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almac
05.07.2003, 09:53
Australische Gruppe droht MS mit Publikation von Sicherheitslücken, falls Konzern nicht offiziellen Linux-Bootloader veröffentlicht

Eine australische Gruppe von Xbox
Sicherheitsexperten hat einen Weg gefunden, Linux auf der Microsoft-Konsole zum Laufen zu bringen. Der Einbau eines so genannten Mod-Chips ist dafür nicht notwendig.

Die Gruppe droht Microsoft nun mit der Veröffentlichung ihrer Untersuchungen, falls der Softwarekonzern nicht selbst einen offiziellen Bootloader für das quelloffene Betriebssystem zertifiziere.
Zu diesem Zweck habe man schon öfter - aber leider vergeblich - versucht Kontakt mit MS aufzunehmen.

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Definition:
Ein Bootloader ist ein kleines Programm, dessen Code an einer dem BIOS bekannten Speicheradresse auf einem bootfähigen Medium liegt. Er dient zum Laden des Betriebssystems in den Hauptspeicher und anschließendem Start dessen.
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Offizieller Bootloader gegen Piraterie
Verweigert MS die Zusammenarbeit weiterhin, wollen die Forscher die Sicherheitslücken, über die sie Linux auf die Konsole schleusen konnten, für jeden offen legen. Dies würde gleichzeitig das Öffnen der Xbox für Piraten bedeuten, da der mühsame Einbau eines Mod-Chips zum Abspielen von Raubkopien nicht länger vonnöten wäre.

Mit einem offiziellen Linux-Bootloader könnte MS die Nutzung von raubkopierten Spielen allerdings verhindern. Mit einer Entscheidung für dieses kleinere Übel könnte schon bald jeder Linux auf der Xbox via Memory Card zum Laufen bringen.

Microsoft untersucht derzeit die technologischen und rechtlichen Grundlagen in Verbindung mit dem Xbox-Hack und plant in der nächsten Woche darauf zu reagieren.

almac
05.07.2003, 09:57
Verlängerung bis 31. Dezember 2003

Das Xbox-Linux-Projekt geht in die zweite Runde. Nachdem das Ziel für das ursprüngliche "Project B" im ersten Durchgang nicht erreicht wurde, wird dieser Bewerb bis zum Jahresende verlängert.

Ziel ist es, ausschließlich mit legalen Mitteln das freie Betriebssystem auf der Konsole zum Laufen zu bringen. Das Preisgeld beträgt erneut 100.000 USD, das wie bereits in der ersten Runde von Lindows-Gründer Michael Robertson gespendet wurde.

Das Preisgeld aus der ersten Stufe des Projekts ist allerdings noch nicht endgültig aufgeteilt.

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Die genauen Regeln zum Wettbewerb finden sich auf der Homepage des Projekts. Werden mehrere "bahnbrechende" Entwicklungen eingereicht, wird das Preisgeld aufgeteilt. Alle technischen Informationen wie Binaries, ROM-Inhalte müssen dazu unter GPL veröffentlicht werden. "Die Lösungen müssen so einfach sein, dass auch ein zwölfjähriges Kind sie nachahmen kann", heißt es auf der Homepage des Projekts. Um das Preisgeld zu erhalten, müssen die Ergebnisse entweder an einen der Entwickler des Projekts oder die Mailing-Liste übermittelt werden.
Link: Xbox-Linux-Projekt (http://xbox-linux.sourceforge.net/articles.php?aid=20030023081956)
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Zweite Runde
In der zweiten Runde von "Project B" wollen die Initiatoren Linux ohne Hardware-Veränderungen für die Xbox nutzbar machen. Die Regeln wurden gegenüber der ersten Runde verändert, um auch neue Methoden zu ermöglichen.

Das Betriebssystem soll mittels CD vom Laufwerk der Xbox aus gestartet werden. Allerdings wird auch akzeptiert, wenn Linux direkt von der Festplatte der Konsole oder von einem angeschlossenen USB-Gerät aus gebootet wird.

almac
05.07.2003, 10:00
Die Hackergruppe X-Free hat vor Kurzem eine Sicherheitslücke in der Xbox entdeckt, die es ermöglicht, beliebige Programme auf der Konsole auszuführen.
Man bot Microsoft an, dass Geheimnis zu bewahren, wenn man einen Linux-Loader für die Xbox signierte.
Doch Microsoft zeigte sich nicht kooperativ, woraufhin die Hackergruppe die Details zur Sicherheitslücke veröffentlichte.

Microsoft wirft X-Free jetzt Erpressung vor, doch laut eigenen Aussagen der Gruppe, unterbreitete man Microsoft lediglich einen Vorschlag.
Ob dies so war, wird jetzt geprüft.

Durch diese Sicherheitslücke ist es möglich, beliebige Programme auf der Xbox zu installieren und zu benutzen.
Auch gebrannte Spiele können ohne Mod-Chip gespielt werden.

Wer mehr darüber wissen will, sollte sich den Anhang ansehen :