Die letzten Glühwürmchen

innervision
"21. September 1945 das war die Nacht, in der ich starb." Am Bahnhof der japanischen Hafenstadt Kobe verfolgt der Geist des 14-jährigen Seita die letzten Atemzüge seines Körpers. Neben der Leiche des Bettlers liegt eine Bonbondose mit Asche. Ein Straßenfeger wirft sie auf den Rasen. Glühwürmchen schwirren auf. Dann erzählt Seitas Geist seine Geschichte. Einige Monate vor der japanischen Kapitulation: US-Bomber legen große Teile Kobes in Schutt und Asche. Im Flammenmeer sterben auch die Mutter von Seita und der vierjährigen Setsuko. Weil Vater irgendwo im Pazifik kämpft, ziehen die Kinder zu einer Tante. Die verkauft zwar die Kleider der toten Mutter, geizt aber mit den rationierten Lebensmitteln. Als Tantes Nörgeleien unerträglich werden, ziehen die Geschwister in einen ehemaligen Bunker. Nahrung wird knapp. Dann erkrankt Setsuko auch noch an Durchfall.

...ich habs mir jetzt mal angeschaut, hab mir zuerst gedacht das ist sicher wider so was kindisches, wie vielleicht auch der Titel klingt. Aber es hat bis jetzt noch kein Anime geschafft, mich so zu berühren und zum nachdenken zu bringen wie dieses! Ich kanns wirklich nur weiterempfehlen, aber bitte nur mit ner Packung Taschentücher anschaun, ihr werdet welche brauchen.
BrokenHeart
Hey,

wann läuft das und wo? :-)

LG Broken
innervision
Genaue Termine wann und wo das mal kommen sollte hab ich bis jetzt noch nicht gefunden, werd hier aber sofort nen entry machen sollte es mal ins fernsehn kommen Freude
Auf DVD und Video gibs den Film allerdings schon großes Grinsen
derAlex
Tja, der lief mal auf arte (17.06.2001). Hatte ihn gesehen und aufgenommen. Einfach ein genialer Film.
Rasy
Hab' den Film auch schon gesehen, und es ist einer der wenigen Anime-Filme, die ein wirklich ernstes Thema behandeln aus der Sicht der Opfer des Krieges.
Ein echt trauriger Film... cry aber man sollte ihn auf jeden Fall mal gesehen haben.
Namida
habe den Film gestern gesehen, und fand ihn erschreckend ehrlich, aber auch liebevoll umgesetzt was Charaktere angeht. Bringt einen wirklich zum Nachdenken, und ich bin wirklich froh solche Kriegssituationen noch nie erleben zu müssen, und ich hoffe es bleibt so.
Rasy
*malnachobenschieb* großes Grinsen der Film lief ja schon ewig lange nicht mehr im Fernsehen, soweit ich weiß, gibts den inzwischen auch schon auf DVD. Wer hat ihn noch alles gesehen???

Der Film ist ja für einen Manga ziemlich ernst und lustige Passagen gibt es darin eigentlich nicht, es werden hauptsächlich die Schattenseiten des Krieges gezeigt: Und zwar das Leiden der Unschuldigen darunter und das in härtester Form: Kinder, die versuchen sich in den Zeiten des Krieges durchzuschlagen.
Mir läufts irgendwie immer noch eiskalt den Rücken runter, wenn ich an den Ende des Films denke... man, der war vielleicht traurig.
Catrain
Also ehrlich gesagt... ich trau mich nicht den Anime zu sehen. Was ich davon gehört hab soll ja wirklich nen harter Brocken sein, und ich habe keine Lust mich nun traurig zu machen. geschockt Aber ich denke irgendwann schau ich es mir mal an.
Magda
Ich habe letztens den Anime gesehen und kann meinen Vorredner nur beipflichten: Sehenswert. Es gibt so viel an Anime-/Zeichentrickschrott inzwischen, aber dieser Film gehört sicherlich nicht dazu.

Streckenweise fehlt dem Film vielleicht ein wenig Tempo. Okay, das zeigt vielleicht auch die quälende Situation im Film, aber ich denke, nicht jeder Zuschauer in unserer beschleunigten Zeit hätte dieses Tempo bis zum Ende ohne Ermüdungserscheinungen durchgehalten.

Ansonsten inhaltlich: Brutalität, Mangel und Furcht für die zivile Bevölkerung werden offen gezeigt, ohne dabei unangemessen blutlüstern ausgebeutet zu werden.

Interessant fand ich auch die Darstellung, wie einzelne Menschen sich unter Dauerbelastung verändern. Ich hatte zumindest dein Eindruck, dass auch ein wenig gezeigt wurde, dass viele Menschen sich den äußeren Umständen anpassen und ebenso brutal werden, währendhingegen andere Gutherzigkeit zeigen können, selbst wenn es ihnen schlechtgeht.

Am Ende kamen mir auch die Tränen, obwohl ich mir eigentlich schon nach der Anfangsszene sicher war, dass es so kommen würde. Dass man dann doch die liebgewonnenen Charaktere verliert, mit denen man so viel gebangt und gehofft hat, ist hart. Das unterstreicht sicherlich nur noch einmal, wie ernst und traurig die Realität aussieht.

Dennoch denke ich, dass man bei aller Sympathie mit den Opfern nicht die Hintergründe des Zweiten Weltkrieges vergessen darf. Diese werden im Film überhaupt nicht thematisiert. Es werden weder Gründe für die Bombardierung Japans genannt noch wird in irgendeiner Weise darüber reflektiert.