Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Achtung! Das Kind raucht mit...
Jedes zweite Kind in Deutschland lebt in einem Raucherhaushalt und jedes fünfte Kind ist bereits im Mutterleib durch Tabakrauch gefährdet. Die Auswirkungen des Passivrauchens können die Gesundheit von Kindern sogar für ihr ganzes Leben schädigen.
Die gesundheitlichen Risiken von Kindern durch Passivrauchen reichen von Störungen des Allgemeinbefindens wie Bauchweh und Kopfschmerzen über Verhaltensauffälligkeiten, Lernschwierigkeiten und verminderte körperliche Leistungsfähigkeit bis hin zu einer eingeschränkten Lungenfunktion, die sich über die gesamte Lebensspanne negativ auswirken kann. Die Kinder können Mittelohrentzündung, Atemwegserkrankungen, Asthma, Lungenkrebs und Herzerkrankungen bekommen - mutmaßlich entstehen auch Hirnhautentzündung und Hirntumore durch Tabakrauch.
Die Raucherquote bei Frauen im gebärfähigen Alter ist besonders hoch: 40 Prozent der 20- bis 39-jährigen Frauen in Deutschland rauchen. Pro Jahr sind 154.000 ungeborene Kinder bereits im Mutterleib Rauchschadstoffen ausgesetzt, die sie über den Blutkreislauf ihrer rauchenden Mütter aufnehmen. Der Anteil der Früh- und Fehlgeburten bei Raucherinnen ist nachweislich höher gegenüber Nichtraucherinnen. Babys rauchender Mütter haben bei der Geburt eine geringere Körpergröße und ein um durchschnittlich 200 Gramm geringeres Geburtsgewicht.
Nur ein Drittel der Raucherinnen hört während der Schwangerschaft mit dem Rauchen auf. Nach der Geburt fangen zwei Drittel von ihnen bereits in den ersten Monaten nach der Geburt wieder mit dem Rauchen an.
Quelle: Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung / Pressestelle (gelesen bei psychologie heute)
Rauchen ist ein schwieriges Thema in der Schwangerschaft!
Ein wichtiger Punkt kommt aber vor der Schwangerschaft:
Rauchen senkt die Fruchtbarkeit
Diese Aussage stimmt, sie ist kein Mythos. Der Zigarettenkonsum ist negativ für das Wachstum der Eibläschen. Außerdem nimmt die für die Einnistung der Eizelle wichtige Konzentration der Hormone Östradiol und Progesteron ab. "Bei künstlichen Befruchtungen benötigen sie nahezu doppelt so viele Zyklen, um schwanger zu werden, wie Nichtraucherinnen", kommentiert Reproduktionsmediziner Peter Rosenbaum diese Aussage gegenüber dem Portal "Baby und Familie".
Quelle: diesen Ausschnitt habe ich bei WEB.DE (http://www.web.de) gefunden, im Bereich Gesundheit, dort steht noch mehr zur Fruchtbarkeit!
Rauchen schadet also nicht nur der eigenen Gesundheit und der im Umkreis lebenden Personen, sondern es verhindert schon von Anfang an die gute Zeugungsfähigkeit!
Was meint ihr dazu? Würdet ihr aufhören zu rauchen um Schwanger zu werden bzw. für das Baby?
Gruss
almac
Hallo almac,
interessante Frage.
Da ich Nichtraucher bin stehe ich nicht vor dieser Problematik. Die Schwester meines Freundes z.B. hat vor der Schwangerschaft mit dem Rauchen aufgehört und ihr Freund dann auch. Eine Freundin von mir wurde ungewollt schwanger und hat es nicht fertig gebracht mit dem Rauchen aufzuhören - und hat das Kind leider verloren.
Wie ist das eigentlich wenn man nicht merkt, dass man schwanger ist und bis zu dem Zeitpunkt kräftig raucht... ich hab nämlich mal gehört, dass es für das Baby dann auch schädlich ist, wenn man so abrupt aufhört, sondern man lieber langsam aufhören sollte. Ist da was dran?
LG jeanny
->Maya<-
12.08.2010, 10:37
Also ich würde aufhören mit Sheesha (Wasserpfeife) rauchen, was ich mal jeden Tag und mal nur 1x im Monat tue. Zigaretten waren noch nie ein Thema.
Ist immer so leicht zu sagen ich würde aufhören zu rauchen aber für manche Menschen, die schon seit ewigen Jahren rauchen ist das garnicht so einfach.
Mein Vater hat 2x versucht das Rauchen aufzugeben: Als meine Mutter mit meinem Bruder schwanger war (er rauchte vor Aufregung wieder als es Komplikationen gab und mein Bruder keine Luft bekam) und vor 1-2 Jahren als er wegen seinem Magen geraten bekommen hat seinen Alkoholkonsum runterzuschrauben (er trank sonst 1l Bier jeden Abend vorm Fernseher). Beide Male hat er also ca. 1/2 Jahr durchgehalten und hat dann zwar weniger geraucht, jedoch wieder angefangen trotz einiger guter Gründe aufzuhören (meine Mama hat Atemprobleme und mag den Rauchgeschmack garnicht).
Liebe Grüße
belina01
16.08.2010, 22:42
ich war heute mit einer freundin was trinken- sie ist im 6ten monat schwanger- sie hat geraucht. find ich zwar nicht gut- aber ich urteile nicht darüber.
in der regel, geht eine ss immer gut aus- so mein gedanke...
Es kann gut gehen, aber es kann auch Komplikationen hervorrufen.
Verstehe das mit dem Rauchen eh nicht, aber das wäre ein Thema im Gesundheitsbereich.
Habe so einiges darüber gelesen und weiß auch nicht was ich davon halten soll.
zum einen schreibt man das rauchen die Fruchtbarkeit einschränken kann, dann hört man aber das so einige Raucher Kinder bekommen haben.
dann wiederrum liest man das Rauchen in der Schwangerschaft schädlich für das Kind ist, aber auf der nächsten Seite liest man das man nicht mit dem Rauchen komplett aufhören sollte da das Kind den Entzug mit machen müsste.
Das man später Kinder wie auch jeden anderen vor Rauchersmog schützen sollte, ist irgendwie klar.
ich selber als Nichtraucher versuche immer weit weg vom Raucher zu sein!
Meine Frau als Raucher, macht das aber grundsätzlich, das sie sich von allen entfernt und erst im Freien raucht!
Habt ihr Erfahrungen oder Meinung dazu?
Gruss
Almac
Eislicht
28.04.2011, 10:06
Also wenn ich schwanger werden wollte, würde ich aufhören zu rauchen und von meinem Partner dasselbe verlangen, da das mit der geringeren Fruchtbarkeit und der höheren Abbruchwahrscheinlichkeit erwiesen ist. Auch das mit dem Entzug im Körper stimmt, aber da muss dann ein Kind so oder so durch, bestenfalls nach der Geburt, wenn die Mutter es nicht vor oder während der der Schwangerschaft schafft, mit dem Rauchen aufzuhören.
Dass Raucher trotzdem Kinder bekommen ist ja kein Gegenbeweis gegen eine verminderte Zeugungsfähigkeit/Fruchtbarkeit etc. Das wäre ja sonst so, als wenn man sagen würde "Mein Opa ist 95 geworden, obwohl er immer geraucht hat." Dabei wissen wir alle wie schädlich Rauchen für die Gesundheit ist und dass so ein Opa einfach nur massenhaft Dusel gehabt hat und auch mit 45 an Kehlkopfkrebs hätte verrecken können.
Ich seh das mit dem Rauchen ohnehin ziemich eng. Ich lasse z.B. Menschen nicht in der Nähe meiner Katzen rauchen, weil ich nicht will, dass sie einen Schaden davontragen. Sie (oder generell Tiere) nehmen die Schadstoffe ja auch doppelt auf, einmal durch's Einatmen des Rauchs und dann beim Putzen auch die chemischen Partikel, die sich ins Fell gesetzt haben.
Daher ist für mich Rauchen in Anwesenheit von Tieren und Kindern ein absolutes No-Go.
Ein Erwachsener kann selber entscheiden, ob er Rauchen will oder sich passivem Rauchen aussetzen will, ein Kind oder Tier nicht.
Und mir ist das Risiko einfach viel zu hoch und ich möchte keinesfalls irgendeinen Anteil daran gehabt haben, dass jemand unschuldiges, unmündiges zu Schaden kommt.
Es gibt genügend schlimme Dinge, die ich nicht beeinflussen kann. Ich will wenigstens die schädlichen Dinge fernhalten, die ich beeinflussen kann.
Naja, so seh ich das. Im Endeffekt muss es jeder selber wissen und ich kenn die Ausreden der Raucher zu genüge, die hören eh nicht.
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