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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : problem mit rhepanol fk



s-k-aus-e
27.01.2004, 14:16
da bin ich wieder mit meinem neuen problem.

ich bearbeite gerade ein fast halbrundes dach (Anfangsneigung 40) auf das vor 10 jahren kaschierte ps-platten 1x1m mit kleber 90 aufgeklebt wurden (ohne stützbohlen, ohne einschnitte) und einer vom hoch- zum tiefpunkt in einem verlegten rhepanol-fk abdichtung (länge ca. 14m). diese abdichtung wurde ebenfalls mit drei bis vier streifen kleber 90 auf der kaschierung aufgeklebt und nur am hochpunkt mit haltetellern befestigt.
jetzt hat der eigentümer am tiefpunkt 10cm material zuviel und die abdichtung bewegt sich im wind.
eine probeöffnung habe ich auf grund der witterung noch nicht gemacht.
in den zu der verlegezeit gültigen flachdachrichtlinien wird 7.7 zusätzliche maßnahmen bei gefälle über 3°, z.b. in form einer stützbohle gefordert.
leider ist der abstand dieser stützbohlen nicht näher beschrieben.
hat vielleicht jemand die erfahrung mit solchen problemen, oder was falsch gemacht wurde.
ich bin der meinung man hätte die bahnen parallel zur traufe verlegen müssen und in diesem abstand nagelbohlen setzen müssen.
zudem hätte die wärmedämmung nicht als platte eingebaut werden dürfen, sondern in kurzen stücken um der biegung folgen zu können.
zudem halte ich die verklebung der folie nach 8.1 "sicherung der abdichtung gegen windlasten" für nicht ausreichend.
nun ist das kind für unseren kunden in den brunnen gefallen, obwohl die fa. braas dieses objekt begleitet hat und sogar einen bericht im ddh veröffentlicht hat. leider liegt mir dieser bericht nicht vor.
wer jetzt schon eine idee hat sollte mir schreiben.
sobald ich bilder und neue erkenntnisse habe, schreibe ich wieder.

mit sonnigen grüssen

stefan ibold
28.01.2004, 17:39
Moin,
wann könnte denn der Beitrag in der DDH gewesen sein?
Die haben ein recht gutes Archiv.

Zu den Platten: sehe ich ähnlich. Besser wäre vermutlich Mifa gewesen.
Die Befestigung der Bahnen dann mit Tellerankern im überdeckten Bereich.
Bei Klebern hab ich immer die Sorge, daß die durch Erwärmung plastisch werden und der Krempel - wie offensichtlich geschehen - abrutscht.
Polystyrole schrumpfen ebenfalls, egal was die Industrie hier erzählen will. Die künstliche Voralterung bringt nur einen Teil.

In Sachen des Erfassungsprogramms oder Deckungsbeitrag sollten wir mal telefonieren.

Nummer unter
http://planungsgruppe-dach.de

Grüße
stefan ibold

Peter Ruiters
30.01.2004, 11:02
Hey Stefan,

kann dem Herrn Ibold nur zustimmen...
Hatte so einen ähnlichen Fall mit Schrumpfung des Dämmstoffes, wobei die Bahnen aber mechanisch befestigt waren und die Nähte ca. 3cm!! auseinandergezogen haben.
Auch der Kleber war hier sicherlich nicht die richtige Wahl...

Grüsse aus Kevelaer, Peter

T:Cassel
16.02.2004, 18:02
:)Hallo Kollegen,
habe den Bericht mit Interesse gelesen.
Ich würde an Ihrer Stelle die Fa. Braas bzw FDT ins Boot holen, da die
bei dem Objekt begleitend dabei waren.

Da leider nicht erwähnt wurde welcher Untergrund vorhanden ist, ist es
so nicht einfach eine richtige Entscheidung über die Befestigung zu machen.
Wäre evtl. möglich, die Bahnen waagerecht zur Traufe incl. Dämmung zu
öffnen, Schubhölzer einzubauen, darauf die Klettstreifen mech. befestigen und darauf eine beidseitige 25 cm Bahn waagerecht zu verlegen. Den Schrumpf der Dämmung kann man evtl. ausgleichen, wenn es nicht zuviel zwischen den einzelnen Lagen ist.

mfg
DDM Thomas Cassel
Tel: 02154 / 483494

braun
18.02.2004, 16:03
Wenn Rhepanol im überdeckten Bahnenrand befestigt wird, kann es durch starke Windlast zu einem auseinanderziehen der Dachbahnnähte kommen.
Eine Befestigung im Klettsystem ist vorzuziehen, da die Kräfte auf die Naht verteilt werden und nicht auf den Bahnenrand.
Das ist vermutlich auch der Grund, warum versch. Hersteller andere Befestigungen herausbringen.
FDT : Klettsystem
FDT : Schweißpastensystem.
Sarnafil : Schienenbefestigung.