plofre
14.09.2008, 13:22
Hallo!
Ich muss erstmal die in Düsseldorf wohnhaften Almacis, von almac abwärts, um Verständnis bitten, dass ich mich über ihre Heimatstadt beklage. Aber der Kurzaufenthalt von Alex0183 und meiner Wenigkeit vor wenigen Tagen geriet zum Fiasko.
Kaum waren wir (holpernd und springend) am Düsseldorfer Flughafen angekommen, gings auch schon los. Am Fuße einer Rolltreppe fand ich eine von jemandem verlorene Brille. Ehrlicher Knochen, der ich bin, wollte ich die natürlich irgendwo abgeben. Das Flughafenfundbüro erklärte sich als nicht zuständig, es sei nur für Funde und Verluste in Flugzeugen da und verwies uns auf das öffentliche Fundbüro. Dieses befindet sich im hintersten Winkel des Flughafens und dort wurde mir der Fund endlich abgenommen.
Wir wollten uns dann zum Flughafen-Bahnhof begeben, um nach Bochum zu fahren (wegen "Starlight Express"). Es gibt da ein sehr interessantes Verkehrsmittel namens "Skytrain", eine Schwebebahn, die aber leider an dem Tag außer Betrieb war. Es gab einen gräßlich überfüllten Ersatzbus, der sich durch ein Labyrinth von Baustellen zum Bahnhof quälte. Überhaupt scheint Düsseldorf zur Zeit eine einzige Baustelle zu sein.
Angekommen am Flughafenbahnhof informierten wir uns über den nächsten Zug nach Bochum, der wenige Minuten darauf fuhr, und ließen uns am gleichen Schalter auch gleich Karten dorthin ausstellen. Dass wir diese - im Gegensatz zu den Karten aus dem Automaten - vor Einsteigen entwerten mussten, sagte uns niemand. Natürlich wurden wir ahnungslosen Schwarzfahrer kurz nach der Abfahrt von 2 Kontrolloren "aufgeblättert". 40 Euronen Übergebühr pro Nase und wir hatten kein Bargeld. Wir bekamen einen Schein mit dem Auftrag, den Betrag binnen 14 Tagen zu überweisen. Allerdings scheint das System nicht auf ausländische Schwarzfahrer ausgelegt zu sein, die Codes für eine EU-Binnenüberweisung waren nicht vorhanden. Wir besorgten uns am nächsten Tag Bargeld und bezahlten die Zumutung an einem Bahnschalter.
Zurück in Düsseldorf ging die Misere weiter. Wir wollten unser schweres Gepäck deponieren und fanden im Hauptbahnhof (auch teilweise Baustelle) tatsächlich Schließfächer. Eines davon schluckte 4 Euro, verriegelte aber die Türe nicht. Wir gingen zur Schließfachaufsicht am anderen Ende des Bahnhofs, wo auch Gepäck deponiert werden kann, allerdings zum doppelten Preis.
Daraufhin begaben wir uns nach Wuppertal, um uns das Erlebnis einer Schwebebahnfahrt zu gönnen. Zurückgekehrt, war Mittagessen angesagt. Wir fanden in einer Ladenpassage des Bahnhofs eine Art Lokal, in dem Essen zu bekommen war. Hinter der Theke stand ein der deutschen Sprache nur bedingt mächtiger Typ, der noch dazu überfordert zu sein schien. Wir brauchten 3 Anläufe, um ihm zu erklären, dass wir pro Kopf 2 Frikadellen und 1 Portion Röstkartoffeln haben wollten. Alex0183 ging zu einem Automaten Getränke holen. Das Ding rückte 1 Getränk heraus, das zweite trotz Bezahlung aber nicht. Wir teilten uns das eine Getränk.
Wir wollten uns dann trotz Regens ein wenig in der Innenstadt umtun. Nach etwa 2 Stunden kam Alex0183 irgendwo in der Nähe der Kö drauf, dass ihm seine Bankomatkarte fehlte (EC-Karte heißt das glaub ich bei euch). Er rief die Servicenummer an und ließ die Karte sperren (was Gebühr kostet). Wir fuhren zurück zum Hauptbahnhof, wo wir die Stellen abklapperten, wo Alex die Karte oder überhaupt seine Geldbörse verwendet hatte. Eine Dame gab uns den Rat, beim Fundbüro nachzufragen, das sich als identisch mit der Gepäcksaufbewahrung bzw. Schließfachaufsicht heraus stellte. Dort war tatsächlich die Karte abgegeben worden und wir bekamen sie wieder, nunmehr aber wertlos, weil gesperrt. Alex0183 muss morgen zu seiner Bankfiliale gehen, um die Sperre rückgängig machen zu lassen.
Für weitere Unternehmungen war uns die Lust vergangen, und da es in der Bahnhofshalle keine Sitzgelegenheiten gab, verbrachten wir die restliche Zeit bis zur Rückfahrt zum Flughafen auf einem zugigen Bahnsteig.
Also, der Tag konnte nur bedingt als erfolgreich angesehen werden.
Nichts für ungut.
plofre
Ich muss erstmal die in Düsseldorf wohnhaften Almacis, von almac abwärts, um Verständnis bitten, dass ich mich über ihre Heimatstadt beklage. Aber der Kurzaufenthalt von Alex0183 und meiner Wenigkeit vor wenigen Tagen geriet zum Fiasko.
Kaum waren wir (holpernd und springend) am Düsseldorfer Flughafen angekommen, gings auch schon los. Am Fuße einer Rolltreppe fand ich eine von jemandem verlorene Brille. Ehrlicher Knochen, der ich bin, wollte ich die natürlich irgendwo abgeben. Das Flughafenfundbüro erklärte sich als nicht zuständig, es sei nur für Funde und Verluste in Flugzeugen da und verwies uns auf das öffentliche Fundbüro. Dieses befindet sich im hintersten Winkel des Flughafens und dort wurde mir der Fund endlich abgenommen.
Wir wollten uns dann zum Flughafen-Bahnhof begeben, um nach Bochum zu fahren (wegen "Starlight Express"). Es gibt da ein sehr interessantes Verkehrsmittel namens "Skytrain", eine Schwebebahn, die aber leider an dem Tag außer Betrieb war. Es gab einen gräßlich überfüllten Ersatzbus, der sich durch ein Labyrinth von Baustellen zum Bahnhof quälte. Überhaupt scheint Düsseldorf zur Zeit eine einzige Baustelle zu sein.
Angekommen am Flughafenbahnhof informierten wir uns über den nächsten Zug nach Bochum, der wenige Minuten darauf fuhr, und ließen uns am gleichen Schalter auch gleich Karten dorthin ausstellen. Dass wir diese - im Gegensatz zu den Karten aus dem Automaten - vor Einsteigen entwerten mussten, sagte uns niemand. Natürlich wurden wir ahnungslosen Schwarzfahrer kurz nach der Abfahrt von 2 Kontrolloren "aufgeblättert". 40 Euronen Übergebühr pro Nase und wir hatten kein Bargeld. Wir bekamen einen Schein mit dem Auftrag, den Betrag binnen 14 Tagen zu überweisen. Allerdings scheint das System nicht auf ausländische Schwarzfahrer ausgelegt zu sein, die Codes für eine EU-Binnenüberweisung waren nicht vorhanden. Wir besorgten uns am nächsten Tag Bargeld und bezahlten die Zumutung an einem Bahnschalter.
Zurück in Düsseldorf ging die Misere weiter. Wir wollten unser schweres Gepäck deponieren und fanden im Hauptbahnhof (auch teilweise Baustelle) tatsächlich Schließfächer. Eines davon schluckte 4 Euro, verriegelte aber die Türe nicht. Wir gingen zur Schließfachaufsicht am anderen Ende des Bahnhofs, wo auch Gepäck deponiert werden kann, allerdings zum doppelten Preis.
Daraufhin begaben wir uns nach Wuppertal, um uns das Erlebnis einer Schwebebahnfahrt zu gönnen. Zurückgekehrt, war Mittagessen angesagt. Wir fanden in einer Ladenpassage des Bahnhofs eine Art Lokal, in dem Essen zu bekommen war. Hinter der Theke stand ein der deutschen Sprache nur bedingt mächtiger Typ, der noch dazu überfordert zu sein schien. Wir brauchten 3 Anläufe, um ihm zu erklären, dass wir pro Kopf 2 Frikadellen und 1 Portion Röstkartoffeln haben wollten. Alex0183 ging zu einem Automaten Getränke holen. Das Ding rückte 1 Getränk heraus, das zweite trotz Bezahlung aber nicht. Wir teilten uns das eine Getränk.
Wir wollten uns dann trotz Regens ein wenig in der Innenstadt umtun. Nach etwa 2 Stunden kam Alex0183 irgendwo in der Nähe der Kö drauf, dass ihm seine Bankomatkarte fehlte (EC-Karte heißt das glaub ich bei euch). Er rief die Servicenummer an und ließ die Karte sperren (was Gebühr kostet). Wir fuhren zurück zum Hauptbahnhof, wo wir die Stellen abklapperten, wo Alex die Karte oder überhaupt seine Geldbörse verwendet hatte. Eine Dame gab uns den Rat, beim Fundbüro nachzufragen, das sich als identisch mit der Gepäcksaufbewahrung bzw. Schließfachaufsicht heraus stellte. Dort war tatsächlich die Karte abgegeben worden und wir bekamen sie wieder, nunmehr aber wertlos, weil gesperrt. Alex0183 muss morgen zu seiner Bankfiliale gehen, um die Sperre rückgängig machen zu lassen.
Für weitere Unternehmungen war uns die Lust vergangen, und da es in der Bahnhofshalle keine Sitzgelegenheiten gab, verbrachten wir die restliche Zeit bis zur Rückfahrt zum Flughafen auf einem zugigen Bahnsteig.
Also, der Tag konnte nur bedingt als erfolgreich angesehen werden.
Nichts für ungut.
plofre