Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : populäre Aberglauben
Hallo ihr Lieben,
ihr kennt doch sicherlich alle mindestens einen Aberglauben. Erstaunlich, wie viele Menschen tatsächlich daran glauben.
Vor einiger Zeit habe ich eine Bekannte besucht. Wir saßen gemütlich zu dritt in der Runde und unterhielten uns. Irgendwann hat sich ein Freund von mir eine Schere geborgt, um sich eine Anzeige aus der Zeitung herauszuschneiden. Als er ihr die Schere wieder zurückgab, war sie total entsetzt und aufgebracht.
1. Weil die Schere noch leicht geöffnet war und
2. weil er es ihr in die Hand legen wollte.
Sie sprach von Unglück, Streit und dergleichen. Der Freund musste die Schere schließen und irgendwo abstellen. Erst dann hat sie es in die Hand genommen!? :rolleyes:
Hier habe ich eine Liste mit weiteren Aberglauben. Ich würde mich freuen, wenn ihr sie mit der euren ergänzen würdet. :)
Vermeide:
- drei Zigaretten mit demselben Streichholz anzuzünden
- Eine wichtige Arbeit an einem Freitag zu beginnen
- Die Fingernägel an einem Sonntag zu schneiden
- Salz zu verschütten, ohne ein wenig über die Schulter zu werfen
- Den Neumond durch Glas anzusehen
- Ein Regenschirm im Haus zu öffnen
- Weihnachtsschmuck nach dem Heiligendreikönigstag hängen zu lassen
- Sich an einem Tisch zu setzten, so dass die Anzahl der Personen 13 ergibt
So, das wars fürs erste von mir.
LG
Satene
dann ergänze ich das mal mit dem wovon ich gehört habe...
- sich die fingernägel in der nacht schneiden (weil dann böse geister kommen)
- in der nacht pfeifen (soll das böse anlocken)
- unter einer leiter durchgehen
- eine schwarze katze die von links nach rechts geht soll auch unglück bringen.
- wenn man auf der straße (oder sonst wo am weg) einen toten vogel sieht (zb. überfahren oder welchen grund das tier auch hatte zu sterben) soll man sich auf den kopf fassen weil man sonst haarausfall kriegt.
- wenn man in der nähe einer schildkröte ist, soll man den mund nicht öffnen, weil einem sonst die zähne ausfallen
- wenn man jemandem blumen in einer ungeraden zahl schenkt, soll es dem beschenkten unglück bringen
- wenn ein totenvogel (kauz) sich auf das adch eines hauses setzt und schreit soll innerhalb kurzer zeit jemand in dem haus sterben
- wenn man einen spiegel zerbricht darf man die scherben 7 stunden lang nicht anfassen, man soll sie nicht wegkehren oder so. wenn dem aber so sein sollte hat man sieben jahre pech
was ich noch gehört habe ist, dass wenn zwei oder mehrere leute ihre hände miteinander vergleichen (zb. wer hat die längeren finger etc.) dann soll in dem moment grad jemand über die personen schlechtes reden)
so etwas ähnliches gilt auch für die füße. wenn man die füße miteinander vergleicht soll der feind schlecht über einem reden.
liebe grüße, mofti
Nephthys
03.09.2003, 07:49
Tja da ist ja schon so fast alles dabei was ich kenne. Hmm...???
Also Wäsche soll man nicht über Weihnachten und Neujahr drausen hängen lassen. - Bringt Unglück
Die schwarze Katze (die hab ich auch :D )
Mit dem falschen Bein aufstehen... Welches war das noch mal *grübel*
Ein Hufeisen verkehrt herum aufhängen - da fällt das Glück raus.
Eine Spinne zertreten - Das würde mein Pech schon erklären :rolleyes:
Muss mal schaun ob ich noch mehr finde
lg Neph
Dark Harlekin
03.09.2003, 14:31
Es wird auch schlecht über einen geredet wenn:
-das Ohr juckt
-das Auge zuckt
-das Essen aufstösst
Es wird gut über einen geredet wenn:
-eine Haarnadel herausteht oder fällt
Hochzeit:
-Nach alter Tradition bringt es Unglück, wenn sich Braut und Bräutigam am Morgen vor der Hochzeit sehen.
-Die Braut soll das Brautkleid nicht vor der Hochzeit anziehen, sonst löst der Bräutigam die Verlobung.
-Die Braut soll Handschuhe und Kranz vor der Trauung in den Hut des Bräutigams legen, dann bekommt sie das Regiment im Hause.
-Erlischt eine Kerze während der Trauung, stirbt einer der Brautleute früh, erlöschen an beiden Seite des Altars die Kerzen, sterben beide früh. Brennen die Kerzen nicht hell oder flackern stark, erleidet die neue Familie viel Leid in der Ehe.
-Die Frau soll nach der Hochzeit vor dem Mann ins Haus treten und dreimal sprechen: "Ich bin der Wolf und du das Schaf." Auch so bekommt sie die Herrschaft über den Mann.
-Wenn sich ein starker Wind erhebt und der Schleier der Braut auffliegt, werden sich die Eheleute nicht gut vertragen
-Kommen ein Hochzeitszug (Brautauto) und ein Leichenzug (Leichenwagen) zusammen, so stirbt bald einer der Ehepartner.
Geld:
-Juckt deine linke Hand, so wirst du heute unerwartet Geld bekommen.
Unglück/Glück:
-Einem Schornsteinfeger zu begegnen, bedeutet Glück.
-Siehst Du auf der linken Seite deines Weges eine Schafherde, so heißt es: "Schafe zur Linken, das Glück wird dir winken."
-Es bringt Unglück, wenn man ein Messer findet. Also unbedingt liegen lassen!!
-Wenn man am Abend den Kehricht aus dem Haus trägt, so trägt man das Glück aus dem Haus.
Tod/beerdigung:
-Wenn an Allerheiligen noch eine Rose im Garten blüht, so stirbt jemand aus der Familie.
-Fällt jemandem ein Gegenstand in das Grab, so heißt es, dass er auch bald sterben wird
-Nach einem Todesfall sollen in dem Haus keine Türen zugeschlagen werden, da das den armen Seelen weh tut.
-Beim Leichenschmaus läßt man einen Platz für den Verstorbenen frei und deckt auch für ihn.
-Bei einer Feier sollte man auf die Gästezahl achten, sind 13 Gäste auf einer Feier, stirbt einer davon bald.
Verschiedenes:
-Wenn die Hunde des Nachts arg heulen, so brennt es bald irgendwo in der Nähe, besonders gern in dem Haus, vor dem sie am längsten heulen.
-Wenn du dir den Ellbogen stößt, bekommst du Besuch und wenn es ganz doll weh tut, kommt der Besuch von weiter weg.
-In der Nacht soll man im Hofe keine Wäsche hängen lassen, sonst fährt die Hexe durch.
-Den zukünftigen Beruf eines Kindes erfährt man, wenn man an seinem ersten Geburtstag verschiedene Gegenstände vor das Kind legt. Den Gegenstand, den es zuerst greift, wird seinen Beruf verkünden. Zum Beispiel also: Man lege ein Gebetbuch, ein Geldstück und ein Schnapsglas auf den Tisch ... (man sollte sich die Auswahl schon sehr gründlich überlegen :-)) ... greift das Kind zum Gebetbuch, wird es eine Pfarrer, greift es zur Münze, wird es wohlhabend, greift es zum Schnapsglas wird es ein Säufer
Hallo Werer,
wow, danke für die tolle Sammlung. Vieles davon hatte ich schon ganz vergessen. :daumen)
Erst kürzlich habe ich wieder etwas erfahren, wo ich nur den Kopf schütteln konnte. Vielleicht passt das nicht ganz zum Aberglauben, aber ich werde es dennoch posten. Vielleicht kennt ihr ja änliche - na, wie soll ich es nennen - "Rituale"?
Wenn bei neugeborene Mädchen (bevor 40 Tage herum sind) der Körper mit Ameiseneier beschmiert und eingerieben wird, bekommen sie später kein Haarwuchs am Körper.
Wenn man sie nach der Geburt schminkt - so sollen sie später schöne Gesichtszüge bekommen. ?(
Sehr seltsame Praktiken, findet ihr nicht?
LG
Satene
was mir noch eingefallen ist...
wenn man an einem freitag kopfweh hat, dann soll man das nicht laut aussprechen weil die kopfschmerzen sonst für eine woche analten :mh)
Hätte ich beinahe vergessen... :)
Der böse Blick
Wie ihr bestimmt wisst, werden in vielen traditionellen Gesellschaften dem bösen Blick negative Auswirkungen zugeschrieben. Er soll Krankheiten, Unheil und Unglück bewirken und nichts soll vom bösen Blick verschont bleiben.
Zwar ist Neid die Emotion, die am häufigsten mit dem bösen Blick verbunden wird, doch auch andere negative Gefühle wie Eifersucht und Zorn sollen sich auf andere Menschen durch die Augen auswirken. Weit verbreitet ist es in Ägypten, Indien, Griechenland und in der Türkei. Auch kommt er, wie ich erfahren habe, in nordischen Epen, irischen und schottischen Mythen und in vielen anderen europäischen Literaturen vor.
Wer an den bösen Blick glaubt, geht im Allgemeinen davon aus, dass andere Menschen diesen unheilvollen Blick mehr als andere haben und dass sich diese Menschen der Macht, die sie ausüben, vielleicht gar nicht bewusst sind.
Sehr geführchtet ist der Blick durch den Neid. Am schlimmsten, wenn Babys neidvoll bewundert werden. Am meisten wird das Lob kinderloser Frauen gefürchtet, da man glaubt, dass sie am ehesten dazu fähig sind durch ihre Blicke Unheil zu bringen.
Schutz
Man schützt sich auf alle möglichen Arten und Weisen gegen den bösen Blick: durch Gebete, Amulette, Talismane und Glücksbringer.
In Griechenland und in der Türkei ist es häufig ein blaues Auge, das wahrscheinlich auf die Augenamulette im alten Ägypten (das Auge von Osiris und Horus) zurückgeht. In anderen Teilen der Welt benutzt man Modelle eines Phallus oder das Modell von geballten Fäusten, ebenso Mondsichel, Hörner usw.
Also, wundert euch nicht falls ihr in diesen Ländern Urlaub macht, wenn euch dort jemand genau das schenkt, was ihr zuvor offen bewundert habt. Manchmal hat das nichts mit Gastfreundschaft zutun. :]
LG
Satene
böse Geister und Tote
- Kaugummi solte man nie in der Nacht kauen. Es heißt, man würde das Fleisch von Toten kauen
- beim Gähnen sollte man sich die Hand vor den Mund halten, weil sonst böse Geister in den Körper gelangen und von die Besitz ergreifen können
- man sollte die Wäsche nie nachts von der Wäscheleine nehmen, weil böse Geister drauf sitzen und man sie so mit ins Haus nehmen könnte
- man sollte nie auf der Türschwelle sitzen oder längere Zeit stehen bleiben, weil dort böse Wesen hausen.
Nephthys
09.09.2003, 07:27
noch mehr Aberglaube!
- Mit dem Rauchfangkehrer zusammengekommen, bedeutet Glück.
- Wäscht sich die Katze oder geht die Tür von selbst auf, kommt ein Gast ins Haus.
- Scherben bringen Glück.
- Wenn die Möbel krachen, stirbt in der Verwandtschaft jemand.
- In der Nacht soll man im Hofe keine Wäsche hängen lassen, sonst fährt die Hexe durch.
- In der Weihnachtsnacht darf am Boden keine Wäsche zum trocknen hängen, sonst stirbt jemand im Haus.
- Während der Mette können die Haustiere reden. Sie werden an diesen Tagen besonders gut gefüttert, damit sie die Hausleute loben.
- Dreht sich der Bräutigam oder die Braut nach der Trauung im Hochzeitszug um, so suchen sie sich einen anderen Mann oder eine andere Frau.
- Kräht eine Henne, stirbt im Hause jemand. Wenn die Henne ein Schalksei (Ei ohne Dotter) legt, muss man das Ei über das Nachbardach werfen, sonst bekommt ein altes Weib ein Kind.
- Über ein Kind darf man nicht steigen, sonst wächst es nicht.
- Eine Frau in gesegneten Umstand darf bei einem Schadenfeuer in der Aufregung nicht mit der Hand über das Gesicht fahren, sonst bekommt das Kind im Gesicht ein Feuermal.
Nephthys
09.09.2003, 07:29
Aberglauben in der Weihnachtszeit
Aberglauben und abergläubische Vorstellungen und Bräuche gab es zu allen Zeiten. Zu bestimmten Ereignissen des Lebens- und Jahresablaufs traten sie besonders häufig auf. So auch in den langen Winternächten um die Wintersonnenwende. Schon in vorchristlicher Zeit fürchtete man sich vor den bösen Geistern der Rauhnächte, und der Glaube an die Wunderkraft der Weihnachtstage hat christliche Vorstellung damit vermischt. Reste des Aberglaubens sind bis heute erhalten.
So unternahm man lärmende Umzüge mit Schießen und Peitschenknallen, um böse Geister zu vertreiben. Davon stammt auch das heute noch bekannte Perchtenlaufen ab. In Schwaben nannte man die entsprechende Figur Pelzmärte und in Niederösterreich Budelfrau. Diese Figuren bestraften die Kinder mit der Rute, wenn sie nicht brav waren, und belohnten sie, wenn sie fleißig waren. Früher schloß man die Haustüre ab, damit das 'Wilde Heer' nicht herein konnte. Auch mußten alle unnötigen Arbeiten wie Spinnen, Wäschewaschen, Schuhputzen, Haarschneiden und dergleichen unterbleiben, um die Aufmerksamkeit Frau Holles und ihres Gefolges nicht auf sich zu lenken.
Dagegen wurden die Häuser mit Weihrauch und Weihwasser versehen, um die Geister zu verscheuchen. Aus dem gleichen Grund wurden die Besen umgekehrt in die Ecke gestellt. Wer neunerlei Speisen aß, brauchte nicht Schaden zu erleiden, wer aber neunerlei Holz in den Händen hielt, konnte plötzlich alle Hexen sehen. In den Brunnen warf man einen Brand gegen die Hexen. Dem Vieh legte man gefährliche Gegenstände wie Messer in die Krippe, damit es nicht verhext wurde. Es bekam doppeltes Futter, und die Bäuerin blies ihm ins Nasenloch, machte das Kreuzzeichen darüber und stellte einen Besen vor die Stalltür. Später wurde der Stall auch ausgeräuchert.
Aber auch gute Kräfte vermutete man in dieser Zeit, die zugleich die Wende des Jahres bedeutete und somit einen neuen Anfang in sich barg. So schmückte man die Häuser mit grünen Zweigen. Fichten- und Tannenzweige galten als Sinnbild des Lebens. Auch der Eibe, dem Buchsbaum, der Mistel und der Stechpalme wurden besondere Kräfte zugesprochen.
Nach dem reichlichen Weihnachtsessen mußte man ein Restchen vom Essen sowie ein kleines Geldstück auf dem Tisch liegen lassen, um im kommenden Jahr mit Essen und Geld versorgt zu sein. Auch schüttete man die Überreste des Weihnachtsmals über die Bäume und Felder -der guten Ernte wegen- und gab dem Vieh davon. Die Kühe bekamen um Mitternacht Heringsmilch, damit sie im nächsten Jahr reichlich Milch geben sollten. Obstbäume umwand man mit Stroh und schüttelte sie kräftig, um ihre Fruchtbarkeit zu steigern.
Auch Wunder vermutete man in der Weihnachtszeit. So glaubte man in der Christnacht unsichtbar und unverwundbar werden zu können. Um Mitternacht, meinte man, begännen die Tiere zu sprechen und Zukünftiges zu prophezeien. Aber wer sie hörte, der müsse sterben. Verstünde man es, in dieser Stunde den Teufel in einem Zauberkreis zu beschwören, so könne man viel Geld gewinnen. Eine in dieser Nacht gepflückte Christwurz soll Kräfte gegen Pest und Süchte haben.
Auch vorausdeuten ließe sich manches, so meinte man, gerade in der Weihnachtszeit. Was man in den Rauhnächten träumt, soll sich im nächsten Jahr erfüllen. Träumt einer von blauen Zwetschgen, so stirbt ein naher Verwandter oder Freund. Das Wetter glaubt man mit Hilfe von aufgeschnittenen Zwiebeln oder Nußschalen prophezeien zu können. Sogar heute wird noch viel zitiert: "Grüne Weihnachten, weiße Ostern."
Am interessantesten aber erschien von jeher das 'Liebesorakel'. Gerade an Weihnachten glaubten die Mädchen, etwas über ihren Zukünftigen erfahren zu können. So kehrten sie am Heiligen Abend ihre Stuben aus, trugen den Kehricht in den Hof, setzten sich darauf und warteten bis der erste Hahn krähte. Aus der Richtung, aus der er sich hören ließ, mußte der Bräutigam kommen. Auch ließ man Wasser gefrieren und ersah aus den Eisgestalten den zukünftigen Ehegatten.
Im Fichtelgebirge und im Frankenwald stellten sich die Mädchen am Christabend im Kreis um eine Gänserich auf. Das Mädchen, das vom Gänserich zuerst gezupft wurde, sollte im nächsten Jahr Braut werden. Wenn ein Mädchen in der Christnacht zum Hühnerstall schleicht und dreimal anklopft, solle sie auf die Antwort achten:
Schreit der Hahn,
dann bekomm' ich einen Mann;
fängt die Henne das Gackern an,
denn muß ich warten auf den Mann.
Der Aberglaube am 1. Dezember geht auf den Untergang von Sodom und Gomorrha zurück. Diese Stadt soll an diesem Tag in Schutt und Asche gesunken sein und deshalb soll man an diesem Tag alles zu Ende führen was man anfängt und man darf keine Fehler machen, sonst hat es schlimme Vorbedeutung.
Quelle (http://www.weihnachtsseiten.de/2002/brauchtum/aberglauben/home.html)
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