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Kira
06.02.2005, 21:03
Hi!

Ich weiß gar nicht, wo ich mit meinem Problem hin soll, ich poste es einfach mal hier rein.

Wer von euch kennt Louise L. Hay? Ihre Bücher haben mir sehr geholfen, mein Leben auf die Reihe zu bekommen und ich denke, es geht wirklich aufwärts mit mir, auch wenn es jetzt im Moment nicht so ganz den Anschein hat, aber vor einem Jahr war ich ein ganz anderer Mensch, hatte eine sehr negative Lebenseinstellung und sah gar nichts mehr positiv, doch dann stieß ich auf Hay und jetzt geht es mir besser. Doch eine Sache will so gar nicht werden in meinem Leben und das hat mich heute ziemlich fertig gemacht, ich war richtig außer mir.

Ich habe Haustiere, das fing vor 2 Jahren an, ich erwischte die ganze Zeit kranke Tiere, meine ersten 2 Katzen mußte ich einschläfern lassen, ich hatte sie nur kurze Zeit, es waren ungewollte erwachsene Katzen, beide sind an Krebs erkrankt, unabhängig voneinander, sie kamen von verschiedenen Stellen. Dann kam ein junger Kater zu mir, der das erste halbe Jahr nur Durchfall hatte, standartmässig hatten die Tiere sowieso irgendwelche Parasiten, Augenentzündung usw. Ein älterer Kater fand bei mir ein zu Hause, welcher dunkelbraune Zähne hatte und Pilzbefall an den Ohren, echt schlimm. Dann meine ersten Frettchen, eines davon ist taub, der andere hat eine schlechte Nierenfunktion und eine Zeit lang eine Bauchspeicheldrüsenunterfunktion. Ein anderes Frettchen wurde von mir gerettet und ein schöner Platz gesucht. Dann kam ein Katzenbaby zu uns, mit welchem ich mir den Katzenschnupfen in ganz schlimmer Form in meinen Bestand holte. Zu dem Zeitpunkt, als es einzog hatte es noch nichts, Schuld an dem Desaster danach haben 2 Tierärzte. Der ältere Kater wurde von mir mit seinen Krankheiten gesund gepflegt, er kam nur kurz mit der Katzenschnupfenkatze in Berührung, er verstand sich überhaupt nicht mit den restlichen Tieren und fand bei meiner besten Freundin ein neues zu Hause, war aber mehr Zufall, er hat sich das selber ausgesucht. Wie auch immer, die 2 Frettchen und der junge Kater waren mit diesem Katzenschnupfen konfrontiert, doch sie bekamen nichts. Mit der kleinen Katze war es oft schlimm bestellt, es gab Momente, wo wir echt dachten, sie überlebt es nicht. Mein Freund und ich zogen in eigene Wohnungen und er nahm die kleine Katzenschnupfenkatze mit, was sicher die richtige Entscheidung war, damit die anderen Tiere damit nicht mehr konfrontiert sind, mit dieser schweren Krankheit.

Mein Kater hat zum Schluß doch was abbekommen und die Frettchen waren angeschlagen, sie konnten zwar nicht vom Katzenschnupfen befallen werden, doch von den Bakterien wie Streptokokken, Chlamydien, usw. Nun, seit einem dreiviertel Jahr ist das Dreierteam alleine und im Sommer schien alles in Ordnung zu sein, doch seit Herbst kämpft mein älteres Frettchen ständig mit Rachenentzündungen, das andere Frettchen hatte nie was und ihn hat es vor 2 Monaten dann auch erwischt. Der Kater zeigt zwar keine groben Sympthome, aber manchmal rinnen mir seine Sekrete (Nasensekret, Augen) auch bissl zu viel, aber nicht beunruhigend.

In den letzten 2 Jahren bin ich ständig bei Tierärzten gewesen, oft jede Woche, habe viele Tränen vergossen und das Geld möchte ich gar nicht zusammen zählen, was ich schon bei den Tierärzten gelassen habe. Ich schau auf meine Tiere, richtige Haltung, richtige Ernährung, bin wirklich sehr um ihre Gesundheit bemüht und ich weiß auch, dass die meisten der von mir aufgenommenen/geretteten Tiere heute schon tot wären, wäre ich nicht gewesen. Vor einem Monat schien es ganz gut auszusehen, ich hatte ein Babyfrettchen auf Pflege, welches bei mir bleibt, die Rachenentzündung von meinen großen Frettchen schien dem Ende zu zu gehen, mein Kater hatte auch nichts, ich dachte, endlich ist es vorbei. Alle Tiere bekommen noch bis in den Sommer eine monatliche Imunimpfung, damit ihr Imunsystem einen Arschtritt bekommt und sie wieder fit werden. Medikamente bringen nichts, weil die Bakterien schon zu resistent geworden sind im Laufe des letzten Jahres. Habe schon diverse Untersuchungen machen lassen.

Doch in den letzten Tagen mußte ich feststellen, dass das mit der Rachenentzündung wieder von vorne losgeht. Dem älteren Frettchen gehts wieder schlecht, sein Rachen schaut nicht gut aus, auch der Rachen des anderen Frettchens ist leicht bedient. Das junge Frettchen sieht noch halbwegs OK aus, ich habe es gleich getrennt von den anderen. Und beim Kater hat das eine Auge wieder mehr getränt die letzten Tage. Ich habe natürlich gleich alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um eine Gesundung zu unterstützen, ich bin fertig auf die Nerven, ich dachte heute wirklich, dass ich nicht mehr kann, ich das ständige Krank sein meiner Tiere bald nicht mehr packe. Ich tu alles für sie und allgemein viel Gutes für Tiere, aber dieser Part in meinem Leben will nicht auf gleich kommen.

Ich habe mich jetzt wieder beruhigt, aber natürlich frage ich mich, was will mir das Leben damit sagen? Was habe ich getan, damit mich das Leben so straft oder mir diese Probleme aufbürdet?

Ich habe schon öfter gehört, dass die Dinge, die bei einem selber keine Auswirkung zeigen, sich dann bei seinen Kindern oder auch Haustieren zeigen. Wenn man nach Louise L. Hay geht, dann hat jede Krankheit eine Ursache, die nicht in der Schulmedizin zu suchen ist. Und anhand meiner Krankheiten, die ich so hatte in den letzten Jahren konnte ich diese Theorie sehr wohl nachvollziehen. Jetzt frage ich mich, sind diese Rachenentzündungen etwas, was von mir übertragen wird und wenn die Tiere nicht da wären, hätte ich sie vielleicht selber. Hals/Rachen/Stimme hätte bei mir schon etwas mit diesen von L. Hay´s Ursachen bei mir zu tun, es würde wohl einiges zutreffen. Leider ist in Hay´s Büchern nichts über Haustiere zu finden. Auch gibt einem das Leben das zurück, was man ausstrahlt, vielleicht bin ich schon zu sehr in dem Schema "Kranke Tiere" drinnen. Ich weiß es auch nicht.

Ich bin im Moment sehr ratlos und deprimiert, ich weiß gar nicht mehr, was ich machen soll, ich tu schon alles menschen mögliche, aber meine Tiere wollen und wollen nicht gesund werden. Es tut mir weh, wenn sie krank sind, ich will, dass es ihnen gut geht. :(

Ich weiß, Menschen, welche nichts mit Affirmationen und diesen Lebensweiheiten anfangen können, meine Gedanken vielleicht gar nicht nachvollziehen können, aber vielleicht gibt es Menschen unter euch, die mir (in dem Fall auch meinen Tieren) auf irgendeiner Weise weiterhelfen können.

Ich danke im Voraus,
traurige Grüße
Kira

PS: Ich habe seit einem Jahr einen wirklich sehr guten Tierarzt, an dem liegt es nicht.

Ricke
07.02.2005, 00:25
hallo kira

hast du schon mal darüber nachgedacht, dass es auch einfach sein kann, dass du diesen tieren helfen sollst? dass du ihnen ein gutes zu hause für ihre letzte zeit geben kannst und sie liebevoll umsorgst und ihnen die zeit bis zu ihrem ende einfach noch ein bißchen schön machst?
für menschen gibt es hospize, vielleicht bist du ein hospiz für tiere

es ist schwer, die tiere so leiden zu sehen, ich spreche da im moment aus eigener leidvoller erfahrung
aber du gibst ihnen liebe und fürsorge und sicher danken sie es dir auf ihre weise

vielleicht hilft dir diese betrachtungsweise ein wenig

ich glaube nicht daran, dass du etwas *verbrochen* hast, dass du dieses leid mit ihnen trägst
vielleicht bist du der mensch, der es mit ihnen ertragen kann und ihnen so hilfe gibt, die sie woanders nicht mehr bekommen haben

sicher willst du, dass es ihnen gut geht, aber vielleicht musst du auch lernen, dass jedes leben mal zu ende geht, dass eben nicht immer alles wieder gut zu machen ist
leiden gehört zum leben und wenn du deinen tieren das leiden erleichtern kannst, dann ist das eine aufgabe, die viel kraft und demut erfordert

lieben gruß
ricke

Kira
07.02.2005, 18:32
Hallo Ricke!

Danke für deine liebe Antwort. Wenn ich die finanziellen Mittel und eine größere Wohnung (wohne derzeit in einer 1Zimmer Wohnung) hätte, dann würde ich natürlich mehr Tieren helfen, aber im Moment kann ich nicht mal ein Pflegefrettchen aufnehmen, weil meine krank sind.

Es ist halt so, dass man irgendwann verzeifelt, wenn man ständig mit sowas konfrontiert ist, man fühlt sich da manchmal sehr hilflos. :(

Gott sei dank ist es mit dem Lebensende ja im Moment nicht soweit bei dem jetzigen Bestand, wenigstens etwas positives. *seufz*

Liebe Grüße
Kira

Patrick R.
08.02.2005, 21:18
Hallo ihr Lieben,

Ich entschuldige mich wirklich vom Herzen aber ich habe gerade bei Google geguckt und hab so paar Bücher über diese Louise L. Hay gefunden...nun kam mir gleich meine freundin in gedanken da sie auch eine esstörung und psyischiche probleme hat sie geht jetzt auch in therapie. Kann man da die Bücher empfehlen ? :( es tut mir wirklich leid das ich vom thema abkomme :(

Kira
08.02.2005, 21:35
Hallo Patrick!

Natürlich sind diese Bücher zu empfehlen, aber wenn ein Mensch selbst nicht so weit ist, um sich mit sowas auseinander zu setzen, dann wird er sie auch kaum lesen.

Diese Erfahrung habe ich bereits gemacht.

Liebe Grüße
Kira

Thekla
09.02.2005, 14:17
hallo kira,

du hast wie ich ein händchen dafür dir tiere auszusuchen die krank sind. sicherlich gibt es die eine oder andere krankheit, die vom mensch auf das tier übertragen werden kann, ohne dass man es selbst bekommt. deine tiere waren oft krank und ich denke, ihr immunsystem ist einfach schwächer wie das anderer tiere.

meine miezen hatten auch schon alle möglichen krankheiten. angefangen von floh-, ohrmilben- und wurmbefall, pilzinfektionen, diverse male katzenschnupfen bis hin zu den struvitkristallen, die sie trotz bester nahrung nun in ihren harnwegen haben. ich sehe das ähnlich wie ricke: mein katerchen hätte es bei anderen schwer gehabt und sicherlich mehrfach den weg zurück ins tierheim antreten müssen. er ist scheu, schmust wenig und ist krank. mal ehrlich, wer geht in ein tierheim und sucht nach einem kater mit derartigen eigenschaften?

andere finden meinen kater "seltsam" oder "komisch", weil er sich nicht blicken lässt wenn besuch da ist. diejenigen haben selbst katzen, die schmusig sind und ständig an ihren menschen hängen. aber mein kater darf hier bei uns so sein wie er ist und ich denke dass ist der grund, warum wir uns gefunden haben.

ich habe mir z.b. aktuell große vorwürfe gemacht, warum meine miezekatzen die struvitkristalle bekommen haben. was habe ich falsch gemacht? was hätte ich besser/anders machen können? ich war mehr als einmal fertig mit den nerven und habe viel geweint. mein tierarzt hat mich da sehr beruhigt, unter anderem mit den worten "das ist veranlagung". ja, ich habe herbstkätzchen zu hause und die sind erfahrungsgemäß weniger widerstandsfähig wie der erste wurf eines jahres. ich habe für mich gelernt, dass sie so sind wie sie sind und dass es gut ist, dass sie bei uns leben. jeder fortschritt ist wunderbar und wird gefeiert. neue krankheiten sind ein kleiner rückschlag, aber die muss man verkraften. die kunst besteht darin, sich davon nicht runterziehen zu lassen. man muss manche dinge einfach akzeptieren.

du hast kranke haustiere, ich habe kranke haustiere und ich glaube, wenn meine beiden (in zig jahren) mal nicht mehr sein sollten, werde ich mir wieder tiere suchen, die anderswo keine chance hätten. miezekatzen, die sonst keiner haben möchte weil sie ein körperliches oder gesundheitliches defizit haben. diese tiere danken es einem umso mehr, dass man für sie da ist. mein kater kam als verwurmtes, pilzbefallenes, extrem scheues katerchen zu mir, der ein stumpfes fell hatte und sich nicht unter couch hervorgetraute. jetzt hat er ein glänzendes fell, schmust (wenn er will) mit mir und neo69, spielt mit meiner katze, spricht mit uns und ihm geht es, trotz der struvitkristalle prächtig.

mach dir keine vorwürfe, im gegenteil - sei stolz auf dich und das was du tust.

viele grüße
thekla