Cougar
01.09.2003, 13:44
Ja, der mit den langen postings immer. Gleich mal vorneweg @ mod: Wenn die Story zu lang wird einfach sagen. Dann versuch' ich in Zukunft, etwas knapper zu formulieren. Wird zwar hart, aber ich kann's mal versuchen.
Warum glaube ich an Geister? Nun, das hat sich über die Jahre hinweg so herausgebildet. Ich habe Respekt vor ihnen und weiß, dass man sie nicht ärgern sollte, dass sie einem normalerweise nichts tun sondern meist nur beobachten. Oft verschwinden Dinge und tauchen irgendwann irgendwo wieder auf. Man kann sie nicht sehen, weil sie nicht gesehen werden wollen. Aber alles der Reihe nach.
Nach meinem Erlebnis in unserem ehem. Wohnhaus ("Angst in leerem Haus") habe ich die Story irgendwie verdrängt. Ich dachte ab und zu daran aber ich glaubte es nicht, dass da was war. Auch dass unsere damalige Katze in dem Haus verrückt wurde kann alle möglichen Ursachen haben, ich versuche halt erst einmal, alles von einem mir erklärbaren Standpunkt aus zu sehen und eine logische (d.h. nach Schulwissen) Erklärung zu finden. Wir sind damals in den Stuttgarter Westen umgezogen in ein 8-Partieein Haus, erbaut auf einem ehem. Weinberg. Ruhig, mit Garten und ich hatte mein eigenes Zimmer. Ausblick nicht mehr uin Hinterhof sondern auf Strasse bzw. hinten raus auf die Gärten. Genial. Ich spürte nichts dort und glaubte auch nicht an irgendwas dort. Doch eines Abends fing es an.
Mein Kater lag auf meinem Bett und lies sich kraulen, als er sich plötzlich von seiner Schmusehaltung aufrichtete und gebannt in den Hausflur schaute. ER beobachtete eine Stelle im Flur, etwa in der Höhe, wo ein normaler Mensch seinen Kopf trägt. Ich fand das ganze irgendwie witzig und hielt meine Hand vor seine Augen. Er bewegte den Kopf, ohne die Stelle aus den Augen zu lassen. Ich fragte noch :"Siehst Du mal wieder einen geist? Na, den erschrecken wir jetzt mal!" und hüpfte vom Bett und rief laut irgendwas und rannte auf die Stelle zu, die mein Kater so anglotzte. Als ich die STelle erreichte wurde mir irgendwie seltsame, kann's nicht erklären, schaute zu meinem Kater und der sah' mich an als sei ich ein Geist.
Kurze Zeit später lag ich nachts im Bett, mein kater kam rein und ich dachte, er springt wie gewohnt auf mein Bett um sich zusammen zu rollen und zu schlafen. Aber es passierte nichts. Ich schaute aus dem Bett, mein Kater saß mit großen Augen vor meinem Bett, Kopfende, und schaute mich an. Ich wollte gerade irgendwas sagen als er lossprang und mir die Krallen direkt unter die Augen hieb, beide Pfoten. Er war fast nicht mehr zu bremsen. Ich wurde ihn los, gab' ihm ein paar über die Ohren und schmiss ihn raus. Waren ganz schöne Dinger, die er mir da verpasst hatte, so aus heiterem Himmel.
Das ganze spielte sich jetzt fast JEDE Nacht ab. Einmal zerriss er mir die Lippe, einmal ging's haarscharf am Auge vorbei so dass ich eine Kralle aus meinem Augenlied ziehen durfte (nicht einfach wenn man einen wildgewordenen Kater mit 9 Kilo auf der Brust sitzen hat) und so ging's gerade weiter. Ende vol Lied war, dass er nicht mehr in meinem Zimmer schlafen durfte, und das für Jahre. Tagsüber war er der liebste, netteste Hauskater, den mal sich vorstellen konnte, nachts wurde er zur Furie.
Das ganze hörte erst nach Jahren auf, als er schwer krank wurde und so knapp noch gerettet werden konnte. Ab dem zeitpunkt sprang er mich nicht ein einziges mal mehr an.
Dann unser Dachboden. Stellt Euch vor, 4 Stockwerke renoviertes Treppenhaus, mit diesen kleinen Sandkörnchen an der Wand, tollen Stufen etc. Dann Stock 4 zum Dachgeschoss altes Treppenhaus, Holztreppenstufen mit dicker, brauner Ölfarbe angemalt (zig mal drüber). Oben kleiner "Balkon" mit weißer Tür (Holztür mit weißer Ölfarbe) und einem normalen Schlüssel zu öffnen. Hatte man diese Hürde mit den knackenden Treppenstufen und dem hakeligen Schloss in der Speichertür überwunden gelangte man in den eigentlichen Dachboden. Hier hatte jede Wohnung ihren eigenen Bterrerverschlag. Es roch nach altem Holz, staub und Alter. Einfach so wie alte Dachböden nunmal so riechen. Vor allem im Sommer. Nicht unangenehm, einfach nach Dachboden mit viel altem Holz halt. Die einzelnen Abteile waren einfache Bretterverschläge, dann links ein größerer Platz, den man auch zum Wäche trocknen nehmen konnte. Und die Luft flimmerte so von dem Staub in der Luft.
War man im Dachboden und hielt sich dort eine Weile lang auf kam plötzlich jemand die Treppe hoch, ganz langsam, so dass man jeden Schritt und jede Stufe einzeln hören konnte. Das erste mal, als ich es hörte, dachte ich, meine Mutter kommt hoch, um was-weiß-ich auf dem Dachboden zu machen. Doch es kam niemand rein. Diese Schritte waren so gut wie immer zu hören, wenn man auf dem Dachboden war. Immer war es so als würde jemand die Treppe hoch kommen, vielleicht eine ältere Person, die nicht mehr so schnell die Treppe hoch kommt. Auch hatte ich immer das gefühl, dass ich beobachtet werde aus den einzelnen Bretterverschlägen, vor allem aus den dunklen Ecken. Aber war ja alles abgeschlossen. Auch beim Auszug, als die Möbelpacker im Hochsommer Kisten von oben runter schleppten hörten sie die Geräusche. Einer meinte "Ich dachte, da kommt (name des Kollegen) wieder hoch, hörte sich so an."
Epilog 1 (die offizielle Version):
Das mit meinem Kater... was weiß ich, warum er durchdrehte. Irgendwie nahm er mir übel, dass ich ihn mal erschreckt hab. Oder irgendwas anderes. Oder er drehte nachts einfach generell durch.
Das mit dem Dachboden... nun, das waren alte Stufen, wenn man da hochging haben die sich verspannt (knarrte immer so beim laufen) und nach einiger Zeit haben die sich halt nacheinander wieder entspannt.
Epilog 2 (meine persönliche Version):
Kater: Ich erzählte die Story irgendwann mal meiner Frau und sie meinte nur :"Was weißt Du was er in dem Moment in Dir gesehen hat..." - und das macht mir Angst. Kann ja sein. Ich habe den geist "geärgert", verjagt, auf recht stümperische Art und Weise, und der wollte mir eins auswischen, und hat vuielleicht irgendwas, dass nur mein Kater sehen konnte, auf mich projiziert. Mein kater wollte es bekämpfen oder mir sogar helfen - und hat mich angefallen, da es direkt auf oder über mir war, immer über dem Gesicht.
Dachboden: Meine Frau war, als die Möbelpacker da waren, auch auf dem Dachboden und meinte nachher zu mir, sie hätte das Gefühl gehabt, von überall her von vielen Händen angefasst worden zu sein "... so als würden alle möglichen Leute an ihr zupfen". Sie wolle nie wieder auf den Dachboden (was uns ja, nachdem meine Mutter auch von dort vort zog) erspart bleibt. Irgendwie sei es dort, als seien viele Leute/Wesen da gewesen, mehr als wir und die Leutchen vom Umzugsunternehmen.
Mein Fazit: Ich lass die Geister in Ruhe. Solange man sie nicht (stümperhaft) bedrängt lassen sie einem seinen Frieden. Ist wie eine Koexistens. Könnte natürlich auch alles Einbildung sein. Ich glaube aber eher an die Variante mit den anderen Wesen. Meine Frau ist davon überzeugt, dass sie mal mehr sehen und spüren konnte, aber seit wir 2 Kids haben ist damit irgendwie vorbei. Sie schaute mich damals irgendwann an und sagte "Du rauchts Zigaretten, die sind in einer weißen Packung mit Gold dran." Ich war damals beim Bund, wir sahen uns nur am WE und ich hatte in der Woche das erste mal Marlb Lights gekauft. Vorher noch nie. Anyway, genug OT :]
P.S.: Nein, dort hatte ich im Keller nie Probleme, nur in der kleinen Kammer unter der Treppe, wo ich mein Fahrrad immer abstellte, da drinnen hatte ich Angst. Nicht immer, aber oft.
Warum glaube ich an Geister? Nun, das hat sich über die Jahre hinweg so herausgebildet. Ich habe Respekt vor ihnen und weiß, dass man sie nicht ärgern sollte, dass sie einem normalerweise nichts tun sondern meist nur beobachten. Oft verschwinden Dinge und tauchen irgendwann irgendwo wieder auf. Man kann sie nicht sehen, weil sie nicht gesehen werden wollen. Aber alles der Reihe nach.
Nach meinem Erlebnis in unserem ehem. Wohnhaus ("Angst in leerem Haus") habe ich die Story irgendwie verdrängt. Ich dachte ab und zu daran aber ich glaubte es nicht, dass da was war. Auch dass unsere damalige Katze in dem Haus verrückt wurde kann alle möglichen Ursachen haben, ich versuche halt erst einmal, alles von einem mir erklärbaren Standpunkt aus zu sehen und eine logische (d.h. nach Schulwissen) Erklärung zu finden. Wir sind damals in den Stuttgarter Westen umgezogen in ein 8-Partieein Haus, erbaut auf einem ehem. Weinberg. Ruhig, mit Garten und ich hatte mein eigenes Zimmer. Ausblick nicht mehr uin Hinterhof sondern auf Strasse bzw. hinten raus auf die Gärten. Genial. Ich spürte nichts dort und glaubte auch nicht an irgendwas dort. Doch eines Abends fing es an.
Mein Kater lag auf meinem Bett und lies sich kraulen, als er sich plötzlich von seiner Schmusehaltung aufrichtete und gebannt in den Hausflur schaute. ER beobachtete eine Stelle im Flur, etwa in der Höhe, wo ein normaler Mensch seinen Kopf trägt. Ich fand das ganze irgendwie witzig und hielt meine Hand vor seine Augen. Er bewegte den Kopf, ohne die Stelle aus den Augen zu lassen. Ich fragte noch :"Siehst Du mal wieder einen geist? Na, den erschrecken wir jetzt mal!" und hüpfte vom Bett und rief laut irgendwas und rannte auf die Stelle zu, die mein Kater so anglotzte. Als ich die STelle erreichte wurde mir irgendwie seltsame, kann's nicht erklären, schaute zu meinem Kater und der sah' mich an als sei ich ein Geist.
Kurze Zeit später lag ich nachts im Bett, mein kater kam rein und ich dachte, er springt wie gewohnt auf mein Bett um sich zusammen zu rollen und zu schlafen. Aber es passierte nichts. Ich schaute aus dem Bett, mein Kater saß mit großen Augen vor meinem Bett, Kopfende, und schaute mich an. Ich wollte gerade irgendwas sagen als er lossprang und mir die Krallen direkt unter die Augen hieb, beide Pfoten. Er war fast nicht mehr zu bremsen. Ich wurde ihn los, gab' ihm ein paar über die Ohren und schmiss ihn raus. Waren ganz schöne Dinger, die er mir da verpasst hatte, so aus heiterem Himmel.
Das ganze spielte sich jetzt fast JEDE Nacht ab. Einmal zerriss er mir die Lippe, einmal ging's haarscharf am Auge vorbei so dass ich eine Kralle aus meinem Augenlied ziehen durfte (nicht einfach wenn man einen wildgewordenen Kater mit 9 Kilo auf der Brust sitzen hat) und so ging's gerade weiter. Ende vol Lied war, dass er nicht mehr in meinem Zimmer schlafen durfte, und das für Jahre. Tagsüber war er der liebste, netteste Hauskater, den mal sich vorstellen konnte, nachts wurde er zur Furie.
Das ganze hörte erst nach Jahren auf, als er schwer krank wurde und so knapp noch gerettet werden konnte. Ab dem zeitpunkt sprang er mich nicht ein einziges mal mehr an.
Dann unser Dachboden. Stellt Euch vor, 4 Stockwerke renoviertes Treppenhaus, mit diesen kleinen Sandkörnchen an der Wand, tollen Stufen etc. Dann Stock 4 zum Dachgeschoss altes Treppenhaus, Holztreppenstufen mit dicker, brauner Ölfarbe angemalt (zig mal drüber). Oben kleiner "Balkon" mit weißer Tür (Holztür mit weißer Ölfarbe) und einem normalen Schlüssel zu öffnen. Hatte man diese Hürde mit den knackenden Treppenstufen und dem hakeligen Schloss in der Speichertür überwunden gelangte man in den eigentlichen Dachboden. Hier hatte jede Wohnung ihren eigenen Bterrerverschlag. Es roch nach altem Holz, staub und Alter. Einfach so wie alte Dachböden nunmal so riechen. Vor allem im Sommer. Nicht unangenehm, einfach nach Dachboden mit viel altem Holz halt. Die einzelnen Abteile waren einfache Bretterverschläge, dann links ein größerer Platz, den man auch zum Wäche trocknen nehmen konnte. Und die Luft flimmerte so von dem Staub in der Luft.
War man im Dachboden und hielt sich dort eine Weile lang auf kam plötzlich jemand die Treppe hoch, ganz langsam, so dass man jeden Schritt und jede Stufe einzeln hören konnte. Das erste mal, als ich es hörte, dachte ich, meine Mutter kommt hoch, um was-weiß-ich auf dem Dachboden zu machen. Doch es kam niemand rein. Diese Schritte waren so gut wie immer zu hören, wenn man auf dem Dachboden war. Immer war es so als würde jemand die Treppe hoch kommen, vielleicht eine ältere Person, die nicht mehr so schnell die Treppe hoch kommt. Auch hatte ich immer das gefühl, dass ich beobachtet werde aus den einzelnen Bretterverschlägen, vor allem aus den dunklen Ecken. Aber war ja alles abgeschlossen. Auch beim Auszug, als die Möbelpacker im Hochsommer Kisten von oben runter schleppten hörten sie die Geräusche. Einer meinte "Ich dachte, da kommt (name des Kollegen) wieder hoch, hörte sich so an."
Epilog 1 (die offizielle Version):
Das mit meinem Kater... was weiß ich, warum er durchdrehte. Irgendwie nahm er mir übel, dass ich ihn mal erschreckt hab. Oder irgendwas anderes. Oder er drehte nachts einfach generell durch.
Das mit dem Dachboden... nun, das waren alte Stufen, wenn man da hochging haben die sich verspannt (knarrte immer so beim laufen) und nach einiger Zeit haben die sich halt nacheinander wieder entspannt.
Epilog 2 (meine persönliche Version):
Kater: Ich erzählte die Story irgendwann mal meiner Frau und sie meinte nur :"Was weißt Du was er in dem Moment in Dir gesehen hat..." - und das macht mir Angst. Kann ja sein. Ich habe den geist "geärgert", verjagt, auf recht stümperische Art und Weise, und der wollte mir eins auswischen, und hat vuielleicht irgendwas, dass nur mein Kater sehen konnte, auf mich projiziert. Mein kater wollte es bekämpfen oder mir sogar helfen - und hat mich angefallen, da es direkt auf oder über mir war, immer über dem Gesicht.
Dachboden: Meine Frau war, als die Möbelpacker da waren, auch auf dem Dachboden und meinte nachher zu mir, sie hätte das Gefühl gehabt, von überall her von vielen Händen angefasst worden zu sein "... so als würden alle möglichen Leute an ihr zupfen". Sie wolle nie wieder auf den Dachboden (was uns ja, nachdem meine Mutter auch von dort vort zog) erspart bleibt. Irgendwie sei es dort, als seien viele Leute/Wesen da gewesen, mehr als wir und die Leutchen vom Umzugsunternehmen.
Mein Fazit: Ich lass die Geister in Ruhe. Solange man sie nicht (stümperhaft) bedrängt lassen sie einem seinen Frieden. Ist wie eine Koexistens. Könnte natürlich auch alles Einbildung sein. Ich glaube aber eher an die Variante mit den anderen Wesen. Meine Frau ist davon überzeugt, dass sie mal mehr sehen und spüren konnte, aber seit wir 2 Kids haben ist damit irgendwie vorbei. Sie schaute mich damals irgendwann an und sagte "Du rauchts Zigaretten, die sind in einer weißen Packung mit Gold dran." Ich war damals beim Bund, wir sahen uns nur am WE und ich hatte in der Woche das erste mal Marlb Lights gekauft. Vorher noch nie. Anyway, genug OT :]
P.S.: Nein, dort hatte ich im Keller nie Probleme, nur in der kleinen Kammer unter der Treppe, wo ich mein Fahrrad immer abstellte, da drinnen hatte ich Angst. Nicht immer, aber oft.