Thekla
29.09.2004, 13:57
GERICHTSURTEIL
Geldregen für Jan Ullrich
Wegen einer Magenverstimmung musste Jan Ullrich die Straßen-WM in Verona absagen. Dennoch ist die Stimmung beim T-Mobile-Kapitän nicht gerade getrübt. Ein Gericht hat den Pleite gegangenen Coast-Rennstall verurteilt, Ullrich nachträglich eine Abfindung in Millionenhöhe zu überweisen.
Duisburg - Der frühere Chef des Coast-Radrennstalls, Günther Dahms, muss an Jan Ullrich rund 1,6 Millionen Euro zahlen. Im Millionen-Streit mit seinem Pleite gegangenen Ex-Rennstall hatte Ullrich Honorar und Schadensersatz in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro gefordert. Die 3. Zivilkammer des Landgerichts Duisburg sei den Forderungen weitgehend gefolgt und habe Dahms zur Zahlung von rund 1,46 Millionen Euro zuzüglich Zinsen verurteilt, sagte ein Gerichtssprecher. Eine Berufung sei möglich, hieß es.
http://www.spiegel.de/img/0,1020,235325,00.jpg
Günther Dahms, Jan Ullrich (l.) bei der Vertragsunterschrift im Januar 2003: Dreijahresvertrag für fünf Millionen Euro Honorar
Dahms muss für die Forderungen eintreten, weil er bei der Radsport-Service-Marketing GmbH (RSM) des Coast-Stalls eine Schuldbeitrittserklärung unterschrieben hatte. Im Dreijahresvertrag mit Coast waren seinerzeit insgesamt fünf Millionen Euro Honorar für Ullrich festgeschrieben worden.
Der Tour-de-France-Gewinner von 1997 war nach einem Dopingvergehen (Diskobesuch mit dem Konsum einer "Ecstasy"-Pille) und anschließender Sperre im Januar 2003 vom Team Telekom zu Coast gewechselt. Doch schon im Frühjahr 2003 wurde Coast wegen Zahlungsunfähigkeit vom Weltverband UCI gesperrt und musste später Insolvenz anmelden. Ullrich schloss sich dem Team Bianchi an und bestritt die Tour zuletzt für das T-Mobile-Team.
Ullrich wird nach seinem Verzicht auf das heute stattfindende Zeitfahren auch am kommenden Sonntag beim Straßenrennen zum Abschluss der Weltmeisterschaften in Italien nicht an den Start gehen. "Er wird nicht fahren, das ist unmöglich. Er ist noch zu schwach", erklärte Betreuer Rudy Pevenage. Ullrich erlitt am vergangenen Wochenende eine schwere Magenverstimmung.
quelle: www.spiegel.de (http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,320614,00.html)
Geldregen für Jan Ullrich
Wegen einer Magenverstimmung musste Jan Ullrich die Straßen-WM in Verona absagen. Dennoch ist die Stimmung beim T-Mobile-Kapitän nicht gerade getrübt. Ein Gericht hat den Pleite gegangenen Coast-Rennstall verurteilt, Ullrich nachträglich eine Abfindung in Millionenhöhe zu überweisen.
Duisburg - Der frühere Chef des Coast-Radrennstalls, Günther Dahms, muss an Jan Ullrich rund 1,6 Millionen Euro zahlen. Im Millionen-Streit mit seinem Pleite gegangenen Ex-Rennstall hatte Ullrich Honorar und Schadensersatz in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro gefordert. Die 3. Zivilkammer des Landgerichts Duisburg sei den Forderungen weitgehend gefolgt und habe Dahms zur Zahlung von rund 1,46 Millionen Euro zuzüglich Zinsen verurteilt, sagte ein Gerichtssprecher. Eine Berufung sei möglich, hieß es.
http://www.spiegel.de/img/0,1020,235325,00.jpg
Günther Dahms, Jan Ullrich (l.) bei der Vertragsunterschrift im Januar 2003: Dreijahresvertrag für fünf Millionen Euro Honorar
Dahms muss für die Forderungen eintreten, weil er bei der Radsport-Service-Marketing GmbH (RSM) des Coast-Stalls eine Schuldbeitrittserklärung unterschrieben hatte. Im Dreijahresvertrag mit Coast waren seinerzeit insgesamt fünf Millionen Euro Honorar für Ullrich festgeschrieben worden.
Der Tour-de-France-Gewinner von 1997 war nach einem Dopingvergehen (Diskobesuch mit dem Konsum einer "Ecstasy"-Pille) und anschließender Sperre im Januar 2003 vom Team Telekom zu Coast gewechselt. Doch schon im Frühjahr 2003 wurde Coast wegen Zahlungsunfähigkeit vom Weltverband UCI gesperrt und musste später Insolvenz anmelden. Ullrich schloss sich dem Team Bianchi an und bestritt die Tour zuletzt für das T-Mobile-Team.
Ullrich wird nach seinem Verzicht auf das heute stattfindende Zeitfahren auch am kommenden Sonntag beim Straßenrennen zum Abschluss der Weltmeisterschaften in Italien nicht an den Start gehen. "Er wird nicht fahren, das ist unmöglich. Er ist noch zu schwach", erklärte Betreuer Rudy Pevenage. Ullrich erlitt am vergangenen Wochenende eine schwere Magenverstimmung.
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