PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vergeht das denn auch mal wieder?



Skadir
25.07.2003, 13:38
Hey!

Nachdem ich mich hier schon mal zwecks "Alte Liebe rostet nicht" verewgigt habe, geht es mehr oder weniger immer noch um ein ähnliches Thema...

Liebeskummer ist was grauenhaftes, darüber sind wir uns wohl alle einig. Ich meine, klar kann man draus lernen und geht zum Teil stärker und weiser daraus hervor, aber irgendwann sollte die Phase des Liebskummer sdoch abgeschlossen sein, oder???

Ich verstehe nicht, wie ein einzelner Mensch so viel Macht über mich haben kann! Das geht doch gar nicht!

Ich treff ihn zufällig und mein Herz hüpft wie verrückt!
Ich denk an ihn und all das Negative, das mir mit ihm widerfahren ist verschwindet!
Ich weine immer noch oft und viel!

Klar gehört jede Menge Willenskraft dazu, damit abzuschließen, aber wie bring ich die auf?

Das mit dem ja-keinen-Kontakt-haben funktioniert zeitweise ganz gut, aber wie gesagt bricht das alles zusammen, wenn ich ihn mal treffe.
Ich habe sämtlichen Telefonnummern, E-mail-Adressen u.ä. gelöscht, damit ich gar nicht erst auf den gedanken komme, mich irgendwie zu melden. Ich hab ihn lang genug terrorisiert und mich dabei bis auf die Knochen blamiert...

In mir drinnen regt sich immer noch die Hoffnung, dass da noch irgendwas ist. Ich meine, Hoffnung ist ja schön und gut, aber irgendwie nervt es dann doch auf die Dauer, wenn das Hirn längst kapiert hat, dass da nix mehr läuft, das herz aber einfach nicht loslassen will.

Ich erzähle hier sicher niemandem etwas Neues in Bezug auf das und da hier alle sicher schon einiges an Erfahrung haben, hab ich eine riesige Bitte:

Gebt mir Tipps, wie man das alles hinter sich bringen kann.

Ich fühl mich richtig klein und schwach, weil ich das einfach nicht schaffe.

Ich bin psychisch abhängig von ihm hat man mir diagnostiziert.
Na, wunderbar!
Ich befinde mich also auf Entzug, aber der ist schwerer als ich dachte.
Und die Schmerzen sind nicht nur psychisch, sondern auch physisch.
In meinen Heul-Phasen krümmt sich mein Körper wie unter Krämpfen.
Da bin ich wirklich ein elender Anblick.

Es muss doch eine Möglichkeit geben, das alles endlich zu überwinden, oder?

Liebe Grüße und Danke im Voraus für ein paar Tipps!

Skadir

plofre
25.07.2003, 14:00
Ein Mensch hat nur so viel Macht über dich, wie du ihm einräumst.
Hinter sich bringen kann man das Ganze nicht. Es geht irgendwann von selbst vorbei. Die Zwischenzeit ist allerdings höllisch.

Kopf hoch!

plofre;)

Skadir
25.07.2003, 15:59
@plofre - Thanx! Nur leider war da nix neues dabei! Ist wahrscheinlich auch viel verlangt...

Klar ist das mit der Macht so, wie du geschrieben hast. Genau das ist eines meiner Probleme!

Es gibt soviele Dinge, die ich nicht verstehe:

-er trägt den Ring, den ich ihm als Zeichen meiner Liebe und Verbundenheit geschenkt habe. Als ich ihn fragte, warum, meinte er nur, ich wisse schon warum.
--> weiß ich aber nicht!!!

-an seinem Schreibtisch liegen immer noch Fotos von mir, nämlich seine beiden Lieblingsfotos von mir.

-er möchte, dass ich mich bei ihm melde, obwohl wir ausgemacht hatten, uns nicht mehr zu sehen, hören, lesen, ...

-als ich ihn unlängst traf, ging er mir, ganz unauffällig natürlich, nach, nur um mich im nächsten Geschäft ganz zufällig wiederzutreffen.

Das sind alles Dinge, die mir Hoffnung machen. Deshalb wünschte ich, er wäre nicht so liebenswürdig, wenn wir uns treffen. Er soll mir nicht sagen, dass ich gut aussehe und mich schon gar nicht auf den Mund küssen.

Wie soll man da ganz in Ruhe Gleichgültigkeit aufbauen, damit man sich irgendwann nur noch an die tollen positiven Sachen erinnert?

Max
28.07.2003, 15:07
Hallo Skadir. Ich weiß genau was du meinst, mir gehts grad ähnlich.

Das einzige Mittel, das bei mir zu wirken scheint, ist Ablenkung. Möglichst ununterbrochen. Ach ja noch was: Zeit. Hört sich irgendwie blöd an, stimtt aber. Mit der Zeit wirds besser.

Vielleicht sollstest auch nochmal mit ihm reden und ihm klar machen, dass du absolut keinen Kontakt willst. Das klappt zwar sowieso nicht, aber zumindest wird der Kontakt auf diese Weise weniger, (zumindest wars bei mir so) und das ist sicher kein Fehler.

Vesuch außerdem positiv in die Zukunft zu blicken, überleg dir, was du alles erleben wirst und welche neuen Erfahrungen du machen wirst und so weiter. Das ist nicht einfach, macht aber den Schmerz erträglicher.

Also, Kopf hoch - denn wie singen Incubus doch so schön: It's just a phase.

Grüsse, Max

Thekla
28.07.2003, 16:00
sieh an... der max!

schön mal wieder was von dir zu lesen!
wie geht es dir denn?

lg
thekla

zwerglein
28.07.2003, 17:18
hallo skadir,
also ich musste (bzw.immer noch) die erfahrung machen, das ablenkung nur mässig hilft. im gegenteil, wenn ich es ein paar tage geschafft habe, nicht zu hause zu sein, dann holt mich alles ganz schnell wieder ein.
je besser die tage zuvor waren, desto heftiger ist die trauer, die folgt.
ich galube, nein ich hoffe, das die zeit besserung mit sich bringt, auch für dich. der eine verkraftet es eben besser und unsereins leidet mehr.
du bist mit sicherheit ein sensibelchen wie ich, auch wenn man uns es nicht anmerkt-da sind wir gut im verbergen- und darum trifft es dich so hart.
ich wünsche dir viel, viel kraft und durchhaltevermögen.

alles liebe
zwerglein

Skadir
29.07.2003, 17:19
Hey Max!

It's just a Phase - ja, das ist wohl richtig.

Wenn ich nur endlich ganz und gra loslassen würde.

Ich habe mir Liebeskummer nie so schlimm vorgestellt...

Es gibt da ein Lied, dass diesen ganzen Leidensweg besser beschreibt als alles andere. Ich hab mich selbst darin erkannt. Komisch, dachte ich mir, das hätt ich mir nicht gedacht!

Werd hier mal den Text abdrucken, obwohl es die meisten vielleicht sogar kennen:

Jetzt bist du weg, neben mir ein leerer Fleck
auch ich bin leer und suchen hat keinen Zweck mehr
denn da, wo früher Glück stand, hat der Schmerz sich breitgemacht
ich war ... überrascht, fast schon böse über Nacht
wie ein Feuer, daß entfacht hast du es über mich gebracht
wir hatten beide diese Nacht, doch nun hör' ich dich sagen
es ist aus und mein Herz zerbricht, ich steh' neben mir, ich glaub' es einfach nicht
doch es ist war, du weichst meinen Blicken aus und will ich mit dir reden redest du dich raus
und ich weiß, wenn ich dich anseh' kann ich nicht in dich reinsehen und ich muß einsehen
du willst den Weg jetzt allein gehen und ich weiß kein Flehen hält dich davon ab
und ich weiß nicht, ob ich dich je um was gebeten hab' doch hätt' ich einen Wunsch freijetzt und hier, würd' ich mir wünschen Baby du wärst bei mir.

Refrain
Du hast mein Herz geklaut,
ich weiß nicht ob du's gewußt hast,
du Schuft hast es getan,
hab' Dich geliebt, als ob es kein Morgen gibt,
bis der Morgen kam;

Ich seh' die Straße in der du wohnst, fahre durch die Stadt zu dem Laden, in dem wir uns getroffen haben und der Faden der Erinnerung schmerzt mit jedem Stich,die Wunden heilen nicht,große Mädchen weinen nicht,die andern scheinen nicht zu verstehen,daß wir jetzt eigne Wege gehen sie Fragen mich nach dir, wenn sie mich sehen
ich hatte dich schon vermißt, bevor ich wußte, daß Schluß ist
für all die andern war das Ende fern wir warn ein Paar du warst mein Stern, ich war dein Star
ich hatte dich mehr als gern, mir wurde nur zu spät klar,
daß du anders geworden bist und dein Erfolg für uns zum Mißerfolg geworden ist
den Himmel, den du mir versprachst hast du mir nie gegeben
und deine wundervolle Welt blieb an dir kleben
jetzt wart ich auf die Zeit die meine Wunden heilt,
während mein Kopf und mein Herz bei die verweilt.

Refrain

Ich hab' es dir erlaubt, hab dir vertraut hab an uns geglaubt,es war nicht schwer, hast mir gesagt, daß deine Liebe ewig wär,
hast mir mein Herz ausgeraubt, jetzt ist es leer
es zerbrach und das größere Stück ist bei dir, doch du bist nicht hier
ich hab' mich leergeliebt, es tut mir sehr weh,doch mich ohne dich zu spüren tut noch mehr weh
Ich mach' dir keinen Vorwurf daraus, daß Gefühle vergehen,ich weiß, wir konnten den Test der Zeit nicht bestehen
doch es macht keinen Sinn, daß du daß Feld räumst,wenn du dich Nacht für Nacht in meine Welt träumst
ich fühle mich tot, tief in mir drin und nur der Schmerz läßt mich wissen, daß ich am Leben bin
und jetzt liege ich da verletzt und alles tut mir weh,
dafür hass' ich dich jetzt, weil ich dich liebe

Skadir
29.07.2003, 17:21
Aber es wird immer besser! Von Tag zu Tag! Ich werde wieder ich und werde nicht ewig dieser Liebeskummer-Zombie bleiben. Und irgendwann werd ich mich dann ganz toll und wundertoll und am besten verlieben!

Und da drauf freu ich mich! ;o)

Skadir
30.07.2003, 00:59
Liebe Erja!

Es ist ganz genauso wie du es sagst. Es geht vorbei. Und zwar von Heute auf morgen. Hätte ich nie gedacht, aber plötzlich wacht man auf und es ist nicht mehr so schlimm.

Ich hatte gestern dieses "Ich-muss-ihn-mir-noch-mal-anschauen"-Erlebnis, da ich wusste, dass sich in meinem Inneren ein Idealbild gebildet hatte, dass nie von jemand anderem mehr getoppt werden könnte, wenn ich es nicht selbst zerstöre.

Da stand er vor mir, klein und sogar ein wenig ärmlich. Er war so ... unmännlich und eigentlich gar nicht das, was ich brauche, obwohl ich noch vor kurzem alles getan hätte, nur um ihn wieder an meiner Seite zu wissen.

Sicher, hin und wieder holen mich die Erinnerungen ein, denn ich habe eine ganz und gar wunderbare Zeit mit ihm verbracht und ein kleiner Teil meines Herzens wird wohl immer sein Platz sein, aber das ist auch gut so. So sollte es sein, finde ich.

Wie gesagt, hin und wieder wird es sicher noch mal kommen, weil ich einfach noch nicht dran denken mag, jemand anderen genauso aufopfenrd zu... nun, sagen wir mal "behandeln".
Ich brauche jetzt mal die Zeit für mich, nachdem ich ein Jahr nur getrauert hab und mich der Kummer fast aufgefressen hat.

Mir geht es ähnlich mit der Ablenkung. Egal wo ich hingehe, erinnert mich das Geringste. Und wenn ich mir Sachen suchen muss. Ich möchte meistens nur schlafen, lesen, fernsehen, aber auf jeden Fall meine Ruhe, egal wie lieb die Leute sind.

Manche finden es übertrieben, aber ich lebe meine Trauer aus, so lange wie es eben braucht!

Irgendwann beginnt man, dem anderen zu verzeihen. Anfangs war alles meine Schuld und ich bestrafte mich, dann war alles seine schuld und mittlerweile bin ich soweit, dass ich mir denke, dass niemand Schuld trug.

Wenigstens kann ich mir sicher sein, DASS er mich wirklich ganz und gar geliebt hat, dass ich mal sein ein und alles war. Das kann nicht jeder von sich behaupten.

Ich weiß, dass er mich nach wie vor gern hat und nie ein schlechtes wort über mich verlieren würde.

Und ich habe ihn gern...

Faszinierend, wieviel man nach kurzen Augenblicken lernen kann.
Faszinierend, wie plötzlich sich der Himmel aufklären kann.

Ich habe mal den Tipp bekommen, dass man eine Beziehung mit sich selbst eingehen sollte. Und zwar eine solche, als wäre man mit einem anderen geliebten menschen zusammen. Sich selbst schöne Sachen kaufen, sich selbst die liebsten Sachen sagen, mit sich selbst stunden allein genießen...

Es ist doch sinnlos, nur über die Zeit der Trauer allein zu sein und sich dann sofort wieder in eine Beziehung zu stürzen. Ein wenig Restauration ist sicher gut.
Mal auf sich selbst hören, für sich selbst die ganze Welt sein, sich selbst kennenlernen.

Blödsinn, ich kenne mich doch, mag sich so manch einer denken, aber da kann man sich sehr täuschen!

Ich hoffe, dass diese Stimmung und meine momentanen Gedanken sich fortsetzen werden.

Leiden ist gut, aber in Maßen genossen. Man muss das durchmachen. Sonst würde alles andere an Wert verlieren, wir würden nie entdecken, wie schön es ist, wenn man fühlt, dass es bergauf geht, aber man kann nach Schmerz süchtig werden.
Man geht total darin auf, pflegt seine Wunden so, dass sie immer frisch bleiben, keine Möglichkeit haben, zu verheilen.
Die Schönheit des Schmerzes... wie wäre sonst so manch schönes Lied, Gedicht oder eine Geschichte entstanden?
Nur sollte man sich nicht darin verlieren!

Ich kann euch sagen, ich stand wirklich am Abgrund, mein Körper als auch meine Seele haben viele Narben über das letzte Jahr abbekommen und auch der absolute Schlussstrich war nicht weit entfernt.

Lasst euch von mir sagen, dass ich dort war und den weg zurück nach Hause geschafft hab.
Obwohl er verdammt beschissen war, wenn ich das hier so ausdrücken darf!

Alles braucht seine Zeit - Abgedroschen, aber wahr!

Nymi
30.07.2003, 09:59
Wow Skadir!

Danke für diesen Beitrag.
Obwohl man das meistens ja schon alles weiss ist es unheimlich hilfreich wenn man es nochmal von jemand anderem liest.

Du schickst Heute einen etwas glücklicheren Nymisies auf das Schlachtfeld des Alltages.
Und einen ein klein wenig weiser gewordenen.
Vielleicht, ich bin mir nicht ganz sicher, ist sogar mein Schmerz jetzt etwas wengier geworden.
Auch für mich wird der Tag kommen das ich wieder meinen Seelenfrieden finde. Ich erwarte ihn mit Freuden.
SO schön beschrieben wie es nach einer Beziehung in einem aussieht und so gut erklärt warum das Leid wichtig und zugleich gefährlich ist habe ich es noch nie gelesen.
Ich danke Dir dafür.

Nymisies

Skadir
30.07.2003, 14:38
Lieber Nymisies!

Das freut mich!

Glaub mir, es braucht Kraft, so darüber zu denken, denn von allein passiert das sehr selten.
Man steigert sich in seinen Schmerz hinein, weil es doch viel einfacher ist, sich gehen zu lassen. Zumindest sehe ich das so.

Jeden Tag muss ich mir auf's Neue sagen, dass alles seinen Sinn hat. Es ist wie ein Mantra.

Es ist gut, über Dinge nachzudenken, doch irgendwann verirrt man sich in seinen Gedanken und dann machen sie einen krank, sehr krank.

Darüber reden, sich über Dinge bewusst werden, ja!
Sich nur noch damit zu beschäftigen, nein!

Ich stelle mir manchmal vor, dass meine noch immer vorhandene Liebe sich um ihn legt wie ein schützender Mantel, obwohl er nichts davon weiß.

Und irgendwie ist da der tiefe Glaube, daran, dass einem ein Wunsch, nach dem man sich mit dem Herzen seht, erfüllt wird...

Ich weiß nicht, was noch alles auf mich zukommen wird in meinem Leben, aber ich hoffe das Beste.

Es hilft, wenn man sich vorstellt, dass alles seinen Sinn hat, jedes Erlebnis sich einfügt in ein Mosaik und seinen Zweck erfüllt, damit alles ein gutes Ganzes ergibt!

Mag sich für manch einen kindisch und naiv anhören, aber warum denn auch nicht?

Ich war eigentlich Zeit meines Erwachsenwerdens und auch jetzt noch ein Pessimist, der immer das Schlechteste erwartete.
Warum sich nicht mal in eine andere Richtung drehen?

Deine Gedanken machen dich zu dem, was du bist.

Also entrümple ich eben meinen Gedankenkasten und versuche, all diese ewig negativen Gedanken, die mich quälen, über Bord zu werfen.

Vielleicht hast du ja Interesse an einem Buchtipp:

"Der träumende Delfin" Von Sergio Bambaren

Einfach wunderschön und es gibt mir immer wieder soviel!

Lies es einfach mal!

Liebe Grüße!

Nymi
30.07.2003, 20:21
Der Tip ist gut!

Ich kenne das Buch bereits, seit ca. 1 Jahr. (Hab es damals von meiner Freundin, jetzt Ex-Freundin bekommen)

Also an alle Anderen, ich kenne es auch und kann Skadir da nur unterstützen.

bis später
Nymisies

Max
31.07.2003, 10:19
@ Skadir: Thomas D?

@ Thekla: werd euch morgen die "aktuellen Entwicklungen" erzählen. Muß leider grad ganz dringend weg. :daumen)

Tschühüs

Skadir
31.07.2003, 12:25
@Max

Ja, genau, das Lied ist von Thomas D.

Vielleicht ist es der Grund, warum ich mittlerweile ein Fan von ihm bin, weil er das so haargenau ausgedrückt hat...

Die Veränderung, der Erfolg des anderen, der nicht so erfolgreich für die Beziehung war,
dass die anderen es nicht einsehen wollen, dass es vorbei ist,
dass ich immer und immer wieder zu unseren "Plätzen" gefahren bin,
dass...

ja, einfach alles, Zeile für Zeile!

Skadir
02.08.2003, 10:07
Nach den letzten Tagen, die wirklich mehr als nur gut verliefen, verfolgen mich seit vorgestern wieder ganz seltsame Träume.
Die ganze Zeit schwirrt er dort herum.
Mir scheint, mein Unterbewusstsein hat sich so lange und so intensiv mit ihm beschäftigt, dass es jetzt nicht anders kann als sich immer und immer wieder mit ihm auseinanderzusetzen.
Ich dachte doch, das wäre endlich vorbei!
Es hat sich so gut angefühlt!
Wie kann ich mich nur selbst entgültig davon überzeugen, dass es wirklich ganz und gar vorbei ist?
Die Träume sind so realistisch und ich wache auf und bin fertig, unglücklich, traurig, erschlagen, usw.!
Das geht doch nicht!
Ich war doch schon so weit! Und zwar wirklich! Ich hab mich so gefühlt! Und tu es immer noch, nur dass ich mit diesen Träumen nicht zu Streich komme!
Was also tun?

Liebe Grüße!

Skadir

zwerglein
02.08.2003, 15:28
hi skadir,

könnte es sein, das du irgendetwas verdrängst?
meistens sind es dinge, die man nicht richtig verarbeitet und man träumt dann davon.
setze dich mal wiklich mit der vergangenheit auseinander und deine träume werden weniger oder gar nicht mehr kommen.
ich habe das selbst schon erlebt, bei kindern ist das ganz häufig, das sie schlecht träumen, weil sie ein schlechtes gewissen hatten.
du musst alles was in den letzten wochen und monaten passiert ist richtig verarbeiten.
Gut fühlen und negatives einfach ignorieren wirft dich immer wieder zum anfang des übels zurück.
es werden immer wieder tage kommen, an denen du dich mies fühlst.
nur wer eine trennung richtig verarbeitet hat, kann wieder ruhig schlafen.
zu einer trennung gehören eben weinen, angst, einsamkeit, wut und hass.
erst wenn du das alles hinter dir hast, kannst du wieder normal schlafen und leben, dich wohl fühlen.

und ich hätte auch einen buchtip für dich: "wenn der partner geht" von doris wolf
das ist nicht einfach eine geschichte, sondern ein buch mit dem man arbeiten kann. selbsthilfe sozusagen.

ich möchte noch anmerken, das die beste hilfe das forum ist. wenn ich hier sitze, lese und dann leuten wie dir antworte, bekommt plötzlich alles einen sinn.

gib auch deiner trauer eine chance!!

liebe grüsse
zwerglein