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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stardust - Flugzeuz 53 Jahre verschollen



Dark Harlekin
28.12.2003, 19:14
Habe gerade eine interessante Sendung bei "Welt der Wunder" gesehen. Es geht um das Flugzeug "Satrdust".
Diese Maschine verschwand vor 53 Jahren bei einem Flug zwischen Buenos Aires und Santiago einfach spurlos und wurde erst vor kurzem in der Nähe eines Berges gefunden.

http://www.tilo2300.de/andere/stendek.de_-_stendec.de/G-AGWH.jpg

Doch hier die ganze Geschichte:

Am 2. August 1947 startete eine Lancaster-Maschine mit dem klangvollen Namen "Stardust" (Kennung G-AGWH) mit 5 Crew-Mitgliedern und 6 Passagieren zu einem Flug über die Anden von Buenos Aires (Argentinien) nach Santiago (Chile). Das Flugzeug kam nie am Ziel-Flughafen an. Stattdessen erhielt der Funker in Santiago um 17.41 Uhr von Dennis Harmer, dem Funker der Stardust, folgende Morse-Nachricht:

"ETA SANTIAGO 17.45 STENDEC"

Der Flughafen-Funker gab später an, das Signal wäre laut und deutlich gewesen, und daß die Morsezeichen sehr schnell gesendet wurden. Doch er verstand die Bedeutung des Wortes "STENDEC" nicht. Auf seine Nachfrage hin wurde dasselbe Wort noch zweimal wiederholt. Dann verschwand die Stardust, nur wenige Minuten vor der Landung, ohne einen weiteren Funkkontakt. Eine sofort eingeleitete massive Suche nach dem Flugzeug in den Anden blieb erfolglos... für eine halbe Ewigkeit.

An Bord befanden sich insgesamt 11 Personen, von denen 8 Briten waren. Davon 3 als Passagiere und 5 als Crew-Mitglieder. Die restlichen 5 Passagiere waren ein Palestinenser, ein Schweizer und eine Deutsche. Die Britischen Passagiere waren Peter Young (41), Eric Gooderham (43) und ein diplomatischer Gesandter seiner Majestät Paul Simpson (44). Die Crew bestand aus Reginald Cook (29), es war sein erster Flug als Captain, dem Ersten Offizier Norman Cook (31) aus Maindenhead und dem Zweiten Offizier Donald Checklin (27) aus Hayes, allesamt ehemalige RAF-Piloten. Der Mann am Funkgerät war Dennis Harmer (27) aus Wimbledon. Nicht zu vergessen, die Stewardess Iris Evans (26) aus Wembley.
Der britische Gesandte seiner Majestät mit seinem geheimen Auftrag war vielerorts schnell Dreh- und Angelpunkt einer Bomben-Theorie. Immerhin, nicht jeder schloß sich dem Glauben an kleine grüne Aliens an. Aber weder die eine, noch die andere, noch irgendeine völlig andere Theorie wurden jemals mit Sicherheit bestätigt oder widerlegt, bis...

Das Mysterium um das Verschwinden der Stardust sollte noch weitere 53 Jahre bestehen bleiben; genug Zeit also für eine Reihe von UFO- und anderen Theorien, die sich schnell um die eigenartigen Vorfälle rankten.
Im Februar des Jahres 2000 tauchten Teile des abgestürzten Flugzeugs auf einem Gletscher in den Anden unterhalb des 6.800 Meter hohen Tupungato zwischen Argentinien und Chile auf, etwa 50 km von der Stelle entfernt, von der sich die Stardust zuletzt gemeldet hatte. Unter den Trümmern fanden sich menschliche Überreste, die zur Identifikation einer DNA-Analyse unterzogen wurden, ein noch prall mit Luft gefüllter Reifen des Fahrgestells der Stardust und einer der Rolls-Royce-Motoren samt Propeller. Anhand der Beschädigung des Propellers konnte man darauf schließen, daß er beim Aufschlag mit für den Flug üblicher Drehzahl arbeitete. Ein Motorschaden schied bei der Suche nach der Absturzursache folglich aus.

Nachdem also Teile des Wracks und diverse Leichenteile auf dem Tupangato-Gletscher gefunden wurden, konnte man eine Entführung des gesamten Flugzeugs durch Außerirdische ausschließen. Die Theorie um den geheimnisvollen Diplomaten und einem ihm geltenden Bombenanschlag konnte dann auch recht zügig widerlegt werden, denn die Wrack-Teile eines Flugzeugs, das in der Luft explodiert, verteilen sich über viele Kilometer am Boden. Die Trümmer der Stardust aber lagen für einen Bombenanschlag völlig untypisch relativ dicht beieinander, sodaß man davon ausgehen muß, daß das Flugzeug in einem Stück auf den Boden aufschlug und erst dann zerbarst.

Warum dauerte es 53 Jahre, bis die Stardust entdeckt wurde, obwohl Suchmannschaften das Gebiet um die Flugroute weiträumig abgesucht hatten?

Nach intensiven Nachforschungen an der Absturzstelle konnte man davon ausgehen, daß die Stardust in den oberen Teil des Gletschers einschlug und unter den Schneemassen einer sich dadurch lösenden Lawine begraben wurde. Im Laufe der Jahre sammelten sich immer mehr Schneemassen an der Oberfläche und drückten die unteren Schichten des Gletschers mitsamt den Wrack-Teilen langsam aber stetig bergabwärts, wie es Gletschern nunmal eigen ist. In den unteren Bergregionen schmolz das Eis und enthüllte so nach einem halben Jahrhundert Stück für Stück seine konservierte "Fracht".

Warum stürzte die Stardust überhaupt ab und warum war sie 50 km vom Kurs abgekommen?

Nach intensiven Studien der damaligen Wetterkarten und den spärlichen Informationen, die aus der damaligen Zeit noch verblieben sind, rekonstruierten Spezialisten verschiedenster Fachgebiete die damaligen Geschehnisse wie folgt:

Die Lancaster-Maschine war bauartbedingt in der Lage, in großen Höhen zu fliegen. Am Abend des 2. August 1947 herrschte ein Unwetter in der Flugrinne durch die Anden, sodaß der Pilot die Stardust auf etwa 24.000 Fuß (gut 7.300 Meter) aufsteigen ließ, um über die Schlechtwetter-Front hinwegzufliegen. Dies war wie gesagt noch kein Problem, da die Stardust für solche Flughöhen durchaus tauglich war. In dieser Höhe jedoch begegnete die Maschine einem Phänomen, das bis dato noch völlig unbekannt war, da sich fast nie ein Flugzeug in solchen Höhen aufhielt - dem Jetstream!
Während also die Piloten aufgrund der dichten Wolkendecke unter ihnen den Erdboden nicht mehr sehen konnten, verursachte der ihnen frontal entgegenwehende Jetstream eine Verlangsamung ihrer Fluggeschwindigkeit. Somit kamen sie unwissentlich langsamer voran, als sie vorausberechnet hatten. Als dann der Pilot zur berechneten Uhrzeit den Sinkflug einleitete, in der Gewissheit, sie hätten die Bergkette längst hinter sich gelassen und befänden sich kurz vor Santiago de Chile, befand sich das Flugzeug tatsächlich noch diesseits der Berge und steuerte durch die Wolken hinab auf den Gletscher des Tupungato

Was meinte der Funk-Offizier der Stardust mit "STENDEC"?

Dies findet ihr hier (http://www.stendec.de/index_stardust.htm)

(Quelle: www.Stendec.de)

Nicolas
31.01.2004, 17:48
HI Werer

Endlich lerne ich mal jemanden kennen, der die Sendung auch schaut :daumen) :mh)


Gruss

Nicolas

Der am Sonntag um 19 Uhr "Welt der Wunder" auf Pro7 schaut :)

almac
03.03.2004, 05:14
Leider hab ich diese Sendung nicht geschaut!
Es scheinen sehr viele verschiedene vewirrende Ereignisse eine Rolle beim absturzt gespielt zu haben!
Weiß jemand mehr darüber? oder hat sich damit beschäftigt?

Ysabella
02.11.2004, 10:42
Habe mal diesen alten Thread durchgelesen. Offenbar wird immer noch gerätselt was dieser Code Stendec bedeuten könnte.

Die wohl beste These ist bisher diese (Auszug aus der Stendec - Seite):


Der Funker der Stardust sendete "STR DEC" als gängige Abkürzung für "Starting Descent". Der Morse-Code ist identisch mit dem für "STENDEC", abgesehen davon, wie man die Punkte und Striche der Buchstaben trennt:

... / - / .-. / -.. / . / -.-. STR DEC

... / - / . / -. / -.. / . / -.-. (STENDEC)

Ich denke auch das vielleicht noch mehr von dem Flugzeug gefunden werden muss. Vielleicht bleibt der Code auch für immer unverschlüsselt.

In diesem Sinne...