almac
02.01.2004, 17:10
Hab diesen Bericht irgendwo im Netz gefunden, leider kann ich nicht mehr sagen wo, wenn also derjenige, der diesen Text geschrieben hat mal hier vorbeischauen sollte,
der kann sich ja zu Wort melden.
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Der Begriff „Anime“ bezeichnet Trickfilme aus Japan, die fast alle Themen behandeln und für ein Publikum jeden Alters hergestellt werden. Diese basieren häufig auf Mangas, den japanischen Comics. Diese umfassen sowohl Comics für Kinder als auch gewaltverherrlichende Comics, Geschichten über Samurais, Psychodramen, Mech-Animes etc.
Als „Manga“ werden außerdem noch Gemälde oder Statuen in diesem Stil bezeichnet.
Neben ihrer völlig eigenen Bildersprache bieten sie, da sie aus einer völlig anderen
Kultur stammen, einen ungewohnten und spannenden Blick auf das Leben und unsere Welt. Die Vielfalt der Themen als auch die anspruchsvolle Art, mit der diese behandelt werden, eröffnen dem westlichen Zuschauer einen interessanten Einblick in die Kultur und Seele Japans.
Allgemeines:
Allgemein lässt sich sagen, dass Animes stark mit den Ausdrucksmitteln des realen Films arbeiten und diesen weitgehend imitieren. Focuseffekte (z.B. unscharfe Gegenstände im Vordergrund) sind auch bei uns weit verbreitet, in Japan sind darüber hinaus aber z.B. auch Linseneffekte (Spiegelungen einfallenden Lichts im Objektiv), welche beim realen Film nach Möglichkeit vermieden werden, sehr beliebt. In neueren Produktionen werden viele weitere,
nur durch Computer erzeugbare Effekte wie etwa perspektivische Verzerrungen bei Veränderung der Brennweite eingesetzt.
Auch in der Bildgestaltung wird stark auf die Ausdrucksformen von Hollywood zurückgegriffen. Meist wird mit fixen Kameraperspektiven und den klassischen Methoden wie Totalen, Nahaufnahmen, Zooms, Fahrten und Schwenks gearbeitet.
Durch all diese Mittel wirken die Bilder und Geschichten sehr viel realer.
Wichtig ist dies besonders bei der Beziehung zwischen Zuschauer und handelnden Figuren. Während z.B. Bart Simpson jederzeit klar als Comicfigur erkennbar ist und so eine starke emotionelle Bindung des Zuschauers schon von vornherein ausgeschlossen wird, ist dies bei den meisten Animes anders. Die Figuren sind viel eher Abbildungen realer Menschen und Wesen mit denen der Zuseher mitfühlen kann, die Figuren haben Wünsche, Ängste, eine Vergangenheit etc. Sie sind nicht unfehlbar.
Sicherlich die bekannteste Eigenheit von Animes sind die großen Augen (und entsprechend großen Köpfe) - ein Trend der z.B. bei Disney ebenfalls unverkennbar ist. Wichtiger als die rein ästhetische Seite ist die Tatsache dass die Augen als Spiegel der Seele gesehen werden und es damit den Zeichnern möglich wird mehr über das Gefühlsleben der Figuren
auszusagen. Ernste/erwachsene Figuren haben aber oft normale Augen.
Generell sind Animes in einem viel realistischeren Stil gezeichnet als westliche Cartoons: So wird die Anatomie zwar stark idealisiert, sie ist aber doch nahe an der Wirklichkeit. Eine sehr gute Kenntnis der menschlichen Anatomie ist eine zwingende Voraussetzung, um Animes zeichnen zu können. Die große Ausnahme sind die sogenannt „superdeformed“ Figuren, bei denen die Proportionen extrem stark verfremdet, verkleinert bzw. verniedlicht werden, so dass selbst furchterregende Figuren niedlich wirken.
Noch extremer sichtbar wird die Realitätsnähe von Animes bei den Hintergründen (z.B. Städte) und Fahrzeugen aller Art, da diese meistens genau abgezeichnet werden. Der Herstellung eines Animes gehen in der Regel aufwendige Recherchen voraus, wie meist im Abspann festzustellen ist.
Auch bei nicht existierenden Dingen (meist Raumschiffen etc.) wird auf „Realitätsnähe“ geachtet: Die Zeichner nehmen zwar Technologie, die nicht existiert, diese wird dann aber sehr detailliert dargestellt und erklärt.
In dieser Beziehung sind Animes mit Jules Verne oder auch der Fernsehserie Enterprise vergleichbar.
Letztere Dinge gelten im allgemeinen auch für Mangas. Bei Mangas ist wohl der auffälligste Unterschied zu westlichen Comics dass sie „von hinten nach vorne“ gelesen werden, was bei vielen Leuten für Verwirrung sorgt.
Eine mögliche Erklärung für diesen starken Gegensatz zum westlichen Cartoon könnte darin liegen, dass im Westen Comics schon immer eine eigenständige Kunstform waren, dies in Japan aber nicht immer so war: Der Anfang der Animes liegt unter Anderem darin begründet, dass im vom Krieg zerstörten Japan das Geld fehlte um echte Filme à la Hollywood zu drehen.
Die Japaner behalfen sich damit, dass sie die Filme einfach zeichneten.
Der typische Anime erzählt in einer begrenzten Anzahl Folgen eine abgeschlossene Geschichte. Endlosserien gibt es (fast) nicht, da auf Qualität und nicht auf Quantität geachtet wird. Häufig werden dabei noch sekundäre Handlungsbogen untergebracht. Besonders wird dabei auf die Entwicklung der Charaktere Wert gelegt, was in den meisten neueren Animes stark zum Vorschein kommt (Evangelion, Lain).
Im Gegensatz zur westlichen Zeichentrickindustrie, die von Disney und Warner Bros. dominiert wird, gibt es in Japan viele Studios, die meist einem Manga-Creator unterstellt sind und seine Mangas in seinem Zeichen- und Erzählstil für das Fernsehen umsetzen.
Musik:
Dem Soundtrack kommt in Animes eine große Bedeutung zu. Diese sind fast durchwegs von guter Qualität und werden oft von den Sprechern des Animes selber gesungen. Es sind alle Arten von Musik, sei es klassische, Rock oder J-Pop vertreten. Am stärksten verbreitet ist natürlich der J-Pop, welcher in Japan äußerst beliebt ist und auf eine sehr starke einheimische Musikindustrie zurückgreifen kann.
Soundtracks, die meist von Sängerinnen gesungen werden, werden noch Jahre nach dem Ende einer Serie produziert.
der kann sich ja zu Wort melden.
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Der Begriff „Anime“ bezeichnet Trickfilme aus Japan, die fast alle Themen behandeln und für ein Publikum jeden Alters hergestellt werden. Diese basieren häufig auf Mangas, den japanischen Comics. Diese umfassen sowohl Comics für Kinder als auch gewaltverherrlichende Comics, Geschichten über Samurais, Psychodramen, Mech-Animes etc.
Als „Manga“ werden außerdem noch Gemälde oder Statuen in diesem Stil bezeichnet.
Neben ihrer völlig eigenen Bildersprache bieten sie, da sie aus einer völlig anderen
Kultur stammen, einen ungewohnten und spannenden Blick auf das Leben und unsere Welt. Die Vielfalt der Themen als auch die anspruchsvolle Art, mit der diese behandelt werden, eröffnen dem westlichen Zuschauer einen interessanten Einblick in die Kultur und Seele Japans.
Allgemeines:
Allgemein lässt sich sagen, dass Animes stark mit den Ausdrucksmitteln des realen Films arbeiten und diesen weitgehend imitieren. Focuseffekte (z.B. unscharfe Gegenstände im Vordergrund) sind auch bei uns weit verbreitet, in Japan sind darüber hinaus aber z.B. auch Linseneffekte (Spiegelungen einfallenden Lichts im Objektiv), welche beim realen Film nach Möglichkeit vermieden werden, sehr beliebt. In neueren Produktionen werden viele weitere,
nur durch Computer erzeugbare Effekte wie etwa perspektivische Verzerrungen bei Veränderung der Brennweite eingesetzt.
Auch in der Bildgestaltung wird stark auf die Ausdrucksformen von Hollywood zurückgegriffen. Meist wird mit fixen Kameraperspektiven und den klassischen Methoden wie Totalen, Nahaufnahmen, Zooms, Fahrten und Schwenks gearbeitet.
Durch all diese Mittel wirken die Bilder und Geschichten sehr viel realer.
Wichtig ist dies besonders bei der Beziehung zwischen Zuschauer und handelnden Figuren. Während z.B. Bart Simpson jederzeit klar als Comicfigur erkennbar ist und so eine starke emotionelle Bindung des Zuschauers schon von vornherein ausgeschlossen wird, ist dies bei den meisten Animes anders. Die Figuren sind viel eher Abbildungen realer Menschen und Wesen mit denen der Zuseher mitfühlen kann, die Figuren haben Wünsche, Ängste, eine Vergangenheit etc. Sie sind nicht unfehlbar.
Sicherlich die bekannteste Eigenheit von Animes sind die großen Augen (und entsprechend großen Köpfe) - ein Trend der z.B. bei Disney ebenfalls unverkennbar ist. Wichtiger als die rein ästhetische Seite ist die Tatsache dass die Augen als Spiegel der Seele gesehen werden und es damit den Zeichnern möglich wird mehr über das Gefühlsleben der Figuren
auszusagen. Ernste/erwachsene Figuren haben aber oft normale Augen.
Generell sind Animes in einem viel realistischeren Stil gezeichnet als westliche Cartoons: So wird die Anatomie zwar stark idealisiert, sie ist aber doch nahe an der Wirklichkeit. Eine sehr gute Kenntnis der menschlichen Anatomie ist eine zwingende Voraussetzung, um Animes zeichnen zu können. Die große Ausnahme sind die sogenannt „superdeformed“ Figuren, bei denen die Proportionen extrem stark verfremdet, verkleinert bzw. verniedlicht werden, so dass selbst furchterregende Figuren niedlich wirken.
Noch extremer sichtbar wird die Realitätsnähe von Animes bei den Hintergründen (z.B. Städte) und Fahrzeugen aller Art, da diese meistens genau abgezeichnet werden. Der Herstellung eines Animes gehen in der Regel aufwendige Recherchen voraus, wie meist im Abspann festzustellen ist.
Auch bei nicht existierenden Dingen (meist Raumschiffen etc.) wird auf „Realitätsnähe“ geachtet: Die Zeichner nehmen zwar Technologie, die nicht existiert, diese wird dann aber sehr detailliert dargestellt und erklärt.
In dieser Beziehung sind Animes mit Jules Verne oder auch der Fernsehserie Enterprise vergleichbar.
Letztere Dinge gelten im allgemeinen auch für Mangas. Bei Mangas ist wohl der auffälligste Unterschied zu westlichen Comics dass sie „von hinten nach vorne“ gelesen werden, was bei vielen Leuten für Verwirrung sorgt.
Eine mögliche Erklärung für diesen starken Gegensatz zum westlichen Cartoon könnte darin liegen, dass im Westen Comics schon immer eine eigenständige Kunstform waren, dies in Japan aber nicht immer so war: Der Anfang der Animes liegt unter Anderem darin begründet, dass im vom Krieg zerstörten Japan das Geld fehlte um echte Filme à la Hollywood zu drehen.
Die Japaner behalfen sich damit, dass sie die Filme einfach zeichneten.
Der typische Anime erzählt in einer begrenzten Anzahl Folgen eine abgeschlossene Geschichte. Endlosserien gibt es (fast) nicht, da auf Qualität und nicht auf Quantität geachtet wird. Häufig werden dabei noch sekundäre Handlungsbogen untergebracht. Besonders wird dabei auf die Entwicklung der Charaktere Wert gelegt, was in den meisten neueren Animes stark zum Vorschein kommt (Evangelion, Lain).
Im Gegensatz zur westlichen Zeichentrickindustrie, die von Disney und Warner Bros. dominiert wird, gibt es in Japan viele Studios, die meist einem Manga-Creator unterstellt sind und seine Mangas in seinem Zeichen- und Erzählstil für das Fernsehen umsetzen.
Musik:
Dem Soundtrack kommt in Animes eine große Bedeutung zu. Diese sind fast durchwegs von guter Qualität und werden oft von den Sprechern des Animes selber gesungen. Es sind alle Arten von Musik, sei es klassische, Rock oder J-Pop vertreten. Am stärksten verbreitet ist natürlich der J-Pop, welcher in Japan äußerst beliebt ist und auf eine sehr starke einheimische Musikindustrie zurückgreifen kann.
Soundtracks, die meist von Sängerinnen gesungen werden, werden noch Jahre nach dem Ende einer Serie produziert.