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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 41 % der deutschen Paare denken an Trennung



almac
22.05.2003, 13:12
Das hab ich beim surfen durch Internet gefunden:

http://almac.de/forum/content.php?8-41-Prozent-der-deutschen-Paare-denken-an-Trennung (http://liebeskummer-online.net/artikel/artikel_denkentrennung.php)

Da kann ich nur sagen armes Deutschland!
Wieso gibt es den soviele unzufriedene Leute,
woran liegt das?

Pingu
22.05.2003, 13:49
Wir sind nunmal zu einer Wegwerfgesellschaft geworden: Er bzw. Sie macht nicht was ich will: Ich kann mich auch von ihm trennen, dann such ich mir halt einen anderen.
Probleme: Trennung
Die Paare von heute wollen nur gute Zeiten durchmachen, sobald eine Kleinigkeit nicht stimmt, sobald man sich ärgert, denkt man an Trennung.
Um eine Beziehung kämpfen ist out. Wozu? Trennungen sind doch normal und irgendwo da draußen wartet der Traummann aus den Filmen, der nie was falsches macht und mich jeden Tag mit einem Frühstück am Bett und Geschenke weckt.
Es herrschen einfach total falsche Illusionen und zu hohe Ansprüche.
Ich kann mich nur anschließen, armes Deutschland.

SunnyWanni
22.05.2003, 13:54
Ja, das ist wirklich Traurig!!!
Soviele Paare wollen das "perfekte"!
Was leider nicht möglich ist.
meistend wollen sie das ihr Partner Perfeckt ist auchw enn sie es nicht sind.
Es ist heute alles sehr traurig geworedn...........

Alles ist doch irgendwie traurig...oder? Nicht nur das Trennen.......

Thekla
22.05.2003, 14:18
ich denke, dass es daran liegt, dass sich unsere gesellschaft im laufe des letzten jahrhunderts sehr gewandelt hat.

früher waren die leute in der regel arm und hatten wirklich existentielle sorgen (haus, hof, gesundheit, hunger,...). außerdem musste man noch richtig körperlich arbeiten - sowohl der mann in der fabrik oder auf dem feld, als auch die frau im haushalt (wenn meine oma erzählt wie lange sie früher gebraucht hat um wäsche zu waschen wird mir schlecht). früher hast du socken gestopft weil du keine kohle für neue hattest und heute schmeisst du sie weg!

wir haben heute viel mehr freizeit. kaum einer arbeitet noch körperlich, wir sind alle zu bürohengsten (bzw. bürostuten) mutiert, haben ne 38,5 – 40 std. woche und die hausarbeit geht dank waschmaschine, wäschetrockner, bügeleisen, spülmaschine und staubsauger fast von alleine. die westliche menschheit ist dick und fett geworden und muss ins fitnessstudio zum pfunde abtrainieren. schon alleine das ist doch krank oder?

früher warst du froh wenn du überlebt hast und einen partner hattest, der gut zu dir ist. wir haben alle sehr viel zeit um uns über uns selbst, unsere situation, unsere gefühle gedanken zu machen. und wenn was nicht passt, dann ändert man es halt. wenn das geschirr nicht mehr gefällt, besorgst du dir ein neues. deine jeans ist nicht mehr „in“? kaufe eine neue! alles ist austauschbar geworden. das wertesystem ändert sich.

wenn ich in meinen bekanntenkreis schaue, stelle ich auch fest, dass sich in der letzten zeit hauptsächlich frauen trennen – ich gehöre auch dazu. auch eine sache die es früher nicht so gab! früher waren frauen finanziell abhängig, heute zum glück nicht mehr.

vielleicht ist der mensch von seinen genen und hormonen her auch einfach nicht auf monogamie eingestellt. das habe ich so jedenfalls schon häufiger in wissenschaftlichen berichten gelesen.

wir gehören nur zu einer generation, die beides mitbekommt. die generation meiner großeltern in der es verpöhnt war sich zu trennen, man war damals als geschiedener gesellschaftlich geächtet. die generation meiner eltern blieb auch noch zusammen, obwohl vielleicht unglücklich – aber es gab schon mehr trennungen. und heute – gehört es dazu und ich kenne fast mehr geschiedenene leute als verheiratete. vielleicht fällt es uns nur so schwer diese tatsache als fakt zu sehen, weil wir ja noch die eine oder andere glückliche „großeltern-beziehung“ kennen.

SunnyWanni
22.05.2003, 14:24
Es liegt auch daran,das wir Menschen sehr Selbstüchtig geworden sind....

XJustinSaneX
22.05.2003, 15:27
deutschlands gesellschaft ist oberflächlich geworden. was mich aber nicht wundert, wenn man sieht das sog. "vorbilder" zeigen wie es eigentlich NICHT geht (bill clinton+affäre, oliver kahn+affäre, beckenbauer+affäre, hitzfeld+affäre, schröder mit 4. frau usw.). und dann gibt es zahlreiche sachen, die diese oberflächlichkeit außerdem fördern: sachen wie "dismissed" auf mtv (3 sind einer zu viel, höhöhö. an oberflächlichkeit nicht zu überbieten) oder auch sachen wie gzsz und ähnlicher scheiss (bis auf kleine ausnahmen jeder mal mit jedem), "nachrichten"-magazine (stolz berichtend über affären, bilder vom "neuen schwarm"....z.B. punkt 12, taff, sam, blitz etc.), popstars die über liebe singen und selber mit jedem pennen, den sie gerade erwischen können usw usw usw.
und das ist jetzt nur das beispiel von oberflächlichkeit, das den menschen durch fernsehen oder musik gegeben wird. leute, die sich leicht beeinflussen lassen, werden das vorgelebte "erstrebenswert" finden (meist vor-/pubertierende teenies) und dann stolz darauf sein in ein paar jahren jedem zu erzählen, mit wievielen partnern sie schon zusammen waren ("britney hat ja auch mit jedem gef**** den sie in die finger bekam. was sie macht kann doch nicht falsch sein"; kann man darauf stolz sein???).
ich gebe keinesfalls den medien ausschließlich die schuld daran aber wenn man sieht was allein so etwas banales wie ton oder bild mit leicht zu beeinflussenden menschen machen können, finde ich das sehr sehr traurig.
andere gründe, warum sich immer mehr paare trennen wollen sind schon intelligent und differenziert von thekla dargestellt worden. und da ich bekennender massenmedienhasser bin, hab ich mich mal auf dieses milieu gewagt :D

XJustinSaneX
22.05.2003, 15:57
ich danke dir :D

Fee
22.05.2003, 18:09
:elch) WAS IST EIN PAAR ???? :elch)

SunnyWanni
22.05.2003, 18:37
???

Versteh jetzt gar nichts mehr!

XJustinSaneX
22.05.2003, 18:47
ich glaube, die definition von "paar" steht in jedem wörterbuch.
ja ja, man lernt jeden tag neues :D

schnuckel
22.05.2003, 19:21
hallo,

meine großeltern sind seit 60 jahren verheiratet!!! aber den erzählungen meiner oma nach, weiß gott nicht immer glücklich (zumindest sie nicht) und als ich mich 97 von dem vater meines sohnen getrennt habe,weil er jahrelang fremd gegangen ist und da auch ein kind existiert,sagte meine oma als erste zu mir: richtig so. dein opa ist so oft fremd gegangen und wenn es damals mehr hilfen und akzeptanz für alleinerziehende gegeben hätte wäre ich nicht bei ihm geblieben.

meine eltern gehören auch noch zu der generation, die sich nicht so schnell trennte wie wir heute. wobei ich für meinen teil sagen muss, dass es nicht schnell ging bei mir.ich war 12 jahre verheiratet und es hat lange gedauert bevor ich den schritt gewagt habe.

wir frauen sind zum glück nicht mehr so abhängig wie unsere großmütter,haben eigene berufe und möglichkeiten unsere kinder auch alleine großzuziehen.
sicher ist das nicht erstrebenswert,aber mir war mein leben ohne demütigungen und schläge seitens meines ex wichtiger,als meinem kind einen vater zu bieten. und es hat sich nur als positiv herausgestellt! er kümmert sich nämlich GAR NICHT um seinen sohn.vorher nicht und jetzt sowieso nicht.

eine wegwerfgesellschft sind wir, das ist klar. dennoch wollen alle nur das gleiche,nämlich glücklich sein und schrauben ihre ansprüche sehr hoch. ich schließe mich da nicht aus und darin liegt auch die schwierigkeit dauerhaft den richtigen partner zu finden. andererseit will ich meine ansprüche nicht herabsetzen,weil ich weiß, dass es dinge/verhaltensweisen geben wird, mit denen ich nicht klarkomme.

manchmal fallen paare auf,bei denen man heraushört, dass sie einem eher geringer gebildeten personenkreis angehören und da denke ich, vielleicht sind die teilweise zufriedener als andere mit ihren hohen ansprüchen??!! könnte doch sein,oder??? ?(
schönste grüße
schnuckel

plofre
23.05.2003, 09:29
Was ganz tolles - wenns funktioniert. 8)

XJustinSaneX
23.05.2003, 09:42
eine statistik, die meine these des (vor-)letzten posts unterstützt:
bei paaren, die mehr als 50.000€ jährlich verdienen, liegt die untreue-rate bei 72%...
(quelle: sendung ohne namen / orf1)

Fee
23.05.2003, 14:25
mannnnnnnn... was bin ich froh dass ich keine 50.000 Euro im Jahr habe... VERDIENEN täte ich es schon **ggg**, aber KRIEGEN tu ichs nicht.

Arme Welt.

Frustrierte Grüße von Fee

SunnyWanni
23.05.2003, 22:27
Ich auch nicht *freu*

SunnyWanni
23.05.2003, 22:28
Also, ich meinte mit den 50.000€ im JAhr.

Es ist erschreckend wenn ich bedenke das meine Eltern mit 15 zusammenkamen und immer noch zusammen sind....... 8o

einsamkeit
24.05.2003, 11:57
es kann aber auch ganz einfach sein, dass geld einfach viel eher die gelegenheit bietet, fremdzugehn...
ich denke nicht, dass charakterlich verdorbene menschen fremdgehen, sondern dass viel wichtiger ist, ob man in der beziehung in der man lebt wirklich glücklich ist. wer wirklich glücklich und erfüllt in einer partnerschaft lebt, der geht auich nicht fremd; es gehört mindestens ein keim von unzufriedenheit dazu, nur dann kann eine gewisse charakterliche schwäche dazu führen, dass man(n oder frau) untreu wird...
geld verdirbt meiner meinung nach nicht unbedingt den charakter, aber es macht unglücklich bzw. nimmt einem die sicht aufs glück...

lg

XJustinSaneX
24.05.2003, 12:40
ich glaube weder, dass geld den charakter verdirbt, noch dass geld unglücklich macht.
ich glaube, dass auch bei "ärmeren" pärchen die tendenz zu untreue in gleichem maße besteht. der einzige unterschied ist, dass man sich, falls man "ärmer" ist zweimal überlegt ob man fremd geht und dadurch gegebenfalls für die folgen zahlen muss (zeugung von kindern, scheidung etc.).
"wohlhabenderen" pärchen fällt es weniger schwer, für eventuelle folgen aufzukommen und somit ist die untreue-rate dort höher.
auch bei "ärmeren" pärchen (entschuldigt die anführungszeíchen aber ich persönlich habe nicht das recht, jemanden nach arm und reich zu beurteilen. ab welchem einkommen beginnt man denn reich zu werden?) besteht die tendenz und der "wunsch" (wenn man das so nennen kann), fremd zu gehen. aber sie haben eben nicht die geldliche möglichkeit dazu (hört sich komisch an, is aber so).

ich denke, dass im grunde alle gesellschaftsschichten einen wandel durchgemacht haben, den ich persönlich überhaupt nicht erstrebenswert finde. die gesellschaft ist einfach scheisse und oberflächlich :] :D :D :D (kleiner scherz aber es ist einfacher es in diese richtung als in die richtung "wir leben ja alle soooo moralisch" zu sagen).

einsamkeit
24.05.2003, 13:33
@ erja:
ich habe das fragezeichen nicht überlesen, ich habe nur versucht die frage zu beantworten bzw. meine meinung dazu kundzutun... natürlich ist geld nicht schlecht und mit wohlhabend ist ja mehr als finanzielle gesichertheit gemeint... geld ist schon oftmals eine voraussetzung, glücklich zu sein, aber es kann keinstenfalls erfüllung sein...
die sache mit dem keim ist halt die: ein stückchen unzufriedenheit (da wären wir wieder bei der gesunkenen kompromissbereitschaft) ist bei allen paaren da, dass ist mir klar, aber es ist ein unterschied, ob die unzufriedenheit da ist (und halt bleibt) oder ob sie wie ein keim ist (der wächst und aufgeht)...

mit den reichen bzw. wohlhabenden, die meiner meinung nach öfter unglücklich sind, meine ich nicht zwingend jeden, der mehr finanzielle mittel hat als der durchschnitt der bevölkerung, ich meine vielmehr jene menschen, für die geld und wohlstand über die maßen von finanzieller existenzsicherheit und "normalem luxus" hinaus existenziell und unbedingt erstrebendswert ist, also mehr oder weniger die "schicki-micki-gesellschaft"...

würde gerne noch mehr schreiben, aber ich muss jetzt leider weg (hab probe),

drück euch alle, seid nicht nachdenklich (du besonders nicht erja), nehmt euch nen sonnenstrahl ins herz...

Gengar
24.05.2003, 16:12
50.000 Euro sind nicht allzuviel, je nachdem wo man wohnt und wieviele "hungrige Mäuler" man zu stopfen hat.

Aber bitte die Aussage der Statistik mal genauer lesen:

Bei Paaren, die mehr als 50.000 vedienen, liegt die Rate entsprechend höher.

Diese Aussage ist mit Vorsicht zu genießen, da die Verteilung (nur als Beispiel, damit ihr versteht, was ich sagen will) auch so aussehen könnte:


Untreue-Rate Einkommen
-------------------------------------------------
10% 51.000-60.000
10% 61.000-80.000
05% 81.000-120.000
88% 121.000-200.000
93% 201.000-350.000
99% 351.000-1.000.000
---------------------------------------------------
Durchschnitt:
72% bei einem Einkommen über 50.000


Ansonsten glaube ich, daß "Untreue" auch in den vergangenen Zeiten ähnlich häufig wie heute vorgekommen ist, nur daß man halt noch keine Statistiken darüber geführt hat.

Im übrigen: Glaube nur den Statistiken, die du selbst gefälscht hast.
:D

Und ferner glaube ich, daß Nachdenken und Nachdenklich sein sehr sehr menschliche und gute Eigenschaften sind. (Oder habt ihr schon mal euren Goldfisch nachdenken sehen?) :)

Gengar
24.05.2003, 16:28
Ach ja, und noch was.

Ich habe mir gerade mal die Meldung über die Umfrage angesehen. Es heißt dort, daß 42% der Befragten "gelegentlich eine Trennung erwägten", nur 11% dächten "immer öfter daran, den Partner zu verlassen".

Naja. Wenn ich bedenke, was ich in meinem Leben alles schon "gelegentlich in Erwägung" gezogen habe.... :D

Außerdem ist die Stichprobe relativ klein (nur 500 Befragte) und sehr selektiv (Alter nur 18-45), und es steht nichts über die Verteilung drin (mit 18 trennt man sich möglicherweise öfter als mit 40, oder?).

Nein, da denke ich doch, daß die Überschrift: "Nur jedes zweite Paar glücklich miteinander" eher reißerischen denn informativen Charakter hat (sind Paare, die sich nicht trennen, automatisch glücklich?)...

Auch ein "armes Deutschland" vermag ich nicht zu erkennen... und eine "Beziehungswegwerfgesellschaft" möchte ich nur aufgrund dieser Meldung dann doch auch nicht annehmen.

Just my 2 cents.

XJustinSaneX
25.05.2003, 21:11
puuuuuuuuuuuuuuh, und ich dachte schon wir hätten ein problem in deutschland mit der treue. aber wenn das soooooooooooo ist :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D

XJustinSaneX
26.05.2003, 19:24
Erjachen,
reknuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuutscha!
Vielleicht poste ich hier mal in nächster Zeit meine "Geschichte" oder ich schreibe sie dir per e-mail.
Dass du bei der Sonnenblume nicht reagiert hast, nehm ich dir bestimmt nicht übel. Erstens kannst du dich ja nicht um alles kümmern und auch jedes einzelne Anzeichen auf Kummer erkennen und "auslöschen" ( :D ) und zweitens hatte ich da auch gar keinen Kopf, das jemandem zu erzählen weil ich ziemlich viel Stress hatte und froh war, nicht so viel an meinen Kummer zu denken.
Aber da ich jetzt mehr Zeit hab, kannst du dich in nächster Zeit mal auf ein genaueste Darstellung meines Kummers freuen :] .

Joshi
31.05.2003, 17:05
so eine Statistik hat auch immer zwei Seiten.
Das erste was natürlich auffällt ist, dass bei viel Geld mehr Trennungen sind.
Mann kann ja so argumentieren.
Viele Frauen trennen sich schneller von einem reichen Mann, weil sie nicht die Existenz fürchten müssen und versorgt bleiben.
Wogegen es bei vielen Frauen ein großer Schritt ist, wenn nicht so vermögende Verhältnisse da sind.

Anders kann man die Statistik aber auch so lesen.
Geld kommt nicht einfach so, da muß man was für tun oder Verantwortung haben.
Dann fehlt natürlich die Zeit um sich um eine Beziehung zu kümmern und dann nimmt irgendwann alles seinen Lauf.

Ich denke beides hängt irgendwie zusammen.
Bei vielen ist es aber auch der Punkt, dass man oft nicht das schätzt was man hat, sondern immer auf der Suche nach noch Besserem ist.

Bei vielen würde es sich echt lohnen, wenn sie einfach miteinander sprechen würden.

Gruß
Joshi :daumen)

almac
09.09.2004, 07:33
Glaube nicht das es etwas mit Geld zu tun hat, es ist eher so das eine Beziehung einfach beendet wird als das man versucht darum zu kämpfen!
Es ist leichter und einfacher sie zu beenden!

fraufrodo
09.09.2004, 09:21
Hallo,
die Gegenthese dazu ist es wohl, dass es auch zig Paare gibt, die aus Bequemlichkeit zusammenbleiben.
Vielen erscheint das der einfachere Weg zu sein...

Gruss fraufrodo

Fee
09.09.2004, 11:02
Guten Morgen.

Als Beispiel "früher" könnte ich meine Mutter nehmen (ich verkleide mich mal, damit mich niemand erkennt). Wir waren: sechs Kinder, 2 sind gestorben. Mein Vater hatte eine Geliebte nach der anderen . Vor Mitte der 70-er Jahre gab es KEINEN gesetzlich festgelegten Unterhalt für Ehepartner. Das heißt: sie hätte für die Kinder was gekriegt, für sich nichts. Also biss sie die Zähne zusammen und hielt irgendwie durch. Furchtbar unglücklich. Immer auf den Vater wartend, "Szenen einer Ehe" im allerschlimmsten Grad. Jede Woche der schlimmste Krach, Beschimpfungen, zertrümmertes Geschirr (MEIN VATER; NICHT MEINE MUTTER). Sie "mussten" heiraten. 1935 eine Schande.

Eine Frau hat das heute nicht mehr nötig. Wird sie betrogen, geht sie. Liebt sie ihn nicht mehr, geht sie auch.

Fakt ist: meine Mutter hätte sich SOFORT scheiden lassen, wenn die Gesetze so wären wie heute. GEDACHT hat sie jeden Tag daran. Nur: sie konnte es sich nicht leisten. Hausfrau ein Leben lang, krank - wer stellt einen da ein?

Fazit also: es hat DOCH mit Geld zu tun. Früher MUSSTE man zusammen bleiben, auf Gedeih und Verderb, wenn man nicht am Hungertuch nagen wollte. Also aus finanziellen Gründen. Heute muss man das nicht - weil Frauen ihr eigenes Geld verdienen oder weil ihnen gesetzlich Unterhalt zusteht.

Es sind nicht die Deutschen, die sich geändert haben. Nur die Gesetze.

Feechen

sageslaut2002
08.08.2007, 12:40
Durch unsere *Säuberungsaktion* hier an Board bin ich auf obigen Thread gestossen u. schubse ihn nach oben, da er hier an Board wohl immer aktuell bleiben wird.

sages!