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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Österreich weiterhin ungeschlagen



plofre
26.05.2004, 11:42
Österreich gegen Russland 0:0
Die ÖFB-Kicker zeigten sich gegen EM-Starter Russland in verbesserter Form, erreichten trotz Überlegenheit aber nur torloses Unentschieden

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Bozo Kovacevic im Zweikampf gegen Andrey Karyaka.

Graz - Die österreichische Fußball-Nationalmannschaft hat am Dienstag einen Achtungserfolg erreicht. Die Schützlinge von Teamchef Hans Krankl schafften im Grazer Schwarzenegger-Stadion im Freundschaftsspiel gegen den favorisierten EM-Starter Russland ein 0:0 und sind damit auch im dritten Ländermatch in diesem Jahr (1:1 Slowakei, Luxemburg 4:1) ungeschlagen. Die Russen beendeten im Jahr 2004 auch ihre fünfte und letzte Testpartie vor der EURO ohne Sieg.

Keine Müdigkeit bei den Österreichern

Bei den Österreichern war von Müdigkeit nach einer langen Meisterschaftssaison nichts zu merken. Schopp, Kirchler und Co. spielten frisch drauf los, suchten den Weg nach vorne und ließen die Osteuropäer zunächst überhaupt nicht zur Geltung kommen. In der 8. Minute hatte der starke Pogatetz, der von Leverkusen-Trainer Klaus Augenthaler beobachtet wurde, Pech, als er mit seinem Schuss nach einem Dollinger-Eckball im Strafraum Schopp traf. Vier Minuten später wurde Kirchler aus aussichtsreicher Position im Sechzehner gerade noch am Torschuss gehindert. Weitere Chancen für die ÖFB-Kicker vergaben Schopp (20./nach Haas-Vorarbeit Direkt-Schuss deutlich über die Querlatte) und Dollinger (22./Freistoß knapp drüber).

Die Russen, die zuvor nur durch Panow (15./Mandl sicher) ihre Gefährlichkeit angedeutet hatten, fanden erst nach knapp 25 Minuten besser ins Spiel. Panow scheiterte in der 24. Minute nach einem Fehler von Martin Hiden aus rund acht Metern an Mandl, der aber fünf Minuten später bei einem kurz abgespielten Freistoß von Mostowoj auf Karajka schon geschlagen gewesen wäre. Der Ball ging jedoch ans Außennetz.

Chancen für das ÖFB-Team

Die beste Einschussmöglichkeit vor der Pause hatten aber die Österreicher: Stranzl spielte Schopp auf der rechten Seite frei, dessen scharfen Querpass Haas aus kurzer Distanz nicht im Tor unterzubringen vermochte (40.).

Auch nach der Pause blieben die Gastgeber am Drücker und waren in der 56. Minute dem Führungstreffer sehr nah, als Kirchler Haas auf die Reise schickte. Der Sturm-Angreifer gewann das Laufduell gegen Smertin, setzte den Ball aber knapp am langen Eck vorbei. Fast im Gegenzug sorgten die Russen mit ihrer bis dato ersten gelungenen Aktion über mehrere Stationen für Gefahr, aber Mandl bändigte den Schuss von Kiritschenko im Nachfassen.

Langsam, aber sicher ging den Österreichern allerdings die Luft aus. Ein Fehlschuss von Dollinger (61.) markierte die für lange Zeit letzte nennenswerte Einschussmöglichkeit der ÖFB-Truppe, während sich die Russen in der Schlussviertelstunde steigerten. Der eingewechselte Radimow fand mit einem Freistoß in der 78. Minute in Mandl zum ersten Mal seinen Meister. Zwei Minuten später rettete der Sturm-Goalie der Krankl-Elf das Remis, als er einen Schuss von Radimow aus rund zwölf Metern mit einem tollen Reflex an die Stange lenkte, von wo das Leder ins Tor-Out sprang.

Gefahr durch Freistöße

Die Österreicher wurden im Finish aus Freistößen noch zwei Mal gefährlich. In der 87. Minute scheiterte Kollmann aus 30 Metern ebenso am eingewechselten Russen-Goalie Malafejew wie Martin Hiden, nachdem der Ball zuvor in die Mauer gegangen war (93.).

In der 90. Minute verhalf Krankl Heinz Arzberger noch zu seinem ersten Team-Auftritt, womit der Salzburg-Goalie der 29. Debütant in der Ära Krankl ist.(APA)





Quelle: derStandard.at