XJustinSaneX
30.09.2004, 11:31
Neuer Versuch: Musiker für die Quote
16. Sep 14:19
http://www.netzeitung.de/img/0043/132143.jpg
Auch Peter Plate von Rosenstolz ist jetzt für die Quote
Foto: Polydor/Gabo
«Musik in eigener Sache» heißt der Vorstoß für mehr deutsche Songs im Radio. Über 500 Künstler haben unterzeichnet, darunter auch erfolgreiche Acts wie Rosenstolz, Mousse T. und 2raumwohnung.
Es sind nicht mehr nur die üblichen Verdächtigen, die sich auf der Liste der immerhin bereits 500 Unterstützer aus der Kunst- und Musikszene finden. Neben Heinz Rudolf Kunze, Reinhard Mey und Udo Lindenberg sind es auch viele erfolgreiche Musiker jüngeren Alters, die sich der Initiative «Musiker in eigener Sache» anschließen - so etwa Peter Plate von Rosenstolz, die Berliner Band 2Raumwohnung, Mousse T., die Sänger Laith Al-Deen, Jan Eißfeld, Maximilian Hecker, Yvonne Catterfeld, Xavier Naidoo und dessen Intimfeind Moses Pelham.
Aktion im Bundestag
Die Organisatoren, denen unter anderem Fotograf Jim Rakete angehört, werden ihre Forderungen für eine «Quote von Musik aus Deutschland» am Rande der Musikmesse Popkomm in Berlin wieder zu Gehör bringen. Neben der Veranstaltung am 29. September findet eine öffentliche Anhörung im Kulturausschuss des Bundestages statt, an der ebenfalls etliche Prominente teilnehmen werden. Musik aus Deutschland ist nach Meinung der Gruppe nämlich «in deutschen Medien skandalös unterrepräsentiert».
In einigen Sendern werde maximal ein Prozent der Sendezeit für deutsche Neuvorstellungen verwendet, heiß es in einer entsprechenden Pressemitteilung. Besonders junge Künstler hätten daher Probleme, ihr Publikum zu finden. Anders sei dies seit Jahren in Frankreich und der Schweiz, wo stets ein Teil der Sendezeit im Radio/TV für Künstler aus dem eigenen Land vorgesehen ist. (nz)
Quelle: http://www.netzeitung.de/entertainment/music/305290.html
Politiker fordern Quote für deutsche Musik
19. Sep 10:45
http://www.netzeitung.de/img/0026/144426.jpg
Claudia Roth
Foto: ddp
Um den Musikern unter die Arme zu greifen, haben sich sich mehrere Politiker für eine Quote für deutsche Lieder im Radio ausgeprochen. Sie unterstützten damit eine Künstler-Initiative.
Politiker aller Parteien haben in der «Bild am Sonntag» eine Quote für deutsche Musiktitel im Radio gefordert. «Bei der Quotierung geht es die Förderung von kultureller Vielfalt und Kunst, nicht um die Unterstützung erfolgloser Künstler oder Deutschtümelei», wird Claudia Roth (Grüne) zitiert. «Die reale Existenzsituation nationaler Künstler ist besorgniserregend», sagte Roth, die in den 80er Jahren Managerin der Rockband Ton Steine Scherben war.
Auch Antje Vollmer (Grüne), Wolfgang Thierse (SPD) und Kultur-Staatsministerin Christina Weiss sprachen sich für eine Quote aus. Vollmer sagte, sie leide unter dem «Einheitsbrei im Radio». Thierse schlug statt einem Gesetz eine freiwillige Selbstverpflichtung der Rundfunkanstalten vor. Mit dem Thema wird sich am 29. September der Ausschuss für Kultur und Medien im Bundestag beschäftigen.
Zuvor hatte der Musik-Produzent und Nena-Entdecker Jim Rakete eine Unterschriftenaktion initiiert, an der sich laut der Zeitung rund 600 Künstler beteiligten, darunter Stars wie Peter Maffay, Udo Jürgens oder Yvonne Catterfield. «Viele Sender weigern sich, mich und meine deutschen Kollegen zu spielen. Das ist Zensur», beklagte Peter Maffay. Die Zuhörer würden durch «englische Einheitsmusik manipuliert». Und Udo Jürgens sagte: «Das Gesetz ist wichtig, weil wir sonst keine Chance gegen die Übermacht amerikanischer Produktionen haben.» (nz)
Quelle: http://www.netzeitung.de/entertainment/music/305630.html
(Auch nachzulesen im Thread "Sonstige Musik News" (http://www.almac.de/wbb2/thread.php?threadid=10824&page=2&sid=)).
Jetzt würde mich interessieren, wie ihr dazu steht.
Ist eine Quote deutscher Musik im Rundfunk nötig? Werden dadurch deutschen Künstlern eher die Möglichkeit einer Plattform gegeben? Ist diese Quote nur ein abgekartetes Spiel der Plattenfirmen, damit sie und ihre Künstler mehr CDs absetzen? Sollten die Rundfunkanstalten nicht lieber unabhängig bleiben?
Fragen über Fragen, zu denen ich mich später äußern werden. Denn zunächst möchte ich eure Meinung dazu wissen.
Dazu habe ich eine schlichte ja/nein-Umfrage erstellt, damit ein Meinungsbild entsteht und natürlich könnt ihr euch auch in diesem Thread dazu etwas ausführlicher äußern (das wäre sogar wünschenswert).
Also legt los :daumen)
16. Sep 14:19
http://www.netzeitung.de/img/0043/132143.jpg
Auch Peter Plate von Rosenstolz ist jetzt für die Quote
Foto: Polydor/Gabo
«Musik in eigener Sache» heißt der Vorstoß für mehr deutsche Songs im Radio. Über 500 Künstler haben unterzeichnet, darunter auch erfolgreiche Acts wie Rosenstolz, Mousse T. und 2raumwohnung.
Es sind nicht mehr nur die üblichen Verdächtigen, die sich auf der Liste der immerhin bereits 500 Unterstützer aus der Kunst- und Musikszene finden. Neben Heinz Rudolf Kunze, Reinhard Mey und Udo Lindenberg sind es auch viele erfolgreiche Musiker jüngeren Alters, die sich der Initiative «Musiker in eigener Sache» anschließen - so etwa Peter Plate von Rosenstolz, die Berliner Band 2Raumwohnung, Mousse T., die Sänger Laith Al-Deen, Jan Eißfeld, Maximilian Hecker, Yvonne Catterfeld, Xavier Naidoo und dessen Intimfeind Moses Pelham.
Aktion im Bundestag
Die Organisatoren, denen unter anderem Fotograf Jim Rakete angehört, werden ihre Forderungen für eine «Quote von Musik aus Deutschland» am Rande der Musikmesse Popkomm in Berlin wieder zu Gehör bringen. Neben der Veranstaltung am 29. September findet eine öffentliche Anhörung im Kulturausschuss des Bundestages statt, an der ebenfalls etliche Prominente teilnehmen werden. Musik aus Deutschland ist nach Meinung der Gruppe nämlich «in deutschen Medien skandalös unterrepräsentiert».
In einigen Sendern werde maximal ein Prozent der Sendezeit für deutsche Neuvorstellungen verwendet, heiß es in einer entsprechenden Pressemitteilung. Besonders junge Künstler hätten daher Probleme, ihr Publikum zu finden. Anders sei dies seit Jahren in Frankreich und der Schweiz, wo stets ein Teil der Sendezeit im Radio/TV für Künstler aus dem eigenen Land vorgesehen ist. (nz)
Quelle: http://www.netzeitung.de/entertainment/music/305290.html
Politiker fordern Quote für deutsche Musik
19. Sep 10:45
http://www.netzeitung.de/img/0026/144426.jpg
Claudia Roth
Foto: ddp
Um den Musikern unter die Arme zu greifen, haben sich sich mehrere Politiker für eine Quote für deutsche Lieder im Radio ausgeprochen. Sie unterstützten damit eine Künstler-Initiative.
Politiker aller Parteien haben in der «Bild am Sonntag» eine Quote für deutsche Musiktitel im Radio gefordert. «Bei der Quotierung geht es die Förderung von kultureller Vielfalt und Kunst, nicht um die Unterstützung erfolgloser Künstler oder Deutschtümelei», wird Claudia Roth (Grüne) zitiert. «Die reale Existenzsituation nationaler Künstler ist besorgniserregend», sagte Roth, die in den 80er Jahren Managerin der Rockband Ton Steine Scherben war.
Auch Antje Vollmer (Grüne), Wolfgang Thierse (SPD) und Kultur-Staatsministerin Christina Weiss sprachen sich für eine Quote aus. Vollmer sagte, sie leide unter dem «Einheitsbrei im Radio». Thierse schlug statt einem Gesetz eine freiwillige Selbstverpflichtung der Rundfunkanstalten vor. Mit dem Thema wird sich am 29. September der Ausschuss für Kultur und Medien im Bundestag beschäftigen.
Zuvor hatte der Musik-Produzent und Nena-Entdecker Jim Rakete eine Unterschriftenaktion initiiert, an der sich laut der Zeitung rund 600 Künstler beteiligten, darunter Stars wie Peter Maffay, Udo Jürgens oder Yvonne Catterfield. «Viele Sender weigern sich, mich und meine deutschen Kollegen zu spielen. Das ist Zensur», beklagte Peter Maffay. Die Zuhörer würden durch «englische Einheitsmusik manipuliert». Und Udo Jürgens sagte: «Das Gesetz ist wichtig, weil wir sonst keine Chance gegen die Übermacht amerikanischer Produktionen haben.» (nz)
Quelle: http://www.netzeitung.de/entertainment/music/305630.html
(Auch nachzulesen im Thread "Sonstige Musik News" (http://www.almac.de/wbb2/thread.php?threadid=10824&page=2&sid=)).
Jetzt würde mich interessieren, wie ihr dazu steht.
Ist eine Quote deutscher Musik im Rundfunk nötig? Werden dadurch deutschen Künstlern eher die Möglichkeit einer Plattform gegeben? Ist diese Quote nur ein abgekartetes Spiel der Plattenfirmen, damit sie und ihre Künstler mehr CDs absetzen? Sollten die Rundfunkanstalten nicht lieber unabhängig bleiben?
Fragen über Fragen, zu denen ich mich später äußern werden. Denn zunächst möchte ich eure Meinung dazu wissen.
Dazu habe ich eine schlichte ja/nein-Umfrage erstellt, damit ein Meinungsbild entsteht und natürlich könnt ihr euch auch in diesem Thread dazu etwas ausführlicher äußern (das wäre sogar wünschenswert).
Also legt los :daumen)