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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Öffentliche Ausschreibungen



Dachspatz
18.02.2005, 20:52
Hallo, Ihr lieben Mitstreiter und Leidensgenossen ...
wir kalkulieren bei öffentlichen Ausschreibungen in letzter Zeit immer am Rande der (tschuldigung) "Kotzgrenze".

Die Preise liegen beim Hauptfeld Kopf an Kopf - meist handelt es sich um 30 und mehr Bieter - aber JEDESMAL sind 2 bis 3 Firmen dabei, die 30 bis 45 % unter dem Hauptfeld anbieten und offensichtlich die Aufträge dann auch bekommen.

Ich habe Herrn Köhler - unseren neuen Bundespräsidenten - angeschrieben, er möge sich dafür einsetzen, bei öffentlichen Ausschreibungen einfach den billigsten Bieter auszuschließen, damit wieder vernünftig kalkuliert werden kann - damit wäre auch eventueller Korruption ein Riegel vorgeschoben.

Ich erhielt auch Antwort - mein Schreiben wurde an das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen weitergeleitet ... die äußerten sich dann mit blabla - z. B. erfuhr ich, daß die Billigbieter wohl alle ihre enormen Lagerbestände los werden wollen und daher so günstig anbieten können ....

Und das zu einer Zeit, in der sich kaum die Baustoffhändler große Lagerhaltung erlauben können.

Hat hier im Forum jemand ähnliche Sorgen und Nöte? Und: was tun wir endlich dagegen?

Handwerk hat goldenen Boden - aber der liegt viel zu weit unter der ro/grünen Wasseroberfläche ... und Dachdecker - immer obenauf? Das war mal ...

Beatrix Degen
03.06.2005, 15:31
Wir arbeiten nicht für öffentliche Auftraggeber, da wir die langen Zahlungsfristen scheuen.

Auch ich bin der Meinung, dass sowohl das preiswerteste, als auch das teuerste Angebot aus der Wertung fallen müssen.

Die Dumping-Anbieter sind manchmal nicht lange genug am Markt, um eventuell Gewährleistungs-Ansprüche bei Pfusch zu erfüllen. Die Beseitigung der Mängel kosten den Steuerzahler dann wieder zusätzliches Geld.

Meiner Meinung nach müssten für solche Fehlentscheidungen die zuständigen Beamten haften, dann würde künftig vielleicht verantwortlicher mit Steuergeldern umgegangen.

dd-fl
04.06.2005, 15:05
Auch wir arbeiten nicht mehr für öffentliche Auftraggeber. Zu lange Zahlungsfristen und sinnlos aufgeblähte Ausschreibungs-"Bücher". 10 Seiten LV-Text mit den auszuführenden Arbeiten, aber 66 Seiten Vorbemerkungen dazu. Und dabei fast alles doppelt und dreifach rechtlich unnötig aus der VOB abgeschrieben.

Peter Ruiters
23.06.2005, 17:57
Siehe mal im Web unter "Insolvenzen Nrw", da wirst Du die Betriebe in spätestens 5 Monaten wiederfinden.....