Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie sehr soll man sich in einer Beziehung aufgeben?!
Ralf1978
26.04.2004, 10:42
Der Verlust meiner großen Liebe tut einfach immer noch so weh.
Nichts ergibt mehr einen Sinn.
Ich vermisse meinen Engel sooooooooo sehr.
Jetzt ist es schon fast einen Monat her, doch es wird nicht besser.
Man erkennt wirklich erst was man an einem Menschen hat, wenn man ihn verliert. :(
Ich frage mich, wie ich sie wieder zurückgewinnen kann.
Als wir uns getrennt haben, hab ich zu ihr gesagt:
"Wenn du mich nicht mehr liebst, dann sag es mir und ich werde es akzeptieren."
Aber das konnte sie nicht. Sie liebte mich noch.
Ich habe Angst vor dem Tag an dem ihre Gefühle für mich erlischen, weil wir uns nicht mehr sehen, uns nicht mehr liebkosen und nicht mehr zusammen lachen und uns küssen. Ich habe das Gefühl, dass ihre Liebe von Tag zu Tag abnimmt und meine von Tag zu Tag steigt (wen es interessiert, hier ist der Thread: http://www.almac.de/wbb2/thread.php?sid=&postid=51940#post51940 )
Wir haben uns wegen unserer unterschiedlichen Zukunftsansichten (Kinder, Heiraten, Haus) getrennt und wegen einiger kleinerer Dinge die sie an mir gestört haben (Unpünktlichkeit, Zeit für mich am Wochenende).
In wie weit sollte man sich in einer Beziehung aufgeben, Kompromisse machen oder zurückstecken? Wie weit sollte man sich verändern und Dinge machen von denen man selbst nicht 100% überzeugt ist?
Soll man sich treu bleiben auch wenn man dadurch die Liebe seines Lebens verliert? Ist es sinnvoll, dass man seine Ansichten vertritt und für seine Prinzipien einsteht wenn man dadurch verlassen wird?
Momentan bin ich soweit, dass ich mein ganzes Leben umkrempeln würde, fast alles was mir wichtig ist über Bord schmeißen würde und all meine Prinzipien hinten anstellen würde nur um wieder mit ihr zusammen zu sein.
Einige Veränderungen würden mir sehr leicht fallen, andere während weitreichend.
Natürlich wird jetzt jeder sagen, dass es das wichtigste ist sich selbst treu zu bleiben. Aber ist der Preis dafür nicht seeehr hoch?
Stürzt man sich dabei eher ins Unglück oder wird man glücklich, weil man sich auf den Partner den man liebt einlässt?
Man verlässt also jemanden den man liebt und gibt auf.
Die Suche geht von vorne los, denn alleine sein/bleiben möchte man nicht.
Sicher gibt es da die Hoffnung jemanden zu treffen, bei dem man sich nicht so verbiegen muss. Das wäre das Optimale. Aber laufen wir dabei nicht einem Traum hinterher?
Es heißt doch, eine Beziehung erfordert Kompromisse und ständiges arbeiten. Wie weit soll also der einzelne gehen, wenn sonst die Liebe scheitern würde?
Ralf1978
26.04.2004, 21:29
Kommt schon Leute ihr werdet doch dazu eine Meinung haben oder?
Hallo Ralf,
ich versuche dir das mal so zu schildern wie ich es erlebt habe, was ich weiß was ich falsch gemacht habe.
Ich habe vor drei Jahren geheiratet. Eine Frau die Lieb ist, die ihr Herz für mich gegeben hätte.
Ich habe sie echt sch... behandelt. Wieso? Diese Frage stelle ich mir jetzt auch.
Ich weiß warum! Weil ich ein Dickkopf bin, und nur meinen Kopf durchsetzen wollte. Das war ein großer Fehler.
In der Sache hätte ich nachgeben sollen, sie verstehen sollen, auf sie eingehen sollen.
Schließlich ist es soweit gekommen, das mir die Ehe zuviel wurde. Ich lernte eine andere kennen ( Angestellte ). Zwischen uns funkte es.
Ich wußte nicht was ich machen soll. Diese Entscheidung nahm mir dann meine Frau ab. Sie trennte sich von mir. Ich habe auch nicht versucht sie zurück zu bekommen.Ich merkte dann, wie sehr mir meine Frau bedeutet, und as ihr keiner das Wasser reichen kann. Sie ist immer so stark!
Ich wollte mich schlagartig ändern. Meiner neuen Freundin alles geben was sie brauchte. Sie hat Probleme mit BTM. Ich bin ein absoluter gegner davon. Ich habe immer gesagt mit so leuten will ich nichts zu tun haben.
Meine neue Freundin wußte das. Sie wollte für mich damit aufhören, weil sie wußte das ich sie sonst verlassen würde.
Auf einmal, ich hatte so ein schlechtes Gefühl, sprach ich sie darauf an. Sie meinte, ihr fehlt das. Ich sagte, mal kann ich das verstehen wenn du das machen möchtest.
Ich reichte ihr den kleinen Finger und sie nahm direkt die ganze Hand.
Seit dem Tag an ging es mit unserer Beziehung steil bergab.
Sie machte nur noch was sie wollte.Im Moment läuft auch einfach alles schief!
Ich denke in Gewissen Dingen, wie Freiheiten, die wichtigsten Bedürfnisse sollte man sich schon anpassen.
Nur die Hauptgrundsätze sollte man nicht vernachlässigen. Damit baut man eine Beziehung auf
Gruß Olli:mh)
Ralf1978
29.04.2004, 09:24
Danke Olli für deine Antwort.
Hat sonst noch jemand Rat? Wie schaut es sonst noch bei euch aus?
Steht die Liebe über allem??
Seit mal aktiv ::help))
Hallo Ralf! :)
Um deine erste Frage zu beantworten:
Die Liebe stand schon immer über allem und die Liebe wird auch immer über allem stehen - mir ist bewusst, dass ich damit eine Kettenreaktion an "bösen und aufsässigen" Antworten ausgelöst habe :)
Man erkennt an allem erst dann was man daran hatte, wenn man es nicht mehr hat - man sollte vielleicht lernen schätzen zu wissen, was man an einem Menschen hatte. Es geht hier zwar nicht um mich, dennoch möchte ich hier Erfahrungen meinerseits miteinbrigen, da es vielleicht die Situation besser schildert. Ich hatte seit ca. 1 Jahr keine Freundin mehr, weil ich mir das Ziel gesetzt habe, eine Frau in all ihren Facetten kennenzulernen und zu respektieren. Ich persönlich habe früher ganz gerne mit anderen Menschen bzw. Frauen gespielt, da es immer was zum Spielen gab, da war aber ein Ereignis in meinem Leben, das mich dazu brachte umzudenken, es ist mir bis heute wert gewesen, die Wurzeln der Liebe dadurch zu ergründen, indem ich der Liebe sozusagen entzogen bin und so sehe am besten nachvollziehen kann was es wirklich ist, da ich Außenstehender bin und die Lage vielleicht besser im Herzen so wie auch im Verstand verstehen kann.
Ich denke es hat auf jeden Fall geklappt. Ich bin auch zu dem Entschluss gekommen, dass ich mir zu oft den Kopf über die Liebe zerbrochen habe, da Liebe nicht fordert sondern gibt, was mir erst später klar wurde. Ich habe mir immer gesagt "hätte ich das bloß so gemacht" oder "hätte ich mich bloß anders gegeben" aber egal wie oft ich dieses "Denkmuster" durchgeackert habe, es kam immer dasselbe dabei raus - es ist geschehen wie es geschehen musst, auch wenn es mir nicht in mein Leben passte. Auch wenn es vielleicht hart klingen mag, aber um zu lernen und zu verstehen muss man Opfer bringen, egal ob diese gewollt oder ungewollt sind - den Rest übernimmt eben das Schicksal, wie in deinem Fall. Und auch wenn du noch so sehr davon überzeugt bist, dass sie die Frau deines Lebens gewesen wäre, wirst du dir vielleicht schon in ferner Zukunft eingestehen können, dass sie es womöglich nicht war.
Man sollte abwarten was auf einen zukommt. Bevor man die Zukunft nicht kennengelernt hat, kann man auch über die Vergangenheit und das Hier und Jetzt nicht urteilen! Mein Tipp: Mach was du für richtig hältst, auch wenn es noch so absurd sein mag - falsche Entscheidungen kannst du nur treffen, wenn du keine triffst!
Liebe Grüße Manuel
Morgaine
29.04.2004, 10:30
Hallo Ralf! :elch)
Ich denke diese Frage ist wirklich nicht einfach zu beantworten. Ich denke man sollte in dieser Sache einen goldenen Mittelweg finden, obwohl das natürlich schwierig ist. Wenn man seine große Liebe gefunden hat, dann sollte man schon lernen auch mal Kompromisse einzugehen, dann sollte man schon manchmal für die Liebe zurückstecken....allerdings nie so viel, dass es wirklich unangenehm wird.
Wenn dir eine Sache wirklich wichtig ist, dann solltest du sie selbst in der Beziehung beibehalten, es sei denn deinem Schatz geht es nicht gut, dann würde ich selbst dafür auch dem Stammtisch mit meinen Freunden, den ich sonst immer einmal in der Woche halte (hatte kein besseres Beispiel) absagen, das ist klar.
Ich bin auch seit einem Monat von meinem Ex getrennt, ich kenne dieses Gefühl und ich weiß auch wie du dich fühlst. Ich sehe ihn fast jeden Tag im Zug und er versucht sich mit mit mir zu unterhalten, aber ich kann einfach nicht, weil er eine neue hat und mich alles wirklich sehr verletzt. Es gibt keinen Tag an dem ich nicht weinend in meinem zimmer liege und zittere, einfach weil ich nicht über ihn hinweg komme....aber ich denke dass selbst dass irgendwann vorbei geht...
obwohl ich wirklich immer noch denke, dass er DER Mann ist, der für mich bestimmt ist...in der Beziehung war wirklich alles super, bis zum Ende hin....
Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen, wenn du fragen hast dann frag mich einfach!
Bis dann und viele Grüße :D
Morgaine
Ralf1978
29.04.2004, 11:18
Danke für die Antworten :]
@ Manuel:
Du sagst die Liebe steht über allem.
Das ist wirklich eine Aussage mit der du großes Geschrei auslösen kannst.
Liebe kann sehr selbstzerstörerisch sein.
Meinem besten Kumpel ist es vor einem Jahr so gegangen.
Er hat alles vernachlässigt und auf viel verzichtet. Jetzt da die Beziehung zu Ende ist, sieht er es ein und sagt, dass er so etwas nicht wieder machen will.
Ich persönlich glaube nicht mehr an "DIE Liebe des Lebens".
Ich denke, das ist eine Erfindung der Medien, ein Traum, eine Illusion.
Wie sonst kann ich es mir erklären, dass die Frau für die ich "die Liebe ihres Lebens" und die für mich "die Liebe meines Lebens" war, mich verlassen hat.
Jeder der im Moment eine glückliche Beziehung führt wird natürlich das Gegenteil behaupten. Und wie lange wird er das behaupten? Solange bis es vorbei ist.
Und ist es wirklich so, dass das was geschehen ist sowieso irgendwann geschehen musste? Das kann ich nicht glauben. Sicherlich wird das eintreffen, wenn beide Parteien weiter auf ihrem Kurs bleiben, dann ist es unvermeidlich, aber dieser Kurs kann sich innerhalb einer Beziehung doch auch ändern und man steuert in die selbe Richtung.
Ist es da sinnvoll dem Partner zu sagen, welchen Kurs man selbst fährt, wenn man dabei die gemeinsame Reise erschwert oder gar beendet?
Ist es nicht sinnvoller seinen Kurs geheim zu halten und mit sich erst selbst ins reine zu kommen, offen zu sein für neue Wege?
@ Morgaine
Keine Frage, wenn es meinem Schatz nicht gut geht, sollten alle anderen Dinge hinten an stehen. Das war auch bei mir so. Was aber wenn es dem Schatz gut geht? Ich bin z.B. ein Mensch der sich jeden Tag mit irgendwas beschäftigen kann. Während meiner Chemotherapie durfte ich nicht unter Leute, wegen der Ansteckungsgefahr. Ich war 6 Monate fast nur zu Hause und mir war keine Sekunde langweilig.
Es ist schwierig, wenn man sich zwischen Dingen die einen geprägt und geformt haben trennen soll um anstelle von 3 Tagen die Woche, 5 Tage die Woche mit dem Parnter zu verbringen.
Richtig gute Freunde würde ich aber nicht wegen einer Beziehung aufgeben. Denn Freundschaften enden im Gegensatz zu Beziehung nicht von heute auf morgen. Freunde sind immer für einen da.
Von mir ein kleines Zitat dazu:
Die Liebe sind nicht Blumen und Gedichte,
Liebe ist Kompromiss und Vergebung.
Man muss kein Genie sein,
um zu wissen,
daß man Liebe nicht verstehen kann.
Eine Liebe zwischen zwei Menschen, in denen der eine nicht die Wünsche des anderen akzeptiert, kann nicht lange existieren. Ich denke man keine nicht sagen, wie weit man gehen soll. Das muss jeder für sich selbst rausfinden. Denn nachzugeben, nur weil der Partner es so möchte, ohne daß man sich vorstellen kann damit zu leben, macht keinen Sinn. Jeder muss individuell und auf den Partner abgestimmt abwägen, mit welche Kompromisse man eingehen kann und welche nicht.
nun, zuerst muss ich sagen: "aufsässig" können nur Kinder sein. Keine erwachsenen Menschen. Frech, vorlaut und aufsässig sind Definitionen, die ich KEINEM Menschen über 18 zuordnen würde. Jeder hat das Recht auf die Äußerung seiner eigenen Meinung, auch wenn sie kontrovers zu der Meinung von 99.999 anderen Menschen steht. Gefällt mir gar nicht, dieses Wort. Und ist für mich auch nicht akzeptabel.
Ralf, die "Liebe deines Lebens" ist sie im Moment. In den letzten paar Monaten und auch in den nächsten paar Monaten. Sie wird es nicht für immer sein, denn es wird die nächste Liebe kommen.
Ich für mein Teil würde definitiv NICHT meine Grundsatzaufstellung aufgeben, denn dann wäre ich nicht mehr der Mensch, der ich bin. In einer Beziehung versuchte ich es - mit fatalen Folgen.
Mal ein lapidares Beispiel. Du hasst Grünkohl, du hast ihn immer gehasst. Der Geruch bringt dich dazu, dich zu übergeben, schon als Kind. Wenn es in der Kantine nach Grünkohl riecht, hast du keinen Hunger mehr. Es reicht dir. Dir ist schlecht, du hast Kopfschmerzen und dein Magen rebelliert. Dann lernst du "die Frau" kennen, die sagt: ich esse Grünkohl fast täglich. Möchtest du tatsächlich dazu verdonnert sein, zweimal die Woche Grünkohl zu essen, obwohl du ihn total ablehnst? Obwohl das Grünkohlessen dir total widerstrebt??
Eine gewisse Zeit wirst du ihn hinunterwürgen, sicher. Aber den Rest deines Lebens mit Grünkohl zu verbringen... vielleicht ein banales Beispiel, aber es ist so. Sich zu verbiegen, sich selbst zu verleugnen, ist weder ehrlich noch der Sinn der Sache.
Meine Antwort, denke ich, ist klar. Nein. Man kann Kompromisse schließen, aber alles in Maßen. Eine totale Umstrukturierung - und das innerhalb so kurzer Zeit - ist nicht der Sinn des Lebens. Und das "hätte ich doch...", "ach, hätte ich nur"... bringt nichts.
Feechen
PS.: danke für deine lieben Worte per PN, sie haben mir wirklich geholfen.
Endara82
30.04.2004, 20:10
"Sich in der Liebe aufgeben?"
ohweh ohweh, ich denke, ich wäre ziemlich enttäuscht von meinem Partner, wenn er sich für mich und unsere Liebe aufgäbe, schließlich habe ich mich ja in ihn verliebt, weil er so ist wie er ist und nicht weil er sich so gut verbiegen kann... !!! Kompromisse schließen heisst nicht, sich aufzugeben. Und es gibt einfach Dinge, die man nicht hinnehmen kann/soll/muss und damit muss man dann auch nicht leben, man muss nur seine Konsequenzen tragen. Wie Fee´s Grünkohl-Beispiel deutlich zeigt.
In diesem Sinne, Endara82.
Ralf1978
30.04.2004, 22:30
@ Fee
Danke dür deinen Beitrag. Hat mich wieder ein Stückchen weiter gebracht.
Ach und Grünkohl ist wirklich eklig :kotz(
Das perfekte Beispiel :daumen)
@ Endara82
Hallo und danke dür deinen Beitrag.
Du hast völlig recht. Wenn ich mich für die Liebe aufgebe bin ich nicht mehr der der ich war. Was aber ist, wenn du erst jemanden kennelernst und dich in ihn verliebst und er sich in dich.
Alles ist wunderbar, doch nach ein paar Monaten, fallem ihm einige Dinge auf, die ihn vielleicht nicht ganz so passen. Einige Dinge könntetst du leicht ändern andere wiederum könnten dein ganzes Leben beeinflussen.
Würdest du dich darauf einlassen? Denk darüber genau nach. Ihr liebt euch beide über alles aber du weißt, dass diese Dinge evtl. zu einem echten Beziehungskiller werden könnten.
Was würdest du tun?
Endara82
03.05.2004, 15:50
@Ralf1978:
Hallo Ralf, ich habe dieses nette Spielchen schon hinter mir und kann nur sagen: nie wieder!! Ich bin ich und verbiege mich nicht mehr. Gruß Endara82.
Hey Ralf,
eine kleine anmerkung noch zu deinem Thread!
Ich habe meiner Freundin zuviel Freiraum gelassen und alles das durchgehen lassen, was sie wollte.
Am Ende habe ich sie verloren!
Man muß, und davon bin ich jetzt überzeugt, dem Partner ganz klar sagen, was man von ihr erwartet, was man für Vorstellungen hat und wie wichtig sie für einen ist, ganz klar beweisen.
Ich habe sie verloren aber gebe dennoch nicht auf
Lieben Gruß Oli
Ralf1978
20.05.2004, 20:31
7 Wochen nach der Trennung kann ich getrost sagen, dass sich ein aufopfern für den Partner nicht lohnen kann. Wer sich aufgibt verliert seine Identität, sein wahres ich.
Jeder sollte einmal völlig alleine Leben und zu sich finden um zu sehen, was man selber eigentlich will.
Trotzdem spricht nichts dagegen sich in einer Beziehung zu verändern. Es verschieben sich evtl. eingefahrene Sichtweisen, man erweitert seinen Horizont, passt sich dem Partner an. Dabei sollte man sich aber immer fragen ob das "Anpassen" im Konflikt mit dem steht, wa ich eigentlich will.
Ist das "Anpassen" etwas, das mich in meiner Persönlichkeit, meinen Wünschen, Zielen und Prinzipen völlig widerstrebt?
Dann sollte man es lassen. So ich für mich habe es beantwortet :daumen)
->Maya<-
29.06.2004, 18:29
ich denke dass man seinem partner natürlich freiräume geben muss... und man muss auch noch seine eigenen freunde haben... und aufgeben? ich bin mir da nicht so sicher... weil ich denke wenn man richtig liebt, dann gibt man sich einfach komplett hin... dazu hätte ich dann auch noch ne frage... also... was denkt ihr davon, dass mein freund und ich so ziemlich die gleichen freunde haben? Ich habe nicht das gefühl dass ihn das stört... im gegenteil... aber ich wüsste nicht ob ich ihn jede woche sehen könnte wenn wir wirklich irgendwann nicht mehr zusammen wären... dass wir die gleichen freunde haben liegt einfach daran dass wir den gleichen freundeskreis haben... so habe ich ihn kennengelernt... was jetzt nicht heißt dass cih ihn schon sehr lange kenne... es war einfach so dass ich mit den leuten früher schon ein bisschen was zu tun hatte und sie sehr mochte und dadurch dass ich jetzt mit ihm zusammen bin, gehe ich sehr oft mit ihnen weg und das sind meine besten freunde... ist das okay? Ich habe auch nicht sehr viel "eigene" freunde... nur die mit denen er auch befreundet ist...
hi Ralf,
also ich hab das auch gerade hinter mir, und ich hab mich total aufgegeben für ihn, so sehr aufgegeben, dass ich ihn deswegen verloren hab, weil er sich erdrückt fühlte und eingeengt, gemerkt hat, dass er mir nicht das zurückgeben kann, was ich ihm gegeben habe. Und jetzt steh ich da und merke: hoppla, du bist ja ganz allein, niemand da, den du spontan ausgehen kannst usw. Ich hoffe, ich habe daraus gelernt!
LG
Pfalzi
Ralf1978
05.07.2004, 20:20
@ Maya
Hm, also ich denke, das könnte bei dir irgendwann schon mal zu einem Problem werden. Aber eigentlich erst wenn ihr (und ich hoffe für dich, das es nicht passiert) nicht mehr zusammen seit. Im Prinzip ist es ja "sein" Freundeskreis oder? Aber mit Sicherheit gibt es da wieder Leute, mit denen du besser auskommst als er und umgekehrt. Sollte es also mal auseinander gehen, wirst du deswegen nicht den kompletten Freundeskreis aufgeben müssen. Meine Meinung...
@ pfalzi
Ja, das kann ich irgendwie verstehen. Wenn man alles tut für den Partner, könnte das für ihn durchaus so rüberkommen, als ob man das von ihm auch erwartet. Vielleicht wollte er das in eurem Fall gar nicht? Vielleicht wollte er gar nicht, dass du dich so sehr aufgibst. Habt ihr nicht darüber gesprochen?
@ all
Hm, so wie es aussieht, ist es immer eine komplizierte Gradwanderung zwischen Kompromisse machen, sich aufgeben und den Partner einengen. Manohman, das sind Probleme, die auch nur die Liebe hervorbringt :rolleyes:
Mir ist letztens ein guter Spruch dazu eingefallen.
Liebe bedeutet sich für den Partner komplett aufzugeben zu können.
Wird die Liebe aber erwidert, wird der Partner diese Aufgabe niemals einfordern.
->Maya<-
05.07.2004, 20:36
@ralf
joa... ich bin halt duch meinen bruder zu den leutchens gekommen un hab mich dann mit allen angefreundet und dann bin ich mit meinem freund zusammen gekommen... also des sin zum teil auch leute die er garned sooo mag... aber es is trotzdem immer so ziemlich die gleiche gruppe die zusammen weggeht =) naja... ich hoff ja dass wir zusammen bleiben :]
mfg maya
Ralf1978
05.07.2004, 21:07
Du bist ja auch noch ziemlich jung. Da werden sich automatisch noch einige Freundschaften auflösen (ohne dass dir wirklich dann jemand fehlt) und neue hinzukommen. Schon bedingt durch Job, Schule, Studium, etc. Versuch dir auf jeden Fall auch einen eigenen Freundeskreis zu schaffen, der nicht abhängig von deinem Partner ist. Sowas braucht man.
Hallo Ralf.
Möcht auch was dazu schreiben. Und zwar war ich mal 7 Jahre verheiratet, mit einem Mann anderen Glaubens. Ich wußte von Anfang an, auf was ich mich da einlasse und wollte die Konsequenzen bis zum Schluß tragen. Ich hab´s wirklich versucht. Hab alles getan, um es ihm recht zu machen. Es war nie genug, er fand immer wieder was neues. Dadurch bekam ich Atemnot, fühlte mich eingesperrt. Er hat sogar konkret gesagt, was ich seiner meinung nach darf und was nicht. Ich hielt mich dran. Hab mich selbst verloren. Und nachdem ich merkte, daß er zu keinem Kompromiß mehr bereit war, fuhr ich in Urlaub, überlegte, ob es so laufen soll bis an mein Ende. Und wußte plötzlich NEIN! Das ist keine Liebe. Punkt um, Scheidung.
Jetzt denk ich, Kompromiß ja, auf jeden Fall, ohne kann es nicht funktionieren, aber beide sollen dazu bereit sein, Kompromisse einzugehen.
Es gibt sicher auch sachen, die ich bereit bin für die Liebe aufzugeben, aber andere eben nicht. Eine Beziehung verändert einen natürlich, aber es sollte sanft geschehen und keine Unzufriedenheit oder gar großen Kummer auslösen. Ist wirklich ´ne Gradwanderung.Ich denke, da findet jedes Paar seinen eigenen Weg.
In einer Beziehung sollten Geben und Nehmen ausgewogen sein. Wenn der Partner was für mich ändert, dann fällt es auch mir leichter im Gegenzug etwas zu ändern.
Lg
Maus
Kleiner Nachtrag
Hab drei Bekannte, die nach dem Motto leben:
Mich für einen Mann verbiegen?-Niemals
Und die sind immer noch solo, die eine 32 jahre, die andere 37, die dritte 22.
Tja, warum Wohl?
Der goldene Mittelweg macht´s, Kompromisse.
Gruß
Maus
Ralf1978
12.07.2004, 15:50
Ja Kompromisse sind zu einer Zeit in der Frau unbedingt ihren eigenen Weg gehen will unabdingbar. Nicht dass es falsch oder schlecht wäre, wenn Frauen nicht ihren eigenen Weg gehen.
Aber in Sachen Liebe wird es deutlich komplizierter...
Das sagt meine Mutter immer zu mir, weil sie die Frauen von heute nicht verstehen kann. Sie meint, dass das weibliche Geschlecht von heute auf Biegen und Brechen versucht das zu bekommen was sie sich vorstellen und dafür funktionierende Beziehungen schon mal hinter sich lassen. Ich kann das eigentlich nur Bestätigen.
Sie hat mir dann auch gleich das Geheimnis ihrer Ehe veraten:
Dem Mann immer Recht geben ihm das Gefühl lassen, er ist der Chef aber in Wirklichkeit doch das machen, was sie will ohne ihm aber dabei in den Rücken zu fallen. Hm 27 Jahre hat es mit meinem Vater ja bisher geklappt :))
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