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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frau mit zwei Kinder und wieder alleine



Muppelchen
11.09.2004, 14:41
Hallo zusammen,
bin 36 Jahre alt und hab zwei Mädchen 7 u 3. Zu meiner Geschichte. Vor 10 Monaten habe ich einen super tollen Mann kennengelernt. Er hat sich auf mich eingelassen, obwohl er wußte, daß ich zwei kleine Kinder hab. Er selber ist geschieden und hat einen fast 17jährigen Sohn, der bei seiner Mutter lebt. Wir lernten uns lieben und es war alles schön. Meine Kinder mögen ihn sehr. Bis zu dem Zeitpunkt, wo er für sich selbst feststellte, daß er das mit meinen Kindern nicht kann. Er hätte es fest versucht, da er ja wußte, mich gibt es nicht ohne Kinder. Er würd die Zankerei zwischen den Kindern nicht mehr ertragen können, er wär einfach zu lange raus. Das schlimme daran ist, er liebt mich und ich liebe ihn. Er kann einfach nicht über seinen Schatten springen. Ich habe ihm angeboten, daß wir es doch langsam angehen können und nichts überstürzen müssen. Wir würden uns doch lieben und gemeinsam könnten wir es schaffen. Wir haben viel geredet und sind irgendwie auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen. Das End vom Lied ist,ich habe Schluß gemacht. Ich leide sehr unter der Trennung, weil er war mein Traummann. Ich hab von ihm alles bekommen, was ich in meiner Ehe vermißt habe. Wenn er ein Scheißkerl wäre, wär es für mich nicht so schlimm. Aber im Gegenteil, er ist das Beste, was in meinem Leben passiert ist, außer natürlich die Geburt meiner Kinder. Wir haben zwischenzeitlich ein paar Mal telefoniert und es endete jedesmal in Tränen, auch von seiner Seite. Ich weiß, daß er mich liebt, aber irgendwie hat er Angst. Ich hab ihn nie unter Druck gesetzt, er setzt sich selber unter Druck. Ich bin einfach nur hilflos und verzweifelt. Ich hab ihm gesagt, er wäre der einzigste Mann in meinem Leben, wofür ich kämpfen würde, wenn ich wüßte wie. Ich weiß von anderen, daß er auch sehr am leiden ist. Warum sind zwei Erwachsene Menschen nicht in der Lage,das zu regeln? Klar kommen Streitereien auf, wenn man den Alltag miteinander verbringt, aber das ist doch Normal. Auch, das man nicht immer einig ist, was vielleicht die Erziehung der Kinder anbelangt. Aber warum denken Frauen da immer anders, sie akzeptieren doch meistens das Leben des Menschen, den sie lieben. Ich zumindest tu das. Warum haben Männer Angst, das Leben der Frauen zu akzeptieren, die Kinder haben. In meinem Herzen ist einfach ein großes Loch und ich weiß nicht, wie es schaffen soll. Er fehlt mir einfach ganz doll. Wir haben uns im Moment darauf geeinigt, daß es wohl besser ist, eine Zeitlang nichts voneinander zu hören. Mir fällt es aber sehr schwer. Ich hoffe nur, daß er die Zeit nutzt und vielleicht zur Vernunft kommt und mich einfach zu sehr liebt und versucht mein Leben zu akzeptieren.

Thekla
11.09.2004, 15:14
hallo muppelchen!

ja, es könnte alles so schön sein, gell? ich selbst habe keine kinder und habe oftmals angst einen rat zu geben, weil ich zu oft die worte gehört habe "krieg du erst mal kinder!"... trotzdem traue ich mich.

du schreibst, dass er angst hat, dass er sich selbst zu sehr unter druck setzt, dass ihr euch liebt und es aber trotzdem irgendwie nicht hinbekommt. muppelchen, meine erfahrung ist, dass je älter man wird, desto unflexibler wird man oftmals sich auf neue situationen einzustellen. dazu kommt noch, dass man einen ganzen berg zum teil negativer erfahrungen mit sich rumschleppt und in gewisser weise auch beziehungsängste hat.

aber: ihr alleine bekommt es nicht hin. o.k. - warum lasst ihr euch nicht von einem profi helfen und geht zu einer paartherapie? wäre das vielleicht eine möglichkeit?

liebe grüße
thekla

Muppelchen
11.09.2004, 15:28
Hallo thekla,

danke für Deine Antwort. Negative Erfahrungen in Beziehungen hat er gemacht. In mir hat er wohl das gefunden, was er gesucht hat, was fürs Herz. Aber das alleine reicht wohl nicht.
Über eine Paartherapie hab ich mir noch keine Gedanken gemacht, weiß aber auch nicht, ob er das will. Wir wollen ja erst mal eine Zeit nichts voneinander hören. Obwohl mir dies sehr schwer fällt, aber er ist es mir wert und ich gib ihm die Zeit. Ich denke mal, für einen 43jährigen, der seinen Sohn schon groß hat, ist es schwer, wieder von vorne anzufangen. Aber wenn man die Frau will, die man liebt, muß sie es ihm doch wert sein. Vorallem wenn die Frau, ihm alle Zeit der Welt gibt und ihm vorschlägt, daß man das mit den Kindern mit kleinen Schritten angehen kann. Immer ein bisschen mehr. Man braucht als Mann doch seinen Freiraum nicht komplett aufgeben. Aber ich denke mal, das wird sein Problem sein.
Naja abwarten und Tee trinken. Vielleicht klappt es ja.

gruß
muppelchen

Muppelchen
12.09.2004, 11:46
Hallo zusammen,
bin 36 Jahre alt und hab zwei Mädchen 7 u 3. Zu meiner Geschichte. Vor 10 Monaten habe ich einen super tollen Mann kennengelernt. Er hat sich auf mich eingelassen, obwohl er wußte, daß ich zwei kleine Kinder hab. Er selber ist geschieden und hat einen fast 17jährigen Sohn, der bei seiner Mutter lebt. Wir lernten uns lieben und es war alles schön. Meine Kinder mögen ihn sehr. Bis zu dem Zeitpunkt, wo er für sich selbst feststellte, daß er das mit meinen Kindern nicht kann. Er hätte es fest versucht, da er ja wußte, mich gibt es nicht ohne Kinder. Er würd die Zankerei zwischen den Kindern nicht mehr ertragen können, er wär einfach zu lange raus. Das schlimme daran ist, er liebt mich und ich liebe ihn. Er kann einfach nicht über seinen Schatten springen. Ich habe ihm angeboten, daß wir es doch langsam angehen können und nichts überstürzen müssen. Wir würden uns doch lieben und gemeinsam könnten wir es schaffen. Wir haben viel geredet und sind irgendwie auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen. Das End vom Lied ist,ich habe Schluß gemacht. Ich leide sehr unter der Trennung, weil er war mein Traummann. Ich hab von ihm alles bekommen, was ich in meiner Ehe vermißt habe. Wenn er ein Scheißkerl wäre, wär es für mich nicht so schlimm. Aber im Gegenteil, er ist das Beste, was in meinem Leben passiert ist, außer natürlich die Geburt meiner Kinder. Wir haben zwischenzeitlich ein paar Mal telefoniert und es endete jedesmal in Tränen, auch von seiner Seite. Ich weiß, daß er mich liebt, aber irgendwie hat er Angst. Ich hab ihn nie unter Druck gesetzt, er setzt sich selber unter Druck. Ich bin einfach nur hilflos und verzweifelt. Ich hab ihm gesagt, er wäre der einzigste Mann in meinem Leben, wofür ich kämpfen würde, wenn ich wüßte wie. Ich weiß von anderen, daß er auch sehr am leiden ist. Warum sind zwei Erwachsene Menschen nicht in der Lage,das zu regeln? Klar kommen Streitereien auf, wenn man den Alltag miteinander verbringt, aber das ist doch Normal. Auch, das man nicht immer einig ist, was vielleicht die Erziehung der Kinder anbelangt. Aber warum denken Frauen da immer anders, sie akzeptieren doch meistens das Leben des Menschen, den sie lieben. Ich zumindest tu das. Warum haben Männer Angst, das Leben der Frauen zu akzeptieren, die Kinder haben. In meinem Herzen ist einfach ein großes Loch und ich weiß nicht, wie es schaffen soll. Er fehlt mir einfach ganz doll. Wir haben uns im Moment darauf geeinigt, daß es wohl besser ist, eine Zeitlang nichts voneinander zu hören. Mir fällt es aber sehr schwer. Ich hoffe nur, daß er die Zeit nutzt und vielleicht zur Vernunft kommt und mich einfach zu sehr liebt und versucht mein Leben zu akzeptieren. Gibt es hier irgendwelche Männer, die dasselbe mitgemacht haben und mir vielleicht ein paar Tips geben können? Wäre Euch sehr dankbar.

JoE101
12.09.2004, 12:20
Hallo, und herzlich willkommen.
Eine Frage noch, was ist mit dem Vater deiner Kinder?
Habt ihr keinen Kontakt mehr miteinander?

gruss joe

Muppelchen
12.09.2004, 12:24
Hallo Joe,

die zwei haben einen Vater und sind alle vierzehn Tage bei ihm. In der Woche kommt er sie auch holen, wenn er Zeit hat. Wir haben uns ohne Krach getrennt und verstehen uns eigentlich ganz gut.

gruß muppelchen

[mod] ich habe die themen wie besprochen zusammengefügt bzw. gelöscht! gruß thekla/mod [mod]

sageslaut2002
12.09.2004, 12:50
Hallo Muppelchen,
ja, es ist eine schwierige Situation in der dein Freund da steckt und genauso schwer ist es da einen Rat zu geben. Zuerst einmal, deine Entscheidung dich zu trennen war vollkommen richtig, er muss einsehen, dich gibt es nur zu dritt, aber ich denke das weiss er auch selber, zumindest besteht aber jetzt die Hoffnung das er durch die Trennung bemerkt wie sehr du ihm fehlst und das ihr Drei es wert seit zu kämpfen.
Eigentlich wollte ich dir aber von den damaligen Gedankengängen meines zweiten Mannes erzählen. 1986 lernte ich ihn kennen, da waren meine Söhne 6 u. 7,5 Jahre alt. Vierzehn Tage intensivsten Kontakt, dann blieb er auf einmal weg. Naja, hatte ich mir gedacht, wir sind wohl zuviel für ihn, und habe mit ihm abgeschlossen.
Ein Vierteljahr später klingelte es eines Abends an der Tür und er stand dort mit einer gemeinsamen Bekannten ( er war zu feige alleine herzukommen ) und sie wollten sich angeblich nur einen Kaffee abholen 8o. Später fuhr er die Bekannte nach Hause und kam alleine zurück. Er hat mir dann erklärt, er hätte Angst bekommen vor soviel Verantwortung einer kompletten Familie gegenüber und wusste nicht ob er in der Lage ist soviel Verantwortung zu tragen, auch wäre ihm die Präsenz meiner Mutter u. meiner Oma zuviel ( nur durch diese Beiden konnte ich aber jobben gehen ).
Ziemlich bald haben wir dann Nägel mit Köpfen gemacht, er zog bei mir ein, ich suchte mir eine Schichtarbeit die seinen Schichten entgegengesetzt lag, so dass immer einer von uns Beiden bei den Kindern war, somit war das Problem Mutter u. Oma gelöst.
Trotzdem kam immer mal wieder in ihm das Gefühl auf nicht richtig zu uns zu gehören. Der Wendepunkt kam eines Tages ganz unverhofft durch meine Söhne, sie erzählten uns das ihre Freunde alle behaupten, sie hätten ja gar keinen Vater und fragten meinen zukünftigen Mann ob sie denn nicht Papa zu ihm sagen dürften. Zuerst war er absolut sprachlos, dann schossen ihm die Tränen in die Augen und dann sagte er: Wenn ihr das möchtet dürft ihr das selbstverständlich!
Kurz und bündig: Hochzeit war ein paar Monate später, zeitgleich holte ich die Einwilligung zur Adoption der Kinder von ihrem Erzeuger ein ( er brauchte nicht länger wie einen Tag um sie beim Notar zu hinterlegen ), denn H. meinte: Wenn wir schon eine Familie werden ernähren wir " unsere Kinder " auch alleine!
Meine Söhne sind heute 24 u. 25 u. kennen nur einen Vater und das ist ihr Papa!

Liebe Muppelchen, vielleicht macht dir meine Geschichte ja ein wenig Mut!

Netten Gruss von sageslaut2002!

Muppelchen
12.09.2004, 13:09
Hallo Sageslaut,

vielen Dank für Deine liebe Antwort.
Ich glaube auch, er hat einfach nur Angst vor der Verantwortung und Angst seinen Freiraum und Flexibilität aufzugeben. Obwohl ich ihn überhaupt mit Nix unter Druck setze. Ich möchte einfach nur ein bisschen mehr Zeit mit ihm und meinen Kindern verbringen. Er ist eigentlich ein Familienmensch und gerne zuhause. Ich bin auch nicht der Typ Frau, die klammert, Im Gegenteil, ich möchte meinen Freiraum nicht aufgeben, auch wenn es nicht viel ist bei zwei kleinen Kindern und ich möchte auch nicht, daß er seinen Freiraum komplett aufgibt. Meine Kindern sind halt nicht ganz einfach, aber so sind nunmal Kinder. Er hat immer nur einen Sohn gehabt und war sich immer einig mit seiner Exfrau, was die Erziehung anbelangt. Bei mir war es nicht so, mein Exmann ist mir fast immer in den Rücken gefallen, was die Erziehung meiner 7jähringen anbelangt. Und diese Fehler, die begangen worden sind, muß ich jetzt alleine versuchen gradezubiegen, was nicht ganz einfach ist. Es ist ihm einfach zu stressig und bei mir würde es noch lange dauern, bis ich mal flexibel bin. Aber das hat er gewußt, als er sich auf mich eingelassen hat. Naja, ich kann nur hoffen, daß es bei uns ein gutes Ende nimmt und er die Auszeit wirklich nutzt. Er ist es mir wert.

gruß muppelchen

bettina
12.09.2004, 15:53
Sag ihm doch ruhig mal, daß die Kinder in 5-10 Jahren aus dem "Gröbsten" raus sind und sie auch bis dahin nicht auf ihrem jetzigen Entwicklungsstand stehen bleiben. Daß die Zeit, die er so als Horror empfindet relativ kurz sein wird, und ob er den paar Jahren der Anpassung und der Akzeptanz seine Liebe und eine Beziehung opfern will!?

Muppelchen
12.09.2004, 15:58
Hallo Bettina,

das hab ich ihm ja gesagt, aber irgendwie bekommt er das nicht auf die Reihe. Im Moment weiß er selber nicht was er will, er leidet unter unserer Trennung ( das weiß ich von anderen) und das merke ich an seiner Reaktion am Telefon( er weint). Ich kann ihn dazu nicht zwingen, ich kann nur darauf hoffen, daß er sich besinnt. Und ihm klar wird, daß er mich für immer verliert, wenn er nicht dazu bereit ist.

Gruß Muppelchen

Schattenreiter
12.09.2004, 19:31
hallo, bist du eigentlich gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz sicher , das es wegen der kinder ist? Oder ist es nicht vielleicht doch der verlust von freiheit. Männer sind sehr erfinderisch , die wahrheit umzuinterpretieren, glauben dann selber oft dran.
das mit den kindern , ist leichter zu erklären, du wirst dafür die meiste verständnis haben. Ich denke schon, wer dich liebt, sollte auch die kinder lieben, sonst gehts nich.
Ich hab mich vor 20 jahren in meinen sohn verliebt, weil ,er war schneller wie ich , er war seit einem jahr schon da. Die liebe zur frau mama, kam dann später.

Muppelchen
12.09.2004, 20:29
Hallo Schattenreiter,

gaaaanz sicher bin ich mir da nicht. Obwohl Freiheiten hat er genug bei mir gehabt. Ich kann nur nicht verstehen, wie ein 43jähriger Mann mit 17jährigen Sohn sich auf eine Frau einläßt, obwohl er von Anfang wußte, daß sie zwei kleine Kinder hat,sehr viel Zeit und sehr viel Liebe in diese Beziehung investiert und von Zukunft spricht. Und sich aufeinmal vom Denken her, so verändert. Das geht mir nicht in den Kopf rein. Vorallem, daß er es in Kauf nimmt, eine bis dato superperfekte,glückliche Beziehung in den Sand zu setzen. Manchmal möchte ich Mann sein, um die Männer besser verstehen zu können.

gruß muppelchen

Thekla
13.09.2004, 09:18
hallo muppelchen!

kannst du uns vielleicht einmal schildern, wie sich die probleme bei euch, bzw. seine probleme mit den kindern geäußert haben? was war der anlass?
vielleicht solltest du etwas mehr ins detail gehen...

ist nur ein vorschlag...

liebe grüße
thekla

Muppelchen
13.09.2004, 19:37
Hallo Thekla,

also die ersten Monaten verliefen sehr gut, wir wollten es langsam angehen mit den Kindern, d.h. daß er bei mir schläft und so. Meine Kinder sind halt noch klein, und hatten noch ein wenig mit der Trennung von ihrem Vater zu tun. Nach drei,vier Monaten hat er dann den Versuch gestartet und ist abundzu mal in der Woche nachmittags gekommen und hat auch dann mal bei mir geschlafen. Ich muß sagen, bei zwei Mädchen ist es nicht immer sehr leise, im Gegenteil, bei uns herrscht eigentlich fast immer Chaos und Lärm. Aber so sind eben Kinder. Meine Große ist ein sehr einnehmendes Wesen, d.h. sie nimmt einen direkt in Beschlag und läßt einen dann auch sehr schwer in Ruhe. Vorallem hatte sie immer, wenn er da war, die Gabe mich vom allerfeinsten zu reizen, um zu sehen, wie reagiert die Mama, wenn ihr Freund da ist. Ich hab mich da leider nicht immer so verhalten, wie ich es eigentlich tue, wenn ich mit ihr alleine bin. Mir war das Ganze irgendwie peinlich, mich halt von einer Seite zu zeigen, die er nicht kannte. D.h. ich war dann nicht sehr konsequent. Das bin ich aber eigentlich. Nur das zur Vorgeschichte. Eine gewisse Zeit danach, kam er nur noch, wenn die Kinder im Bett waren. Wir hatten dann eine Auseinandersetzung und ich bat ihn darum, doch mal ein bisschen mehr Zeit mit uns zu verbringen, vorallem am Wochende, wenn die Kinder da waren. Sie gehen alle 14 Tage zum Vater. Für mich war das eigentlich normal, was ich ihm gesagt habe. Ich bekam von ihm zur Antwort, er müßte ein bisschen für sich alleine sein, um nachzudenken. Wir hatten eine Woche keinen Kontakt. Danach haben wir uns ausgesprochen, und er meinte, er könne das mit den Kindern nicht mehr. Es wäre ihm zu laut und zu hektisch. Er wär das nicht mehr gewohnt. Ich hab ihm klar gemacht, daß er vorher wußte wodrauf er sich einläßt und er könne mich nur mit Kindern haben. Das war ihm klar und er war sehr traurig darüber, daß er es nicht schaffen würde, darauf einzugehen. Entweder liebt man einen Menschen mit allem was dazugehört oder nicht. Sein Leben hatte ich akzeptiert,mit Kind und kranker Mutter. Wir sind dann doch zusammengeblieben, ich hab einfach versucht die Zeit zu genießen mit ihm, obwohl ich nicht richtig glücklich dabei war. Mein Herz war da irgendwie stärker, wie mein Verstand. Wir haben dann noch zwei Wochen miteinander Urlaub gehabt,ohne die Kinder, die waren bei ihrem Vater. Sie waren sehr schön. Ich hatte dann eine Woche noch mit den Kindern zusammen und meine Große hätte es gerne gehabt, daß er mit uns Fahrrad fährt. Ich hab ihn dann gefragt und er konnte angeblich nicht. Abends haben wir dann telefoniert und er erklärte mir nochmal, daß er meine Kinder zwar mag, aber nicht bereit wär, die Vaterrolle für meine Kinder zu übernehmen(dies hatte allerdings keiner verlangt,sie haben ja einen,der sich kümmert) er hätte keine Lust was mit UNS zu unternehmen, mit mir wär das kein Problem, dies wär die Aufgabe des Vaters. Er meinte auch, wenn wir zusammen wohnen würden, wären wir schneller auseinander wie wir zusammengekommen sind. Wir hätten wohl zu unterschiedliche Erziehungsmethoden, er würd sich schon über Sachen aufregen, die ich garnicht mitbekommen würde. Ich hab nie übers Zusammenziehen geredet, weil da für mich noch keine Grundlage bestand. Ich versteh das alles eigentlich überhaupt nicht, weil er sich im Grunde garnicht an meinem Alltag mit den Kindern beteiligt hat. Er will mich, aber nicht meine Kinder. Wenn das alles nicht wäre, wäre dieser Mann der absolute Traummann für mich. Aber ich kann keinen dazu zwingen, mit mir und den Kindern klarzukommen. Ich weiß halt, er leidet sehr unter der Trennung, aber wie heißt es, jeder ist selber sein Glückes Schmied, oder so ähnlich. Wir hatten ja entschieden, daß wir eine Zeitlang nichts voneinander hören wollen. Das kann für mich positiv sein, vielleicht nutzt er wirklich die Zeit, und er vermißt mich so, daß er meine Kinder in Kauf nimmt um mich nicht zu verlieren. Aber ich glaube eher, daß es nicht so sein wird. Ich hoffe, ich hab nicht so verwirrend geschrieben.

gruß muppelchen

Muppelchen
16.09.2004, 13:37
Hallo,

ich habe heute Morgen meine Kleine in den Kindergarten gebracht und was ist mir passiert? Genau das wovor ich Angst hatte. Sein Auto kam mir entgegen. In dem Moment wußte ich nicht, was machst du jetzt, übersiehst du ihn und gehst einfach weiter, oder siehst du ihn. Ich hab ihn gesehen und er ist mit seinem Auto neben mir stehengeblieben. Ich hatte direkt den Magendruck wieder und einen Kloß im Hals. Er machte die Türe auf und bat mich zu setzen. Wir sind einmal um den Block gefahren und ich war nicht in der Lage, mich mit ihm zu unterhalten. Es kam von mir nur ein mmh,ja oder nein. Er hat mich die ganze Zeit angeschaut und sah sehr schlecht aus. Ich könnt ja jetzt sagen, selber Schuld. Mir ging es richtig schlecht, vorallem, daß ich ihn nicht in den Arm nehmen konnte, oder ihn wie immer zu begrüßen. Ich war einfach nicht in der Lage. Er hat mich dann wieder abgesetzt und ist weitergefahren. Ich war am ganzen Körper am zittern. Ich habe ihm nachher eine SMS geschickt, daß ich einfach nicht in der Lage gewesen bin, mit ihm zu reden, weil ich einen Kloß im Hals hatte und sofort angefangen hätte zu weinen. Daß ich mich sehr gefreut hätte, ihn zu sehen. Ich bin davon ausgegangen, da bekommst du sowieso keine Antwort drauf. Doch ich habe eine bekommen, er hätte schon gedacht, er hätte was falsches gesagt oder getan, hätte sich auch überlegt, ob es nicht besser gewesen wäre, weiterzufahren. Zum Schluß stand da, ich drück dich. Warum kämpft dieser Mann nicht um mich, ich scheine ihm doch nicht egal zu sein. Sonst würde er sich doch keine Gedanken über mein Verhalten machen. Geschweige, würde er eine Strecke mit dem Auto abfahren, obwohl er doch genau weiß, daß ich die jeden Morgen um die selbe Zeit abgehe, wegen meinen Kindern? Ich weiß einfach nicht, was ich davon halten soll. Ich weiß einfach nicht, was in seinem Kopf vorgeht. Ich würd einiges dafür geben, dies zu wissen. Ich weiß, daß er mich liebt, er weiß, daß ich ihn liebe, trotzdem müssen wir leiden und er kommt nicht zurück zu mir. Es tut einfach nur weh und ich bekomm ihn nicht aus meinem Kopf

Thekla
16.09.2004, 20:17
hallo muppelchen!

ich komme mir gerade etwas vor wie carrie bradshaw bei "sex an the city". (ich schweife jetzt etwas ab, aber ich hoffe, dass du mir das verzeihst...) durch dieses forum werde ich persönlich immer wieder angeregt, mir gedanken über dinge zu machen, über die ich mir wahrscheinlich normalerweise keinen gedanken gemacht hätte, weil sie nichts mit meinem "päcklein" zu tun haben. da sitze ich nun an meinem notebook und ziehe vergleiche zu einem gespräch, das ich heute nachmittag mit meinem ex geführt habe. er (ein ähnlich emotionaler mensch wie ich) wurde gerade von seiner freundin verlassen. es war liebe auf den ersten blick, wie damals bei mir. gott was habe ich mich für und mit ihm gefreut. alles war rosarot, aber... und da kommt es leider... da waren zwei dinge. 1. eine fernbeziehung (ca. 400 km), 2. sie hat ein kind. für ihn waren das keine probleme, aber für sie. wie soll man mit der distanz, mit der wenigen zeit und dem kind umgehen? sie hatte dafür keine lösung und hat bereits nach kurzer zeit den schlußstrich gezogen.

ich frage mich: warum? und mein ex fragt sich das genauso. er sagte heute zu mir "mensch, da hast du jemanden gefunden bei dem du dir denkst 'da ist es, DAS gefühl, DAS was du bei anderen vermisst' und dann klappt es wegen kleiner widrigkeiten nicht."

muppelchen, mit zunehmenden alter (und ich schließe mich da nicht aus) unterzieht man jeden potentiellen partner dem von mir so genannten "ehegatten-scan". wir denken nicht nur darüber nach, ob es passt - nein, wir denken intensiv über unsere zukunft, über ein "und sie lebten glücklich und zufrieden... und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute" nach.

klar, dein (ex-?)partner ist mit seinem sohn aus dem gröbsten raus, der ist immerhin 17 und steht mehr oder weniger schon auf eigenen beinen. klar ist es da irgendwo befremdlich, sich wieder auf "kindergartenprobleme" einzulassen. man war ja eigentlich froh da raus zu sein. dazu kommt, dass es nicht seine kinder sind. bei den eigenen hätte man vielleicht schon längst was gesagt, wenn einen was stört, aber nein - man darf ja nicht. DAS ist die stelle, an der ich stutzig werde. klar - er ist nicht der vater, der erzeuger. aber er ist der potentielle stiefvater. wie hätte es laufen sollen, wenn ihr euer leben miteinander verbracht hättet? hätte er nichts sagen dürfen? hätten die kinder spielraum gehabt, euch gegeneinander auszuspielen? hätten die kinder die möglichkeit gehabt zu sagen "du bist nicht mein vater! du hast mir gar nichts zu sagen!"?

vielleicht hast du ihn da in gewisser weise aus deinem bzw. eurem familienleben ausgeschlossen.

muppelchen, ich kann nur wiederholen: ich habe keine kinder und mein rat ist rein theoretischer natur. ich versuche mich an dieser stelle nur in seine situation zu versetzen. ich weiß nicht, ob es mir gelingt, aber ich hoffe es.
vielleicht solltet ihr irgendwann noch einmal ganz offen und ehrlich miteinander reden. ich denke, ihr habt eine chance. nutzt sie. muppelchen, hol ihn mit ins boot. natürlich nur, wenn du magst.

liebe grüße
thekla

Schattenreiter
16.09.2004, 20:42
muppelchen, sei froh daß du kein mann bist , die verstehen sich manchmal selber nich. Mach dich mal nich verrückt( ich weiß , das ist leicht gesagt). Aber da gibts ganz bestimmt ein happyend. Ich kann deinen freund teilweise gut verstehen. Kenne auch solche schwankungen , wenn auch aus anderen gründen. Mir hat mal jemand gesagt: Wenn du mal alleine bist , dann komm wieder! Das war vor 2 jahren. Die 7 worte beschäftigen mich heute noch.


Viele grüße

Muppelchen
16.09.2004, 22:09
Hallo Thekla,

Ich denke mal, wenn wir unser Leben miteinander verbracht hätten, wäre es für mich normal gewesen, wenn er was zu meinen Kindern gesagt hätte. Ich hab ihm eigentlich nicht das Gefühl gegeben, er dürfte nix sagen, wenn ihn was stört mit meinen Kindern. Im Gegenteil, ich wär sogar sehr dankbar gewesen, wenn er es mal gemacht hätte. Er meint, ihm würde es nicht zustehen und ich würd mir in die Erziehung meiner Kinder sowieso nicht reinreden lassen. Ich hab ihm immer gesagt, er soll kein Vaterersatz sein, sondern ein guter Freund für meine Kinder. Der für sie da ist, ein offenes Ohr hat und auch mal ein Machtwort spricht. Klar, daß es dann auch mal vorkommt, oh das war aber jetzt nicht nötig gewesen, aber dann kann man doch abends darüber reden. Er meinte, wir würden uns über die Erziehung in die Haare bekommen, weil wir von den Erziehungsmethoden her grundverschieden wären. Er würde über gewisse Sachen einen Anfall bekommen, die mir noch nicht mal auffallen würden. Klar bei zwei Kinder baut man sich selber einen Schutzwall auf und versucht sich über gewisse Sachen einfach nicht mehr aufzuregen, oder die Ohren auf Durchzug zu stellen, weil man dann selber auf der Strecke bleiben würde.
Ich weiß nicht, ob wir nochmal darüber reden werden, im Moment versuch ich zu akzeptieren, daß wir eine Zeitlang nichts voneinander hören wollen, was ja heute nicht geklappt hat. Klar mag ich ihn in unser Boot holen, nur ich kann ihn nicht dazu zwingen.Vielleicht hab ich ihn unbewußt nicht mit in unser Boot gelassen, ich weiß es nicht. Er muß von alleine kommen.

gruß muppelchen

Muppelchen
16.09.2004, 22:15
Hallo Schattenreiter,

ich weiß nicht, vielleicht würden manche Sachen für mich verständlicher werden, wenn ich ein Mann wäre. Wovor haben sie Angst, vor Verantwortung, vor dem Verlust der Unabhängigkeit, der Freiheit. Warum läßt sich ein Mann auf eine Frau mit zwei kleinen Kindern ein. Es heißt doch immer, die Frauen wären kompliziert. Ich würd mir nichts sehnlicher wünschen, als das es ein Happy-End gäbe.
Über diese sieben Worte muß ich jetzt auch mal nachdenken, die haben was.

gruß muppelchen

Thekla
16.09.2004, 22:18
hallo muppelchen!

nur ein kurzes post von mir:

hast du wirklich versucht ihn "mit ins boot zu holen"? hast du versucht mit ihm wirklich über diese dinge zu sprechen und sie zu klären?

liebe grüße
thekla

Muppelchen
16.09.2004, 22:32
Geredet haben wir oft darüber, aber er hat gesagt, er will und kann es nicht. Ich weiß aber auch nicht, wie ich ihm das Gefühl vermitteln soll , daß er mit ins Boot darf. Mehr, als wie mit ihm darüber zu reden, kann ich nicht machen. Das er mich mit der Erziehung der Kinder unterstützen kann, ohne das ich ihm direkt aufs Dach steige. Klar für mich wäre es schon eine Umgewöhnung, daß sich aufeinmal jemand anderes in die Erziehung nach 11/2 Jahren miteinbringt, aber auch das ist Lernbar.

gruß muppelchen

Schattenreiter
17.09.2004, 08:58
hallo ,muppelchen, halt waren bloß 6 worte , das " mal " entfällt. Da wirkt das ganze nämlich noch bohrender und man(n) kommt nie zur ruhe.

Muppelchen
24.09.2004, 21:24
Hallo,

nachdem fast eine Woche vergangen ist und er sich nicht gemeldet hat, haben wir uns heute mehr oder weniger beim Einkaufen gesehen. Ich hatte ein Auto gesehen, was seinem sehr ähnlich sah, konnte aber von weitem nicht so richtig erkennen, ob er es war. Bin dann mit meiner Tochter in den Supermarkt gegangen und hab für mich gedacht, naja wenn er es war und muss einkaufen,sehen wir uns gleich im Laden. Hab dann noch durch das Fenster gesehen, wie dieses Auto wieder vom Parkplatz fuhr. Mein Gedanken war dann, er hat dein Auto gesehen und ist feige wieder abgedüst. Es bestätigte sich später, daß er es doch war und er hatte mich auch gesehen. Hat extra gedreht und ist wieder zurückgefahren, weil er dachte, er würde mich sehen. Es hat mich wieder so ne große Überwindung gekostet mit ihm zu telefonieren. Mein Hals schnürte sich wieder zu. Dann kam wieder die berühmte Frage, wie geht es Dir? Hab ihm gesagt, mir geht es nicht gut und dann wurde Verbindung getrennt, weil er in eine Tiefgarage gefahren ist.Warum fragt er mich sowas, er weiß doch ganz genau wie beschissen es mir geht. Dann diese Simsen, ich drück dich. Ich hab langsam das Gefühl, er will mich hinhalten. Ich kann und will es nicht mehr. Das kann so nicht weitergehen. Habe dann zwei Stunden später eine Simse bekommen, daß er mir ein schönes Wochenende wünscht und würde mich drücken. Ich hätte mein Handy in die Ecke klatschen können. Hab ihm geantwortet, daß es für mich besser wäre, wenn wir den Kontakt komplett abrechen würden. Es würd mir einfach zu weh tun, ihn ständig zu hören und zu sehen. Ich müßte mich damit abfinden, daß er mich und mein Leben nicht komplett haben will. Ansonsten käme ich nie zur Ruh. Habe bis jetzt keine Antwort erhalten. Also gehe ich davon aus, daß es ihm nur Recht ist. Nachdem ich ihm das alles geschrieben hatte, war ich erst in der Lage, sämtliche Fotos von ihm aus der Wohnung und meinem Portomonaie zu entfernen. Mir gehts im Moment gut, oder ich versuche es mir wenigstens einzureden. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich eigentlich mit einer anderen Reaktion von ihm auf meine Simse gerechnet. Aber sie kam nicht und es bestätigt mich immer mehr, daß seine Liebe zu mir nicht so stark war, wie meine zu ihm. Ich hätte alles für ihn getan.

So, ich hoffe, daß ich beim nächstenmal nicht wieder über dieses Thema was zu schreiben hab, sondern über irgendetwas Erfreuliches. Ich muss echt sagen, daß ich mich hier in diesem Forum richtig gut aufgehoben gefühlt hab. Ein Dankeschön an Euch.

liebe grüße
muppelchen

Muppelchen
06.10.2004, 13:46
Hallo,

habe gedacht, wenn ich den Kontakt mit ihm komplett abbreche, würde es mir besser gehen. Aber im Gegenteil, es geht mir von Tag zu Tag schlechter und ich vermisse diesen Mistkerl so sehr. Ich mache im Moment Sachen, wovor ich mich selber erschrecke. Ich fahre fast jeden Abend zu ihm hin um zu sehen, ob sein Auto vor der Tür steht und er nicht woanders schläft. Ich weiß, ich mach mich selber verrückt damit, aber der Gedanke, er könnte bei einer anderen sein, macht mich völlig verrückt. Ich kann einfach nicht loslassen, weil ich soviele Sachen nicht verstehen kann, sie gehen mir einfach nicht in den Kopf.
Von seinem Freund, mit dem er fast jeden Tag zusammen war, hat er sich auch zurückgezogen und kaum Kontakt mit ihm. Dieser Freund hat ihm nämlich den Kopf mal kräftig gewaschen und ihm gesagt, daß es ziemlich mies war, was er mit mir abgezogen hätte. Er hätte schließlich gewußt, wodrauf er sich einläßt, auf eine Frau mit zwei Kinder. So eine Frau wie michwürde er nie wieder finden, die zu ihm hält. Die gerne die Samstagabende mit ihm auf der Couch verbringen würde, die ihm seine " Freiheit" läßt und die ihn auch noch liebt. Sein Freund ist ziemlich enttäuscht über das Verhalten. Er hat das Gefühl, er ist irgendwie noch ein Kind geblieben, was nicht weiß, was es will. Vielleicht war er auch zu lange verheiratet und hat Angst, er würde was verpassen und müßte einiges nachholen. Er meinte auch noch zu ihm, was er denn suchen würde, eine Frau in unserem Alter ( mein Ex ist 43) wäre entweder verheiratet oder hat Kinder. Wenn er eine jüngere Frau finden würde, die vielleicht beides nicht hätte, damit dürfte er dann wahrscheinlich jedes Wochenende in die Disco laufen und müßte ständig was unternehmen. Mein Ex ist eher der gemütliche Mensch, der gerne seine Freizeit zuhause verbringt und bei schönem Wetter Motorrad fährt. Also nicht unbedingt der große Discogänger. Sein Freund kann mich sehr gut leiden und mag mich, er fragt ihn halt öfters, ob er was von mir gehört hat, mein Ex muß sich dann wohl immer komisch verhalten.
Aber all das hilft mir nicht weiter, ich leide von jeden Tag an immer mehr. Man sagt zwar, die Zeit heilt alle Wunden, aber bei mir trifft das nicht zu. Ich vermisse ihn jeden Tag mehr. Ich hab ihn leider wieder angesimst, obwohl ich den Kontakt abgebrochen hab, und habe ihm gesagt, daß ich ihn sehr vermisse. Ich bekam die Antwort, er hätte das akzeptiert, daß wir uns nicht mehr sehen und hören, weil es zu weh tut. Er wäre auch nicht mehr in die Bäckerei gegangen, wo wir jeden Tag frühstücken und wo wir uns kennengelernt haben. Das wäre für mich wahrscheinlich nicht gut gewesen, wenn meine Schwägerin, die arbeitet dort, mir dann erzählt hätte, daß er dagewesen wäre. Sein Chef geht da auch frühstücken und hat ihm immer erzählt, daß ich da war. Zum Schluß hat er noch geschrieben, ich drück dich du mupchen. ( so hat er mich immer genannt) Aber mit keiner Zeile, ich vermisse dich auch, absolut nichts. Ich weiß, er wollte mir nicht wehtun. Aber warum nennt er mich dann Mupchen, das tut mir genauso weh. Ich hab ihm zurückgesimst, ich werde erst dann loslassen können, wenn er mir in die Augen sieht und mir sagt, daß er mich nicht mehr liebt. Ich habe auch geschrieben, daß ich bei ihm vorbeigefahren bin um zu sehen, ob er zuhause schläft. Und noch ein paar andere Dinge, es kam keine Antwort mehr von ihm.
Ich kann es einfach nicht verstehen, wie er mich aus seinem Leben schmeißt. Er hat doch alles gefunden in mir was er gesucht hat. Es tut einfach nur weh.

sageslaut2002
06.10.2004, 20:13
Ach, Mensch, Muppelchen, tut mir so Leid, dich in solch einer niedergeschlagenen Stimmung zu lesen.
Die Zeit heilt alle Wunden, richtig, dass ist ein blöder Spruch und stimmt auch nicht ganz so wörtlich, aber Muppelchen, die Zeit verkrustet zumindest oberflächlich die Wunden und bringt die Wunde zumindest zum Stillstand.
Bitte, tu es dir nicht mehr´an ihm zu simsen oder ähnliches, es schmerzt nur noch mehr wenn keine Antwort kommt.
Es kann tatsächlich gut sein das er genauso leidet wie du, aber er möchte einfach ein anderes Leben führen als er das mit dir könnte und dazu steht er.
Und, Muppelchen, wenn er, wie du meinst, all das bei dir gefunden hätte was er sich gewünscht und ersehnt hat wäre er nicht gegangen, aber das weisst du eigentlich selber. Er ist ehrlich zu dir und sagt, er möchte einfach nicht noch einmal mit kleinen Kindern anfangen. Muppelchen, mehr kann er nicht tun!

Lieben Gruss von sageslaut2002!

Fee
06.10.2004, 20:38
Guten Abend Muppelchen,

ich habe in den letzten Wochen schon zig Antworten geschrieben, lange, ellenlange, und dann wieder gelöscht, ohne sie abzuschicken. Weil ich weiß: ich schwimme gegen den Strom, ziehe vielleicht den Unmut der Forumsgemeinde auf mich. Aber jetzt, wo ich sehe, wie du leidest, muss ich mein Schweigen brechen.

Muppelchen, steinige mich, aber: ich kann ihn verstehen. Ab einem gewissen Alter hat man einfach nicht mehr die Nerven für kleine Kinder. Man hatte selbst welche (oder aus wohl bedachten Gründen nicht), die "Kinder" sind erwachsen und aus dem Haus, man hat jetzt seine Ruhe, möchte abends seinen Frieden, hat einen stressigen Job, möchte ungebunden sein... das alles geht mit Kindern nicht. Oder nur bedingt.

Muppelchen, er hat sich in dich verliebt und hat es dir zuliebe versucht. Ich kann ihn nicht dafür verurteilen, dass er sagt: sorry, ich packs nicht. Natürlich wusste er, dass du Kinder hast, natürlich wusste er, dass du nicht als Single zu haben bist. Er hats versucht, aber es ging schief.

Weißt du, ich sehe das so: jeder Mensch verteilt die Prioritäten anders. Einer kann akzeptieren, wenn der Partner eingeschränkt ist, weil er schwer krank ist - Kino, Essen gehen, unmöglich - aber er packts. Der andere sagt: "Nein, das kann und will ich nicht." Der andere sagt: ok, fangen wir von vorne an. Ich hab Kinder gern, was solls, auch mit 40 oder 50 krieg ich das hin. Während Mann B sagt: nein, zu spät, ich pack das nicht mehr. Hab das Nervenkostüm nicht mehr.

Muppelchen.es ist kein Versagen deinerseits. Es geht nur nicht. Die Umstände sind dagegen.

Danke den Göttern für deine Kinder und versuch bitte, die Situation so zu sehen, wie sie ist: es hat einfach nicht sein sollen. Auch Kinder spüren, wenn sie anderen Menschen "auf die Nerven" gehen. Es ist besser so, als wenn sich Unmut breit macht, wenn die Kinder ängstlich und geduckt werden, meinst du nicht? Es wären dann nicht mehr die Kinder, die sie sind und sein sollen - sie selbst.

Dein Kummer ist groß, das wissen wir. Aber er wird weniger werden.

Du warst gut in dieser Beziehung Muppelchen, verdammt gut. Mehr konntest du nicht tun, ohne dich zu verleugnen.

Eine tröstende Umarmung von Fee

Muppelchen
07.10.2004, 20:35
Hallo Sageslaut, hallo Fee,

ich nehme es ihm nicht übel, daß er es mit den Kindern nicht mehr kann, aber was ich ihm sehr übel nehme, daß er trotzalledem mit mir fast ein Jahr zusammengeblieben ist, obwohl er wußte, daß es keine Zukunft für uns gibt. Das er von alleine die Beziehung nicht beendet hat. Das er mehr oder weniger darauf gewartet hat, daß ich es tue( denke ich zumindest von ihm). Das wäre ehrlich mir gegenüber gewesen. Klare Worte sind von ihm nie wirklich ausgesprochen worden. Er hat es einfach zugelassen, daß sich so starke Gefühle entwickeln, daß es jetzt so verdammt weh tut. Und meinen Kindern hat er nie wirklich eine Chance gegeben, die drei viermal die er mal bei mir geschlafen und mit uns gefrühstückt hat. Da glaub ich kaum, daß man da feststellen kann, daß einem die Kinder "nerven". Unternommen haben wir vier nie was und meinen Alltag mit den Kindern hat er nie mitgelebt.

Aber eins weiß ich, meine Kinder stehen für mich immer an erster Stelle und ich würde nie zulassen, daß sich meine Kinder für irgendjemand verstellen oder sich verändern müßten.

Ich hoffe für mich, daß es nicht mehr so lange wehtut. Er hat mir wirklich den Boden unter den Füßen weggezogen.

muppelchen

Sternschnuppe
07.10.2004, 22:06
Hallo Muppelchen!

Männer sind oft verdammt feige und bequem eine Entscheidung bezüglich ihrer Beziehung zu treffen. Sehr oft sind es die Frauen, die dies letztendlich tun müssen.

Er wird Dich mit Sicherheit vermissen, und Du wirst eine Weile brauchen um darüber hinweg zu kommen - aber Frauen sind stark, und Mütter noch stärker, weil sie für ihre Kinder da sein müssen, und Du wirst es schaffen. Wenn Du Dich schon ein bißchen über ihn ärgern kannst ist das schon mal was.......

Tu es ihm und auch Dir bitte nicht an ihm nachzuspionieren! Damit machst Du nur alles schlimmer. Stell ihn auf Eis - vielleicht hast Du ja noch eine Chance, daß ihm bewußt wird daß er Dich vermißt.......vielleicht aber auch nicht, Du kannst es nicht erzwingen.

Lieben Gruß von Silvia, der durch dieses Forum hier auch irre geholfen wurde wieder einigermaßen Boden unter den Füßen zu bekommen! :)

Muppelchen
10.10.2004, 15:43
Hallo Silvia,

konnte jetzt erst antworten.

Ich weiß, daß es ein Fehler war ihn anzusimsen und ihm hinterher zu spionieren. Ich bin auch selber sehr wütend darüber, daß ich mich dazu hab hinreißen lassen. Das war nicht ich. Ich mach es auch nicht wieder, weil es wirklich nichts bringt und mir nur noch mehr weh tut.

Ich weiß, daß Mütter sehr stark sein müssen, alleine wegen den Kindern schon. Aber ich mußte schon für einiges sehr stark sein, mir fehlt im Moment einfach nur die Kraft stark zu sein.

Ich wär sehr gerne sehr wütend über ihn, weil mir das bestimmt besser helfen würde, darüber hinwegzukommen. Aber meine Ärgerniss reicht leider noch nicht aus. Es tut mir einfach noch zu weh.

gruß muppelchen