Nymi
28.06.2003, 21:32
Hallo Ihr alle.
Erja hatte mich mal gebeten noch was aus meinem Fundus herzugeben. Für Sie setzte ich jetzt also eine meiner Geschichten hier herein.
Es sind schon ein paar Seiten, aber alle die Intersse haben würden mir eine Freude machen wenn sie's lesen und was Nettes dazu schreiben "GRINS" (hm, oder halt was "Unnettes")
Hoffe ich sprenge nicht den Rahmen des Erlaubten oder so... grübel... also los, ..
hier jetzt für Erja
"Das Märchen vom Fischerjungen" (copyright by Nymisies )
1.
Mitten in der Nacht schreckte der kleine Fischerjunge plötzlich in seinem Bett auf und setzte sich senkrecht hin. Ein gruseliges Geräusch drang von dem kleineren Bettchen seiner jüngeren Schwester, das ja direkt an seiner Seite stand, zu ihm herüber. Vorsichtig drehte er seinen Kopf in der Dunkelheit.
Über dem zarten Körper seines Schwesterchens schwebte ein dunkler, wabernder Schatten.
Das scheu einfallende Licht des Mondes verschlang der Schatten fast vollständig. Und noch ehe der arme Fischerjunge seine Angst besiegt hatte um dem Schwesterchen zu helfen, griff der Schatten in ihren Körper und zog und zerrte ihre Gesundheit, einen blass schimmernden Schemen, gewaltsam aus ihr heraus.
Auch ihn verschlang er mit seiner wogenden Dunkelheit.
Schnell sprang der Junge nun aus seinem Bett um den Schatten aufzuhalten, doch es war wohl schon zu spät. Eiskalt berührte der schwebende Eindringling ihn wie mit einer höhnischen Geste und verschwand dann schnell durch eine Ritze im Hölzernen Fensterladen.
Der kleine Junge setzte sich auf den abgenutzten Boden des Zimmers, hielt die Hände vor sein Gesicht und weinte.
Am nächsten Morgen trat sein Vater, der Fischer, in das Zimmer.
„Was ist denn los, mein Junge?“
Sein Sohn weinte immer noch bitterlich.
„Schwesterchen ist krank!“
„Aber sie schläft doch noch ganz ruhig und friedlich in ihrem Bettchen.“ Antwortete der Vater verwundert.
„Sie wird auf kein Rütteln und Schütteln, Rufen und Bitten wieder aufwachen.“
Und so war es dann auch.
Die Frau des Fischers und Mutter von Bruder und Schwesterchen war darauf hin so verzweifelt und traurig, dass sie nicht mehr aus ihrem Zimmer herauskam. Und der Fischer musste nun häufiger noch als sonst Fische fangen fahren, damit alle genug zum Essen hatten und sich das Wenige, das sie sonst noch benötigten, auf dem Markt kaufen konnten.
Natürlich half sein Sohn ihm auf jede nur mögliche Art und Weise. Er fing ebenfalls ein paar Fische, aber er konnte nie so viele fangen wie sein Vater, der viel mehr Erfahrung hatte. Er fuhr auf den Markt und verkaufte die Fische, aber sehr häufig übervorteilten ihn die anderen Händler, die ihn für einen kleinen Jungen hielten, was er ja eigentlich auch war. Und er versuchte sich an den Stoffarbeiten, die normalerweise seine Mutter mit Schwesterchen machte, aber er stellte sich leider sehr ungeschickt dabei an und schon bald hatte er seine Hand über und über zerstochen und niemand wollte seine unregelmäßigen Arbeiten kaufen.
„Jetzt reicht es, ich werde losziehen und die Gesundheit von Schwesterchen zurückholen.“ Sagte er eines Tages zu seinem Vater, denn etwas anderes konnte er ja nicht tun um ihm zu helfen.
Sein Vater war traurig das er fortgehen wollte, aber er verstand es. Seine Mutter allerdings schrie und weinte noch lauter, weil sie glaubte den Sohn nun auch noch zu verlieren, aber ihr Sohn lies sich davon nicht aufhalten.
„Komm setzt dich, iss dich mit dem Wenigen was wir haben satt und nimm noch etwas für unterwegs mit. Ich werde dir einen kleinen Korb packen.“ Sagte sein Vater zu ihm und dann setzten sie sich zu einem letzten gemeinsamen Essen, bevor er in die Welt ziehen wollte, seine Suche zu beginnen.
2.
„Es ist gar nicht so einfach den ganzen Tag nur zu laufen. Und noch weniger wenn man keine Ahnung hat wohin man eigentlich geht. Auch ein leerer Bauch macht es nicht einfacher, obwohl dann die Beine ja weniger tragen müssen.“ Der Fischerjunge setzte sich auf eine kleine Wiese neben dem Weg. „Wenigstens bin ich noch so klein, da brauche ich nicht viel zum Essen.“ Er sah sich um, ob vielleicht im Wald hinter ihm Büsche wüchsen, an denen er Beeren finden könnte, aber der Wald war dunkel, tief und voller dicker Baumstämme ohne viel Platz für Büsche mit Beeren dazwischen. In diesem Wald wollte er lieber auch nicht nach etwas zum Essen suchen müssen.
Da hörte er plötzlich lautes Gelächter und viele Stimmen die ein Lied, wohl mit dem gleichen Text, aber leider mit unterschiedlichen Melodien, durcheinander riefen. Neugierig setzte er sich gerade hin, streckte den Rücken und sprang schließlich sogar auf, um doch zu sehen, was das für lustige und laute Leute waren, die da jetzt um die Kurve des Weges zu ihm an der Wiese vorbei kamen.
Aufgeregt rannte er auf die Spielmannstruppe zu, als er sie als solche erkannte, wie alle kleinen Jungen es tun würden. Doch sogleich blieb er stehen. Er dachte traurig an Schwesterchen, die krank Zuhause im Bett lag. Die Spielleute kamen weit herum. Bestimmt konnten sie ihm sagen, wo die Gesundheit seines Schwesterchens sein könnte. Oder sie kannten jemanden, der ihm sagen würde, wer sie gestohlen hatte.
Am Wegesrand, halb noch auf der Wiese, wartete er auf die buntgeschmückten Menschen mit allerlei Geräusche machenden Anhängseln. Besonders gefielen ihm kleine Glockenspiel, die fast alle Spielleute mit einer Klammer an den Fransen ihrer Kleidung befestigt hatten und die bei jedem Hüpfer blechern mithüpften.
Geduldig wartete er bis die Ersten an ihm vorbeigetanzt waren. Das waren die Kinder, in seinem Alter, oder jünger, oder älter, die Kinder der ganzen Truppe. Bestimmt wäre er normalerweise auch gerne so durch die Gegend getanzt aber jetzt dachte er nur daran jemanden nach Schwesterchens Gesundheit zu fragen. Eine Gruppe Erwachsener, die ruhig daherschritten und sich mit bedeutungsvolleren Mienen ansprachen als die Anderen suchte er sich aus. Schnell griff er den Korb neben sich, der leider schon seit einem Tag leer war, und lief in den Zug hinein.
„Verzeihung, kann ich mit euch reden?“ Der kleine Fischer hatte Probleme mit den langen Beinen mitzuhalten. Ärgerlich hielt er den Korb weit von sich, damit er nicht darüber stolperte. Die Gruppe hatte ihn nicht mal bemerkt. Dann machte der Weg wieder eine Kurve, nach der Wiese, auf welcher der Junge gerade verzweifelt etwas zu Essen gesucht hatte. Direkt vor den Spielleuten und natürlich auch dem Fischerjungen lag nun eine Stadt, in die sie mit lautem Getöse einzogen. Diesmal allerdings mit der richtigen Melodie zu vielen verschiedenen lauten und lustigen Liedern und der Fischerjung zog mit ein, ob er wollte oder nicht.
„Nun gut, aber ich werde Schwesterchen helfen. Dann warte ich eben bis sie Zeit haben.“ Sagte er sich und lief von da an die ganze Zeit verbissen und beharrlich bei den Spielmännern mit.
Der kleine Fischerjunge war noch nicht bei vielen Spielleuten so nah und lange dabei gewesen. Eigentlich noch nie. Die ganze Zeit staunte er und freute sich an den Darbietungen. Bei den Feuerschluckern wich er jedes Mal mit der Zuschauermenge zurück, wenn es gefährlich aussah, nur das er alleine auf der Seite der Aufführenden saß, ohne das ihn jemand bemerkte.
„Ja, wenn ich so was könnte, hätte ich Vater besser helfen können.“ So dachte er nicht zum einzigen Mal an diesem Tag.
Als der Abend kam und die Leute nach Hause gingen, lag auch der Fischerjunge schlafend zwischen den Sachen eines Jongleurs, ohne es zu wissen, zwischen was er lag, da die Taschen geschlossen waren. Aber das war ihm auch egal. Es war sehr schwer gewesen einzuschlafen, weil sein Magen die ganze Zeit so laut gewesen war und deshalb war er sehr froh es doch endlich geschafft zu haben.
Aus diesem Grund drehte er sich auch lieber einfach auf die andere Seite, anstatt aufzustehen, als ihn jemand leicht mit dem Fuß anschubste.
„Nein, ich habe doch so einen Hunger.“ Murmelte er zur Entschuldigung.
„So? Nah dann steh erst mal auf und sag wer du bist, dann schauen wir was sich da machen lässt.“ Kam es prompt zur Antwort.
Von diesem hoffnungsmachenden Versprechen gelockt sah der kleine Fischer sich aus halbgeöffneten Augen den Mann an, der da vor ihm stand. Es war der Jongleur. Er hatte den schlafenden Jungen wohl gefunden, als er gekommen war seine Sachen zu packen.
Jetzt hob er ihn auf und trug ihn zum Feuer. Und dann gab es endlich etwas zum Essen für den armen, hungrigen Fischerjungen. Dann erzählte dieser seine Geschichte den aufmerksamen Spielleuten.
Alle saßen um ein großes Feuer herum und hatten es sich schön warm und gemütlich gemacht. Über seine Fragen dachten alle gründlich und lange nach. Doch einer nach dem anderen Schüttelten sie den Kopf.
„Nein, von so etwas haben wir noch nie gehört. Aber wir glauben dir. Wenn uns so etwas passieren würde, nun, wir würden in den großen Wald gehen und die weise Frau fragen, die dort in einer kleinen, hölzernen Hütte wohnt.“
Und das war alles, was sie ihm sagen konnten.
3.
Am nächsten Morgen war der kleine Junge ausgeschlafen und mit einem vollgefüllten Korb wieder unterwegs. Diesmal in den dunklen, großen Wald hinein. Neben seinem gefüllten Korb hatte er auch eines von den kleinen, hell klingenden Glockenspielen dabei, von denen er so angetan war, denn die Spielleute hatten ihm auf seine Begeisterung hin eins geschenkt. Das hatte er nun an seinem Hemdchen genau so klingend und bimmelnd hängen, wie zuvor die Leute der Gauklertruppe.
Ihm war sehr mulmig zu Mute, als er die dicken, langen Stämme wieder sah und die vielen düsteren Stellen, die einen nicht sehr weit sehen ließen. Aber was half es, er dachte an Schwesterchen und betrat den Wald.
.....hehe, er sagt mir grade das meine Geschichte 3 mal so lang ist, wie hier erlaubt.. wenn ihr Interesse habt, setzt ich den Rest in 2 weitern Threats rein.. schreibt halt ob ihr wollt...
(ob auch nur ein Einziger gelesen hat?)
Erja hatte mich mal gebeten noch was aus meinem Fundus herzugeben. Für Sie setzte ich jetzt also eine meiner Geschichten hier herein.
Es sind schon ein paar Seiten, aber alle die Intersse haben würden mir eine Freude machen wenn sie's lesen und was Nettes dazu schreiben "GRINS" (hm, oder halt was "Unnettes")
Hoffe ich sprenge nicht den Rahmen des Erlaubten oder so... grübel... also los, ..
hier jetzt für Erja
"Das Märchen vom Fischerjungen" (copyright by Nymisies )
1.
Mitten in der Nacht schreckte der kleine Fischerjunge plötzlich in seinem Bett auf und setzte sich senkrecht hin. Ein gruseliges Geräusch drang von dem kleineren Bettchen seiner jüngeren Schwester, das ja direkt an seiner Seite stand, zu ihm herüber. Vorsichtig drehte er seinen Kopf in der Dunkelheit.
Über dem zarten Körper seines Schwesterchens schwebte ein dunkler, wabernder Schatten.
Das scheu einfallende Licht des Mondes verschlang der Schatten fast vollständig. Und noch ehe der arme Fischerjunge seine Angst besiegt hatte um dem Schwesterchen zu helfen, griff der Schatten in ihren Körper und zog und zerrte ihre Gesundheit, einen blass schimmernden Schemen, gewaltsam aus ihr heraus.
Auch ihn verschlang er mit seiner wogenden Dunkelheit.
Schnell sprang der Junge nun aus seinem Bett um den Schatten aufzuhalten, doch es war wohl schon zu spät. Eiskalt berührte der schwebende Eindringling ihn wie mit einer höhnischen Geste und verschwand dann schnell durch eine Ritze im Hölzernen Fensterladen.
Der kleine Junge setzte sich auf den abgenutzten Boden des Zimmers, hielt die Hände vor sein Gesicht und weinte.
Am nächsten Morgen trat sein Vater, der Fischer, in das Zimmer.
„Was ist denn los, mein Junge?“
Sein Sohn weinte immer noch bitterlich.
„Schwesterchen ist krank!“
„Aber sie schläft doch noch ganz ruhig und friedlich in ihrem Bettchen.“ Antwortete der Vater verwundert.
„Sie wird auf kein Rütteln und Schütteln, Rufen und Bitten wieder aufwachen.“
Und so war es dann auch.
Die Frau des Fischers und Mutter von Bruder und Schwesterchen war darauf hin so verzweifelt und traurig, dass sie nicht mehr aus ihrem Zimmer herauskam. Und der Fischer musste nun häufiger noch als sonst Fische fangen fahren, damit alle genug zum Essen hatten und sich das Wenige, das sie sonst noch benötigten, auf dem Markt kaufen konnten.
Natürlich half sein Sohn ihm auf jede nur mögliche Art und Weise. Er fing ebenfalls ein paar Fische, aber er konnte nie so viele fangen wie sein Vater, der viel mehr Erfahrung hatte. Er fuhr auf den Markt und verkaufte die Fische, aber sehr häufig übervorteilten ihn die anderen Händler, die ihn für einen kleinen Jungen hielten, was er ja eigentlich auch war. Und er versuchte sich an den Stoffarbeiten, die normalerweise seine Mutter mit Schwesterchen machte, aber er stellte sich leider sehr ungeschickt dabei an und schon bald hatte er seine Hand über und über zerstochen und niemand wollte seine unregelmäßigen Arbeiten kaufen.
„Jetzt reicht es, ich werde losziehen und die Gesundheit von Schwesterchen zurückholen.“ Sagte er eines Tages zu seinem Vater, denn etwas anderes konnte er ja nicht tun um ihm zu helfen.
Sein Vater war traurig das er fortgehen wollte, aber er verstand es. Seine Mutter allerdings schrie und weinte noch lauter, weil sie glaubte den Sohn nun auch noch zu verlieren, aber ihr Sohn lies sich davon nicht aufhalten.
„Komm setzt dich, iss dich mit dem Wenigen was wir haben satt und nimm noch etwas für unterwegs mit. Ich werde dir einen kleinen Korb packen.“ Sagte sein Vater zu ihm und dann setzten sie sich zu einem letzten gemeinsamen Essen, bevor er in die Welt ziehen wollte, seine Suche zu beginnen.
2.
„Es ist gar nicht so einfach den ganzen Tag nur zu laufen. Und noch weniger wenn man keine Ahnung hat wohin man eigentlich geht. Auch ein leerer Bauch macht es nicht einfacher, obwohl dann die Beine ja weniger tragen müssen.“ Der Fischerjunge setzte sich auf eine kleine Wiese neben dem Weg. „Wenigstens bin ich noch so klein, da brauche ich nicht viel zum Essen.“ Er sah sich um, ob vielleicht im Wald hinter ihm Büsche wüchsen, an denen er Beeren finden könnte, aber der Wald war dunkel, tief und voller dicker Baumstämme ohne viel Platz für Büsche mit Beeren dazwischen. In diesem Wald wollte er lieber auch nicht nach etwas zum Essen suchen müssen.
Da hörte er plötzlich lautes Gelächter und viele Stimmen die ein Lied, wohl mit dem gleichen Text, aber leider mit unterschiedlichen Melodien, durcheinander riefen. Neugierig setzte er sich gerade hin, streckte den Rücken und sprang schließlich sogar auf, um doch zu sehen, was das für lustige und laute Leute waren, die da jetzt um die Kurve des Weges zu ihm an der Wiese vorbei kamen.
Aufgeregt rannte er auf die Spielmannstruppe zu, als er sie als solche erkannte, wie alle kleinen Jungen es tun würden. Doch sogleich blieb er stehen. Er dachte traurig an Schwesterchen, die krank Zuhause im Bett lag. Die Spielleute kamen weit herum. Bestimmt konnten sie ihm sagen, wo die Gesundheit seines Schwesterchens sein könnte. Oder sie kannten jemanden, der ihm sagen würde, wer sie gestohlen hatte.
Am Wegesrand, halb noch auf der Wiese, wartete er auf die buntgeschmückten Menschen mit allerlei Geräusche machenden Anhängseln. Besonders gefielen ihm kleine Glockenspiel, die fast alle Spielleute mit einer Klammer an den Fransen ihrer Kleidung befestigt hatten und die bei jedem Hüpfer blechern mithüpften.
Geduldig wartete er bis die Ersten an ihm vorbeigetanzt waren. Das waren die Kinder, in seinem Alter, oder jünger, oder älter, die Kinder der ganzen Truppe. Bestimmt wäre er normalerweise auch gerne so durch die Gegend getanzt aber jetzt dachte er nur daran jemanden nach Schwesterchens Gesundheit zu fragen. Eine Gruppe Erwachsener, die ruhig daherschritten und sich mit bedeutungsvolleren Mienen ansprachen als die Anderen suchte er sich aus. Schnell griff er den Korb neben sich, der leider schon seit einem Tag leer war, und lief in den Zug hinein.
„Verzeihung, kann ich mit euch reden?“ Der kleine Fischer hatte Probleme mit den langen Beinen mitzuhalten. Ärgerlich hielt er den Korb weit von sich, damit er nicht darüber stolperte. Die Gruppe hatte ihn nicht mal bemerkt. Dann machte der Weg wieder eine Kurve, nach der Wiese, auf welcher der Junge gerade verzweifelt etwas zu Essen gesucht hatte. Direkt vor den Spielleuten und natürlich auch dem Fischerjungen lag nun eine Stadt, in die sie mit lautem Getöse einzogen. Diesmal allerdings mit der richtigen Melodie zu vielen verschiedenen lauten und lustigen Liedern und der Fischerjung zog mit ein, ob er wollte oder nicht.
„Nun gut, aber ich werde Schwesterchen helfen. Dann warte ich eben bis sie Zeit haben.“ Sagte er sich und lief von da an die ganze Zeit verbissen und beharrlich bei den Spielmännern mit.
Der kleine Fischerjunge war noch nicht bei vielen Spielleuten so nah und lange dabei gewesen. Eigentlich noch nie. Die ganze Zeit staunte er und freute sich an den Darbietungen. Bei den Feuerschluckern wich er jedes Mal mit der Zuschauermenge zurück, wenn es gefährlich aussah, nur das er alleine auf der Seite der Aufführenden saß, ohne das ihn jemand bemerkte.
„Ja, wenn ich so was könnte, hätte ich Vater besser helfen können.“ So dachte er nicht zum einzigen Mal an diesem Tag.
Als der Abend kam und die Leute nach Hause gingen, lag auch der Fischerjunge schlafend zwischen den Sachen eines Jongleurs, ohne es zu wissen, zwischen was er lag, da die Taschen geschlossen waren. Aber das war ihm auch egal. Es war sehr schwer gewesen einzuschlafen, weil sein Magen die ganze Zeit so laut gewesen war und deshalb war er sehr froh es doch endlich geschafft zu haben.
Aus diesem Grund drehte er sich auch lieber einfach auf die andere Seite, anstatt aufzustehen, als ihn jemand leicht mit dem Fuß anschubste.
„Nein, ich habe doch so einen Hunger.“ Murmelte er zur Entschuldigung.
„So? Nah dann steh erst mal auf und sag wer du bist, dann schauen wir was sich da machen lässt.“ Kam es prompt zur Antwort.
Von diesem hoffnungsmachenden Versprechen gelockt sah der kleine Fischer sich aus halbgeöffneten Augen den Mann an, der da vor ihm stand. Es war der Jongleur. Er hatte den schlafenden Jungen wohl gefunden, als er gekommen war seine Sachen zu packen.
Jetzt hob er ihn auf und trug ihn zum Feuer. Und dann gab es endlich etwas zum Essen für den armen, hungrigen Fischerjungen. Dann erzählte dieser seine Geschichte den aufmerksamen Spielleuten.
Alle saßen um ein großes Feuer herum und hatten es sich schön warm und gemütlich gemacht. Über seine Fragen dachten alle gründlich und lange nach. Doch einer nach dem anderen Schüttelten sie den Kopf.
„Nein, von so etwas haben wir noch nie gehört. Aber wir glauben dir. Wenn uns so etwas passieren würde, nun, wir würden in den großen Wald gehen und die weise Frau fragen, die dort in einer kleinen, hölzernen Hütte wohnt.“
Und das war alles, was sie ihm sagen konnten.
3.
Am nächsten Morgen war der kleine Junge ausgeschlafen und mit einem vollgefüllten Korb wieder unterwegs. Diesmal in den dunklen, großen Wald hinein. Neben seinem gefüllten Korb hatte er auch eines von den kleinen, hell klingenden Glockenspielen dabei, von denen er so angetan war, denn die Spielleute hatten ihm auf seine Begeisterung hin eins geschenkt. Das hatte er nun an seinem Hemdchen genau so klingend und bimmelnd hängen, wie zuvor die Leute der Gauklertruppe.
Ihm war sehr mulmig zu Mute, als er die dicken, langen Stämme wieder sah und die vielen düsteren Stellen, die einen nicht sehr weit sehen ließen. Aber was half es, er dachte an Schwesterchen und betrat den Wald.
.....hehe, er sagt mir grade das meine Geschichte 3 mal so lang ist, wie hier erlaubt.. wenn ihr Interesse habt, setzt ich den Rest in 2 weitern Threats rein.. schreibt halt ob ihr wollt...
(ob auch nur ein Einziger gelesen hat?)