Nephthys
26.12.2003, 22:00
Hieronymus Bosch
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Bahnbrecher des satirischen Sittenbildes und Wegbereiter der Landschaftsmalerei.
Der niederländische Maler, um 1450 in s´Hertogenbosch unter dem Namen Jeronimus B. van Aken geboren, verwendete, wie damals üblich, den Namen seiner Heimatstadt als Signatur. Die Lehrzeit verbrachte er in der Werkstatt seines Vaters. Fernab von den Zentren altniederländischer Malerei schuf Bosch eine eigene rätselhafte Bildersprache.
Als Frühwerk gilt eine Tischplatte mit der Darstellung der sieben Todsünden und vier letzten Dinge. Tod, Jüngstes Gericht, Himmel und Hölle sind Themen, die Bosch hauptsächlich beschäftigten. Er zeigt den Menschen als von Torheiten geplagte, lasterhafte und grausame Kreatur ("Der Gaukler", "Der Tod des Geizhalses"). Im "Garten der Lüste" wird mit unendlich vielen Details, symbolischen Einzelheiten und monströsen Gebilden ein apokalyptisches Liebesfest inszeniert. Ein weiteres Hauptwerk, "Die Versuchungen des heiligen Antonius", zeigt den Einsiedler umgeben von Obszönitäten und teuflischen Geschehnissen.
Ebenso drastisch werden die Hölle und ihre Strafen im "Jüngsten Gericht" geschildert. Boschs minutiös gemalte, oft von Figuren wimmelnde Bilder verbinden in unvergleichlicher Weise scharf realistische Sicht mit dem Grotesken und Satirischen. Aber er malte auch als erster Stimmungslandschaften im modernen Sinn. Als hochangesehener Mann starb er 1516 in s´Hertogenbosch. Sein Einfluss ist besonders im Werk Pieter Bruegels spürbar. Die Surrealisten haben viel von ihm gelernt.
Nicht nur seine Biographie, sondern auch sein Werk gibt den Kunsthistorikern bis heute viele Rätsel auf.
Dabei sind es gerade einmal 30 Gemälde, die zweifelsfrei von seiner Hand geschaffen wurden. Alles andere, so viel steht inzwischen fest, stammt von Nachahmern, Kopisten und Fälschern. Doch das, was auf den verbliebenen 30 Bildern von Bosch zu sehen ist, wirkt bis heute kryptisch, widersprüchlich und düster-grotesk. So ist auch kaum verwunderlich, daß sich um die phantastischen Bildwelten des Hieronymus Bosch unzählige Mythen und Erklärungsversuche ranken. Doch je tiefer der Betrachter vordringt in die Welt des Hieronymus Bosch, desto unergründlicher wird das eigentlich so überschaubare Werk des Niederländers. Mit Sicherheit haben im Mittelalter mehr Menschen als in unserer Zeit die vielen Anspielungen verstanden, heute streiten sich die Forscher über die genaue Bedeutung der Allegorien. Doch gerade das Geheimnisvolle und Phantastische ist es, das die Sogwirkung dieser Gemälde voller Fratzen, geheimnisvoller Wesen und surrealer Landschaften ausmacht.
Bosch war Mitglied der Liebfrauen-Bruderschaft in 's-Hertogenbosch. Durch seinen selbst erworbenen Status als Kunstmaler und durch eine vorteilhafte Heirat mit einer Kaufmannstochter stieg er in die höheren Kreise der Stadt auf. Diverse religiöse Einrichtungen und das wohlhabende Bürgertum sorgten für eine zufriedenstellende Auftragslage in der Familienwerkstatt der Boschs, denn Hieronymus war der Sprößling einer heute vergessenen Malerdynastie - mit Ausnahme seiner Person
http://www.apocalyptic-theories.com/gallery/lastjudge/bosch.jpg
Hab mal ein paar Infos aus dem Netz über ihn gesammelt. Was haltet ihr von seinen Bildern!? Ich finde sie düster ja, aber auch gut... er hat so eine ganz eigene Art zu malen. Habt ihr einen Lieblingsmaler oder ein Lieblingsbild?
lg Neph
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Bahnbrecher des satirischen Sittenbildes und Wegbereiter der Landschaftsmalerei.
Der niederländische Maler, um 1450 in s´Hertogenbosch unter dem Namen Jeronimus B. van Aken geboren, verwendete, wie damals üblich, den Namen seiner Heimatstadt als Signatur. Die Lehrzeit verbrachte er in der Werkstatt seines Vaters. Fernab von den Zentren altniederländischer Malerei schuf Bosch eine eigene rätselhafte Bildersprache.
Als Frühwerk gilt eine Tischplatte mit der Darstellung der sieben Todsünden und vier letzten Dinge. Tod, Jüngstes Gericht, Himmel und Hölle sind Themen, die Bosch hauptsächlich beschäftigten. Er zeigt den Menschen als von Torheiten geplagte, lasterhafte und grausame Kreatur ("Der Gaukler", "Der Tod des Geizhalses"). Im "Garten der Lüste" wird mit unendlich vielen Details, symbolischen Einzelheiten und monströsen Gebilden ein apokalyptisches Liebesfest inszeniert. Ein weiteres Hauptwerk, "Die Versuchungen des heiligen Antonius", zeigt den Einsiedler umgeben von Obszönitäten und teuflischen Geschehnissen.
Ebenso drastisch werden die Hölle und ihre Strafen im "Jüngsten Gericht" geschildert. Boschs minutiös gemalte, oft von Figuren wimmelnde Bilder verbinden in unvergleichlicher Weise scharf realistische Sicht mit dem Grotesken und Satirischen. Aber er malte auch als erster Stimmungslandschaften im modernen Sinn. Als hochangesehener Mann starb er 1516 in s´Hertogenbosch. Sein Einfluss ist besonders im Werk Pieter Bruegels spürbar. Die Surrealisten haben viel von ihm gelernt.
Nicht nur seine Biographie, sondern auch sein Werk gibt den Kunsthistorikern bis heute viele Rätsel auf.
Dabei sind es gerade einmal 30 Gemälde, die zweifelsfrei von seiner Hand geschaffen wurden. Alles andere, so viel steht inzwischen fest, stammt von Nachahmern, Kopisten und Fälschern. Doch das, was auf den verbliebenen 30 Bildern von Bosch zu sehen ist, wirkt bis heute kryptisch, widersprüchlich und düster-grotesk. So ist auch kaum verwunderlich, daß sich um die phantastischen Bildwelten des Hieronymus Bosch unzählige Mythen und Erklärungsversuche ranken. Doch je tiefer der Betrachter vordringt in die Welt des Hieronymus Bosch, desto unergründlicher wird das eigentlich so überschaubare Werk des Niederländers. Mit Sicherheit haben im Mittelalter mehr Menschen als in unserer Zeit die vielen Anspielungen verstanden, heute streiten sich die Forscher über die genaue Bedeutung der Allegorien. Doch gerade das Geheimnisvolle und Phantastische ist es, das die Sogwirkung dieser Gemälde voller Fratzen, geheimnisvoller Wesen und surrealer Landschaften ausmacht.
Bosch war Mitglied der Liebfrauen-Bruderschaft in 's-Hertogenbosch. Durch seinen selbst erworbenen Status als Kunstmaler und durch eine vorteilhafte Heirat mit einer Kaufmannstochter stieg er in die höheren Kreise der Stadt auf. Diverse religiöse Einrichtungen und das wohlhabende Bürgertum sorgten für eine zufriedenstellende Auftragslage in der Familienwerkstatt der Boschs, denn Hieronymus war der Sprößling einer heute vergessenen Malerdynastie - mit Ausnahme seiner Person
http://www.apocalyptic-theories.com/gallery/lastjudge/bosch.jpg
Hab mal ein paar Infos aus dem Netz über ihn gesammelt. Was haltet ihr von seinen Bildern!? Ich finde sie düster ja, aber auch gut... er hat so eine ganz eigene Art zu malen. Habt ihr einen Lieblingsmaler oder ein Lieblingsbild?
lg Neph