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Nephthys
18.07.2003, 12:54
Schwarze Schatten!
(Nephthys2003)

Draus im Dunklen liegt verborgen
in den Ecken der Vernunft,
Schwarze Schatten tiefe Sorgen
auf des Seele Untergrund.

Grämt sich heimlich tief im Herzen
stille Pein die ewig währt,
Entfacht von neuem unsere Schmerzen
für die Tat die nie verjährt.

Stumme Zeiten, leere Worte sind
die Zeichen dieser Zeit,
Sinnloses waltet aller Orte,
Willkür nicht Gerechtigkeit.

Doch am Ende dieser Tage
Wenn das Leid genug Gelebt,
Stellt sich uns die letzte Frage
Was sich dort im Schatten regt


Finde es passt zu der allgegenwärtigen Situation auf diesem Planeten an jedem Tag wo neues Unrecht passiert wo keiner fragt und nur sein eigenes Leben lebt.

SunnyWanni
18.07.2003, 15:30
Mal wieder SCHÖN!


:nospam)

Nephthys
18.07.2003, 15:41
@Erja

Eigentlich geht es mir schon ganz gut :D Es gibt nur viele Dinge die einfach nachdenklich stimmen.

Du mußt doch zugeben das es auf der Welt zugeht als gäbs kein morgen mehr. Das fängt mit dem Wegschmeißen einer Zigarette an, Leute die wegen 5 Euro umgebracht werden, Kriege, Völkermord u.s.w gibt da so viele Beispiele ich sag mal einzelne wird es immer geben die sich Bemühen auf Ihre Art etws zu ändern oder zu verbessern aber oft sehen wir einfach kolektiv weg.

Wenn Du Lust hast können wir da per PN weiterquatschen.

gruß Neph

frank marvin
21.07.2003, 10:28
hi Nephthys,

vielleicht verstehe ich dein empfinden, teile es sogar. ich füge ein paar zeilen von paul celan bei, der die (miese) vergänglichkeit des seins in einen dilalog einstellt ...

Nachts ist dein Leib

Nachts ist dein Leib von Gottes Fieber braun:
mein Mund schwingt Fackeln über deine Wangen.
Nichts sei gewiegt, dem sie kein Schlaflied sangen.
Die Hand voll Schnee, bin ich zu dir gegangen,

und ungewiss, wie deine Augen blaun
im Stundenrund. (Der Mond von einst war runder.)
Verschluchzt in leeren Zelten ist das Wunder,
vereist das Krüglein Traums - was tuts?

Gedenk: ein schwärzlich Blatt hing im Holunder -
das schöne Zeichen für den Becher Bluts.

gruss Frank Marvin