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17.07.2003, 14:25
Hallo liebe Forumsmitglieder,
ich schreibe hier zum ersten Mal, allerdings "kenne" ich schon viele hier mit Namen, da ich mich oft hier herumtummle. Verzeiht meine lange Geschichte, aber ich kann bald nicht mehr zwischen unterscheiden, was wichtig oder nicht wichtig ist.
Ich bin 29, und bin mit meinem Freund seit etwas mehr als einem Jahr zusammen. Wir wohnen nicht zusammen, ca. ein- bis zweimal in der Woche fahre ich zu ihm, weil er eine Wohnung hat und übernachte dort. Einige wenige Male ist er auch bei mir (ich wohne noch bei meinen Eltern).
Bereits vor einem Jahr, als wir gerade mal ca. zwei Monate zusammen waren und das zweite Mal bei ihm übernachtete, kochten wir zusammen und wir wuschen danach das Geschirr. Wochen später warf er mir vor, er würde an mir zweifeln, da ich seinen Herd nicht sauber geputzt hätte, so etwas könne er nicht verstehen, dass ich "als Frau" dies nicht sauber putzen könnte. Er würde großen Wert auf Sauberkeit legen, und deshalb wären ihm Zweifel gekommen, ob wir zusammen passen würden, da ich anscheinend keinen so großen Wert darauf legen würde.
Ich fiel aus allen Wolken, ich erinnerte mich an den Herd, aber mein Gott, hätte er doch gleich sagen sollen, dass ich vergessen hatte den Herd zu putzen. Außerdem war ich erst das 2. Mal bei ihm und wusste nicht, wo Putzmittel, Lappen usw. hernehmen. Er sagte, er hätte es nicht gleich gesagt, da ich "als Frau" das doch von selbst verstehen müsste, er möchte das einer Frau gar nicht erst sagen müssen.
Ich überlegte daraufhin, ob ich bei ihm bleiben sollte oder nicht. Ich hatte Jahre zuvor für einige Monate einen Freund, der bald anfang, mich zu kritisieren, meine Aufmachung, die hausfraulichen Qualitäten meiner Mutter, über eine mal nicht sehr gut gebügelte Jeanshose usw. Ich wollte und will nicht mehr so etwas erleben, und ich hatte so etwas mit anderen Männern auch nicht mehr erlebt.
Aber vor einem Jahr empfand ich bereits zuviel für meinen Freund, und er sagte auch, dass er kein Nörgler sei, er wolle es nur ganz normal sauber bei sich haben.
Inzwischen verging ein Jahr, wenn ich bei ihm war, habe ich gebettet, abgespült, gekocht auch, sogar angeboten, vor Weihnachten mit ihm seine Wohnung zu putzen, was wir auch – immer gemeinsam - gemacht haben.
Und nun gestern der Faustschlag: Seit ca. zwei Wochen streiten wir häufig, sind auch schon Worte vom Beenden der Beziehung gefallen. Nun brachte ich ihm gestern eine neue Computermaus, wollte sie anschließen und mit ihm einen kleinen "Computerkurs" beginnen, da er mit Computern noch nicht umgehen kann, es aber lernen möchte. Zuerst gingen wir noch in seine Küche um etwas zu trinken, dort lag im Becken noch das Frühstücksgeschirr von vor zwei Tagen (wir hatten vor zwei Tagen gemeinsam gefrühstückt). Ich dachte flüchtig daran, dass er ja soooooooooooo großen Wert auf Sauberkeit legen würde, komisch, dass er das dann nicht abspült, er hatte beide Tage frei, wo er allerdings schwarz nebenbei arbeitet.
Na gut, ich fragte dann, ob wir zum Computer gehen würden. Und da fing es an: Er hätte bei uns zwei die "Weibchen"-Rolle eingenommen, warum ich "als Frau" nicht sofort gefragt hätte, ob wir das Frühstücksgeschirr abspülen würden und erst danach zum Computer gehen würden, warum er "als Mann" mich erst darauf aufmerksam machen müsste, das verstehe er einfach nicht, und warum ich am vergangenen Sonntag, als er bei mir war und ich ihm Frühstück machte, nicht sofort das Geschirr abgespült hätte (es war bereits 15 Uhr, er hatte Nachtdienst gehabt, kam um 6.30 Uhr zu mir, wir schliefen noch bis Mittag und wir wollten noch schwimmen gehen und endlich hatte er mal einen Sonntagnachmittag frei)? Dass ich am Montagabend noch abgespült hatte, wollte er mir so gut wie nicht glauben. Und vor einigen Monaten, als ich ihn zu uns zum Abendessen einlud, meine Mutter hatte gekocht, warum ich damals nicht unsere Teller und Gläser in die Küche getragen hätte, sondern am Tisch gelassen hätte (meine Eltern und mein Bruder sind erst nach uns essen gegangen, die Teller blieben also nicht allein auf dem Tisch stehen). Und meine Mutter macht sich daraus überhaupt kein Problem, ich erledige dafür immer andere Sachen für sie. Warum also er?
Ich hatte ihn zu mir eingeladen – und erhalte nun die Vorwürfe welche Handgriffe ich nicht richtig gemacht habe. Ich fasste es gestern nicht, ich weinte gestern. Er sagte, seit Jahrtausenden würden die Frauen den Haushalt machen, und er würde das auch richtig finden, die Männer würden sich dafür mal ums Auto kümmern, wenn dort etwas nicht stimmen würde. Auf einmal redet er so, wo er doch immer von "gemeinsamer Arbeit", "gemeinsamer Hausarbeit" usw. geredet hat.
Er hätte Angst, dass wenn wir mal zusammen wohnen würden, dass dann alles an ihm hängen bleiben würden, ich sagte ihm, ich hätte genau die gleiche Angst aufgrund seiner Aussagen.
Denn ich würde und könnte seine Ansichten akzeptieren, wenn er ein "traditioneller" Mann wäre, aber dann muss er konsequent traditionell bleiben. Denn wenn es ums Bezahlen von Restaurantessen oder im Cafè geht, dann ist er plötzlich voll "emanzipiert" und besteht strikt darauf, dass ich jedes zweite Mal bezahle, "Warum soll der Mann immer zahlen, wie kommt er dazu?" Und "Ihr Frauen wolltet ja die Emanzipation, deshalb sollt ihr auch gleichberechtigt bezahlen!"
Also dort Emanzipation wo es für ihn günstig ist (beim Bezahlen, um nicht sein Geld auszugeben), und dort keine Emanzipation mehr, wo es für ihn ärgerlich und lästig ist (Hausarbeit). Kein Kommentar ...
Mein Freund ist ansonsten wirklich lieb und nett und zärtlich und ich habe ihn sehr lieb, aber ich flippe bei solchen Bemerkungen einfach aus. Ich fasse es nicht.
Geizkragen und penible Nörgler empfinde ich als Qual und Geisel der Menschheit.
Noch dazu, er will mich fast für die Sauberkeit in seiner Wohnung verantwortlich machen, und dabei komme ich gerade mal ein- bis zweimal in der Woche um halb neun Uhr Abends zu ihm und verlasse seine Wohnung wieder um halb acht Uhr morgen um zur Arbeit zu gehen (Ausnahme an manchen Sonntagen, wo wir später frühstücken).
Wir wohnen nicht zusammen, also was soll das!!!? Würde ich dort wohnen, dann wäre es sicher anders, dann wäre das mein Zu Hause, aber so? Ich helfe ihm gerne, mal die Wohnung zu putzen oder die Fenster zu putzen, biete es ihm von mir aus an, finde ich auch richtig, da ich ja Bett und Esstisch mitbenutzen kann, aber dass ich falls ich mal seine Küche betrete und schmutziges Geschirr im Becken sehe sofort auf den Gedanken komme, hey lass uns das jetzt abspülen ... Oder sollte ich auf diesen Gedanken sofort kommen und nichts anderes mehr im Sinn haben?
Ich bin ganz sicher nicht penibel und kann auch manchmal großzügig darüber hinwegsehen (Urlaub in Ägypten war mit ihm schlimm, er nörgelte nur herum, dass überall nicht sauber geputzt sei usw.), meine Eltern sind auch keine Sauberkeitsfanatiker, ich nehme mal an, einfach Durchschnitt. Falls mal etwas nicht ganz sauber ist, regt sich auch niemand in meiner Familie besonders auf.
Mein Freund hat Angst, falls wir mal zusammen wohnen, dass ich nichts tun würde, weder Hausarbeit noch kochen (woher er das bloß nimmt? Wir wohnen nicht zusammen, und ich schlage oft vor etwas zu kochen, aber er geht lieber ins Restaurant) und es wundert ihn, dass ich "als Frau" nicht verbissen jedem Staubkorn hinterherjage ...
Was soll ich mit so einem Mann? Ich habe Angst, dass mein Leben mit ihm zur Qual wird ... wer will schon einen Nörgler ... ist er ein Nörgler oder ist das alles noch normal? Hat jemand ähnliches erlebt?
ich schreibe hier zum ersten Mal, allerdings "kenne" ich schon viele hier mit Namen, da ich mich oft hier herumtummle. Verzeiht meine lange Geschichte, aber ich kann bald nicht mehr zwischen unterscheiden, was wichtig oder nicht wichtig ist.
Ich bin 29, und bin mit meinem Freund seit etwas mehr als einem Jahr zusammen. Wir wohnen nicht zusammen, ca. ein- bis zweimal in der Woche fahre ich zu ihm, weil er eine Wohnung hat und übernachte dort. Einige wenige Male ist er auch bei mir (ich wohne noch bei meinen Eltern).
Bereits vor einem Jahr, als wir gerade mal ca. zwei Monate zusammen waren und das zweite Mal bei ihm übernachtete, kochten wir zusammen und wir wuschen danach das Geschirr. Wochen später warf er mir vor, er würde an mir zweifeln, da ich seinen Herd nicht sauber geputzt hätte, so etwas könne er nicht verstehen, dass ich "als Frau" dies nicht sauber putzen könnte. Er würde großen Wert auf Sauberkeit legen, und deshalb wären ihm Zweifel gekommen, ob wir zusammen passen würden, da ich anscheinend keinen so großen Wert darauf legen würde.
Ich fiel aus allen Wolken, ich erinnerte mich an den Herd, aber mein Gott, hätte er doch gleich sagen sollen, dass ich vergessen hatte den Herd zu putzen. Außerdem war ich erst das 2. Mal bei ihm und wusste nicht, wo Putzmittel, Lappen usw. hernehmen. Er sagte, er hätte es nicht gleich gesagt, da ich "als Frau" das doch von selbst verstehen müsste, er möchte das einer Frau gar nicht erst sagen müssen.
Ich überlegte daraufhin, ob ich bei ihm bleiben sollte oder nicht. Ich hatte Jahre zuvor für einige Monate einen Freund, der bald anfang, mich zu kritisieren, meine Aufmachung, die hausfraulichen Qualitäten meiner Mutter, über eine mal nicht sehr gut gebügelte Jeanshose usw. Ich wollte und will nicht mehr so etwas erleben, und ich hatte so etwas mit anderen Männern auch nicht mehr erlebt.
Aber vor einem Jahr empfand ich bereits zuviel für meinen Freund, und er sagte auch, dass er kein Nörgler sei, er wolle es nur ganz normal sauber bei sich haben.
Inzwischen verging ein Jahr, wenn ich bei ihm war, habe ich gebettet, abgespült, gekocht auch, sogar angeboten, vor Weihnachten mit ihm seine Wohnung zu putzen, was wir auch – immer gemeinsam - gemacht haben.
Und nun gestern der Faustschlag: Seit ca. zwei Wochen streiten wir häufig, sind auch schon Worte vom Beenden der Beziehung gefallen. Nun brachte ich ihm gestern eine neue Computermaus, wollte sie anschließen und mit ihm einen kleinen "Computerkurs" beginnen, da er mit Computern noch nicht umgehen kann, es aber lernen möchte. Zuerst gingen wir noch in seine Küche um etwas zu trinken, dort lag im Becken noch das Frühstücksgeschirr von vor zwei Tagen (wir hatten vor zwei Tagen gemeinsam gefrühstückt). Ich dachte flüchtig daran, dass er ja soooooooooooo großen Wert auf Sauberkeit legen würde, komisch, dass er das dann nicht abspült, er hatte beide Tage frei, wo er allerdings schwarz nebenbei arbeitet.
Na gut, ich fragte dann, ob wir zum Computer gehen würden. Und da fing es an: Er hätte bei uns zwei die "Weibchen"-Rolle eingenommen, warum ich "als Frau" nicht sofort gefragt hätte, ob wir das Frühstücksgeschirr abspülen würden und erst danach zum Computer gehen würden, warum er "als Mann" mich erst darauf aufmerksam machen müsste, das verstehe er einfach nicht, und warum ich am vergangenen Sonntag, als er bei mir war und ich ihm Frühstück machte, nicht sofort das Geschirr abgespült hätte (es war bereits 15 Uhr, er hatte Nachtdienst gehabt, kam um 6.30 Uhr zu mir, wir schliefen noch bis Mittag und wir wollten noch schwimmen gehen und endlich hatte er mal einen Sonntagnachmittag frei)? Dass ich am Montagabend noch abgespült hatte, wollte er mir so gut wie nicht glauben. Und vor einigen Monaten, als ich ihn zu uns zum Abendessen einlud, meine Mutter hatte gekocht, warum ich damals nicht unsere Teller und Gläser in die Küche getragen hätte, sondern am Tisch gelassen hätte (meine Eltern und mein Bruder sind erst nach uns essen gegangen, die Teller blieben also nicht allein auf dem Tisch stehen). Und meine Mutter macht sich daraus überhaupt kein Problem, ich erledige dafür immer andere Sachen für sie. Warum also er?
Ich hatte ihn zu mir eingeladen – und erhalte nun die Vorwürfe welche Handgriffe ich nicht richtig gemacht habe. Ich fasste es gestern nicht, ich weinte gestern. Er sagte, seit Jahrtausenden würden die Frauen den Haushalt machen, und er würde das auch richtig finden, die Männer würden sich dafür mal ums Auto kümmern, wenn dort etwas nicht stimmen würde. Auf einmal redet er so, wo er doch immer von "gemeinsamer Arbeit", "gemeinsamer Hausarbeit" usw. geredet hat.
Er hätte Angst, dass wenn wir mal zusammen wohnen würden, dass dann alles an ihm hängen bleiben würden, ich sagte ihm, ich hätte genau die gleiche Angst aufgrund seiner Aussagen.
Denn ich würde und könnte seine Ansichten akzeptieren, wenn er ein "traditioneller" Mann wäre, aber dann muss er konsequent traditionell bleiben. Denn wenn es ums Bezahlen von Restaurantessen oder im Cafè geht, dann ist er plötzlich voll "emanzipiert" und besteht strikt darauf, dass ich jedes zweite Mal bezahle, "Warum soll der Mann immer zahlen, wie kommt er dazu?" Und "Ihr Frauen wolltet ja die Emanzipation, deshalb sollt ihr auch gleichberechtigt bezahlen!"
Also dort Emanzipation wo es für ihn günstig ist (beim Bezahlen, um nicht sein Geld auszugeben), und dort keine Emanzipation mehr, wo es für ihn ärgerlich und lästig ist (Hausarbeit). Kein Kommentar ...
Mein Freund ist ansonsten wirklich lieb und nett und zärtlich und ich habe ihn sehr lieb, aber ich flippe bei solchen Bemerkungen einfach aus. Ich fasse es nicht.
Geizkragen und penible Nörgler empfinde ich als Qual und Geisel der Menschheit.
Noch dazu, er will mich fast für die Sauberkeit in seiner Wohnung verantwortlich machen, und dabei komme ich gerade mal ein- bis zweimal in der Woche um halb neun Uhr Abends zu ihm und verlasse seine Wohnung wieder um halb acht Uhr morgen um zur Arbeit zu gehen (Ausnahme an manchen Sonntagen, wo wir später frühstücken).
Wir wohnen nicht zusammen, also was soll das!!!? Würde ich dort wohnen, dann wäre es sicher anders, dann wäre das mein Zu Hause, aber so? Ich helfe ihm gerne, mal die Wohnung zu putzen oder die Fenster zu putzen, biete es ihm von mir aus an, finde ich auch richtig, da ich ja Bett und Esstisch mitbenutzen kann, aber dass ich falls ich mal seine Küche betrete und schmutziges Geschirr im Becken sehe sofort auf den Gedanken komme, hey lass uns das jetzt abspülen ... Oder sollte ich auf diesen Gedanken sofort kommen und nichts anderes mehr im Sinn haben?
Ich bin ganz sicher nicht penibel und kann auch manchmal großzügig darüber hinwegsehen (Urlaub in Ägypten war mit ihm schlimm, er nörgelte nur herum, dass überall nicht sauber geputzt sei usw.), meine Eltern sind auch keine Sauberkeitsfanatiker, ich nehme mal an, einfach Durchschnitt. Falls mal etwas nicht ganz sauber ist, regt sich auch niemand in meiner Familie besonders auf.
Mein Freund hat Angst, falls wir mal zusammen wohnen, dass ich nichts tun würde, weder Hausarbeit noch kochen (woher er das bloß nimmt? Wir wohnen nicht zusammen, und ich schlage oft vor etwas zu kochen, aber er geht lieber ins Restaurant) und es wundert ihn, dass ich "als Frau" nicht verbissen jedem Staubkorn hinterherjage ...
Was soll ich mit so einem Mann? Ich habe Angst, dass mein Leben mit ihm zur Qual wird ... wer will schon einen Nörgler ... ist er ein Nörgler oder ist das alles noch normal? Hat jemand ähnliches erlebt?