Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vorzeichen
Moinmoin zusammen,
ich hab mal wieder zuviel Zeit zum Grübeln :elch)
Wir haben ja wohl alle die schmerzhafte Erfahrung einer Trennung gemacht, es ist, als ob man von heute auf morgen alles verliert, alle Träume, Ziele, die Sicherheit, alles ist auf einmal weg.
Aber ich denke, es gibt jedesmal Vorzeichen, wenn die Liebe geht, geht sie eben nicht von jetzt auf nachher.
Nun bin ich am Überlegen, ob man diese Vor- oder Anzeichen frühzeitig erkennen kann und dem Ganzen entgegenwirken.
Bei meinem Nochehemann und mir hat es sich sehr, sehr lange hingezogen, zu retten wäre wahrscheinlich nichts gewesen, aber ich glaube, wir hätten uns beiden sehr viel Kummer und Leid ersparen können, wenn wir die Vorzeichen richtig gedeutet hätten.
Ich glaube, jede Beziehung hat mal Tiefpunkte, wo man weniger empfindet, wo der andere einfach stark sein muss und einen auffangen.
Aber wann ist Handlungsbedarf angesagt?
Wie frühzeitig muss man reagieren oder agieren, wenn man merkt, dass die Liebe weniger wird oder man einfach weniger empfindet?
Ich mag diese Sätze wie "Ist halt so" "kann man nichts machen" "muss man eben hinnehmen" einfach nicht, bin wohl ein gebranntes Kind.
Ich bin ein "Macher", kann nicht nur zusehen, wenn ich merke, es läuft einfach nicht, dann hab ich das große Bedürnis, etwas zu tun, ich hab schon zuviel in meinem Leben verloren, weil nichts getan wurde.
Was meint ihr, ist Geduld wirklich die bessere Alternative?
Dann müsste ich mein Motto ändern " Geduld ist eine wahre Zier, doch weiter kommt man ohne ihr" :elch)
Grüßle
Vega
->Maya<-
15.04.2005, 12:37
bin auch in allen sachen ein total ungeduldiger mensch...
und ich denke auch dass man meistens was ändern kann... wenn man merkt dass so einiges schief läuft und aufs aus zuläuft denke ich ist nicht alles verloren... aber das kommt ja eigentlich immer auf den grund an... z.B. wenn der eine dem andren einfach nicht mehr das gefühl gibt geliebt zu werden dann sucht sich der andre vll dieses gefühl woanders... und sowas kann man zum beispiel verhindern denke ich...vorzeichen? hmm... da gibts viele und auch sehr unterschiedliche... natürlich gibts auch manchmal garnicht wirklich welche aber das ist ja eher selten...
ich denke geduld ist überhaupt nicht die bessere alternative denn da schmeißt man ja einfach alles weg ohne drum gekämpft zu haben... und wenn es dann so weit ist dass es aus is dann ist es meistens schon viel zu spät.... :(
lg *knuddl*
Jim Morrison
15.04.2005, 12:59
Ich denke mal es hängt immer von der Situation und den Umständen ab. Wenn ein Partner einfach z.B. beruflich sehr wenig Zeit hat, dann ist das einfach so und kaum zu ändern. In diesem Falle ist Geduld einfach angebracht, aber auch versuchen dem Partner zu zeigen, wie sehr man ihn liebt und dass man hinter ihm steht. Oder wenn der Partner eventuell mit den eigenen Eltern oder Freunden nicht so klar kommt, dann ist Zeit lassen angebracht, damit sie sich besser kennenlernen können und sich finden können.
In allen anderen Dingen, wenn eine Beziehung nicht so läuft, halte ich von Geduld wenig. Menschen ändern sich nicht von alleine und Probleme lösen sich leider nahezu nie von selbst. Da muss man einfach selber Hand anlegen und wenn sich dunkle Vorzeichen über einer Beziehung auftun, dann einfach abzuwarten, ob es besser wird, ist in meine Augen schon der Anfang vom Ende. Oft wird aus einer Mücke ein Elefant, deshalb lieber schon bei Anzeichen von Problemen mal vorsichtig vortasten und darüber sprechen. Wichtig ist aber auch, mal selber in sich zu gehen und zu forschen, ob man an den Problemen, wie z.B. schwindender Liebe oder Beziehung wird zum Alltag, nicht auch selbst mit Schuld ist. Das ist die beste Ausgangslage für ein offenes Gespräch!
Wenn Worte wenig helfen oder das reden schwer fällt, dann macht doch mal einen Wochenendtripp z.B. in ein schönes Hotel oder in eine Stadt, in der eure Liebe begonnen hat. Gönnt euch einfach mal was außergewöhnliches fernab dem Alltag (Ballonfahrt oder Fallschirmsprung, Wellnesswochenende o.ä.) und du wirst erkennen können, wie stark die Liebe noch in dir ist. Wenn die Beziehung oder Ehe danach trotzdem sofort wieder einschläft, dann ist eventuell stärkerer Handlungsbedarf angesagt.
Liebe Grüße nach Karlsruhe Jimmy
Hi Maya,
tja, in Sachen Geduld hab ich schon große Arbeit an mir geleistet.
Scheinbar aber nicht besonders produktiv :elch)
Es ist wohl ein schmaler Grad, ich meine, wenn mir etwas fehlt, muss ich die Ursache dafür finden, man kann ja nicht immer alles auf den Partner abschieben.
Es sich woanders zu holen, hui, da muss man vorsichtig sein.
Ich meine, ich lad meinen gesamten Seelenmüll nicht vollständig bei Herzblatt ab, ich erwarte auch nicht, dass ich das Wichtigste in seinem Leben bin, aber man will schon ein wichtiger Teil sein.
Es ist wohl sehr schwierig zu unterscheiden, ab wann es sich nur um eine Phase im Leben handelt, wo man einfach nur irgendwie ausgebrannt ist und einen so gar nichts mehr berühren kann oder ob es schon so schlimm ist, dass man keine Liebe mehr empfinden kann, denn dann ist es kurz vor 12!
Wenn die Liebe nur vergraben ist, dann kann man sicher noch ne Menge tun, aber wie erkennt man das?
Vor allem, muss man es nicht selbst erkennen?
Hm, ich glaub, man kann auch diese Dinge zergrübeln und zerreden :(
Grüßle
Vega
Hi Jim,
da haben wir wohl grade zeitgleich geantwortet :elch)
Ich glaube, eine Schuldfrage wird man nie zufriedenstellend lösen können, das haben mein Nochehemann und ich auch recht schnell aufgegeben.
Wir haben versucht, den Zeitpunkt des Beginns einzukreisen, wo man hätte ansetzen können, wo man vielleicht noch etwas hätte retten können.
Nicht, um unsere Ehe zu retten, sondern vielmehr, um für das, was das Schicksal für uns beide noch parat hat, zu lernen.
Ich bin kein Freund vom Aufgeben, bin ein eldender Optimist, bei mir gibt es keine halbleeren Gläser und ich sehe überall etwas Positives.
Nur, ich werde nicht ewig gegen Windmühlen kämpfen können, ich will auch irgendwann mal, dass meine Saat Früchte trägt.
Das Leben sollte nicht nur aus einem ewigen Kampf bestehen, ich lebe viel zu gerne, genieße und lache, hab Freude, bin zuversichtlich, das überträgt sich erfahrungsgemäss auf meine Mitmenschen.
Da bin ich wohl etwas verwöhnt und werde ungeduldig, wenn jemand lieber im Dunkeln sitzen möchte und meine Sonnenstrahlen abblockt.
Grüßle zurück,
hat jemand Bedarf an Sonnenstrahlen?
Hätte welche abzugeben :elch)
Vega
->Maya<-
15.04.2005, 13:26
wie man es erkennen kann kann auch verschieden sein denk ich... weil es kann ja sein dass der partner einem das garnicht zeigt was allerdings meiner meinung nach selten ist...
meistens vll an weniger zärtlichkeiten od. wenn man nicht mehr miteinander redet (über gefühle usw.) oder wenn der partner mehr weg ist vll oder abweisender ist oder wenn sich das verhalten insgesamt geändert hat oder auch mehr streit...
halt irgendwie so... s gibt nichts wodran man das immer erkennt denke ich und wenn man mit wachsamen und kritischen augen durch die welt läuft dann bemerkt man eigentlich meistens was... natürlich nicht immer aber ich denke immer angst haben ist auch nicht gut und deswegen reicht es denke ich von zeit zu zeit sich mal zu überlegen was sich am partner oder an seinem veralten sich selbst gegenüber verändert hat...
Genau das meine ich, man kann nicht alles hinterfragen und lauern, ob das schon die ersten Anzeichen sind oder ob man nur "spinnt"
Man muss sich auch in den anderen hineinversetzen können, verstehen, warum er ist, wie er ist.
Ändern kann man niemanden, nur sich selbst und dann schauen, wie sich das Umfeld ändert.
Hm, ich glaub, ich bin da hypersensibel, schaun wir mal, ob ich mir nicht ein bissel von Herzblatts rationaler Seite abschneiden kann :elch)
Aber danke für eure Antworten, hab ein paar neue Denkansätze bekommen :)
Grüßle
Vega
Jim Morrison
15.04.2005, 13:59
An Sonnenstrahlen hab ich immer Bedarf, bin ein absolutes Sommerkind 8)
Schuld ist auch ein absolut leidiges Thema und es nützt keinem, denn man wird sich nicht unbedingt besser fühlen, wenn man die Schuld dem Anderen zuschieben kann. Warum sich also überhaupt Gedanken darüber machen? Es ist halt wie es ist, Menschen verändern sich und manchmal leben sich Beziehungen und Ehen einfach auseinander, ewige Liebe ist einfach die absolute Ausnahme, wie man z.B. auch an den Scheidungszahlen sehen kann...
Bin ebenfalls hoffnungsloser Optimist und wenn Menschen einfach die Dunkelheit und das Leid suchen und niemals positiv denken, dann ziehe ich halt irgendwann meine Konsequenzen und beende solche Bekanntschaften, denn man reibt sich oft auf, wenn sich jemand einfach nicht hochziehen lassen will.
Häufig merken es Außenstehende schneller, wenn es in einer Beziehung kriselt, aber fragt mich nicht, woran das liegt, vielleicht weil man objektiver ist. Um Anzeichen zu erkennen sollte man vielleicht von Zeit zu Zeit einfach mal innehalten und über sich, den Partner und die Beziehung an sich nachdenken. Und dabei möglichst objektiv sein. Doch häufig nimmt man sich diese Zeit nicht.
Jimmy
EDIT: PS: Zeitgleich antworten haben wir heut gut drauf :D
Halol ihr :)
Wir könnten ja hier schon fast nen Optimistenclub gründen, ich bin nämlich auch einer und mag es (wie Jim schon vorhin geschrieben hat) nicht, wenn sich Leute andauernd selbst runterziehen bzw. nicht die Kraft dafür aufbringen wollen wieder in`s Leben einzusteigen. Es liegt an jedem selbst was er aus seinem Leben macht und wenn die Vorzeichen nicht erkannt werden dann frage ich mich vielleicht auch, ob ich sie überhaupt erkennen wollte. Vielleicht will man manchmal gar nicht begreifen das bestimmte Dinge im Leben ein Ende finden könnten, dazu gehört für mich auch eine langjährige Beziehung oder Ehe. Es ist schwer zu vergessen aber die Zeit hat noch "jede" Wunde geheilt und wer sich des Lebens sträubt, sträubt sich des Glücks und der Lebensfreude. Wenn ich es dann oftmals nicht zu schätzen weiß wie gut es mir geht (auch ohne Freundin) dann denke ich einfach daran, wie schlimm es in den schlimmsten Zeiten war und wie gut es jetzt läuft ...
Manuel
->Maya<-
15.04.2005, 14:29
naja... ich bin dann manchmal eher pessimist als optimist aber langsam werd ich glaub mittelding *gg* hoff das geht weiter so bergauf... :D
Nunja, ich denke zum teil geht es auch wieder drum, dass jede Beziehung auch arbeit bedeutet,dass man es nicht nur schleifen lassen kann.
Erste Anzeichen, dass etwas nicht stimmen könnte, sind eigentlich immer Veränderungen in der Partnerschaft, im Alltag, aber vor allem auch wenn man Veränderungen beim Partner erkennt. Starke Anzeichen sind dabei sicherlich ein Rückzug, d.h wenn der Partner plötzlich ruhiger wird, sich zurückzieht, weniger fröhlich ist und emotional zurückhaltend. oder wenn die gemeinsam verbrachte Zeit plötzlich stark abnimmt,weil sich der PArtner zurückzieht. Oder wenn kleine Aufmerksamkeiten oder winzige Details plötzlich fehlen oder bei frauen ganz stark wenn z.b Nörgeln in resignation umschlägt ( :rolleyes:)
Sobald ich etwas bemerke, versuch ich immer zu verstehen, warum sich etwas ändert- liegts vielleicht am Job, an Problemen ausserhalb der beziehung, das den Partner belastet aber nicht drüber sprechen kann oder will.
Wenn es aber ziemlich klar wird, dass es keine äusseren Probleme gibt, sondern irgendwo in der beziehung etwas hakt, ist nicht Geduld, sondern Handlungsbedarf angesagt. Zunächst mal selbst reflektieren, was einen stört, wo das Problem liegen könnte und dann vor allem mit dem Partner darüber reden.
Selbst wenn man draufkommt, dasss eigentlich alles in Ordnung ist und dass sich einfach nur eine gewisse Routine eingeschlichen hat, so zeigt es doch, das man sich über die Beziehung Gedanken macht und das ist ja auch ent schlecht,oder?
Sternschnuppe
15.04.2005, 21:58
Guten Abend Vega!
Ich hoff, ich seh das wieder mal nicht allzu kritisch: aber ich denk, wenn man ganz hellhörig ist und nach der ersten Verliebtheit die rosarote Brille ablegt, so liegen die ersten Anzeichen, daß es später in der Beziehung gravierende Schwierigkeiten geben wird, bereits AM ANFANG klar auf der Hand. Es ist nur so, daß einer der beiden Partner, oder auch beide, anfangs oder auch längere Zeit dies nicht sehen wollen!!
Kommt dann die alltägliche Routine dazu, so bewältigt das diese Partnerschaft nicht mehr.
Außerdem bin ich der Meinung, wenn nur EINER sich in der Partnerschaft bemüht oder Kompromisse eingeht, ist dies auf Dauer verlorene Liebesmüh. Es müssen schon BEIDE Partner bereit sein für ihre Beziehung zu kämpfen und miteinander, aber auch jeder für sich, daran zu arbeiten, wie es ja auch schon pinsel erwähnt hat.
Lieben Gruß von Sternschnuppe, die grad sehr traurig ist, weil sie eine einseitige Freundschaft beenden mußte. :(
Mehr dazu über PN.
Hi ihr Lieben,
es tut gut, eure Meinungen zu lesen, und grundsätzlich stimme ich mit euch überein.
Es gibt halt Phasen in einer Beziehung, da kann der eine einfach nicht mehr geben, es ist wichtig, die Umstände dafür zu (er)kennen.
Gefühle werden manchmal verschüttet, das bedeutet aber nicht gleich, dass sie auf immer und ewig weg sind.
Es ist wichtig, dass man versucht, darüber zu reden und ganz schwierig wird es, wenn dem einen etwas fehlt und er dies dem anderen mitteilen will, da muss man sehr behutsam sein, denn fordern sollte man ja nichts und ich denke, der andere kann sich leicht bedrängt fühlen.
Natürlich sollte die Beziehungsarbeit ausgeglichen sein, aber man darf auch keine Waagschale aufstellen.
Tja, keiner hat behauptet, dass es einfach wird :D
@ Sternschnuppe
Herzblatt hat mal zu mir gesagt, eine echte Freundschaft ist wie eine gute Beziehung, nur ohne Sex.
Manchmal erkennt man dann erst nach langer Zeit, dass Geben und Nehmen nicht ausgeglichen ist.
PN folgt.
lg und danke euch fürs Mitlesen und Antworten
Vega, nach einem schönen Wochenende wieder sehr viel zuversichtlicher
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