XJustinSaneX
21.01.2004, 10:31
Bush: USA wollen auch künftig im Kampf gegen Terror Alleingänge unternehmen
21. Jan 06:58
In seiner Rede zur Lage der Nation hat US-Präsident Bush angekündigt, dass die USA weiter gegen den Terrorismus kämpfen werden. Die Zustimmung anderer Länder werde man auch künftig nicht einholen.
Die USA behalten sich auch in Zukunft vor, ohne Rückhalt durch die Staatengemeinschaft international gegen Terrorismus zu kämpfen.
Bush verteidigt Irak-Krieg
Auf Amerika warteten große Herausforderungen, sagte US-Präsident George W. Bush am Dienstagabend (Ortszeit) in Washington in seiner Rede zur Lage der Nation. Man werde diese Aufgaben zu Ende führen. Er rechtfertigte erneut den Krieg gegen Irak und den Hegemonialanspruch der USA.
Das Land müsse für Frieden und Demokratie eintreten, betonte der Präsident in seiner 54-minütigen Ansprache vor dem Kongress. Dank der «Führung und Entschlossenheit» Amerikas werde die Welt besser, sagte er. Wichtigste Aufgabe sei «die aktive Verteidigung des amerikanischen Volkes», und Washington werde dafür niemals um Erlaubnis bitten.
Bush hielt seine Rede einen Tag nach dem Iowa Caucus, mit dem die Vorwahlen der Demokraten zur Präsidentschaftskandidatur begonnen hatten. Seine Rede wurde aufgefasst als der inoffizielle Beginn des heißen Wahlkampfs, obwohl Bush schon in den vergangenen Wochen erste Wahlkampftouren unternommen hatte. Offiziell wurde bestritten, dass die Rede mit den demokratischen Vorwahlen terminlich abgestimmt war. US-Medien zitierten Mitarbeiter des Weißen Hauses, dass man sich mit dem Kongress abgestimmt habe. Allerdings fand die Rede ungewöhnlich früh im Jahr statt, wie es hieß.
Bush verwahrte sich in der Rede gegen Vorwürfe, seine Regierung habe den Irak-Krieg im Alleingang geführt. Schließlich hätten 25 Staaten inzwischen Militär in Irak stationiert, sagte er. Für alle, die Freiheit und Frieden liebten, sei die Welt ohne Saddam Hussein besser und sicherer geworden. Ohne das Eingreifen der USA würde der gestürzte Diktator nach wie vor nach Massenvernichtungswaffen streben.
Kein Kommentar zu Iraks Waffen
Auf den Verbleib der angebichen Waffen Iraks ging Bush in seiner Rede allerdings nicht ein. Die Regierung in Washington hatte den Krieg gegen Irak in erster Linie mit den verbotenen Waffenarsenalen Husseins begründet. Bislang wurden solche Waffen allerdings nicht gefunden.
Die Terrorgefahr sei auch mehr als zwei Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 noch nicht gebannt, sagte Bush weiter. Er forderte den Kongress auf, die Geltungsdauer der Anti-Terrorgesetze des so genannten «Patriot Act», zu verlängern.
Die USA seien im Kampf gegen den Terror erfolgreich gewesen, so Bush. Zwei Drittel der Führer des Terrornetzwerks Al Qaeda seien gefasst oder getötet worden, ebenso 45 der 55 meistgesuchten Mitglieder des gestürzten irakischen Regimes. Zudem habe Libyen kürzlich zugesichert, ganz auf Massenvernichtungswaffen zu verzichten.
Auch in wirtschaftlicher Hinsicht habe seine Regierung viel erreicht, betonte Bush. Dank umfassender Steuersenkungen habe sich die Wirtschaft erholt, es gebe zudem mehr Arbeitsplätze. Demokratische Abgeordnete kritisierten dagegen, dass während der Amtszeit Bushs 2,3 Millionen Jobs verloren gegangen seien.
Gegen Homosexuellen-Ehe
Für seine Wirtschaftspolitik hat Bush bisher nur schlechte Werte in Umfragen bekommen. Er verzichtete dennoch darauf, große Progeramme [sic!] anzukündigen, über die am Dienstagmorgen in den US-Medien spekuliert worden war. Auch sozialpolitisch gab es keine Wahlversprechen, obwohl Bush zuvor unterstellt worden war, er wolle sein Image des «mitfühlenden Konservatismus» aufpolieren. Im Gegenteil sprach er für einen Verfassungszusatz gegen die Homosexuellen-Ehe, nachdem verschiedene Gerichte gleichgeschlechtliche Ehen für zulässig erklärt hatten. «Unsere Nation muss das Heiligtum der Ehe verteidigen», sagte Bush.
Selbst die unter größter Aufmerksamkeit vor einigen Tagen angekündigte Weltraummission erwähnte er nicht mehr. Als Grund für all dies gilt, dass das Haushaltsdefizit auf Rekordniveau gestiegen ist, was ebenfalls die Zustimmungswerte des Präsidenten belastet. Auch der hoch kontroverse Vorstoß in Sachen Homo-Ehe ist kostengünstig, sichert Bush aber zugleich die Gunst konservativer Unterstützer. Die meisten der demokratischen Präsidentschaftsbewerber sind für die Homo-Ehe oder zumindest nicht dagegen. (nz)
Quelle: http://www.netzeitung.de/spezial/kampfgegenterror/269762.html
Bush: „Nach vorne gehen oder umkehren“
21. Januar 2004 Der Präsident der Vereinigten Staaten George W. Bush hat in seiner Rede zur Lage der Nation den Irak-Krieg verteidigt und an die Amerikaner appelliert, im Wahljahr 2004 an seiner Führung festzuhalten.
„Wir sind diesen ganzen Weg - durch Tragik, harte Proben und Krieg - nicht gegangen, um zu zögern und unsere Arbeit unvollendet zu lassen", sagte Bush am Dienstag abend (Ortszeit) vor den Häusern des Kongresses und Millionen von Fernsehzuschauern. Bush bot an, Steuererleichterungen dauerhaft zu machen. Für kleinere Unternehmen forderte er die Möglichkeit von Zusammenschlüssen, um die Gesundheitskosten zu verringern. Arbeiter sollen künftig besser auf die veränderten Erfordernisse des Arbeitsmarktes vorbereitet werden. Die Demokraten, die derzeit einen Kandidaten als Herausforderer für Bush bei den Wahlen im November suchen, übten harsche Kritik an Bushs Rede.
54-minütige Rede
Die Amerikaner würden nun vor einer Wahl stehen und könnten entweder mit ihm nach vorne gehen oder umkehren. „Wir können mit Zuversicht und Entschlossenheit nach vorne gehen - oder wir können zurückkehren zu der gefährlichen Illusion, daß Terroristen nichts planen und geächtete Regierungen keine Gefahr für uns sind", sagte Bush in der 54-minütigen Rede. „Wir können die Wirtschaftsreformen vorantreiben, die Reformen im Schulwesen und dem Gesundheitssystem - oder wir können zur alten Politik (...) zurückkehren", sagte er.
Die amerikanische Führerschaft habe geholfen, die Welt „zum Besseren“ zu verändern, sagte Bush. Auch 28 Monate nach den Anschlägen vom 11. September 2001 seien die Vereinigten Staaten noch von Terrorismus bedroht. „Wenn wir nicht gehandelt hätten, würden die Programme des Diktators für Massenvernichtungswaffen bis zum heutigen Tag fortbestehen", sagte Bush. Zugleich wies er abermals Kritik an den Vereinigten Staaten und dem von ihnen angeführten Krieg gegen den Irak zurück. Amerika sei auf keine internationale Erlaubnis angewiesen, um ihre eigene Sicherheit zu bewahren.
„Diese Hoffnung ist verständlich, beruhigend und falsch“
„Mehr als zwei Jahre ohne einen Angriff auf amerikanischem Boden - nun ist es verlockend, zu glauben, die Gefahr sei vorüber. Diese Hoffnung ist verständlich, beruhigend und falsch", sagte Bush.
„Amerikas wachsende Wirtschaft ist auch eine sich verändernde Wirtschaft (...) Wir müssen darauf reagieren, indem wir helfen, daß mehr Amerikaner die Fähigkeiten erhalten, gute Jobs in unserer neuen Wirtschaft zu finden", sagte Bush. Die jüngsten Umfragen zeigen Bush vor allem bei innenpolitischen Themen angreifbar, etwa was die Lage der Wirtschaft sowie das Gesundheitssystem angeht.
Quelle: http://www.faz.net/s/Rub28FC768942F34C5B8297CC6E16FFC8B4/Doc~EB17C1140F7C040C2BB866E4FEFBBD76C~ATpl~Ecommon ~Scontent.html
21. Jan 06:58
In seiner Rede zur Lage der Nation hat US-Präsident Bush angekündigt, dass die USA weiter gegen den Terrorismus kämpfen werden. Die Zustimmung anderer Länder werde man auch künftig nicht einholen.
Die USA behalten sich auch in Zukunft vor, ohne Rückhalt durch die Staatengemeinschaft international gegen Terrorismus zu kämpfen.
Bush verteidigt Irak-Krieg
Auf Amerika warteten große Herausforderungen, sagte US-Präsident George W. Bush am Dienstagabend (Ortszeit) in Washington in seiner Rede zur Lage der Nation. Man werde diese Aufgaben zu Ende führen. Er rechtfertigte erneut den Krieg gegen Irak und den Hegemonialanspruch der USA.
Das Land müsse für Frieden und Demokratie eintreten, betonte der Präsident in seiner 54-minütigen Ansprache vor dem Kongress. Dank der «Führung und Entschlossenheit» Amerikas werde die Welt besser, sagte er. Wichtigste Aufgabe sei «die aktive Verteidigung des amerikanischen Volkes», und Washington werde dafür niemals um Erlaubnis bitten.
Bush hielt seine Rede einen Tag nach dem Iowa Caucus, mit dem die Vorwahlen der Demokraten zur Präsidentschaftskandidatur begonnen hatten. Seine Rede wurde aufgefasst als der inoffizielle Beginn des heißen Wahlkampfs, obwohl Bush schon in den vergangenen Wochen erste Wahlkampftouren unternommen hatte. Offiziell wurde bestritten, dass die Rede mit den demokratischen Vorwahlen terminlich abgestimmt war. US-Medien zitierten Mitarbeiter des Weißen Hauses, dass man sich mit dem Kongress abgestimmt habe. Allerdings fand die Rede ungewöhnlich früh im Jahr statt, wie es hieß.
Bush verwahrte sich in der Rede gegen Vorwürfe, seine Regierung habe den Irak-Krieg im Alleingang geführt. Schließlich hätten 25 Staaten inzwischen Militär in Irak stationiert, sagte er. Für alle, die Freiheit und Frieden liebten, sei die Welt ohne Saddam Hussein besser und sicherer geworden. Ohne das Eingreifen der USA würde der gestürzte Diktator nach wie vor nach Massenvernichtungswaffen streben.
Kein Kommentar zu Iraks Waffen
Auf den Verbleib der angebichen Waffen Iraks ging Bush in seiner Rede allerdings nicht ein. Die Regierung in Washington hatte den Krieg gegen Irak in erster Linie mit den verbotenen Waffenarsenalen Husseins begründet. Bislang wurden solche Waffen allerdings nicht gefunden.
Die Terrorgefahr sei auch mehr als zwei Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 noch nicht gebannt, sagte Bush weiter. Er forderte den Kongress auf, die Geltungsdauer der Anti-Terrorgesetze des so genannten «Patriot Act», zu verlängern.
Die USA seien im Kampf gegen den Terror erfolgreich gewesen, so Bush. Zwei Drittel der Führer des Terrornetzwerks Al Qaeda seien gefasst oder getötet worden, ebenso 45 der 55 meistgesuchten Mitglieder des gestürzten irakischen Regimes. Zudem habe Libyen kürzlich zugesichert, ganz auf Massenvernichtungswaffen zu verzichten.
Auch in wirtschaftlicher Hinsicht habe seine Regierung viel erreicht, betonte Bush. Dank umfassender Steuersenkungen habe sich die Wirtschaft erholt, es gebe zudem mehr Arbeitsplätze. Demokratische Abgeordnete kritisierten dagegen, dass während der Amtszeit Bushs 2,3 Millionen Jobs verloren gegangen seien.
Gegen Homosexuellen-Ehe
Für seine Wirtschaftspolitik hat Bush bisher nur schlechte Werte in Umfragen bekommen. Er verzichtete dennoch darauf, große Progeramme [sic!] anzukündigen, über die am Dienstagmorgen in den US-Medien spekuliert worden war. Auch sozialpolitisch gab es keine Wahlversprechen, obwohl Bush zuvor unterstellt worden war, er wolle sein Image des «mitfühlenden Konservatismus» aufpolieren. Im Gegenteil sprach er für einen Verfassungszusatz gegen die Homosexuellen-Ehe, nachdem verschiedene Gerichte gleichgeschlechtliche Ehen für zulässig erklärt hatten. «Unsere Nation muss das Heiligtum der Ehe verteidigen», sagte Bush.
Selbst die unter größter Aufmerksamkeit vor einigen Tagen angekündigte Weltraummission erwähnte er nicht mehr. Als Grund für all dies gilt, dass das Haushaltsdefizit auf Rekordniveau gestiegen ist, was ebenfalls die Zustimmungswerte des Präsidenten belastet. Auch der hoch kontroverse Vorstoß in Sachen Homo-Ehe ist kostengünstig, sichert Bush aber zugleich die Gunst konservativer Unterstützer. Die meisten der demokratischen Präsidentschaftsbewerber sind für die Homo-Ehe oder zumindest nicht dagegen. (nz)
Quelle: http://www.netzeitung.de/spezial/kampfgegenterror/269762.html
Bush: „Nach vorne gehen oder umkehren“
21. Januar 2004 Der Präsident der Vereinigten Staaten George W. Bush hat in seiner Rede zur Lage der Nation den Irak-Krieg verteidigt und an die Amerikaner appelliert, im Wahljahr 2004 an seiner Führung festzuhalten.
„Wir sind diesen ganzen Weg - durch Tragik, harte Proben und Krieg - nicht gegangen, um zu zögern und unsere Arbeit unvollendet zu lassen", sagte Bush am Dienstag abend (Ortszeit) vor den Häusern des Kongresses und Millionen von Fernsehzuschauern. Bush bot an, Steuererleichterungen dauerhaft zu machen. Für kleinere Unternehmen forderte er die Möglichkeit von Zusammenschlüssen, um die Gesundheitskosten zu verringern. Arbeiter sollen künftig besser auf die veränderten Erfordernisse des Arbeitsmarktes vorbereitet werden. Die Demokraten, die derzeit einen Kandidaten als Herausforderer für Bush bei den Wahlen im November suchen, übten harsche Kritik an Bushs Rede.
54-minütige Rede
Die Amerikaner würden nun vor einer Wahl stehen und könnten entweder mit ihm nach vorne gehen oder umkehren. „Wir können mit Zuversicht und Entschlossenheit nach vorne gehen - oder wir können zurückkehren zu der gefährlichen Illusion, daß Terroristen nichts planen und geächtete Regierungen keine Gefahr für uns sind", sagte Bush in der 54-minütigen Rede. „Wir können die Wirtschaftsreformen vorantreiben, die Reformen im Schulwesen und dem Gesundheitssystem - oder wir können zur alten Politik (...) zurückkehren", sagte er.
Die amerikanische Führerschaft habe geholfen, die Welt „zum Besseren“ zu verändern, sagte Bush. Auch 28 Monate nach den Anschlägen vom 11. September 2001 seien die Vereinigten Staaten noch von Terrorismus bedroht. „Wenn wir nicht gehandelt hätten, würden die Programme des Diktators für Massenvernichtungswaffen bis zum heutigen Tag fortbestehen", sagte Bush. Zugleich wies er abermals Kritik an den Vereinigten Staaten und dem von ihnen angeführten Krieg gegen den Irak zurück. Amerika sei auf keine internationale Erlaubnis angewiesen, um ihre eigene Sicherheit zu bewahren.
„Diese Hoffnung ist verständlich, beruhigend und falsch“
„Mehr als zwei Jahre ohne einen Angriff auf amerikanischem Boden - nun ist es verlockend, zu glauben, die Gefahr sei vorüber. Diese Hoffnung ist verständlich, beruhigend und falsch", sagte Bush.
„Amerikas wachsende Wirtschaft ist auch eine sich verändernde Wirtschaft (...) Wir müssen darauf reagieren, indem wir helfen, daß mehr Amerikaner die Fähigkeiten erhalten, gute Jobs in unserer neuen Wirtschaft zu finden", sagte Bush. Die jüngsten Umfragen zeigen Bush vor allem bei innenpolitischen Themen angreifbar, etwa was die Lage der Wirtschaft sowie das Gesundheitssystem angeht.
Quelle: http://www.faz.net/s/Rub28FC768942F34C5B8297CC6E16FFC8B4/Doc~EB17C1140F7C040C2BB866E4FEFBBD76C~ATpl~Ecommon ~Scontent.html