhe von „Mars Express“ aus, Kontakt aufzunehmen, „können wir den Sargdeckel zumachen“. Die Marsexpedition der ESA sei ein kühner Versuch gewesen, „mit einem Minimum an Technik ein Maximum an Forschung zu erzielen“.

WELT.de/AP

SturmKrähe
20.01.2004, 01:43
Mars Express (http://www.esa.int/SPECIALS/Mars_Express/), die europäische Marssonde, sendet von der Oberfläche des Roten Planeten die ersten Spektralaufnahmen und hochauflösenden Bilder der High Resolution Stereo Camera (HRSC). Das erste veröffentlichte Bild zeigt einen Teil des Valles Marineris aus einer Höhe von 275 km. Dies ist das erste farbige 3D-Bild dieser Größenordnung von der Oberfläche des Mars. Die hochauflösende Kamera erfasst die Oberfläche des Planeten mit einer maximalen Auflösung von zwölf Metern pro Pixel, in Farbe und mit Tiefenmessung. Aus den übermittelten Bilddaten erstellt ein Computer anschließend eine fotorealistische Ansicht aus verschiedenen Perspektiven.

[...]

Das Bild (auf dem ESA-Server als High-Resolution-JPEG (http://www.esa.int/export/externals/images/esa-MediaReleaseHRSC_FINAL.jpg)) zeigt eine Landschaft mit hohen Tafelbergen, stark erodierten Tälern und tiefen Einschnitten. Es entsteht der Eindruck, als hätte Wasser die Oberfläche des Mars zerfurcht. Mars Express hatte vergangene Woche nach mehreren erfolglosen Versuchen, den Landeroboter Beagle 2 zu finden, planmäßig mit den wissenschaftlichen Messungen (http://www.heise.de/newsticker/data/bem-12.01.04-000) begonnen

Quelle (http://www.heise.de/newsticker/data/bem-19.01.04-002/)