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Shane
19.04.2005, 09:33
1 Lippenherpes


Lippenherpes – drei häufige Irrtümer

Mehr als sieben Millionen Deutsche bekommen regelmäßig Lippenbläschen. Wir räumen auf mit drei Irrtümern über dieses lästige Leiden

Die Lippen kribbeln, spannen und jucken: Fast jeder zehnte Deutsche kennt dieses Gefühl, mit dem sich eine Plage ankündigt: Lippenbläschen (Herpes labialis). Der Verursacher ist das Virus Herpes simplex Typ 1. Binnen weniger Stunden bilden sich auf Lippen, Nasenwurzel oder in den Mundwinkeln kleine, mit Flüssigkeit gefüllte, juckende oder schmerzende Bläschen. Erst nach einigen Tagen heilen sie ab, und es herrscht Ruhe – bis zum nächsten Ausbruch.

Irrtum 1: Anstecken kann ich mich nur beim Küssen
Zwar ist ein Kussverbot bei einem Herpes-Ausbruch durchaus sinnvoll, aber es genügt auch schon der Händedruck einer Person mit Lippenbläschen, um sich anzustecken. Den Erreger trägt fast jeder Mensch in sich: Mehr als 95 Prozent der Erwachsenen haben sich im Lauf ihres Lebens das Virus eingefangen – die meisten, ohne etwas davon zu bemerken. Nur bei jedem Zehnten machen sich die blinden Passagiere durch Lippenbläschen bemerkbar.

Irrtum 2: Lippenbläschen kann ich nicht verhindern
Lippenbläschen erscheinen häufig bei hoher UV-Strahlung, Stress oder Ekel. Aber auch eine Erkältung und hormonelle Veränderungen können das Virus aus seinem Schlummer wecken. Transplantationspatienten bekommen häufig Lippenbläschen, da sie – um das fremde Gewebe nicht abzustoßen – Medikamente einnehmen müssen, die ihre Immunabwehr schwächen. Die meisten Betroffenen kennen ihre Auslöser und vermeiden sie, so gut es geht.

Um vorzubeugen, sollten Sie Ihre Lippen sorgfältig vor Sonnenstrahlen schützen. Besonders beim Skifahren oder am Strand ist ein hoher Lichtschutzfaktor empfehlenswert, am besten ein Sunblocker in Form eines Fettstifts. Herpes labialis bricht vornehmlich dann aus, wenn das Immunsystem gestresst ist. Stärken Sie es durch gesunde Ernährung, regelmäßigen Sport und Abhärtung, beispielsweise durch Saunabesuche und Wechselduschen.

Für die Behandlung von Lippenherpes hält Ihre Apotheke verschiedene Präparate bereit. Virenhemmende Cremes mit dem Inhaltsstoff Aciclovir haben sich ebenso bewährt wie die Wirkstoffkombination Zinksulfat und Heparin, die die Bläschen austrocknet. Auch natürlicher Melissenextrakt lindert die Beschwerden.
Werden Sie schon bei den Vorboten einer Herpesattacke aktiv. Je früher Sie mit der Behandlung beginnen, desto besser können Sie die Infektion lindern und verkürzen.

Irrtum 3: Lippenherpes ist völlig ungefährlich
Zwar sind die Bläschen in der Tat eher lästig als gefährlich. Für Schwangere, Babys, Neurodermitis-Patienten und Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann eine Herpesinfektion jedoch gefährlich werden. Blühen bei Ihnen Lippenbläschen, sollten Sie im Umgang mit diesen Personen besonders auf Hygiene achten (s.u.). Kritisch wird es auch, wenn die Erkrankung nicht nur an den Lippen, sondern auch an anderen Regionen, in Augennähe oder in Form von Hautekzemen auftritt. Dann müssen Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Dasselbe gilt für den Fall, dass die Bläschen mit großen Beschwerden verbunden sind, sich entzünden, öfter als sechs- bis achtmal pro Jahr auftreten, wenn große Gebiete befallen sind oder sich gleichzeitig eine Bindehautentzündung ausbildet. Einen Mediziner sollten Sie auch dann zu Rate ziehen, wenn die Eigenbehandlung nach zwei bis drei Tagen noch nicht angeschlagen hat. Der Arzt kann Ihnen in diesem Fall andere virenhemmende Präparate oder Medikamente zum Einnehmen verschreiben.

Hygiene ist das A und O
Bei einem Ausbruch von Lippenherpes gelten besondere Hygieneregeln:

* Finger weg von den Bläschen: Berühren Sie die Lippen möglichst wenig, um die Viren nicht auf andere Körperteile zu übertragen.
Regelmäßig die Hände waschen: Immer wenn Sie die Bläschen versorgt oder auch nur berührt haben, ist Händewaschen angesagt.


* Abstand halten: Halten Sie sich fern von Schwangeren, Säuglingen, Menschen mit Hauterkrankungen sowie Patienten, die immununterdrückende Medikamente bekommen. Gegebenenfalls Hände desinfizieren. Es
gilt striktes Kuss-Verbot!


* Kein gemeinsames Geschirr: Teilen Sie mit niemandem Glas oder Besteck. Das Gleiche gilt für Zahnbürste, Handtuch und Waschlappen.


* Vorsicht Kontaktlinsenträger: Ein Übergreifen von Lippenherpes auf die Bindehaut ist sehr gefährlich. Steigen Sie bei Lippenbläschen deshalb besser auf die Brille um.

Quelle (http://www.almac.de/wbb2/linklist.php?link=194)

Shane
19.04.2005, 09:35
2 Aphten


Aphten sind bis zu einem Zentimeter große, scharf begrenzte, rötliche Mundschleimhautschädigungen. Meist sind Kinder erstmals betroffen, die Krankheit neigt aber dazu immer wieder aufzutreten. Ursachen dafür sind nicht bekannt. Die betroffenen Stellen brennen stark und schmerzen vor allem beim Essen. Eine Therapie ist nicht nötig. Die Aphten verschwinden meist nach einigen Tagen von selbst. Gegen die Schmerzen helfen das Betupfen mit Lokalanästhetika oder schmerzstillende Lutschtabletten.

Quelle (http://www.almac.de/wbb2/linklist.php?link=195)

sweetheart
19.04.2005, 10:52
Darf ich au meinen Senf dazu geben? auja auja!!

Also, Aphten sind entzündliche Schleimhautveränderungen. Sie sind meist etwa linsengrose, rundliche, deutlich gerötete Schleimhautdefekte mit einem festhaftenden weißen Belag.
Aphten können sehr schmerzhaft sein!
Sie treten als Begleitsymptom bei Allgemeinerkrankungen sowie gehäuft bei körperlicher Abwehrschwäche, vor allem Verdauungs- und Menstruationsstörungen auf.
Sie sind nicht infektiös und heilen ohne Folgen ab.

In der Praxis haben wir auch oft mitbekommen, dass diese Aphten zum Teil auch von exotischen Früchten herkommen.
meist verschwinden sie nach ca einer Woche wieder.

Thekla
19.04.2005, 11:03
zum thema aphten: aua! hatte ich (stressbedingt) über einen längeren zeitraum regelmäßig und konnte mich in dieser zeit nur mit baby-brei ernähren.

was mir super geholfen hat (war ein tipp der arzthelferin meines hausarztes): die betroffenen stellen mittels wattestäbchen dünn mit myrrhentinktur einpinseln. schmeckt grauenhaft, brennt wie die hölle - aber: es wirkt. myrrhentinktur gibt's für kleines geld rezeptfrei in der apotheke.


Myrrhentinktur - bei Entzündungen von Zahnfleisch und Mundschleimhaut sowie bei Prothesendruckstellen

Die angeritzte Rinde bestimmter Sträucher aus dem nördlichen Afrika liefert ein herbaromatisches, luftgetrocknetes Gummiharz, die Myrrhe. Diese hat eine lange Tradition in der Religion, als Räucherwerk bei Zeremonien und bei der Raumdesinfektion vergangener Tage. Auch in der historischen „Andechser Apothekenliste“ aus der Mitte des 15. Jahrhunderts ist sie als Heilmittel aufgeführt. Medizinische Verwendung finden alkoholische Zubereitungen aus Myrrhe heutzutage aufgrund ihrer zusammenziehenden Wirkung bei leichten Entzündungen im Mund- und Rachenraum, wo sie zum Spülen, Gurgeln oder als lokales Mittel zum Pinseln und Betupfen eingesetzt werden. Darüber hinaus wirken sie hierbei auch leicht desinfizierend und geruchsverbessernd.
quelle (http://www.andechs.de/kloster/arznei/myrrhentinktur.html)

* alle angaben ohne gewähr. zu risiken und nebenwirkungen lesen sie die packungsbeilage und fragen sie ihren arzt oder apotheker.*

Shane
19.04.2005, 12:22
Original von sweetheart
Darf ich au meinen Senf dazu geben? auja auja!! [...]

In der Praxis haben wir auch oft mitbekommen, dass diese Aphten zum Teil auch von exotischen Früchten herkommen [...]

aber natürlich darfst du das, ist ja auch sinn und zweck hier http://www.mainzelahr.de/smile/unsortierbar/wink.gif, auch wenn ich nicht was dazu sagte ..

[...]

aha, von exotischen früchten? da muss ich das nächste mal wohl besser aufpassen, was ich vorher gegessen hatte, denn diese aphten sind grauenvoll .. auch werde ich beherzigen und einige gurkelmittelchen od tinkturen mal probieren .. aber was lese ich da, "brennt wie hölle"? fein fein, auch noch mut beweisen http://www.coolemoticons.com/emoticons/glass-wtf-www.coolemoticons.com.png

ich berichte, wenn ich das mal gemacht habe, aber ich hoffe das es dazu nicht kommen wird - will sowas nicht wieder haben ..

grüße

Thekla
19.04.2005, 13:21
Original von shane
..aber was lese ich da, "brennt wie hölle"? fein fein, auch noch mut beweisen http://www.coolemoticons.com/emoticons/glass-wtf-www.coolemoticons.com.png
die mundschleimhaut ist an diesen stellen ja entzündet und sehr schmerzempfindlich. in der myrrhentinktur ist alkohol enthalten und der brennt natürlich, wenn sie auf die entzündete stelle aufgetragen wird. aber es ist (irgendwie) auszuhalten. der schmerz lässt schnell nach und sie wirkt wirklich schnell und gut.

gute besserung wünscht
thekla

sweetheart
19.04.2005, 14:30
Also ich bekomme meine Aphten fast schon regelmäßig alle 2 - 3 Monate!
und dann meist an so blöden stellen wie innen an der Lippe wo ich dann beim reden (oder küssen) ständig mit den Zähnen dran hängen bleibe!!!!
Die Dinger sind echt ätzend!!

->Maya<-
19.04.2005, 14:54
mal ne frage... ich hatte bisher noch nie herbes... ist das so dass man wenn mans einmal hatte das öfters bekommt wie bei manchen andren sachen?
hatte mal am zahnfleisch so n weißen kleinen punkt wo der zahnarzt meinte das wär ne aphte glaube aber ich weißes nimmer genau... da hab ich n wattestück 10 minuten dran getan was mit meridol mundspüllösung getränkt war... aber am besten ned ausprobiern weil bin mir ned sicher ob das ne aphte war... :D

sweetheart
19.04.2005, 15:09
@Maya: Also, des bei dir könnt schon ne Aphte gewesen sein!

ICh selber hab zum Glück noch nie Herpes gehabt, aber ich meine, schon mal gehört zu haben, dass dieses Herpes immer wieder kommt und auch ansteckend ist. also net unbedingt in der Zeit wild rumknutschen, gelle!!

bettina
20.04.2005, 10:15
Wenn ich lippenherpes hab, bekomme ich nur einen kleinen schmerzenden Knoten unter der Haut der Lippe, bricht aber nicht auf. Natürlich :D lutscht und kaut man da auch mal drauf rum, wie bei einer frischen Zahnlücke oder dergleichen. Nach ein paar Tagen ist der Knödel ist weg.

Da bin ich echt froh drum, ist leichter zu ertragen als ständig offene Stellen...