Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Keine Ruhe mit der Mutter
Hallo, Leute!
Ich glaub, ich werd nicht mehr! 8o
Ihr kennt vielleicht meinen Thread "Werde ich meine Mutter verlieren?" im Kummer-Bereich.
Inzwischen besteht zwar immer noch die Sorge, dass ich meine Mutter verlieren könnte, aber nicht mehr, weil sie sooo schwer krank ist, sondern weil es so aussieht, dass sie sich hängen lässt.
Kurzes Resumee: Meine Mutter (sie ist 83) hatte einen Herzklappenfehler, der auch zu Wasser in der Lunge geführt hat. Sie ist operiert worden, hat eine künstliche Herzklappe und 2 Bypässe bekommen. Die Operation ist gut verlaufen.
So weit, so gut.
Nach der Operation musste sie ihren Allgemeinzustand in einem Rehabilitationszentrum wieder aufbauen. Das hat sich etwas verzögert. Zwischendurch bekam sie Anfälle von Übelkeit, gegen die sie im Spital ein Mittel und Vorgaben bezüglich ihrer Ernährung bekommen hat.
Während der ganzen Zeit ging sie höchstens in ihrer Wohnung etwas hin und her und ließ sich ansonsten in einer Art Rollstuhl von meinem Vater herum führen.
Schließlich wurde es was mit dem Reha-Aufenthalt und sie wurde in ein Zentrum im schönen niederösterreichischen Waldviertel gebracht. Mein Vater durfte auch mit und dort wohnen, auf seine Kosten natürlich.
Die Gegend ist wunderschön, ruhig, mit sauberer Luft ausgestattet, allerdings ein wenig kühl.
Etwas über 1 Woche hat sie es dort ausgehalten. Heute kamen die beiden zurück, weil meine Mutter es dort nicht mehr aushielt.
Das Bett ist zu niedrig.
Sie war jeden Tag völlig erschöpft.
Sie musste so viel gehen. Die Beine taten ihr weh.
Sie konnte nur das Frühstück bei sich behalten, die anderen Mahlzeiten erbrach sie.
Sie war einem Nervenzusammenbruch nahe.
Sie hielt das einfach nicht mehr aus.
Wie mein Vater beisammen ist, der das alles aushalten muss, will ich gar nicht fragen...*grummel*
Halt ich das im Kopf noch aus? :bash(
Da hat die Frau die Chance, wieder ein annähernd normales Leben zu führen, und sie zieht es vor, sich zu Hause auf die Couch zu setzen und in die Röhre zu glotzen?
Das darfs doch wohl nicht sein!!! ?(
Was will sie? Zu Hause herumhängen, bis sie in der Gruft liegt??
Die Geschichte erinnert mich fatal an das Schicksal meiner vor einigen Jahren verstorbenen Schwiegermutter. Sie hatte nach 2 Hüftprothesen noch eine Kniegelenksprothese bekommen, und sich danach aufgegeben. Sie wollte einfach nicht mehr. Sie stieg nicht mehr aus dem Bett heraus. Zuletzt musste sie gewindelt werden. Als sie doch einmal aus dem Bett stieg, stürzte sie schwer und zog sich Blutergüsse am halben Körper zu. Im Spital starb sie schließlich an einer Fettembolie - blödsinniger Weise, während ich 800 km entfernt auf einem Seminar war. Ich konnte meiner Frau nicht einmal beistehen.
Ich habe die große Sorge, das meine Mutter in die gleiche Richtung steuert.
Sie war zeit ihres Lebens schon ein wenig hypochondrisch, und solche Eigenschaften sollen sich ja im Alter verstärken. Sie erzählt jedem, ob er es hören will oder nicht, welch schweeeere Operation sie hat durchmachen müssen.
Was will sie? Das man sie bemitleidet? Dass wir "Heile heile" blasen? Dass wir täglich kommen und ihr den *eh schon wissen* auswischen? Was soll das bitte?
Dabei ist sie keineswegs allein oder vernachlässigt. Außer meinem Vater hat sie eine Heimhilfe, eine Heimkrankenschwester, eine Menge interessierter Nachbarn und einen Freundinnenkreis, der sie besuchen kommt. Wir rufen inzwischen mindestens 2mal die Woche an und besuchen sie abwechselnd in unterschiedlichen Intervallen.
Jetzt soll sie sich gefälligst mal auf die Füße stellen und den Rest ihres Lebens wieder in die Hand nehmen!
Entschuldigt, dass ich euch so voll gelabert habe, aber das musste einmal raus.
Was haltet ihr davon?
Gruß
plofre
hiii plofre!
das problem kenn ich leider- du bist da nicht allein - das problem haben wir mit meiner oma leider auch dh eigentlich leidet am meisten meine mama (52) darunter.. unsere oma (82 jahre) macht ihr wirklich das leben schwer... eine lösung gibt es dafür nach meiner erfahrung leider nicht... je mehr wir ihr vorwürfe machen, desto "kränker" wird sie...
das mit der hypochondrie kenne ich seitdem ich denken kann (bin jetzt 25) - besonders arg wurde es nach dem tod von meinem opa (ist aber schon 22 jahre her) ... naja und seitdem ist jedes jahr was neues..ok, ich muss zugeben, dass sie wirklich schwer herzkrank war/ist aber die ärzte haben gesagt, dass alles wieder in ordnung ist...
ich hab meine oma echt wahnsinnig lieb - sie is total intelligent und hat sehr viel in ihrem leben durchmachen müssen, und vieles was ich heute bin verdanke ich ihrer, sagen wir mal "inspiration", aber was meine mama in letzter zeit mit ihr mitmacht ist wirklich schlimm... angeblich drückt ihr der darm aufs herz (anatomisch eigentlich realtiv unmöglich- wir haben auch schon ca 10 darmuntersuchungen hinter uns, bei denen der arzt uns versichert hat, dass ihr nichts fehlt!)und sie verlangt tag ein tag aus abführmittel, was zur folge hat, dass das wenige, was sie isst und trinkt ziemlich schnell wieder seinen ausgang findet und leider öfter nicht in der kloschüssel sondern im bett usw landet...
das mit dem krankheitsgeschichten-erzählen kenn ich .. und wohl leider auch unser gesamter bekannten und verwandtenkreis... aber ich hab mir angewöhnt es mit humor zu nehmen .. und es macht ihr freude wenn sie darüber erzählen kann, weil sie dann das gefühl hat beachtet zu werden ...
meine mama is eigentlich jeden tag bei ihr - ausser sonntags - und du kannst drauf wetten, dass gerade sonntags ihr zustand sich rapide verschlechtert und unbedingt sofort jemand kommen muss ... *seufz*...
ich habe manchmal das gefühl, dass sie sich nicht damit abfinden will, alt zu sein, weil sie im herzen noch jung ist.... und das find ich irgendwie traurig..
ich glaub plofre, dass deine mutter aufmerksamkeit will - mehr aufmerksamkeit als sie sowieso schon hat- ... natürlich nervt es unheimlich, aber ich gib dir mal den rat sie vielleicht nicht "nur" anzurufen, sondern öfter bei ihr vorbeizuschaun - würde deinen vater wahrscheinlich auch entlasten ... meine mama schimpft auch immer über den "psychoterror" aber ich glaube sie ist doch froh, dass falls mal was schlimmes passieren sollte, sie da war, so gut sie es eben konnte...
ich glaube, dass wir alle im alter seltsam werden und dann froh sind, wenn es jemanden gibt der sich um uns kümmert- nicht nur um das alltägliche sondern auch menschlich! ...
also plofre.. schluck deinen ärger hinunter ... wer weiss wieviel zeit einem noch bleibt ... genieß die zeit mit ihr- natürlich kann ich deine wut verstehn, weil du das gefühl hast deine mutter würde ihr leben "wegwerfen" obwohl sie es noch so schön haben könnte - aber versuch dich in ihre lage zu versetzen... vielleicht werden wir auch nicht anders wenn wir mal so alt werden ...
ich wünsch dir viel kraft - du schaffst das schon!
lg bärli
sageslaut2002
01.10.2004, 21:35
Lieber plofre,
dass Verhalten deiner Mutter erinnert mich sehr an das damalige Verhalten meiner Grossmutter, sie hat uns auch oft, bevor sie wirklich bettlägerig wurde, an den Rand der Weissglut gebracht.
Ich denke, du schätzt ihr Verhalten schon richtig ein. Viele alte Menschen werden im hohen Alter wieder kindlich und möchten betüttelt werden. Die sie umgebende Aufmerksamkeit um sich herum gefällt ihr sicherlich äusserst gut und sie wird wissen das diese Aufmerksamkeit nachlässt wenn sie wieder auf eigenen Beinen steht. Ich denke nicht das sie sich aufgibt, sondern eher das ihr die allgemeine Aufmerksamkeit sehr gut gefällt.
Nur ein Beispiel meiner Grossmutter um Aufmerksamkeit zu erringen: Sie hat oben im gleichen Haus wie meine Eltern gewohnt und wenn sie des nachts nicht schlafen konnte und an Langeweile litt hat sie Äpfel auf den Fussboden geschmissen, damit meine Mutter unten wach wurde und den Eindruck bekommen musste die Oma oben wäre aus dem Bett gefallen, schon hatte Oma wieder die ganze Aufmerksamkeit ihrer Tochter.
Netten Gruss von sages!
Hatschepsut60
23.10.2004, 00:56
Liebe Plofre,
überleg doch mal - es ist sicher nicht einfach sich das einzugestehen - aber du hast deine Mutter bestimmt noch Erinnerung wie es ihr gut ging und immer für euch alle da war. Jetzt denk mal nach- sie hatte eine sehr schwere Operation hinter sich, die manch Jüngeren noch vom Hocker haut. Herzklappe und Bypässe und das mit 83 Jahren.Mag sein, dass sie äußerlich und auch geistig einen gesunden Eindruck hinterlässt, aber so eine OP hinterlässt ihre Spuren.
Hast du mal überlegt , dass deine Mutter wirklich nicht mehr in der Lage ist mehr zu leisten und ihr so manche Sachen nicht mehr so leicht von der Hand gehen.
Oft sind auch zahlreiche Besuche sehr strapazierend. Da können 2 Stunden gut gemeinte Unterhaltung schon anstrengend für sie sein. Vielleicht macht der Körper einfach schlapp und sehnt sich nur nach Ruhe.
Mein Vater hatte seinen ersten Infarkt schon mit 40 , später kam ein Lungenemphysem dazu - er arbeitete immer noch - meine Eltern waren selbstständig.Er hatte in Gedanken noch soo viel vor was er gerne erledigt hätte und versprach es auch.Doch mit der Ausführung ließ er sich Zeit und schob diese oft etwas aufwendigeren Sachen im weiter raus. Wir wunderten uns sehr damals.
Später erfuhren wir aber, dass mein Vater damals schon die Kraft nicht mehr aufbrachte und unter Atemnot litt. Jede geringste Anstrengung nahm ihm die Luft.
Später kam ein Defi dazu - setzte das Herz aus sendete dieser einen kleinen oder manchmal auch größeren Stromimpuls.Mein Vater lebte ständig in Angst - zumindest die letzten Jahre.Eine Herzkrankheit ist begleitet von Angstzuständen und hat mit Hypochonder nichts zu tun.Es ist ein Symptom von vielen.Wenn er mal kurz alleine war litt er sehr - alleine der Gedanke es könnte jetzt vorbei sein.
Deine Mutter braucht jetzt mehr eure liebevolle Zuwendung und eher beruhigenden Worte und nicht das Fordern von irgendwelchen Unternehmungen, die sie sich kräftemässig nicht mehr zutraut.Gebt ihr kleine , leichte Aufgaben auch im Haus wenn sie nicht raus möchte und gebt ihr einfach das Gefühl sie kann noch was für euch tun , das sie noch gebraucht wird und wenn es auch nur mal Wäsche flicken ist z.B., oder wenn sie irgend etwas besonders gut kochen kann dann bittet sie darum.Zeigt ihr, das ihr sie versteht - sie braucht das jetzt.
Sie benötigt euer Verständnis jetzt mehr denn je - keiner kann für seine Ängste - in diesem Fall bestimmt gerechtfertigt.Versetzt dich doch mal in ihre Lage . Und wenn das Herz nicht mehr richtig arbeitet wird auch die Lunge über Jahre in Mitleidenschaft gezogen.Die beste Medizin ist kein Ersatzteillager und macht einen Menschen nicht mehr jung.Die Jahre hinterlassen ihre Spuren auch mit der besten Medizin.
ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft für die kommende Zeit und habt Verständnis und Liebe füreinander insbesondere für deine Mutter Alles Liebe.
Ich weiss wie schwer es ist sich damit auseinander setzen zu müssen, dass nichts mehr ist wie es mal war.
herzlichst Hat
Je mehr Zeit man hat zum Nachdenken, desto mehr neigt man auch zum Grübeln und durch die begleitende Angst beobachtet man seinen Körper umso mehr .Es ist keine einfache Zeit für Keinen.Versucht es langsam mit gaaaanz kleinen Schritten sie wieder an die Freude am Leben heranzuführen.Ich hoffe es gelingt Euch.
Guten Morgen Plofre,
Jetzt soll sie sich gefälligst mal auf die Füße stellen und den Rest ihres Lebens wieder in die Hand nehmen!
Meiner Mutter habe ich damals fast wörtlich dasselbe gesagt. Sie war in einem Pflegeheim, hatte ständig jemand um sich rum, einen exzellenten Rollstuhl, mit dem ich sie jeden Sonntag von morgens bis abends ausfuhr, einen Gehwagen, Versorgung rund um die Uhr und schimpfte über alles. Bis mir der Kragen platzte.
Zuerst war sie tödlich beleidigt, dann hat sie sich die Sache überlegt und arbeitete mit. Bevor sie dann vom Hals ab gelähmt war, konnte sie tatsächlich wieder gehen mit ihrem Rollator, konnte selbst zum Essen karren, ein bisschen in den Garten fahren - und sie war mächtig stolz darauf. Damals sagte sie: "Ich hab das gebraucht, den Schubs von dir".
Rede einfach mal Klartext mit deiner Mutter Plofre. Das wirkt oft Wunder.
Viel Glück, Fee
Wir kommen mit meiner Mutter nicht zur Ruhe. :mh)
Jetzt hat sie sich grade mühsam von einer schweren Herzoperation errappelt, da stellt sich heraus, dass sie Grauen Star hat und operiert werden muss.
So kurz nach der Herzoperation geht das aber nicht. Sie muss ein halbes Jahr warten. Da kommt Freude auf...
Gruß
plofre
mit einverständnis und besserer übersicht, was deine mutter angeht, plofre, habe ich das hier, mit dem älteren thread, zusammengefügt ..
hi plofre!
ja, im alter kommt man gesundheitlich selten zur ruhe. wahrscheinlich wird auch im laufe der zeit mehr dazu kommen. so blöd sich das anhört, aber es ist ein wenig wie mit kindern, da ist auch immer was. bei kindern geht es aber meistens irgendwann bergauf, bei alten menschen leider nicht.
ich wünsche dir viel kraft und deiner mutter weiterhin eine gute genesung!
viele grüße
thekla
Hallo plofre,
das gleiche problem haben wir mit meiner Oma, zwar nicht ganz so schlimm, aber trotzdem nervenaufreibend. Meine Oma hat kapuute Nieren und darf nur noch kaliumarme Kost essen, also keine Tütchensuppen mehr und auch keien Fixgerichte. Natürlich kocht meine Mutter jetzt für alle, für die eigene Familie, dann für den Opa und noch was extra für meine Oma. Die will sich auch nicht aufraffen, jammert den ganzen Tag nur rum und lässt sich total hängen *seufz* Irgendwann geht das auch beid en anderen an die reserven.
Ich hab keine Ahung was man da machen kann. Klartext reden - hm, ich hoffe das funktioniert bei dir!! Meine Oma würde in Tränen ausbrechen und wär noch fertiger als jetzt...
Ich wünsch dir und deiner Familie auf jeden Fall noch viel Kraft um das alles durchzustehen und ich hoffe, dass ihr einen Weg findet, deiner Mutter irgendwie mal doch einen klaren Kopf zu verschaffen!
jeanny
Schattenreiter
19.11.2004, 15:35
Hallo, liebe pflegenden und leidenden
Hab das ähnliche problem, mit der oma. Is über 92. Vielleicht sollten wir alle aufhören einem lebensmüden menschen einreden zu wollen ,sein leben is ja doch noch ganz ok. Sondern einfach akzeptieren, das der mensch ab einer bestimmten stelle nich mehr will. Kann mir das schon vorstellen. Ein zeitlebens aktiver mensch, will eben nich ein leben, das so "ganz ok " ist . Ansonsten aber mit der einschränkung , mit dem leiden und mit dem andereleutebemühen verbunden ist. Ich weiß , was meine oma will, sie sagt es auch oft: Den tod. Irgendwo hat man in diesem alter, wo es eh nix mehr besser wird ,auch ein recht darauf. Ich sag dann immer : Hast recht, aber wenn er nich kommt, der herr gevatter , müssen wir ihm eben ein stück entgegen gehn. Ich sag nich mehr: du mußt, du sollst, essen ,trinken , laufen, fernsehen oder was weiß ich.
Sternschnuppe
19.11.2004, 17:06
Hi plofre!
Ich kann Dich beruhigen: diese Augenoperation ist ein Routineeingriff, der selbst bei 100-jährigen problemlos durchgeführt wird!
Da hat Deine Mutter mit der Bypassoperation schon schlimmeres überstanden.....
Gruß von Silvia
P.S.: Hast Du schon mit Deinem Sportprogramm begonnen plofre? ;zwink)
Hy Plofre!
Deine Mutter scheint nun eine schwere Zeit durchzumachen und ihr leidet mit! Ich denke ihr habt sicher auch alle Angst, dass sie sich ganz aufgibt! Sie ist eure Mutter! Blickt wahrscheinlich auf eure Kindheit zurück und denkt: "Sie war doch auch immer für uns da und nun ist sie so hilflos, dass kann doch nicht sein. " Soll sie sich doch gefälligst zusammennehmen und zeigen wie stark sie ist."
Plofre, ist es nicht so, dass eine Mutter 20 Kindern schauen kann, muss aber ein Kind der Mutter schauen; dann kann das vielleicht 1 von 20 mit grossem verständis! Wie Oft waren unsere Eltern doch da, als wir als Kindern mit jedem wehwehchen an kamen! Sie trösteten uns und gaben uns mut. - Im Alter wird man wieder kindlicher...Da wäre es daran etwas zurückzugeben, was uns die Eltern ein Leben lang gegeben.
Sie braucht nun dasselbe von euch Kindern; was sie euch früher gab, aus liebe und Selbstverständlichkeit. Sie ist verzweifelt hat ihre Kinder schon längst draussen und sieht im Moment vielleicht keinen Sinn mehr! Wie schon ein Vorredner gesagt hat, finde ich ebenfalls, dass sie kleinere Aufgaben bräuchte...etwas, dass sie wieder dazu bringt für etwas zu kämpfen.
Ich wünsche Euch allen viel Kraft und deiner Mutter ganz ganz viel Mut und neue Perspektiven!
Lieber Gruss
Tender
Original von Sternschnuppe
P.S.: Hast Du schon mit Deinem Sportprogramm begonnen plofre? ;zwink)
Ich fang jetzt mal mit Zimmerfahrrad an, das hab ich früher gern verwendet. Es muss nur aus dem Hausbaugerümpel in einen sauberen Raum gebracht werden. Außerhäusliche sportliche Tätigkeit ziehe ich in Erwägung, wenn sich das Mistwetter draußen bessert.
plofre
Ich besuche heut schon wieder mal meine Mutter in der Intensivstation im Spital. :(
Sie hat eine Darmoperation hinter sich. Sie hatte eine Art Loch im Dünndarm.
Wenigstens verliert sie durch das Loch jetzt kein Blut mehr.
plofre
Ich werd euch mal über die neuesten Entwicklungen bezüglich meiner Mutter unterrichten.
Sie ist inzwischen wieder zu Hause und hat uns sogar gestern besucht.
Die Sache war äußerst kurios und ein sehr seltener Fall.
Ihr müsst wissen, meine Mutter ist in den letzten Tagen des 2.Weltkrieges schwer verwundet worden. Bei einem Bombenangriff ist ihr (in dem Falle unbedeutend) ein Teil der Wade und (in dem Fall bedeutsam) ein Teil der Bauchdecke weg gerissen worden. Man muss sich das vorstellen: Das Ganze passierte auf freiem Feld, Angriffsziel war eine nahe gelegene Eisenbahnbrücke. Meine Mutter war gerade mit meinem Bruder im Kinderwagen unterwegs, als die Bombe in ihrer Nähe einschlug. Sie schob danach den Kinderwagen mit meinem Bruder mit der linken Hand weiter, während sie mit der rechten Hand ihre heraus hängende Leber fest hielt... (seid ihr schon umgekippt?? ;kip( )Auf diese Weise erreichte sie das nächste Lazarett, wo sie behandelt wurde.
Naja, auf ihrem Oberbauch blieb natürlich eine gewaltige Narbe zurück. Da die Narbe unter den damaligen Umständen nicht ganz einwandfrei behandelt werden konnte, bildeten sich Verwachsungen, die auch nach innen in den Bauchraum führten. Jetzt im Alter haben diese Verwachsungen den Dünndarm angegriffen und zu schweren Läsionen der Darmwand geführt. Meine Mutter ist ganz allmählich in den Darm hinein verblutet... Monatelang hat das niemand gefunden. Der Magen war in Ordnung, der Dickdarm war in Ordnung, auf den Dünndarm hat niemand getippt. Alle 2 Monate brauchte sie zuletzt Blutkonserven. Die Nieren wurden geschädigt, die Lunge angegriffen... Die Ärzte meinen jetzt, das sei alles darauf zurück zu führen gewesen.
Na, hoffen wir, dass die Geschichte hiermit jetzt gegessen ist... :]
Gruß
plofre
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