Nemain
17.09.2004, 20:04
Hallo im Forum!
Hab eine Weile nicht mehr reingeschaut, tut mir leid (nicht daß davon jemand Notiz genommen hätte :) ), ich werds aber wieder öfter tun.
Ich bräuchte nochmal Eure Meinung. Vor ein paar Monaten hatte ich im Liebeskummerforum von meiner unglücklichen Liebe geschrieben. Was ich damals nicht erzählt hab, ist, daß der Kerl mein Chef ist. Über diese Liebesgeschichte bin ich hinweg, denke ich. Aber von wegen, wir könnten ja Freunde sein, pah! Weit gefehlt. In beruflicher Hinsicht hat er mich seit ich meine Stellle dort angetreten habe, vernachlässigt. Eigentlich müßte er meine Doktorarbeit betreuen, aber das hat er nie gemacht. Wenn ich mal Fragen hatte war er schnippisch. Erst dachte ich, daß das daran läge, daß er nur noch eine begrenzte Zeit da war, oder daß er auch viel um die Ohren hatte. Allerdings zeigt sicht jetzt bei einer anderen Doktorandin, daß dem nicht so ist, und daß er nur mich so abweisend (in beruflicher Hinsicht!, das andere zählt jetzt gar nicht) behandelt hat. Dann kam die Zeit, wo ich ihm meine Gefühle offen gelegt habe. Und in der Zeit danach, hat er dann damit angefangen, richtig fies zu werden. Und das hat sich immer mehr zugespitzt. Als ich ihn dann mal daraufhin angesprochen habe (naja, ich war ziemlich fertig, weil er mich vor versammelter Mannschaft grundlos angefaucht hat), da hat er noch einen auf verständnisvoll gemacht, und hat gemeint, das stimmt doch gar nicht, ich würde mir das einbilden. Jetzt könnte man meinen, es würde besser werden. Aber nein, wieder weit gefehlt. Seitdem ist er noch abweisender (hätte nicht gedacht, daß er das noch steigern könnte) und teilweise richtig aggressiv (verbal) mir gegenüber und tut so, als hätte ich ihm Unrecht getan, dabei ist es doch genau umgekehrt. Ich hoffe, das alles ist jetzt nicht so sehr verwirrend, ich kann jetzt auch nicht so sehr ins Detail gehen.
Der Punkt ist, daß er mich über Monate hinweg entweder ignoriert, schneidet, mich anfaucht, wenn ich mal was frage, oder einfach so Gemeinheiten austeilt, die teilweise echt unter die Gürtellinie gehen. Und das macht mich psychisch total fertig. So fertig, daß ich oft wenn ich nach Hause komme, erst mal heulend auf meinem Sofa zusammensinke. Und ich kann das irgendwie nicht mit ihm klären, weil er ja nicht einsieht, daß er sich mir gegenüber unfair verhält. Ich fürchte, daß er noch fieser zu mir wird, oder mich am Ende gar feuert, oder eine andere Möglichkeit findet, mir das Leben (noch mehr) zu versauen. So kann das aber nicht weitergehen, denn ich leide wirklich sehr darunter. Andererseits wird er nun wirklich in den nächsten Wochen für längere Zeit ins Ausland gehen.
Dennoch kann ich das nicht einfach so auf mir sitzen lassen. Darum werde ich ihm, sobald er weit genug weg ist, eine Email schicken, die mehr oder minder sachlich das alles anspricht und Antworten von ihm verlangt. Haltet ihr das für klug? Oder: würdet ihr das auch machen? Ich meine, vielleicht wärs einfacher, für die letzten Wochen die Zähne zusammenzubeißen und dann einfach zu vergessen. Aber schließlich hat man doch auch sowas wie ein Selbstwertgefühl, und wenn man monatelang so fertig gemacht wurde, will man doch auch Antworten, oder zumindest mal seinen Unmut kundtun, damit einem wenigstens ein wenig Gerechtigkeit wiederfährt. Das Risiko ist natürlich, daß er doch noch seinen Einfluß geltend macht und mich feuert.
Was wäre Euch wichtiger? Könnt Ihr Euch sein Verhalten erklären? Wie konnte ich mich überhaupt so in ihm täuschen? Ich verstehe das nicht, wieso er so gemein zu mir ist.
Für Kommentare bin ich wie immer sehr dankbar.
Nemain.
Hab eine Weile nicht mehr reingeschaut, tut mir leid (nicht daß davon jemand Notiz genommen hätte :) ), ich werds aber wieder öfter tun.
Ich bräuchte nochmal Eure Meinung. Vor ein paar Monaten hatte ich im Liebeskummerforum von meiner unglücklichen Liebe geschrieben. Was ich damals nicht erzählt hab, ist, daß der Kerl mein Chef ist. Über diese Liebesgeschichte bin ich hinweg, denke ich. Aber von wegen, wir könnten ja Freunde sein, pah! Weit gefehlt. In beruflicher Hinsicht hat er mich seit ich meine Stellle dort angetreten habe, vernachlässigt. Eigentlich müßte er meine Doktorarbeit betreuen, aber das hat er nie gemacht. Wenn ich mal Fragen hatte war er schnippisch. Erst dachte ich, daß das daran läge, daß er nur noch eine begrenzte Zeit da war, oder daß er auch viel um die Ohren hatte. Allerdings zeigt sicht jetzt bei einer anderen Doktorandin, daß dem nicht so ist, und daß er nur mich so abweisend (in beruflicher Hinsicht!, das andere zählt jetzt gar nicht) behandelt hat. Dann kam die Zeit, wo ich ihm meine Gefühle offen gelegt habe. Und in der Zeit danach, hat er dann damit angefangen, richtig fies zu werden. Und das hat sich immer mehr zugespitzt. Als ich ihn dann mal daraufhin angesprochen habe (naja, ich war ziemlich fertig, weil er mich vor versammelter Mannschaft grundlos angefaucht hat), da hat er noch einen auf verständnisvoll gemacht, und hat gemeint, das stimmt doch gar nicht, ich würde mir das einbilden. Jetzt könnte man meinen, es würde besser werden. Aber nein, wieder weit gefehlt. Seitdem ist er noch abweisender (hätte nicht gedacht, daß er das noch steigern könnte) und teilweise richtig aggressiv (verbal) mir gegenüber und tut so, als hätte ich ihm Unrecht getan, dabei ist es doch genau umgekehrt. Ich hoffe, das alles ist jetzt nicht so sehr verwirrend, ich kann jetzt auch nicht so sehr ins Detail gehen.
Der Punkt ist, daß er mich über Monate hinweg entweder ignoriert, schneidet, mich anfaucht, wenn ich mal was frage, oder einfach so Gemeinheiten austeilt, die teilweise echt unter die Gürtellinie gehen. Und das macht mich psychisch total fertig. So fertig, daß ich oft wenn ich nach Hause komme, erst mal heulend auf meinem Sofa zusammensinke. Und ich kann das irgendwie nicht mit ihm klären, weil er ja nicht einsieht, daß er sich mir gegenüber unfair verhält. Ich fürchte, daß er noch fieser zu mir wird, oder mich am Ende gar feuert, oder eine andere Möglichkeit findet, mir das Leben (noch mehr) zu versauen. So kann das aber nicht weitergehen, denn ich leide wirklich sehr darunter. Andererseits wird er nun wirklich in den nächsten Wochen für längere Zeit ins Ausland gehen.
Dennoch kann ich das nicht einfach so auf mir sitzen lassen. Darum werde ich ihm, sobald er weit genug weg ist, eine Email schicken, die mehr oder minder sachlich das alles anspricht und Antworten von ihm verlangt. Haltet ihr das für klug? Oder: würdet ihr das auch machen? Ich meine, vielleicht wärs einfacher, für die letzten Wochen die Zähne zusammenzubeißen und dann einfach zu vergessen. Aber schließlich hat man doch auch sowas wie ein Selbstwertgefühl, und wenn man monatelang so fertig gemacht wurde, will man doch auch Antworten, oder zumindest mal seinen Unmut kundtun, damit einem wenigstens ein wenig Gerechtigkeit wiederfährt. Das Risiko ist natürlich, daß er doch noch seinen Einfluß geltend macht und mich feuert.
Was wäre Euch wichtiger? Könnt Ihr Euch sein Verhalten erklären? Wie konnte ich mich überhaupt so in ihm täuschen? Ich verstehe das nicht, wieso er so gemein zu mir ist.
Für Kommentare bin ich wie immer sehr dankbar.
Nemain.