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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kampfsport



Nymi
10.02.2004, 01:01
Hi ihrs,

Vielleicht gehört das Thema ja auch unter Tohuwabohu, aber ich stelle es erstmal hier hinein.

Bei all dem Geschriebsele um Liebe, Gedichte, usw. ist eines meiner grössten Hobbys schon seit Jahren jetzt eigentlich zu kurz gekommen.
Der Kampfsport.

Da ich mich da aber nach wie vor sehr für interessiere, dache ich mir mache ich jetzt mal einen Thread dafür.

Also, wie sieht es aus? Hat jemand Lust oder Neugierde darüber zu reden?
Macht jemand Kampfsport? Möchte jemand etwas wissen?
Naja.. möchte halt einfach eine kleine Diskussion in Gang bringen "kicher"
Ihr kennt das ja alle "lach".

Ok, mache ich den Anfang:

Ich mache seit 12 Jahren Kampfsport

Angefangen hat alles mit Tea-Kwon-Do, was ich 1,5 Jahre gemacht habe.
Mein Freund hat dann aufgehört, alleine war es mir zu langweilig, und kurz darauf hat sich unser Trainer aus Liebeskummer im Auto vergast. Erm ja.. das war mein Ausflug in die Tea-Kwon-Do Welt. Da war ich glaub ich 8 oder so.

Dann habe ich 1,5 Jahre Judo gemacht. Aber zum einen haben wieder alle meine Freunde aufgehört, zum anderen ist diese doch sehr Körpernahe Kampfsportart einfach nicht mein Fall. Hier muss ich so ca. 10 gewesen sein.

Auf der Schule entdeckte ich dann Karate. Vorher hatte ich mich immer gesperrt Karate zu machen, weil ich es zu "profan" fand.
Aber beim Karate blieb ich dann 5 Jahre und kam doch recht weit. Habe nachher auch trainiert. Das hat immer sehr viel Spass gemacht.
Ausserdem war der Karatetrainer mein Erdkunde Lehrer, und das Mädchen in das ich verliebt war hatte auch mitgemacht. Na wenn das kein Ansporn war.
Es war am Anfang eine Karate AG von der Schule. Wegen dem grossen Andrang wurde dann ein Verein gegründet. Später wurden wir dann vom Trainer unserers Erdkundelehrers und vorherigem Karatetrainers unterrichtet.
Es war alles sehr familiär und eine der grossartigsten Zeiten in meinem Leben :))
Die 5 Jahre gingen dann zu Ende als ich mein Abitur gemacht habe, den Führerschein anfing und meine Erste Freundin hatte (übrigens dann doch nicht das Mädchen vom Karate "lach")
Es war einfach keine Zeit mehr für den Sport.
Angefangen mit ca.14 und aufgehört mit 19 Jahren.

Dann zog ich nach Iserlohn und fing meine Ausbildung an. Führerschein hatte ich, Schule war soweit ja auch beendet, die Freundin hatte mich verlassen. Also war die Zeit wieder da "Juhuu".
Und siehe da, genau neben meiner Wohnung, ca. 200 Meter weiter war eine Kung-Fu Schule. Das war ein echter Glücksfall.
Hab dann also die restlichen 4 Jahre Kung-Fu gelernt, und bin auch da recht weit gekommen "doppelgrins".
Übers Kung-Fu könnte ich soviel schreiben, das ich erst garnicht anfange.
Damit warte ich falls überhaubt Interesse da ist.

Ansonsten habe ich irgendwann zwischendurch angefangen Tai-Chi zu lernen, habe auch eine Zeit lang Qi-Gong gemacht, Tai-Bo ausprobiert und bein Kung-Fu gehört auch der Waffenkampf zum Programm.
Kann ganz gut mit dem Schwert umgehen, Dem Han-Bo (Kurzstock) oder den Tonfas (die Waffen die Polizisten am Gürtel tragen). Aber meine Lieblinge sind die Sai-Gabeln. Absolut Genial die Teile :))

Oook, hoffe ich finde ein paar denen das Thema auch am Herzen liegt und wir können ein wenig über die Philosophie und/oder die Techniken und mehr sprechen.
Oder ihr fragt einfach was und ich versuche so gut es geht euer Interesse zu wecken auf das ihr in den nächsten Verein rennt und euch anmeldet.

Auf auf

Nymisies

bettina
11.02.2004, 16:51
Hi,

bei Taekwon-Do könnt ich vielleicht ein wenig mitreden, hab im Herbst die Prüfung zum 5. Kup gemacht. Mache allerdings traditionelles TK-D, laufe also Hyongs. Im Mai ist wieder Prüfung. Ich hoffe, ich schaffe die Prüfung zum 4. Kup. Ab dann wirds dann schwierig - meiner bescheidenen Meinung nach...

War immerhin schon 33, als ich begonnen habe und nicht grad schlank. Von daher sind die Sprünge nicht grad meins :( aber was die Gelenkigkeit betrifft, bin ich gar nicht so ohne :mh)

Kurz trainierte ich auch Hakko-Ryu Ju-Jutsu, ist so ähnlich wie Aikido, aber die Bewegungen nicht so weit geschwungen, eher eng am Körper. Aber zeitmäßig ist einfach nicht beides drin.

Hast du traditionelles Taekwondo gemacht oder Poomse?

Ciao

Bettina

jeanny
11.02.2004, 20:06
Hehe tjaa Nymisies, im Judo hab ich dich schon überholt. Ich mach jetzt schon seit 2 Jahren Judo (orangener Gürtel *stolz*), aber seit nem halben Jahr bin ich leider nimmer dazu gekommen, ins Training zu gehn...Schule, Führerschein, Stress, kaputter Knöchel...neues Jahr, gute Vorsätze, ich habs wieder vor... :D
Karate hab ich auch mal gemacht, allerdings hab ich da dann nach 2 Jahren aufgehört, da wirklich alle Freunde nacheinander aufgehört haben und ich letztendlich auch keine Lust mehr hatte...

So denn, trainiert mal fleißig ;)
jeanny

edit: hab imma noch nen kaputten Knöchel und wenn ich Pech hab gehts für mich nimmer so schnell ins Judo :(

Nymi
11.02.2004, 22:21
Hi bettina,
ich bin wohl damals mit Poomse dabei gewesen.
Ich erinnere mich nur noch an wenige Moment vom Tea-Kwon-Do. War da ja erst 8 Jahre alt ungefähr.
Ich weiss noch das ich mich gelegentlich ganz fürchterlich auf die Nase gelegt habe bei den gesprungenen Tritten.
Alles in allem war es mir auch zu sehr auf die Tritte ausgelegt. Ich bin ein langer Mensch und mein Körperschwerpunkt liegt viel zu hoch als das ich ständig ein bis zwei Beine in der Luft haben sollte "kicher".
Was ich allerdings damals toll fand war das zählen. Ich kann es noch heute. Könnte es zwar nicht mehr schreiben, aber aussprechen kann ich es noch immer.
Ausserdem wird es mir immer in guter Erinnerung bleiben weil mir der Trainer eine persönliche Geburtstagskarte geschickt hat. Und er konnte Schiefersteine durchschlagen "lach". Kinder sind leicht zu beeindrucken.

Was magst Du am liebsten? Das Formen laufen? Kämpfst du gelegentlich auch ganz gerne? Macht ihr Semi-Kontakt oder Voll-Kontakt?
Und müsst ihr kämpfen für die Prüfungen? Sehr wahrscheinlich schon nehme ich an. Den letztenendes gehört es irgendwie dazu.


Huhu jeanny,
jaja.. das Training, die Zeit und die guten Vorsätze. Leider klappt das mit dem regelmässigen Training meiner Erfahrung nach auch nur wenn jemand anderes mitgeht. Sich alleine zu zwingen geht nur wenn man sehr Einsam oder sehr fanatisch ist. (Hm.. was ich wohl war als ich 4 mal die Woche zum Karate oder Kung-Fu gegangen bin?)
Hat man aber Freunde, oder noch schlimmer Freund oder Freundin, wird es schon haarig. Dann noch den Führerschein oder ähnliches und schon ist es vorbei mit allen guten Vorsätzen.
Na, auf auf, versuch Dich zu zwingen. Es lohnt sich. Nachher bist Du Dir dankbar.
Aber ich denke sowieso wen es einmal gepackt hat, der kommt immer wieder darauf zurück. Vielleicht früher, vielleicht später, aber irgendwann doch :)).


Oh.. eins noch an bettina, die Aikido-Schiene ist eigentlich das Einzige was ich nie ausprobiert habe, ausprobieren konnte. Ausser man zählt Judo dazu.
Aber das kann man eigentlich nicht wirklich. Gibt es denn bei diesem Hakko-Ryo auch den Stockkampf, wie es ihn ja beim Aikido gibt?
Kennst Du Eskrima? Phillipinischer Stockkampf mit zwei kurzen Stöcken. Sieht mordgefährlich aus... ist es wohl auch "lach".

Ich war bei einer Weltmeisterschaft dabei. Habe dort so einiges kennengelernt und gesehen. War mit allem was es so an Kampfsport gibt.
Absolut gigamegamässig!

Muss ich bei Zeiten unbedingt mal wiederholen...

Nymisies

bettina
13.02.2004, 09:09
@ nymisies
Ich mag eigentlich alles. An den Formen begeistert mich die Präzision (wenn mans kann) und die Ästhetik, bei der Selbstverteidigung fasziniert mich die Effektivität (bei manchen Dingen) beim Ilbo-Taeryon die Vielfalt und beim Freikampf freu ich mich immer, wenn ich mal eine gute Kombination geschafft habe. Mir geht bloß immer so schnell die Puste aus. Am aller-allerliebsten vielleicht doch die Formen...

Bei den Prüfungen muß man die neue Form laufen, einige Ilbo-Taeryon machen, Selbstverteidigung (Verdeidigung mit Würgen von vorne/hinten, Stockangriffe, Faustschläge), ein kurzer Freikampf und natürlich Bruchtest :D, bisher hatte ich 2, und beide sind kaputt gegangen!!
Wir machen übrigens Semi-Kontakt.

Beim Hakko-Ryu gibt es Katas, und viele viele Verteidigungsgriffe basierend auf Hebelwirkung, also ohne großen Krafteisatz. Außerdem lernt man einige Atemi-Punkte (wie bei Akupressur), die sehr schmerzempfindlich sind und den Gegner schön "brav" werden lassen, wenn man die richtig erwischt. In späterer Folge gibt es auch Abwehr gegen Waffen, aber da es eigentlich eine reine Verteidigungstechnik ist, benutzt man den Stock nicht selbst als Waffe. Die Angriffswucht des Gegners wird gegen ihn selbst gelenkt und durch Ablenken der Kraft und/oder Einsatz eines Hebels gebrochen (seine Kraft, nicht der Gegner selbst). Daher gibt es in solchen Disziplinen auch keine Wettkämpfe, denn wenn beide gleich gut sind, verliert immer derjenige, der angreift. Höchstens in offenen Wettkämpfen (gemischte Kampfkünste) wäre dies vielleicht von Vorteil. Reinen Stockkampf findest du wohl am ehesten beim Kendo, obwohl das von der vielen Tradition und den Konzentrationsübungen her nicht jedermanns Sache ist.

Der Lehrer in Hakko-Ryu ist ein Belgier der hierherzog und das vor vielen Jahren in Japan höchstselbst gelernt hat. Mittlerweile hat er den 5. Dan (höchster Meistergrad) und wenn der was demonstriert, sieht das einfach genial aus. Aber da ich Familie hab und TKD schon 2 Abende pro Woche frißt, konnte ich einfach nicht noch was anfangen. Und jedes nur 1x pro Woche ist einfach zu wenig, da kommt man in beidem nicht weiter...

cu
bettina