trauri
05.01.2005, 03:24
Hm, es ist ein sehr sensiebles Thema und ich bin weiß Gott kein Psychologe, aber trotzdem ist es mir sehr wichtig und deswegen möchte ich versuchen darüber zu schreiben. Ich habe durch ein anderes Forum in Sachen Liebeskummer viele Erfahrungen sammeln können und in meiner Laufzeit sind mir dort zwei Selbstmorde bekannt geworden, die direkt ehemalige user betroffen haben... Ich möchte mich ersteinmal davon etwas entfernen, um später darauf besser eingehen zu können, es dürfte allerdings ein sehr langer Text werden, trotzdem würde ich die interessieren Leser bitten es sich in Ruhe durchzulesen und es auch auf sich wirken zu lassen:
Es ist relativ oft vorgekommen, dass manch ein Mensch so verzweifelt gewesen war, dass er keine Hoffnung mehr hatte, keinen Sinn in seinem Leben gesehen hat. Im Laufe der Zeit habe ich mir über den "Sinn des Lebens" Gedanken gemacht, und insgesamt bestimmt jeder für sich diesen "Sinn", aber wenn man keine Hoffnung mehr hat, dann fragt man sich: wofür noch kämpfen? wozu noch leiden? Es ist wie ein schwarzer Schleier, der sich um die Augen legt, man sieht nur noch das Schlechte, weder Freunde noch Familie, keine schönen Erinnerungen, die nicht doch mit scheinbar unendlichem Leid verbunden sind - aber sie sind da, man will es einfach nur nicht wahrhaben, will nicht noch den letzten Teil des Menschen verlieren, der einem übrig geblieben ist und wenn es nur dieser Schmerz ist. Man fühlt sich missverstanden und verschließt sich anderen gegenüber, wozu darüber reden, wenn es doch keinen Ausweg gibt? In den meisten Fällen, die ich kenne, haben diejenigen es immer wieder geschafft sich aufzuraffen. Mir hat einmal jemand geschrieben, dass sie ihm in seiner Beziehung soviel Kraft gegeben hat und wo sie ihn nun verlassen hat, er einfach diese Fähigkeit zu leben und darum zu kämpfen verloren hat, er einfach diese Kraft nicht mehr spürt und ich habe ihn geantwortet, dass sie ihm nicht diese Kraft gegeben hat, sondern sie nur in seinem Inneren zum Vorschein gebracht hat. Es hilft in dem Moment nicht viel, aber es ist wichtig den Blick auch zu erweitern, nicht nur das Schlechte zu sehen, sich nicht nur immer selbst damit zu konfrontieren um aufzugeben, um endlich nicht nicht mehr kämpfen zu müssen... Es ist leicht sich von jemanden abhängig zu machen, weil man so keine eigene Kraft aufwenden muss, nur vergisst man dabei sehr leicht, dass man immernoch dazu fähig ist, man nichts in seinem Inneren verlor. Ich erinnere mich an jemanden, der von seiner Freundin zu tiefst verletzt wurde, sehr große Probleme mit seiner Familie hatte. Wir haben ihn geraten mit seinen 16 Jahren da heraus zu kommen... er wollte nicht, hatte einfach keine Kraft mehr, aber er hat die Hoffnung in seinem Inneren nicht aufgegen. Wie haben es geschafft ihm von diesen Gedanken wegzubringen, ihm gezeigt das es einen Weg gibt, nicht den Ausweg für alle Probleme, aber einen Weg der Veränderung und neue Hoffnung bedeutet. Er ist in eine Wg gezogen und hat neue Leute kennengelernt, und einfach diese neuen Menschen haben ihn Ablenkung verschafft und indirekt gezeigt, dass er doch nicht so alleine ist, dass es immer einen Weg vom Leiden weg gib, ohne sich selbst dabei aufzugeben. Er hat es immernoch schwer gehabt, hatte Rückschläge bezüglich Exfreundin und hatte noch immer keine wahren Freunde, denen er sich anvertrauen konnte, gefunden und als er sich dann zurückmeldete und zu tiefst betrübt meinte, er stände da, wo er am Anfang war, da haben wir ihm gezeigt was er alles geschafft hat, welche Leistung er vollbracht hat und wie stolz er darauf sein kann... Nicht zu große Schritte aufeinmal! Es ist auch ein gefährlicher Teufelskreis, es ist wichtig darüber zu reden, nicht kramphaft zu versuchen zu verdrängen, sondern zu verarbeiten, nicht einfach nur abwarten! Oftmals kann man einfach nicht darüber reden, ist nicht fähig, hat Angst der Schmerz könnte dadurch größer werden oder sieht einfach keinen Sinn darin... Vielen hilft es die Gedanken einfach auf Papier zu bannen, weil so wenigstens für einen kleinen Moment die Gedanken nicht mehr im Kopf rumschwirren, man sich ausgesprochen hat ohne zu sprechen. Es gibt soviele Möglichkeiten sich anonym an jemanden zu wenden, wie dieses Forum. Es hilft auch einfach rauszugehen, unter Menschen zu kommen, vielleicht mal nach den Weg oder der Uhrzeit zu fragen, alles banale Sachen, aber man kommt aus der Gewohnheit heraus.
Nun gibt es auch viele, die einfach keine Freunde haben, so erinnere ich mich auch an einen Fall, wo sie sich für ihn praktisch aufgegeben hat, alles für ihn getan hat und so Schritt für Schritt all ihre Freunde verloren hat, bis sie keinen mehr hatte, an dem sie sich wenden konnte. Ihre Beziehung hat sich immer verschlechter und am Ende konnte sie einfach nicht mehr... und wohin hätte sie sich schon wenden können, so ganz allein? Es ist sehr schwer allein etwas zu unternehmen und es ist auch schwer neue Freundschaften zu schließen oder einfach nur neue Menschen kennenzulernen, besonders wenn man sich durch das ständige Leiden anderen gegenüber verschließt, meint eh nicht verstanden zu weden. Man kann nur versuchen daraus zukommen: alte Kontakte wiederbeleben, Hobbys suchen, anderen Menschen gegenüber offen sein und wenn es nur ein "Hallo" ist. Es ist weniger wichtig, dass die anderen es "begreifen" oder das sie helfen können, sondern dass man spürt, dass man nicht allein ist. Man muß langsam, ohne es zu überstürzen, wieder Vertrauen zur Welt aufbauen. Es tut manchmal gut sich einfach nur trösten zu lassen, ohne darüber zu reden, einfach nur trösten lassen und dabei sich fallen zu lasse und so den Sorgen einen Moment zu entrinnen.
Leider habe ich es auch öfters erlebt, dass welche von ihrer großen Liebe abgelehnt oder verlassen wurden und nun mit Selbstmord gedroht haben im Falle, sie würde nicht zurückkommen. Besonders ein Fall ist mir gut in Erinnerung. Er wurde von ihr verlassen, weil er Mist gebaut hat, aber trotzdem hing er extrem an ihr. Er kam nicht ins Forum um Hilfe zu suchen, sondern um eine Art innere Genugtuung zu bekommen, eine Bestätigung seines Irrglaubens (im Inneren wusste er aber, dass es falsch war). Er hatte sogar eine eigene Homepage gemacht und sie angefleht sie möge zurückkommen und weiter unten hat er geschrieben, dass er sich zu ihrem Geburtstag das Leben nehmen wolle... Viele user haben sehr auf ihn eingeredet und ich habe (natürlich weniger direkt) gesagt, dass ich soetwas mehr als nur feige empfinde, besonders dass er damit nur bezwecken will ihr ein schlechtes Gewissen einzureden, zu sagen "wegen dir". Es ist diese innere Genugtuung, die den Schmerz lindern sollte, die er aber so doch nie erleben würde. Oftmals ist demjenigen auch nicht klar, wie verletzend das für die Familie und Freunde ist und wie verletzend ein dadurch entstandenes schlechtes Gewissen verbunden mit Selbstzweifeln sein kann... Man fühlt sich im Stich gelassen und weil andere es nicht spüren, meint man es wäre nur Recht so. Wir hatten auch viele, die solchen Selbstmördern relativ nahe standen, die dadurch selbst so tief erschüttert waren, dass sie nicht mehr weiter wussten. Jeder fällt diese Entscheidung für sich allein und nur derjenige ist auch dafür verantwortlich. Das sind alles Fälle wo wir helfen konnten...
Es ist relativ oft vorgekommen, dass manch ein Mensch so verzweifelt gewesen war, dass er keine Hoffnung mehr hatte, keinen Sinn in seinem Leben gesehen hat. Im Laufe der Zeit habe ich mir über den "Sinn des Lebens" Gedanken gemacht, und insgesamt bestimmt jeder für sich diesen "Sinn", aber wenn man keine Hoffnung mehr hat, dann fragt man sich: wofür noch kämpfen? wozu noch leiden? Es ist wie ein schwarzer Schleier, der sich um die Augen legt, man sieht nur noch das Schlechte, weder Freunde noch Familie, keine schönen Erinnerungen, die nicht doch mit scheinbar unendlichem Leid verbunden sind - aber sie sind da, man will es einfach nur nicht wahrhaben, will nicht noch den letzten Teil des Menschen verlieren, der einem übrig geblieben ist und wenn es nur dieser Schmerz ist. Man fühlt sich missverstanden und verschließt sich anderen gegenüber, wozu darüber reden, wenn es doch keinen Ausweg gibt? In den meisten Fällen, die ich kenne, haben diejenigen es immer wieder geschafft sich aufzuraffen. Mir hat einmal jemand geschrieben, dass sie ihm in seiner Beziehung soviel Kraft gegeben hat und wo sie ihn nun verlassen hat, er einfach diese Fähigkeit zu leben und darum zu kämpfen verloren hat, er einfach diese Kraft nicht mehr spürt und ich habe ihn geantwortet, dass sie ihm nicht diese Kraft gegeben hat, sondern sie nur in seinem Inneren zum Vorschein gebracht hat. Es hilft in dem Moment nicht viel, aber es ist wichtig den Blick auch zu erweitern, nicht nur das Schlechte zu sehen, sich nicht nur immer selbst damit zu konfrontieren um aufzugeben, um endlich nicht nicht mehr kämpfen zu müssen... Es ist leicht sich von jemanden abhängig zu machen, weil man so keine eigene Kraft aufwenden muss, nur vergisst man dabei sehr leicht, dass man immernoch dazu fähig ist, man nichts in seinem Inneren verlor. Ich erinnere mich an jemanden, der von seiner Freundin zu tiefst verletzt wurde, sehr große Probleme mit seiner Familie hatte. Wir haben ihn geraten mit seinen 16 Jahren da heraus zu kommen... er wollte nicht, hatte einfach keine Kraft mehr, aber er hat die Hoffnung in seinem Inneren nicht aufgegen. Wie haben es geschafft ihm von diesen Gedanken wegzubringen, ihm gezeigt das es einen Weg gibt, nicht den Ausweg für alle Probleme, aber einen Weg der Veränderung und neue Hoffnung bedeutet. Er ist in eine Wg gezogen und hat neue Leute kennengelernt, und einfach diese neuen Menschen haben ihn Ablenkung verschafft und indirekt gezeigt, dass er doch nicht so alleine ist, dass es immer einen Weg vom Leiden weg gib, ohne sich selbst dabei aufzugeben. Er hat es immernoch schwer gehabt, hatte Rückschläge bezüglich Exfreundin und hatte noch immer keine wahren Freunde, denen er sich anvertrauen konnte, gefunden und als er sich dann zurückmeldete und zu tiefst betrübt meinte, er stände da, wo er am Anfang war, da haben wir ihm gezeigt was er alles geschafft hat, welche Leistung er vollbracht hat und wie stolz er darauf sein kann... Nicht zu große Schritte aufeinmal! Es ist auch ein gefährlicher Teufelskreis, es ist wichtig darüber zu reden, nicht kramphaft zu versuchen zu verdrängen, sondern zu verarbeiten, nicht einfach nur abwarten! Oftmals kann man einfach nicht darüber reden, ist nicht fähig, hat Angst der Schmerz könnte dadurch größer werden oder sieht einfach keinen Sinn darin... Vielen hilft es die Gedanken einfach auf Papier zu bannen, weil so wenigstens für einen kleinen Moment die Gedanken nicht mehr im Kopf rumschwirren, man sich ausgesprochen hat ohne zu sprechen. Es gibt soviele Möglichkeiten sich anonym an jemanden zu wenden, wie dieses Forum. Es hilft auch einfach rauszugehen, unter Menschen zu kommen, vielleicht mal nach den Weg oder der Uhrzeit zu fragen, alles banale Sachen, aber man kommt aus der Gewohnheit heraus.
Nun gibt es auch viele, die einfach keine Freunde haben, so erinnere ich mich auch an einen Fall, wo sie sich für ihn praktisch aufgegeben hat, alles für ihn getan hat und so Schritt für Schritt all ihre Freunde verloren hat, bis sie keinen mehr hatte, an dem sie sich wenden konnte. Ihre Beziehung hat sich immer verschlechter und am Ende konnte sie einfach nicht mehr... und wohin hätte sie sich schon wenden können, so ganz allein? Es ist sehr schwer allein etwas zu unternehmen und es ist auch schwer neue Freundschaften zu schließen oder einfach nur neue Menschen kennenzulernen, besonders wenn man sich durch das ständige Leiden anderen gegenüber verschließt, meint eh nicht verstanden zu weden. Man kann nur versuchen daraus zukommen: alte Kontakte wiederbeleben, Hobbys suchen, anderen Menschen gegenüber offen sein und wenn es nur ein "Hallo" ist. Es ist weniger wichtig, dass die anderen es "begreifen" oder das sie helfen können, sondern dass man spürt, dass man nicht allein ist. Man muß langsam, ohne es zu überstürzen, wieder Vertrauen zur Welt aufbauen. Es tut manchmal gut sich einfach nur trösten zu lassen, ohne darüber zu reden, einfach nur trösten lassen und dabei sich fallen zu lasse und so den Sorgen einen Moment zu entrinnen.
Leider habe ich es auch öfters erlebt, dass welche von ihrer großen Liebe abgelehnt oder verlassen wurden und nun mit Selbstmord gedroht haben im Falle, sie würde nicht zurückkommen. Besonders ein Fall ist mir gut in Erinnerung. Er wurde von ihr verlassen, weil er Mist gebaut hat, aber trotzdem hing er extrem an ihr. Er kam nicht ins Forum um Hilfe zu suchen, sondern um eine Art innere Genugtuung zu bekommen, eine Bestätigung seines Irrglaubens (im Inneren wusste er aber, dass es falsch war). Er hatte sogar eine eigene Homepage gemacht und sie angefleht sie möge zurückkommen und weiter unten hat er geschrieben, dass er sich zu ihrem Geburtstag das Leben nehmen wolle... Viele user haben sehr auf ihn eingeredet und ich habe (natürlich weniger direkt) gesagt, dass ich soetwas mehr als nur feige empfinde, besonders dass er damit nur bezwecken will ihr ein schlechtes Gewissen einzureden, zu sagen "wegen dir". Es ist diese innere Genugtuung, die den Schmerz lindern sollte, die er aber so doch nie erleben würde. Oftmals ist demjenigen auch nicht klar, wie verletzend das für die Familie und Freunde ist und wie verletzend ein dadurch entstandenes schlechtes Gewissen verbunden mit Selbstzweifeln sein kann... Man fühlt sich im Stich gelassen und weil andere es nicht spüren, meint man es wäre nur Recht so. Wir hatten auch viele, die solchen Selbstmördern relativ nahe standen, die dadurch selbst so tief erschüttert waren, dass sie nicht mehr weiter wussten. Jeder fällt diese Entscheidung für sich allein und nur derjenige ist auch dafür verantwortlich. Das sind alles Fälle wo wir helfen konnten...