Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Internet-Abhängigkeit
Thaleryan
17.08.2003, 10:44
... ein Thema das viele von uns mindestens tendenziell betrifft.
Hier (http://www.n-tv.de/3178552.html) gibt's einen sehr interessanten Video-Beitrag auf n-tv.de zum Thema.
(Für das Video wird wird ein Real-Audio Player, bzw. ein entsprechendes Plugin benötigt.)
Persönlich werde ich derzeit nur durch meine beiden Jobs davor geschützt - während meiner (zum Glück nur recht kurzen) Arbeitslosigkeit oder jetzt während des Urlaubs steck(t)e ich schon ziemlich dicke drin.... :rolleyes:
Besonders erschreckend fand ich damals die Neigung zu anderen Abhängigkeiten: Das Leben im Netz ist so erfüllend dann doch nicht, was sich irgendwann in Frust und Einsamkeit äußert. Was macht man da? Ganz klar: Man schüttet einfach regelmäßig eine gehörige Menge Alk über die störenden Gefühle - und gut ist.....
Wie ist Eure Sicht hierzu?
Würdet Ihr Euch als "süchtig" bezeichnen?
Glaubt Ihr, rechtzeitig die Grenze zwischen "Hobby" und "Sucht" erkennen zu können?
Nephthys
17.08.2003, 12:46
Internetsüchtig!?
Eine gute Frage die man sich wenn man oft oder besser sehr oft im Internet unterwegs ist schon stellen darf. Schon rein aus beruflichen Gründen bin ich oft online Schriftverkehr, Kundenkontakte, Bilder- Ideensuche alles per E-Mail oder Internet. Für mich ein zusätzliches Kommunikationsmittel das ich auch gerne nutze manchmal aus Zeitvertreib aber wirkliche Kontakte zu Menschen ersetzt es mir nicht, viel lieber sitze ich da bei einem Capuccino im Italiener um die Ecke und rede mit meinen Freunden und Bekannten oder unternehme etwas mit meiner Familie oder den Freunden und Bekannten. Man sollte wirklich das Real-Life davon trennen ich kann mir sehr gut vorstellen das es viele gibt die der Versuchung erliegen Ihre Probleme oder Einsamkeit in der Anonymität des Internets hinter sich zu lassen, doch so Anonym ist das ganze nicht, jeder von uns hinterlässt eine Spur die wenn man es darauf anlegt zurückverfolgt werden kann. Das geht bei Websiten Besitzern einfach und hier(Forum) vielleicht schwerer aber es ist möglich. Man muss sich immer bewusst machen dass man eigentlich Fremden vertraut und man außer ihrer Internet-Persönlichkeit dennoch nichts über sie weiß. Abwägen ist da Wichtig. Ich bin gerne in diesem Forum und es macht mir Spaß aber es ersetzt mir nichts sondern ist etwas was ich zusätzlich gerne nutze.
lg Neph
also... ich mache onlinebanking, schlage alles im Internet nach was ich brauche... früher habe ich das in Büchern und Zeitschriften getan. Kein Mensch wäre auf die Idee gekommen, mich deshalb zeitschriftensüchtig zu nennen. Ich habe DSL und Flat und bin im Durchschnitt ca. 2 Stunden täglich online, länger nicht. Nachrichten usw. ziehe ich mir aus dem Internet, TV brauche ich nicht mehr, es sei denn, ich will mal einen Film sehen (bei dem Wetter bestimmt nicht...). Und in meinen schlaflosen Nächten surfe ich durchs Web. Es ist nett, sich mit einem ebenfalls schlaflosen Londoner oder einem Texaner zu unterhalten. Außerdem habe ich durch das Internet schon sehr nette Freundschaften im real life geknüpft und last not least meinen Schatz kennen gelernt.
Fee
Thaleryan
18.08.2003, 08:41
Hmmmm...
Die Grenzen zwischen "Sucht" und "zeitgemäßem Gebrauch" sind, denke ich, recht fließend.
Es gibt wohl eindeutige Fälle - wie der im n-tv Beitrag vorgestellte - jedoch sollte man auch nicht übersehen, dass sich das Internet als "moderne Kommunikationsform" durchaus auch in die "normalen" (i.e. "gesunden") gesellschaftlichen und sozialen Strukturen eingebunden hat.
Das Risiko einer Anhängigkeit besteht wohl weniger, wenn man als User in "gesunde" soziale Strukturen eingebunden ist, d.h. Familie hat und/oder einen Arbeitsplatz und/oder einen stabilen Bekannten-/Freundeskreis.
Es stellt sich mir halt (nicht ausgehend von der Sorge um eine persönliche Betroffenheit - nein, eher aus fachlichem Interesse) die Frage, ob es tatsächlich klare Kriterien geben kann, nach denen man zwischen "Internetnutzung als Hobby" und "Internetnutzung als Sucht" trennen kann.
Beispiel:
Ich habe 2 Berufe, einen täglichen Arbeitstag zwischen 10 und 14 Stunden, manchmal sogar mit Arbeitszeit am Wochenende. Man könnte also sagen: Ich bin recht gut ausgelastet. :)
Meine Freizeit verbringe ich eigentlich hauptsächlich mit Schlafen, Essen ... und am Rechner bzw. im Netz.
Dennoch komme ich auf eine durchschnittliche INet-Nutzung von etwa 4 Stunden pro Tag (an den freien Wochenenden läuft der Rechner meist den ganzen Tag) - das ist schon recht viel...
Wie gesagt: Ein grenzwertiges Thema.
Eine damit verbunde Frage ist auch die nach der sozialen Bedeutung: KANN man wirklich soziale Kontakte via Netz pflegen?
Die klassische Soziologie verneint dies ja, was aber damit zu tun haben könnte, dass der klassische Soziologe jenseits der 40 ist und selten wirklich Draht zu modernen Medien hat..... :D
Oft sind es aber tatsächlich eher "Schein-Freundschaften", die zwar im Rahmen der Netz-Kultur gut funktionieren, aber nur recht selten den geglückten Weg ins "Real Life" finden.
zwerglein
18.08.2003, 23:09
Ich habe durch meine Umschulung sehr viel mit dem Netz zu tun. Ich bin sozusagen eigentlich gezwungen per Internet, meine Infos zu suchen, die ich brauche.
Da ich sehr viel mit Gesetzen zu tun habe, speziell Steuern, ist dies die einzige Möglichkeit, günstig und vor allem schnell an Informationen zu kommen.
"Süchtig"? Nein, ich denke nicht. Bei mir ist das vom Wetter und meiner ganz persönlichen Stimmung abhängig.
Es gibt Tage, da ist mein PC zu Hause gar nicht an und dann habe ich Tage dabei, da läuft er rund um die Uhr.
Ich habe auch DSL-Flat und somit kein Problem.
Ausserdem denke ich, kommt es sehr viel auf die Person selbst an. Wer da labil ist, könnte süchtig werden, schon möglich.
Allerdings achte ich bei meinen Kids schon darauf, das sie nicht Stunden vor der Kiste verbringen, tun sie für gewöhnlich auch nicht. Sie hätten oft die Gelegenheit nutzen es aber nicht aus. Möglicherweise wenn sie älter werden, ja da könnte es zum Problem werden.
Ich habe schon vor ein paar Jahren einen Bericht über das Internet gesehn, da ging es auch um Vereinsamung durchs Netz, könnt mir eigentlich nicht passieren - ich habe gerne "reale" Personen um mich.
Ich merke das oft, plötzlich muss ich dann weg vom PC und raus in die "Wirklichkeit".
Nachdenklich macht das allerdings schon!!!
@Thaleryan Übrigens das Video konnte ich nicht abspielen, "failed to load", schade.
zwergelin
wie Zwerglein, du bist auch ein Steuerfuzzy?? :elch) :elch) Gruß von Steuerknörzle zu Steuerknörzle...
@Thaleryan: Ich habe vor ca. 2 Jahren mal eine Studie gelesen. Darin wurde widerlegt, dass Chatter/Surfer kontaktarm oder komisch sind. Sie gehen die Sache nur anders an - lernen sich erst am PC kennen, aber irgendwann taucht der Wunsch auf, die Person kennenzulernen.
Seit meinem 1. Tag bei AOL vor fast drei Jahren habe ich etliche Bekanntschaften geschlossen. Ohne Witz - eine Frau wohnt nur 16 km weg. Wir treffen uns regelmäßig, ich telefoniere mit vielen, und ohne AOL hätte ich Michael niemals kennen gelernt. Beruflich total eingespannt und mit Nebenjob gesegnet, außerdem noch sozial engagiert, habe ich die Zeit nicht, groß auszugehen und Bekanntschaften zu machen. Und die Lust nach 12 Stunden Arbeit + 2 Stunden Nebenjob auch nicht.
Meinen jetztigen Partner kannte ich vor dem ersten Treffen sechs Monate. Wir wussten alles übereinander, nur nicht wie wir aussehen. Im real life war das immer anders - ich flog auf das Aussehen und erst dann lernte man sich kennen. Offensichtlich klappt es so rum besser.
Meine persönliche Grenze für Internetsucht ist, wenn ich meine anderen Kontakte einschlafen lasse (was ich trotz Stress nicht tue, meine Freunde habe ich teilweise seit 30 Jahren, auch wenn wir nicht viel Zeit haben). Für mich ist Internet die ideale Möglichkeit zur Kommunikation. Michael und ich machen auch täglich Videokonferenz, um die Telefonkosten zu senken (wir haben beide DSL und wohnen 60 km auseinander).
Bekannte von uns, die sich im Netz kennen gelernt haben, haben vor ein paar Wochen geheiratet. Also durchaus ein "normales" Verhalten.
Schönen Tag wünscht Fee
Hallo!
Wenn man, so wie ich, auch beruflich viel im Netz hängt, ist die Gefahr, danach süchtig zu werden, eher gering. Die elektronische Kommunikation ist dann ein ganz normales alltägliches Verfahren zu Informationssuche und Kontaktpflege.
Süchtig wird man - oder auch nicht - nach Sachen, die Spaß machen und die man anders nicht kriegt.
Es werden auch die wenigsten Wirte zu Säufern.
Und die vielen Raucher unter uns sind sicher auch nicht als Tabakverkäufer beschäftigt.
So ist es wohl auch bei den Kindern. Wenn das Internet eine ganz normale Sache für sie ist, ist die Gefahr gering, dass sie danach abhängig werden.
Es ist allerdings gut, wenn sie das Beispiel der Eltern haben, dass diese mit dem Medium verantwortungsvoll umgehen können.
plofre
zwerglein
19.08.2003, 10:12
@Fee
:daumen) schöne Grüsse zurück, jo bin auch ein Steuerfuzzy, mit Leib und Seele!
Da brauch ich ja dir nichts zu erzählen, willst du das "Neueste" über Gesetze und Steuern wissen, dann "Surfe" :elch)
Gruss
der "Steuerfuzzy" :D
harlekin
19.08.2003, 14:11
Beruflich bin ich nicht im Netz,nur von zu Hause aus.
Meine sozialen Kontakte im realem Leben vernachlässige ich nicht.
Auch wenn ich jeden Tag online bin.
Und dennoch muss ich selber bei mir feststellen das ich schon kribbelig werde wenn ich mal durch Zeitmangel wirklich 2 Tage nicht online war!
Ich habe einen Halbtagsjob,bin Ehrenamtlich im Verein tätig,und habe eine Familie,um die ich mich kümmere,sowie in der Schule meines Sohnes bin ich eine helfende Hand.
Wenn ich all diese Dinge erledigt habe,denke ich an mich.Und gehe ins Netz.
Genauso wichtig sind mir Abende mit Freunden!
Dennoch bin ich ehrlich zu mir selber,und sage das ich schon des öffteren die Bremse ziehen musste!
In die Sucht kommt man schnell rein!
Genauso wie die Drogen,Alkohol und Spielsucht ist der Übergang in die Sucht von dem Betroffenden nicht zu bemerken.
Das wichtigste ist Ehrlich zu sich selber bleiben!
liebe Grüße
Harlekin
Tja internetsüchtig?
Internetsüchtig würde ich mich nicht bezeichnen. ich bin zwar oft im netz aber ich kann mir auch sagen- so heute gehst du nicht rein ohne ständig das gefühl zu haben das ich unbedingt online muss. aber ich denke, es ist einfach, internetsüchtig zu werden...Liebe grüße, candela
Sternschnuppe
07.10.2004, 11:41
Zu diesem Thema hab ich ein paar amerikanische psychologische Studien der letzten Jahre gelesen und zusammengefasst:
Die Ergebnisse zeigen daß die vermehrte Nutzung von E-mails und Chat rooms bzw. Instant messaging (z.B. MSN) verbunden ist mit einer Abnahme von depressiven Symptomen, während die zunehmende Nutzung für Internet-shopping, -spiele oder normales "Surfen" einhergeht mit einer Zunahme depressiver Symptome.
Chat-rooms:
80% der Anwender fanden hier oberflächliche oder tiefergehende Freundschaften, nur 6 % begannen über diesen Weg eine intime Beziehung.
Nahezu ein Drittel nahm einen Off-line Kontakt über Telefon bzw. ein persönliches Treffen auf.
Weiters zeigten die Teilnehmer eine Neigung zu sozialen Fähigkeiten, großes Geschick sich verbal auszudrücken und Empathie für andere.
Viele waren sehr vorsichtig bezüglich Bekanntgabe ihrer Identität und keiner traf sich mit anderen ohne vorherige telefonische Kontaktaufnahme.
Viele Personen sahen in der Schließung von Freundschaften übers Internet eine Möglichkeit ihr soziales Netz zu erweitern, ohne dabei entsprechende Vorsichtsmaßnahmen außer acht zu lassen.
Die Internetnutzung (sprich chat sessions mit Unbekannten) zeigte eine deutliche Abnahme von Einsamkeit und Depression bei gleichzeitiger deutlicher Zunahme von sozialer Unterstützung und Selbstwertgefühl.
Nichtsdestotrotz zeigte die überdurchschnittliche Internetnutzung eine Abnahme der Kommunikation mit Familienmitgliedern im gemeinsamen Haushalt, eine Abnahme des Freundeskreises und infolgedessen wieder eine Zunahme von Depression und Einsamkeit.
Quelle: Medline aus amerikanischen Universitäten
Sternschnuppe
17.11.2004, 18:59
Für alle die dieses Thema interessiert, hab ich >hier< (http://www.psychotherapiepraxis.at/i_survey.phtml) einen interessanten Test gefunden :daumen)
->Maya<-
18.05.2005, 20:27
oh oh... :O das is das richtige thema für mich...
das hab ich mich schon öfters mal gefragt... also als beschreibung zur situation *g*
benutze internet nicht beruflich bzw. nur online wörterbücher für hausaufgaben, verbringe pro tag ca. 4-5 stunden privat vorm pc...
das wo ich sagen würde dass ich süchtig bin is, dass ich andere sachen extrem vernachlässige z.B. hausaufgaben (nicht immer, nur ab und zu) und vor allem gitarre spielen müsste ich aber kann mich selten zu überwinden auch wenns im internet nix neues gibt...
also ich chatte garnicht sondern schreibe nur in foren wie diesem hier (eigentlich nur hier) aber auch wenns dann nix neues gibt drück ich immer wieder auf aktualisieren bisses was neues gibt und das find ich bescheuert... X( total schwachsinnig und ich vergeude meine zeit, meine lebenszeit... obwohl mir das bewusst ist kann ichs ned ändern es klappt einfach nicht... nur wenn ich n buch hab dann bin ich süchtig nach dem buch aber das is auch nich viel toller :(
mein freund meint ich bin "krank" weil ich meine zeit damit verbringe den liebeskummer anderer zu lesen und meint ob ich denn nix bessres zu tun hab... :(
naja... würd mich freuen zu hören was ihr dazu meint :(
lg *knuddl* maya
edit: so und jetzt zieh ich mal neue seiten auf meine gitarre auf und spiel n bissl... mal was nützliches... :D hab heut auch schon ordentlich hausaufgaben gemacht *g*
Original von ->Maya<-
mein freund meint ich bin "krank" weil ich meine zeit damit verbringe den liebeskummer anderer zu lesen und meint ob ich denn nix bessres zu tun hab... :(
*
Hallo,
erstmal zu Maya. Also ich finde es sehr schön, dass Du Deine Zeit hier verbringst, Du liest ja nicht, Du HILFST!
So...ich bin 10 Stunden am Tag am PC, weil ich eben hier im büro sein muss. Bin supifroh, dass ich einen Internetzugang habe,sonst würde ich wohl eingehen.
Sucht...hm, in gewisser Weise schon :O, aber ich denke wenn es sein müsste, könnte ich auch drauf verzichten, auch wenn es schwer fiele. ABER ich muss ja nicht.
Gruss jules
Ich verbringe sehr viel Zeit im Internet oder einfach nur vor dem Computer, aber das hat für mich eigentlich nur Vorteile mit sich gebracht - die Informationen, die ich aus dem Internet erhalte (Rezensionen, Produktbeschreibungen, Angeobte u. Aktionen, Lernmaterial usw. usf.) würde ich sonst nirgendswo so einfach bekommen. Internetshopping is` ne super feine Sache und ich denke nicht, dass ich real life dadurch vernachlässige. Ich treffe nach wie vor meine Freunde, gehe nach wie vor gerne in der Natur spazieren und auch sonst hat sich nichts in meinem Leben geändert. Wenn ich keine Zeit habe im Internet zu surfen hab` ich kein Problem damit ...
Manuel
Firesoul
25.05.2005, 14:20
Ich verbringe auch sehr viel zeit am Pc. vielleicht bin ich auch schon etwas süchtig aber das hängt glaub auch dran, dass ich ne fernbeziehung hab und von internet, tele und handy ist das internet immer noch das preiswerteste. da könnt ich dann schonmal heulen und ausrasten wenn dann das internet oder der pc streikt....
Tränenengelchen
25.05.2005, 21:12
Original von Firesoul
Ich verbringe auch sehr viel zeit am Pc. vielleicht bin ich auch schon etwas süchtig aber das hängt glaub auch dran, dass ich ne fernbeziehung hab und von internet, tele und handy ist das internet immer noch das preiswerteste. da könnt ich dann schonmal heulen und ausrasten wenn dann das internet oder der pc streikt....
Dito. Da schliess ich mich voll und ganz an :D. Ist bei mir genauso!
Hey ihr lieben.
Hab diesen test im i-net gefunden.
Meine punktzahl sagt aus, dass ich eindeutig nicht online-süchtig bin. Aber ich bin ja noch net lange hier...was nicht ist, kann ja noch werden. :D
http://www.gesundheitpro.de/Test-Sind-Sie-online-suechtig-gesundheit-A050805ANOND018060.html
sweetheart
09.01.2006, 11:43
Also so wie des da aussieht, bin ich auch nicht internet-süchtig!
hier *winke* (http://www.) gibt es auch noch einiges über internetsucht ..[/font]
[almac] da es doch zusammenpasst, habe ich es zusammengefügt [almac]
Internetsucht ist ein Mythos zur Diffamierung der elektronischen Medien, welcher von den konventionellen Medien gehegt und gepflegt wird. Aus Angst, dass das Internet als neues Informations-, Unterhaltungs- und Kommunikationsmedium den Einfluss der konventionellen Medien scheächen könnte, wurde dieser Mythos in den frühen 90er Jahren von Tageszeitungen erfunden. Auch die Fernsehsender griffen diesen Mythos bald auf, da sie um ihre Werbeeinnahmen fürchteten, welche nun vermehrt zielgruppenorientiert ins Internet flossen. Das Nutzerprofil des Internets der 28-35 Jährigen, gebildeten Männer entspricht auch dem wichtigsten Werbesegment. Darüber hinaus lassen sich auf spezialisierten Websites zielgruppenspezifische Werbungen besser platzieren. Auf den Einschnitt der Werbeeinnahmen reagierten die Privatsender schnell mit Reportagen über die Gefahren des Internets. Neben wöchentlichen Meldungen über gefährliche Viren waren auch Meldungen über Internetsüchtige und deren Profile (welche auf 60% aller Internetnutzer zutreffen) sehr populär, um das Internet in Verruf zu bringen. Viele Leute identifizierten sich mit den sogenannt Internetsüchtigen und stellten an sich selber Suchtsymptome fest. Der Siegeszug des Internets wurde leicht gebremst, liess sich aber nicht aufhalten. Schliesslich zogen sich die Tagesmedien aus diesem Krieg zurück.
Heute wird der Mythos Internetsucht nicht mehr nur von den konventionellen Medien gepflegt, sondern auch von einer neuen Dienstleistungsbranche. Der Thearpiezentren. Da es offiziell eine INternetsucht gab, erklärten sich auch einige Psychoanalytiker und freischaffende Therapeuten zu Fachleuten in Sachen Internetsucht, versanstalten teure Seminare und Kurse und Entwöhnungskurse. Damit ist die Ente ausser Kontrolle geraten und zu viele Leute verdienen heute an der Internetsucht, als dass irgendwer noch erklären könnte, dass es sie nicht gibt. Die Krankheit existiert heute genauso wie Indigo-Kinder oder die europäische Vogelgrippe.
Das Internet ist ein Kommunikations- und Unterhaltungsmittel. Als solches wird es einerseits geschäftlich zur Kommunikation gebraucht, andererseits zur Zerstreuung. Insofern vereinigt es Telefon, Briefverkehr, Fernsehen, Sport und Hobby. Verbringt nun jemand zu viel Zeit vor dem Internet, so kann dies einerseits eine Notwendigkeit für seine Tätigkeit sein (Er ist also so Internetsüchtig wie andere Leute Telefonsüchtig oder schreibsüchtig oder Organisiersüchtig), oder er kann sich vom Unterhaltungsangebot nicht lösen. In letzterem Fall ist er aber nicht Internetsüchtig, sondern eher Versessen auf das Unterhaltungsangebot. Dies kann zur Sucht werden, jedoch nicht zur Internetsucht. Auch Offline würde eine analoge Unterhaltungsform praktiziert, sei dies das Lesen von bunten Magazinen, das Spielen in der Spielhalle, das Spielen um Geld, das Tratschen mit anderen Leuten oder ähnliches.
*hochschieb*
Der Netzwahn hat mich losgelassen...wie alles "Neue" verliert auch das online-sein mit der Zeit seinen Reiz.
Habe ich mich früher gerne unterhalten, spiele ich heute lieber ein bisschen...und schalte ab ohne Gefahr zu laufen mich über irgendwas ärgern zu müssen.
Zuhause mache ich ein paar ebay-Geschäftchen und das war es.
Ich habe viel zu tun, viele Freunde, Bekannte und Familie...da ist kaum Platz für ein paralleluniversum.
Wie ist es bei Euch? Internet - oder foren-süchtig?
Gruss jules
Christian3.
11.12.2007, 11:47
Original von jules1
*hochschieb*
Der Netzwahn hat mich losgelassen...wie alles "Neue" verliert auch das online-sein mit der Zeit seinen Reiz.
Gruss jules
da kann ich nur zustimmen wenn ich vor 2 Jahren rund um die Uhr vor dem Computer hing und alles mir angeschaut habe, ist es heute ruhig ich verbringe so ca. 3std. täglich im Internet.
Original von jules1
Wie ist es bei Euch? Internet - oder foren-süchtig?
Gruss jules
Im Moment habe ich viel Zeit und so läuft der Rechner schon fast den ganzen Tag sofern ich nicht anderweitig zu tun habe. Internet ist für mich eine tolle Sache aber weniger zum Chatten sondern eher um Informationen zu sammeln, um zu Lernen, Einzukaufen oder andere Geschäfte abzuwickeln. Auch Mails und ICQ sind schon fast unabdingbar, denn so kann man leicht wichtige Dinge besprechen und Unterlagen Austauschen. Und natürlich schau ich auch bei "meinen" Foren vorbei. :)
Eine Sucht ist es aber nicht. Wenn ich im Urlaub bin fehlt mir der Rechner nicht und ich bekomme auch keine Schweißausbrüche, wenn ich am Wochende was mit Freunden unternehme und dem Rechner den Rücken kehre. Ich glaube Onlinegames stellen da eher eine Suchtgefahr dar. Ich kenne keinen einzigen Menschen, der vom Rechner gar nicht weg kommt oder dessen Leben durch den PC und das Internet zerstört wurde. Eher das Gegenteil ist der Fall.
lg r.
Original von jules1
Wie ist es bei Euch? Internet - oder foren-süchtig?
Ich habe in letzter Zeit mit Erschrecken feststellen müssen, dass ich Real-Life-süchtig bin. Ich verbringe täglich mehrere Stunden (!) im RL und vernachlässige dabei sowohl meine Mail-Konten als auch meine Charaktere in Browsergames.
Ich ertappe mich sogar regelmässig dabei, meinen Online-Freundschaften eine niedrigere Prorität einzuräumen als Beziehungen im RL.
Wenn ich längere Zeit nicht aktiv im RL teilnehme, fühle ich mich unwohl und habe den Drang, den Computer einfach abzuschalten.
Es ist auch schon vorgekommen, dass ich ganze Nächte im RL aktiv war und dabei noch andere Drogen wie Alkohol konsumiert habe. Also zwei Suchtmittel auf einmal. Es ist auch schon vorgekommen, dass ich mehrere Tage am Stück das RL nicht verlassen habe.
Gibt es da Selbsthilfegruppen?
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