PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Söldner Richtung Afrika - Was ist da los?



Angus
09.03.2004, 15:14
Dienstag, 9. März 2004

Ein in Simbabwe mit 64 mutmaßlichen Söldnern beschlagnahmte Frachtjet aus den USA gibt weiter Rätsel auf. Laut Medienberichten war am Dienstag noch immer unklar, mit welchem Auftrag die Maschine unterwegs war.

http://www.n-tv.de/images/200403/5222738__{1D137FF1-04C7-4D6C-B72A-71A107FF9C45}.jpg
Die beschlagnahmte Boeing 727-100

http://www.n-tv.de/images/200403/5222739__{5B7FA492-5332-4E5D-8260-BAC7A323A32D}.jpg
Bilder der örtlichen TV-Sender belegen den Fund


Südafrikanische Medien berichteten, die simbabwische Luftwaffe habe die Boeing zur Landung gezwungen. Unklar sind Eigentumsverhältnisse und Motive der Truppe an Bord. Die Rede war von einem Umsturz in dem westafrikanischen Staat Äquatorial-Guinea, wo vor kurzem Öl gefunden worden ist.

Simbabwes TV zeigte Bilder des weißen Fliegers. An Bord waren Uniformen, Stiefel, Kompasse, schusssichere Westen, Bolzenschneider, Vorschlaghämmer, Funkgeräte und Pfefferspray zu sehen. Waffen wurden nicht gefunden. Ein Vertreter der US-Regierung wies den Verdacht zurück, die mutmaßlichen Söldner hätten den Auftrag, Simbabwes Präsidenten Robert Mugabe zu stürzen. Er hatte den USA und Großbritannien mehrfach vorgeworfen, sie wollten ihn entmachten.

Laut Ermittlungen wollte der Jet von dem in Südafrika gelegenen Flugplatz Wonderboom über die Stadt Polokwane in den Staat Burundi in Zentralafrika fliegen. Statt jedoch für die Zollabfertigung in Polokwane zu landen, startete die Boeing durch und verließ illegal den südafrikanischen Luftraum. Sie war erst wenige Stunden zuvor in Wonderboom eingetroffen. Am einem Hangar nahm sie nach Berichten von Augenzeugen "eine Busladung Söldner" an Bord. Die betagte Boeing 727-100 gehört laut US-Luftfahrtregister einer in Kansas ansässigen Firma. Die erklärte jedoch, der Jet sei vergangene Woche an das südafrikanische Unternehmen Logo verkauft worden.

Unklar sind auch die Nationalitäten der mutmaßlichen Söldner an Bord. Südafrika schaltete sich in die Untersuchung ein, nachdem berichtet worden war, unter ihnen könnten Südafrikaner sein. Die Regierung hatte ihren Landsleuten 1998 jegliche Söldnertätigkeit gesetzlich verboten. Das Land stellte einst die berüchtigtsten Söldner des Kontinents.

Quelle: http://www.n-tv.de/5222726.html