Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht eine glückliche Partnerschaft aus?
Romeo und Julia im Labor
Bochumer Sozialpsychologen haben die Prinzipien der Liebe erforscht – Glücklichsein ist demnach gar nicht so schwer.
Sueddeutsche.de (http://www.sueddeutsche.de/,tt5m3/wissen/artikel/395/49346/)
Eigentlich könnte man dieses Thema in den Bereich "News" oder "Philosophie" stellen, doch da es hier um die Partnerschaft geht, sehe ich es hier als besser aufgehoben. Ich möchte hier eine Diskussion starten und euch Fragen: "Was genau versteht ihr unter dem Begriff: "Glücklich sein"; in einer Partnerschaft, wie auch ausserhalb." Lest euch den Artikel mal durch und teilt hier eure Meinung mit.
Liegt es wirklich nur daran, alle Fehler zu akzeptieren, sich anzunehmen wie der Partner ist? Oder braucht es mehr? Keine Frage, es ist ein aneinander Arbeiten.
Wer denkt, die Liebe sei gestorben, wenn das kribbeln im Bauch weg ist, hat noch ned allzuviel von der Liebe gelernt.
Höhen und tiefen gibt es in jeder Partnerschaft. Ich denke, wenn man Freiraum und Zuneigung vereinen kann. Dem Partner vertraut wie auch vertrauen kann; ist eine gute Basis für langes Glück gegeben. Und das kribbeln wird sich allmählich in echte Liebe verwandeln; dieses kribbeln ist dann nicht mehr nur im Bauch sondern auch im Herzen ;o)
Wie denkt ihr darüber? Lest euch den Artikel mal durch und teilt hier eure Meinung mit.
Bin gespannt...
Gruss
Tender
Steht eigentlich nichts drin was ich nicht schon wusste! Aber das das alles erst noch erforscht werden muss bestärkt meine erfahrung das das für manche menschen nicht selbstverstänlich ist!
Wenn das jeder so sehn würde wär die welt nur halb so schwer!
Original von sueddeutsche
Bierhoff steuert die Erkenntnis bei, dass die Partnersuche in der Regel „suboptimal“ verläuft, „weil der verlässliche, altruistische Typ weder bei der Mehrzahl der Männer noch der Frauen gefragt ist“.
mein worte! sehr traurig aber wahr!
desiderium
15.03.2005, 10:37
Liegt es wirklich nur daran, alle Fehler zu akzeptieren, sich anzunehmen wie der Partner ist? Oder braucht es mehr? Keine Frage, es ist ein aneinander Arbeiten.
Ich würde es differenziert sehen. Viele Fehler sind akzeptierbar oder sogar liebenswert, aber nicht jeder Fehler ist akzeptabel. Ein jeder muß für sich herausfinden was er/sie akzeptieren kann und was nicht.
desiderium
15.03.2005, 10:43
Original von Luca
Steht eigentlich nichts drin was ich nicht schon wusste! Aber das das alles erst noch erforscht werden muss bestärkt meine erfahrung das das für manche menschen nicht selbstverstänlich ist!
Wenn das jeder so sehn würde wär die welt nur halb so schwer!
Original von sueddeutsche
Bierhoff steuert die Erkenntnis bei, dass die Partnersuche in der Regel „suboptimal“ verläuft, „weil der verlässliche, altruistische Typ weder bei der Mehrzahl der Männer noch der Frauen gefragt ist“.
mein worte! sehr traurig aber wahr!
Ein rein altruistischer Mensch ist ja auch kaum zu ertragen, denn er hat weder eine eigene Meinung, noch erkennt man eine Persönlichkeit. Er opfert sich komplett für andere auf und lebt nur für andere. Positiv ist eine Mischung aus Altruismus und Egoismus. Man möchte zwar jemanden der für einen da ist, aber der trotzdem eine eigene Persönlichkeit besitzt und zu sich selbst steht.
also als erstes hab ich mal im duden geschaut
al|tru|i.s|tisch <Adj.> (bildungsspr.):
selbstlos, uneigennützig, aufopfernd:
da steht nix von "hat keine eigene meinung bzw persöhnlichkeit" das wäre dann wohl eher hörig
zu dem habe ich eine interessante inet site gefunden
http://www.unperfekthaus.de/faq.html#altr
da steht folgendes:
(...)
Für mich sind Altruismus und Egoismus keine Gegensätze (ich übersetze Altruismus nicht als "Uneigennützigkeit", sondern als "für andere nützlich sein"). Es sind voneinander unabhängige Dimensionen, so wie "Höhe" und "Breite". Zu dieser Überzeugung komme ich, weil ich an zahlreichen Beispielen beobachten kann, daß altruistische und egoistische Ziele sowohl gleichzeitig, als auch getrennt von einander erreichbar sind - dieser Effekt läßt sich m.E. nur erklären, wenn es sich eben nicht um ein Gegensatzpaar handelt, sondern um voneinander unabhängige Werte:
Auch die allgemein als altruistisch akzeptierte Mutter Theresa hat aus ihrer Tätigkeit mit Sicherheit größte Befriedigung und Glück für sich selbst gezogen und im Ergebnis hatte sie perfekt für ihr Alter vorgesorgt, ist gereist, hat nach ihren Bedürfnissen Dinge erreicht und ein wunderschönes Leben gehabt.
Und Bill Gates ist zwar in meinen Augen in großen Bereichen seiner Struktur ein Mensch, der den Eigennutz zu sehr betont, aber er hat dadurch, daß er sein Computer-Betriebssystem damals nicht nur an IBM, sondern an jeden Hersteller verkauft hat, der es haben wollte, die Entwicklung riesiger Teile der Welt vorangetrieben. Ich glaube, daß Taiwan und Korea z.B. ohne Bill Gates Arbeit heute bei weitem nicht so weit entwickelt wären.
Der oft gehörte Vorwurf
"die Handlung war nicht altruistisch, weil auch eigener Vorteil dadurch entstanden ist"
ist m.E. genauso unlogisch wie die Aussage,
"der Schrank ist nicht hoch, weil er ja auch breit ist".
Außerdem halte ich den Vorwurf für gefährlich und schädlich, denn er erweckt den Eindruck, man müsse aufhören, eigenen Vorteil anzustreben, weil man nur dann anderen Menschen nützlich sein kann. Wer das glaubt, wird geizig abwägen, ob er eher für sich oder eher für andere Vorteil zu schaffen versucht. Wenn man dagegen Altruismus und Egoismus als voneinander unabhängige Werte begreift (oder sogar als Werte, die in der gleichen Handlungsrichtung erreichbar sind), dann wird es plötzlich erstrebenswert, so geschickt zu agieren, daß ein und dieselbe Handlung sowohl egoistische, als auch altruistische Ziele erreicht.
(...)
das ist spiegelt genau meine meinung wieder
desiderium
15.03.2005, 11:09
Ich hab ja nur dargestellt was die Mehrheit unter einen altruistischen Menschen versteht. Gerade in dem oben beschriebenen Kontext. Es würde sonst wieder in die Richtung "Die Frauen wollen keinen lieben Mann haben" gehen. Mit altruistischer Mensch ist oft ein Ich schwacher Mensch gemeint.
Was ein paar menschen darunter verstehen und was die wirkliche bedeutung ist sind zwei verschiedene paar schuhe!
Und in dem "beschriebenen kontext" ist auch nicht die rede von schwachen menschen sonder von "verlässlichen"!
Ich denke sie wissen die richtige bedeutung von altruistisch!
Und ja es läuft wieder darauf hinaus das viele keinen "lieben" partner wollen!
Das habe ich nie auf frauen begrenzt!
desiderium
15.03.2005, 11:19
Das ist meiner Meinung nach eben vollkommen falsch. Sowohl Frauen als auch Männer wollen einen lieben Partner/eine liebe Partnerin. Nur muß diese Person eben eine erkennbare Persönlichkeit haben. Da ich eine menge Frauenfreundschaften habe, weiß ich schon was Frauen meistens damit meinen. In meinem Freundeskreis meinten die Frauen in 99% aller Fälle, das der Mann einfach zu Ich schwach war.
mmm wir weichen jetzt wohl ein bischen vom thema ab :P
ich will dir jetzt wirklich nicht zu nahe treten aber mal eine blöde frage warum sind es bei dir nur freundschaften? Bist du auch schwach? Hast du keine erkennbare Persöhnlichkeit?
oder (wenn ich fragen darf) woran liegt es bei dir?
Also nicht falsch verstehen ich weis leider nicht viel über dich!
ich denke ein mensch der sich "Aufopfert" ist mehr als Stark!
Original von desiderium
In meinem Freundeskreis meinten die Frauen in 99% aller Fälle, das der Mann einfach zu Ich schwach war.
Schwäche?
Ist zwar offtopic aber hat was wahres:
"Frauen pflegen die Verwundeten auf dem Schlachtfeld aber schlafen mit den Siegern" ;o)
N Gedanke wert :P
Tender
desiderium
15.03.2005, 11:35
Es sind Freundschaften weil ich mich mit diesen Frauen sehr gut verstehe. Wenn ich mit einem weiblichen Menschen Kontakt aufnehme tu ich dies nicht zwangsläufig weil ich eine Beziehung haben möchte, sondern weil sie mich als Menschen interessieren.
desiderium
15.03.2005, 11:38
@Tender
Es ist schon ein Teil dieses Themas. In meinem Freundeskreis gab es zwei solcher Beziehungen, beide gingen in die Brüche. Also ein Beispiel dafür was eine Beziehung unglücklich macht. Ich denke für eine funktionierende glückliche Beziehung ist es sehr wichtig das man zu sich selbst steht.
Sternschnuppe
15.03.2005, 11:40
Dazu ein Auszug aus einem aktuellen Buch, welches die These vertritt: liebe Dich selbst, dann liebst Du jeden Partner!
"Liebe dich selbst" von Eva-Maria Zurhorst
„Die meisten Scheidungen sind überflüssig“, glaubt Eva-Maria Zurhorst, die aus ihrer Erfahrung als Beziehungscoach reichlich Einblick hat in den Frust und die Rosenkriege vieler Paare. Der Wunsch, stets das Beste für sich zu wollen, wird heute meist begleitet von der Illusion, das Beste müsse auch mühelos zu bekommen sein: The easy way! Und wenn es die eine Partnerschaft nicht gebracht hat, dann vielleicht die nächste. Ein Muster, das die Autorin als „Boris-Becker-Phänomen“ bezeichnet. Zurhorst räumt gründlich auf mit der Erwartung, beim nächsten Partner werde alles anders. Sie beschreibt Partnerschaft als ebenso anspruchsvollen wie lohnenden Entwicklungsweg.
Die Autorin macht jedoch in überzeugender Weise deutlich, dass der Partner oder die Partnerin nicht die Ursache, sondern der Auslöser unserer Probleme ist. Es gelingt ihr, verständlich zu machen, dass wir selbst es sind, die entscheiden, was uns kränkt und was wir negativ bewerten. Sie zeigt, dass hinter allen Urteilen über andere sich Selbstangriffe verstecken. Als Lösung der Probleme möchte sie den Leser dazu führen, dass er sich selbst als unvollkommen annehmen lernt. Je weniger wir selbst nach Perfektion strebten, desto mehr entschärften wir unsere Beurteilungen anderer. Dann könnten wir uns selbst vergeben - für unsere Selbstablehnung und für die überhöhten Ansprüche an uns selbst. Wenn wir diese losließen, uns einfach liebten, wie wir sind, dann liebten wir auch unseren Partner, egal wir und wie dieser sei.
Ich persönlich denke, daß zu einer dauerhaften glücklichen Beziehung VIELE kleine Bausteine notwendig sind. Einer davon und sicher Basis für eine zufriedenstellende Beziehung ist, mit sich selbst im Reinen zu sein und sich annehmen zu können wie man ist. Dann wird man die Fehler auch nicht nur beim Partner suchen und mit Kritik sparsam umgehen können, was ja der Tod vieler Ehen ist.......
Gruß von Sternschnuppe
Ich denke, eine Parnerschaft ist von sovielen Faktoren abhängig, da kann man keine Formel für aufstellen, ebenso, wie guter Sex eigentlich auszuschauen hat, weil es eben subjektiv ist (zum grossen Teil). Das Produkt kann aus zu vielen Dingen zusammengesetzt werden, und gerade um auf den Altruismus zu kommen, so scheint mir dieser jedoch sinnvoller für eine beziehung als Egoismus (auch insbesondere aiuf Sex bezogen). Beziehungen sind immer noch ein Nehmen und Geben und diese Wechselwirkung dessen, würde ich sagen. Und auch hier gibt es Ausnahmen, je nachdem wie gleichgestellt sich die Partner stellen.
ich liebe mich definitiv nicht selbst aber ich kann trozdem andere lieben!
sorry nochmal bischen [offtopic]
@desiderium
wenn du dich so gut mit ihnen verstehst dann wären doch bestimmt die perfekten partnerinnen dabei! also kein ausreden!
Original von Luca
ich liebe mich definitiv nicht selbst aber ich kann trozdem andere lieben!
Das kann ich unterzeichnen!
Es gibt zwar diesen Satz, man solle mit sich selbst im reinen sein und sich lieben, aber solange man niemanden liebt, weil dieser einen liebt und man seine Selbstbestätigung erhält, kann man jemand anders lieben, wenn man sich selbst nicht liebt. Nur sollte das andere nicht der Fall sein.
ufff den satz musst ich mir jetzt 5 mal durchlesen bis ich ihn geschnallt hab :P
"ich lieb dich du liebst mich mehr braucht unsere liebe nich" :)
eigentlich ganz einfach wenn manche menschen sich nicht zu sehr selbst lieben würden! zu sehr auf ihr eigenes wohlbefinden achten würden bla bla bla...
desiderium
15.03.2005, 14:26
Original von Luca
ich liebe mich definitiv nicht selbst aber ich kann trozdem andere lieben!
sorry nochmal bischen [offtopic]
@desiderium
wenn du dich so gut mit ihnen verstehst dann wären doch bestimmt die perfekten partnerinnen dabei! also kein ausreden!
Na Ja, eine von ihnen ist beispielsweise lesbisch. Es ist halt keine dabei bei der es funkt.
Sternschnuppe
15.03.2005, 16:21
@ Kirri und Luca:
nur weil man in der Lage ist jemand anderen zu lieben heißt das noch lange nicht, daß es eine glückliche Beziehung wird, die auf Gegenseitigkeit beruht!
Insofern wäre es wichtig mit sich selbst innerlich zufrieden sein zu können - mit oder ohne Beziehung, d.h. aber nicht, daß man sich dadurch auf den Ego-trip begibt!
Gruß von Sternschnuppe
desiderium
15.03.2005, 16:32
Es geht auch eigentlich gar nicht ums sich selbst lieben. Man sollte sich selbst annehmen können. Wenn man das nicht kann, kann man auch oft nicht glauben das der Partner/die Partnerin einen liebt. das führt dann zu Problemen in der Beziehung.
Sternschnuppe
15.03.2005, 16:43
@desiderium: genau das ist der Punkt, desiderium.
Was noch dazu kommt ist, daß man dann auch immer öfter geneigt ist den Partner zu kritisieren und Fehler bei ihm zu suchen, nur weil man mit sich selbst nicht klar kommt..............z.B
ich hab nur gesagt ich liebe mich nicht! Natürlich komme ich mit mir bestens klar und ich akzeptiere mich auch vollkommen! ich bin zufrieden mit mir!
Ich glaube auch wenn ich mal nicht mit mir klar komme werde ich deshalb nicht meinen partner kritisieren!
Sorry wenn ich die ganze zeit von mir rede aber ich kann in der beziehung auch nur von mir reden :P ich weis ja nicht was andere denken/fühlen
Original von Sternschnuppe
@ Kirri und Luca:
nur weil man in der Lage ist jemand anderen zu lieben heißt das noch lange nicht, daß es eine glückliche Beziehung wird, die auf Gegenseitigkeit beruht!
Insofern wäre es wichtig mit sich selbst innerlich zufrieden sein zu können - mit oder ohne Beziehung, d.h. aber nicht, daß man sich dadurch auf den Ego-trip begibt!
Gruß von Sternschnuppe
Hey,
ich denke, so meinten wir das nicht, also ich zumindest. Ich für meinen teil schloss nur aus, dass eine Selbstliebe nicht notwendig sein muss, jemand anderen lieben zu können.
Bei meinem ultralangen Satz ging es vielmehr um die tatsache, dass man nie lieben sollte, weil man geliebt wird. Also, dass Romeo Julia liebt, weil sie ihn liebt und er dieses Gefühl, geliebt zu werden, so sehr braucht. Denn es mag Leute geben, die sich ohne Beziehung wertlos fühlen und unbestätigt, was in einer Beziehung wiederum der Fall ist.
Ich liebe mich zwar nicht, ich mag mich auch nicht unbedingt (aber eine andere Sache), aber ich habe nie eine Beziehung geführt, damit ich bestätigt werde, das lief dann eh meistens in eine ganz andere Richtung mit Mord und Totschlag. Aber das ist ein anderes Thema....
->Maya<-
15.03.2005, 20:21
also das was luca das gesagt hat trifft irgendwie n bissl auf mich zu weil ich meinen partner mit meinen fehlern irgendwie belaste... also dadurch dass ich ihn immer nerve ob was wirklich so is oder halt durch alles... und das entsteht dadurch dass ich die seiten die ich an mir hasse da denke ich die muss er doch auch an mir hassen und deswegen werf ich ihm sozusagen n bissl vor dass er das an mir auch hasst... was heißt vorwerfen... ich glaubs halt oder denk das kann er doch garned mögen oder okay finden :D hab mir jetz den text noch ned durchgelesen wollte aber schomma was dazu sagen :D hab jetz grad keine zeit mehr werds aber nachholen :P
lg *knuddl* maya
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