plofre
12.03.2004, 13:29
Das Beinahe-Ertrinken zweier Kinder in einem Wiener Teich sorgte im Februar in Wien für Gesprächsstoff. Der Unfall wird Folgen haben.
Einbruch ins Eis: Zeugen riefen Polizei statt 144 und verzögerten Lebensrettung
Falsche Nummer kostet wichtige Zeit - Siebenjähriger ohne bleibende Schäden - Neunjähriger sitzt im Rollstuhl und kann noch nicht sprechen
Notrufnummern
Feuerwehr 122
Polizei 133
Rettung 144
Wien - In langen Jahren der Berufserfahrung habe er sich "abgewöhnt, Prognosen über Behandlungsverläufe zu stellen", betont Ernst Berger, Vorstand der Kinderneurologie am Wiener Rosenhügel. Klar jedoch sei, dass Christopher (9), der mit seinem Bruder Andreas (7) am 31. Jänner durchs dünne Eis ins Schillerwasser in Wien-Donaustadt eingebrochen ist und bis zu einer Stunde unter Wasser zubrachte, eine "monatelange" Rehabilitation bevorstehe.
Neunjähriger sitzt im Rollstuhl
Dieser Tage übersiedelt Christopher, der auf äußere Reize schon wieder reagiert, aus dem Wiener AKH auf den Rosenhügel. Der Bub sitze im Rollstuhl und kann nicht sprechen, die Beweglichkeit seines linken Beines sei wiederhergestellt, beim anderen Bein und bei den Armen sei es noch nicht so weit, schilderte Gerhard Trittenwein, Leiter der Intensivstation auf der AKH-Kinderklinik, den körperlichen Zustand des Buben. "Wenn er sich anspannt und ich ihm sage ,beruhige dich', dann reagiert er, das erkenne ich an der Mimik", ergänzte Christophers Vater, Ronald B..
Andreas sei körperlich und geistig "voll wiederhergestellt"
Er wird seinen zweiten verunglückten Sohn schon am Freitag, zu Hause "in die Arme nehmen und mit ihm auf den Spielplatz gehen" können: Andreas sei körperlich und geistig "voll wiederhergestellt" und werde aus dem Spital entlassen, verkündete AKH-Kinderklinik-Chef Arnold Pollak. Wichtig für den Siebenjährigen sei jetzt Psychotherapie, auch unter Einbeziehung der Eltern, da Andreas "das Trauma des Ins-Eis-Einbrechens derzeit völlig verdrängt": eine altersentsprechende Reaktion.
Nun gelte es zu verhindern, "dass die Ereignisse später in Form psychischer Störungen wiederaufleben". Eine Notwendigkeit, die Kinderpsychiater Berger unterstreicht: Die "emotionale Bewältigung" des Unfalls durch sämtliche Beteiligten sei auch für Christophers Wiederherstellung unabdingbar, betont er.
http://derstandard.at/standard.asp?id=1597655
Einbruch ins Eis: Zeugen riefen Polizei statt 144 und verzögerten Lebensrettung
Falsche Nummer kostet wichtige Zeit - Siebenjähriger ohne bleibende Schäden - Neunjähriger sitzt im Rollstuhl und kann noch nicht sprechen
Notrufnummern
Feuerwehr 122
Polizei 133
Rettung 144
Wien - In langen Jahren der Berufserfahrung habe er sich "abgewöhnt, Prognosen über Behandlungsverläufe zu stellen", betont Ernst Berger, Vorstand der Kinderneurologie am Wiener Rosenhügel. Klar jedoch sei, dass Christopher (9), der mit seinem Bruder Andreas (7) am 31. Jänner durchs dünne Eis ins Schillerwasser in Wien-Donaustadt eingebrochen ist und bis zu einer Stunde unter Wasser zubrachte, eine "monatelange" Rehabilitation bevorstehe.
Neunjähriger sitzt im Rollstuhl
Dieser Tage übersiedelt Christopher, der auf äußere Reize schon wieder reagiert, aus dem Wiener AKH auf den Rosenhügel. Der Bub sitze im Rollstuhl und kann nicht sprechen, die Beweglichkeit seines linken Beines sei wiederhergestellt, beim anderen Bein und bei den Armen sei es noch nicht so weit, schilderte Gerhard Trittenwein, Leiter der Intensivstation auf der AKH-Kinderklinik, den körperlichen Zustand des Buben. "Wenn er sich anspannt und ich ihm sage ,beruhige dich', dann reagiert er, das erkenne ich an der Mimik", ergänzte Christophers Vater, Ronald B..
Andreas sei körperlich und geistig "voll wiederhergestellt"
Er wird seinen zweiten verunglückten Sohn schon am Freitag, zu Hause "in die Arme nehmen und mit ihm auf den Spielplatz gehen" können: Andreas sei körperlich und geistig "voll wiederhergestellt" und werde aus dem Spital entlassen, verkündete AKH-Kinderklinik-Chef Arnold Pollak. Wichtig für den Siebenjährigen sei jetzt Psychotherapie, auch unter Einbeziehung der Eltern, da Andreas "das Trauma des Ins-Eis-Einbrechens derzeit völlig verdrängt": eine altersentsprechende Reaktion.
Nun gelte es zu verhindern, "dass die Ereignisse später in Form psychischer Störungen wiederaufleben". Eine Notwendigkeit, die Kinderpsychiater Berger unterstreicht: Die "emotionale Bewältigung" des Unfalls durch sämtliche Beteiligten sei auch für Christophers Wiederherstellung unabdingbar, betont er.
http://derstandard.at/standard.asp?id=1597655