Tiffy
01.12.2008, 10:00
Liebe Leute,
eigentlich läuft vieles in meinem Leben wirklich gut. Ich bin seh dankbar für die Freunde, die ich habe, mein neuer Freund ist so lieb zu mir und ich komme mit seinen Freunden und seinem Bruder sehr gut klar - er kennt meine (neue) kleine (Halb-)Schwester und sie mögen sich. Mein Papa ruft mich an, um mit mir zu reden - es ist alles gut.
ABER: Mir liegt anscheinend immer noch was schwer auf der Seele, was ich nicht komplett abstellen kann. Das Verhältnis zu meinem großen Bruder. Er interessiert sich nicht für mich. Er lebt, wie an anderer Stelle erwähnt, bei meiner Mutter, 2,5 h und wir könnten uns sehen. Telefon und Internet gibt es auch. Es gibt keinen Grund, warum er sich nicht mal melden sollte. Nun gut, er hat nun mit 27 seine Doktorarbeit abgegeben, hat immer viel gearbeitet und war immer unter Strom. An die 8 Absagen auf Einladungen er möge mich doch mal in meiner Stadt besuchen habe ich in den letzten 5 Jahren kassiert. Warum ich es getan habe, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht, aber ich haben ihn nach Abgabe seiner Dissertation nun gefragt, ob er vielleicht am kommenden WE zu einem Konzert kommen möchte, das mein Freund spielt und dann am folgenden Tag auf den Weihnachtsmarkt, für den meine Stadt recht bekannt ist. Er hat wieder einmal abgelehnt.
Das hat den ganzen Kummer, der meinerseits über den nicht vorhandenen Kontakt besteht, wieder hochgeholt. Ich habe gestern soviel geweint, wie lange nicht. Meine Mutter hat das alles abbekommen und ich habe ihr gesagt, dass ich keine Lust mehr habe, mir den Hintern aufzureißen, um Aufmerksamkeit von diesem Teil meiner Familie zu erhalten. Es ist nämlich eine lange Geschichte, die Beziehung zwischen meinem Bruder und mir.
Naja, ich wünsche mir ein wenig Interesse für mich - im gegenzug zu meinem Bruder habe ich von zu Hause wenig Unterstützung erfahren und alle noch so schwiergien Lebenssituationen alleine bzw. mit Freunden oder meinem damaligen langjährigen Partner gemeistert. Der hat mich auch dran erinnert, wie unmöglich mein Bruder noch vor einigen Jahren zu mir war. Ich hingegen habe das - wohl aus Sehnsucht nach meinem Bruder - verdrängt gehabt. Jetzt ist der Schmerz wieder präsent und ich bin wieder da, wo ich vor 6 Jahren, mit 18 schon einmal war: Dass ich Weihnachten lieber alleine bzw. mit meinem besten Freund verbringen möchte als im Familienkreis.
Würdet ihr solch ein Zeichen setzen, oder zeugt das eher von Schwäche? Meine Mutter tut mir ein wenig leid bei der Sache, aber sie hat es Jahre lang so laufen lassen, wie es ist. Mein neuer Partner hat mich gestern zum ersten Mal so richtig fertig erlebt. Und er sagte mir, ich hätte es verdient mit den Leuten zusammen zu sein, denen ich etwas bedeute. Um ehrlich zu sein will ich nicht mehr um Aufmerksamkeit kämpfen, der Kontakt zu meiner "eigentlichen Familie" tut mir anscheinend nicht gut. Breche ich ihn jetzt ab?
LG Tiffy
eigentlich läuft vieles in meinem Leben wirklich gut. Ich bin seh dankbar für die Freunde, die ich habe, mein neuer Freund ist so lieb zu mir und ich komme mit seinen Freunden und seinem Bruder sehr gut klar - er kennt meine (neue) kleine (Halb-)Schwester und sie mögen sich. Mein Papa ruft mich an, um mit mir zu reden - es ist alles gut.
ABER: Mir liegt anscheinend immer noch was schwer auf der Seele, was ich nicht komplett abstellen kann. Das Verhältnis zu meinem großen Bruder. Er interessiert sich nicht für mich. Er lebt, wie an anderer Stelle erwähnt, bei meiner Mutter, 2,5 h und wir könnten uns sehen. Telefon und Internet gibt es auch. Es gibt keinen Grund, warum er sich nicht mal melden sollte. Nun gut, er hat nun mit 27 seine Doktorarbeit abgegeben, hat immer viel gearbeitet und war immer unter Strom. An die 8 Absagen auf Einladungen er möge mich doch mal in meiner Stadt besuchen habe ich in den letzten 5 Jahren kassiert. Warum ich es getan habe, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht, aber ich haben ihn nach Abgabe seiner Dissertation nun gefragt, ob er vielleicht am kommenden WE zu einem Konzert kommen möchte, das mein Freund spielt und dann am folgenden Tag auf den Weihnachtsmarkt, für den meine Stadt recht bekannt ist. Er hat wieder einmal abgelehnt.
Das hat den ganzen Kummer, der meinerseits über den nicht vorhandenen Kontakt besteht, wieder hochgeholt. Ich habe gestern soviel geweint, wie lange nicht. Meine Mutter hat das alles abbekommen und ich habe ihr gesagt, dass ich keine Lust mehr habe, mir den Hintern aufzureißen, um Aufmerksamkeit von diesem Teil meiner Familie zu erhalten. Es ist nämlich eine lange Geschichte, die Beziehung zwischen meinem Bruder und mir.
Naja, ich wünsche mir ein wenig Interesse für mich - im gegenzug zu meinem Bruder habe ich von zu Hause wenig Unterstützung erfahren und alle noch so schwiergien Lebenssituationen alleine bzw. mit Freunden oder meinem damaligen langjährigen Partner gemeistert. Der hat mich auch dran erinnert, wie unmöglich mein Bruder noch vor einigen Jahren zu mir war. Ich hingegen habe das - wohl aus Sehnsucht nach meinem Bruder - verdrängt gehabt. Jetzt ist der Schmerz wieder präsent und ich bin wieder da, wo ich vor 6 Jahren, mit 18 schon einmal war: Dass ich Weihnachten lieber alleine bzw. mit meinem besten Freund verbringen möchte als im Familienkreis.
Würdet ihr solch ein Zeichen setzen, oder zeugt das eher von Schwäche? Meine Mutter tut mir ein wenig leid bei der Sache, aber sie hat es Jahre lang so laufen lassen, wie es ist. Mein neuer Partner hat mich gestern zum ersten Mal so richtig fertig erlebt. Und er sagte mir, ich hätte es verdient mit den Leuten zusammen zu sein, denen ich etwas bedeute. Um ehrlich zu sein will ich nicht mehr um Aufmerksamkeit kämpfen, der Kontakt zu meiner "eigentlichen Familie" tut mir anscheinend nicht gut. Breche ich ihn jetzt ab?
LG Tiffy