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XJustinSaneX
23.05.2004, 17:00
Mainz 05 gelingt Aufstieg in die Bundesliga
23. Mai 16:50

http://www.netzeitung.de/img/0081/122081.jpg
Mainz-Trainer Jürgen Klopp hat es endlich geschafft.
Foto: ddp

Der FSV Mainz 05 wird in der kommenden Saison in der Fußball-Bundesliga spielen. Die Rheinhessen profitierten am letzten Spieltag von der Niederlage Aachens beim KSC. Lübeck und Regensburg steigen ab.

Nach den schmerzhaften Erfahrungen der vergangenen beiden Spielzeiten hat der FSV Mainz 05 am letzten Zweitliga-Spieltag den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga perfekt gemacht. Die Mainzer besiegten Eintracht Trier am Sonntag vor heimischem Publikum mit 3:0 (1:0) und profitierten vom 0:1 (0:1) Alemannia Aachens beim Karlsruher SC. Mainz begleitet damit den 1. FC Nürnberg und Arminia Bielefeld in das Oberhaus.

Regensburg und Lübeck gehen nach unten

Jahn Regensburg musste sich bei Energie Cottbus mit 0:3 (0:1) geschlagen geben und steigt ab. Auch der VfB Lübeck muss nach der 0:2 (0:1)-Niederlage bei der SpVgg Greuther Fürth den Gang in die Regionalliga antreten. Der VfL Osnabrück und der 1. FC Union hatten bereits vor dem letzten Spieltag als Absteiger festgestanden.

Alemannia Aachen vergab am Sonntag den «Matchball». Bei einem Sieg in Karlsruhe hätte den Aachenern, die am 29. Mai im DFB-Pokalfinale gegen Werder Bremen antreten, niemand mehr den Aufstieg streitig machen können. Doch Karlsruhe stellte dem Team von Trainer Jörg Berger ein Bein. Energie Cottbus zog mit seinem Heimsieg in der Tabelle sogar noch an den Aachenern vorbei auf Platz vier.

LR Ahlen besiegte Aufsteiger 1. FC Nürnberg mit 2:0 (2:0). Wacker Burghausen fuhr einen 3:1 (2:0)-Heimsieg gegen Union Berlin ein und kletterte auf Tabellenplatz zehn. Die Überraschungsmannschaft der Saison, Aufsteiger Erzgebirge Aue, trennte sich in ihrem letzten Heimspiel mit 3:3 (2:3) von der SpVgg Unterhaching. Aufsteiger Arminia Bielefeld musste ebenfalls eine Heimniederlage verkraften. 1:3 (1:0) trennten sich die Ostwestfalen vom MSV Duisburg, der die Saison auf Platz sieben beendet. Der Tabellenletze VfL Osnabrück musste zum Saisonfinale mit dem 2:3 bei Rot-Weiß Oberhausen die 20. Pleite hinnehmen. (nz)

Quelle: http://www.netzeitung.de/sport/zweiteliga/287696.html

tsubasa
23.05.2004, 18:36
das is ja mainz ma zu gönnen nachdem sie schon 3 ma in letzter minute den aufstieg verpast haben in den jahren 97 2002 und 2003...
aachen war dem druck einfach nich gewachsen

Avenzio
24.05.2004, 06:29
Das wurde jetzt aber auch mal Zeit. Gönne es ihnen! :daumen)

Avenzio
24.05.2004, 06:29
Die Fußball-Fans in Deutschland werden sich umstellen müssen. Nach 14 Jahren wird man den Namen FSV Mainz im Spielplan für die zweite Bundesliga vergeblich suchen.

Künftig tauchen neben den Rheinland-Pfälzern nicht mehr solche Vereine wie Erzgebirge Aue, Wacker Burghausen oder die SpVgg Unterhaching auf, sondern Bayern München, Borussia Dortmund und Schalke 04.

Viel Übung in Mainz

Im dritten Anlauf hat es doch noch geklappt, Mainz steigt nach dem 3:0 gegen Eintracht Trier auf. "Wir haben in den vergangenen beiden Jahren geübt und geübt, jetzt waren wir reif für den Aufstieg", sagte Trainer Jürgen Klopp.

Der Blick zurück auf die beiden so knapp verpassten Aufstiege in den Jahren 2002 und 2003 war in Mainz unvermeidlich. Doch er machte die Freude über das diesmal Vollbrachte noch schöner.

Babatz und der Fußball-Gott

"Es ist einfach nur geil", freute sich Benjamin Auer. Und Christoph Babatz verwies, wie es Fußballer in Freud und Leid gerne tun, auf die höheren Mächte, als er sagte. "Schön, dass der Fußball-Gott dieses Mal auf unserer Seite stand."

Alemannia Aachens Trainer Jörg Berger ist wohl zu lange im Geschäft, um auf derlei Floskeln zurückzugreifen. Die Niederlage seiner Mannschaft in Karlsruhe bedeutete für seine Mannschaft das Ende der Aufstiegsträume. Der KSC dagegen jubelte über den gesicherten Klassenerhalt.

Tränen bei "Ede"

Bergers Fazit fiel würziger aus. "So ist das im Sport", sagte er, "die Karlsruher haben eine Scheiß-Saison gespielt und jubeln, wir haben eine gute Saison gespielt und sind enttäuscht."

Gleiche Empfindungen gab es in Cottbus, wo der Sieg gegen Regensburg zu spät kam. "So bitter das Ganze ist, wir werden unsere Schlüsse für die Zukunft daraus zu ziehen haben", sagte Trainer Eduard Geyer, dem, welch' seltenes Bild, nach dem Schlusspfiff ein paar Tränen aus den Augen kullerten.

Keine "Blinden" mehr für Rietpietsch

In Oberhausen sah man es lockerer. Die Aufstiegschance wurde bereits vor dem Sieg gegen Osnabrück verpasst. Dennoch ist man sich bei den Kleeblättern bewusst, dass es in der neuen Saison wohl nicht mehr so einfach sein wird, aufzusteigen. "Wir können nicht davon ausgehen, dass es wieder so viele blinde Mannschaften geben wird", raunzte Mike Rietpietsch.

Demnach dürften nach Rietpietschs Meinung auch der VfB Lübeck und Jahn Regensburg zu den Blinden gehört haben. Gegen beide Teams muss Rietpietsch nächste Saison nicht spielen, sie haben den Klassenerhalt nicht geschafft.

Besonders in Lübeck trägt man schwer an der Last des Abstiegs. "Das ist einer der schlimmsten Momente meines Lebens", klagte Keeper Carsten Wehlmann. Und Jens Scharping nahm den Niedergang voll die Kappe der Mannschaft. "Das haben wir zu verantworten, nur wir." Daher kündigte der Angreifer auch die Bereitschaft an, beim Wiederaufstieg in die zweite Liga mitzuhelfen. "Da bin ich der Letzte, der nicht gesprächsbereit ist", sagte Scharping.

Internationale Topteams für Aachen

Von diesem Zusammengehörigkeitsgefühl scheint es in Regensburg weniger zu geben. "Der Großteil der Spieler wird wohl gehen und wir werden einen Neuaufbau starten müssen", befürchtet Trainer Günter Brandl.

Übrigens: Ein Trost bleibt Alemannia Aachen noch. Sie werden zwar nicht gegen die Bayern und andere Erstliga-Größen spielen, dafür locken aber im Uefa-Cup solche Gegner wie Lazio Rom, der AC Parma, Atletic Bilbao oder Newcastle United.

Gregory Straub


Quelle: www.sport1.de

Acki
24.05.2004, 19:12
:daumen)